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Ausgabe 92 vom 16. Oktober 2006

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Willkommen bei der Newsletter-Ausgabe 92 vom 16. Oktober 2006

Vorwort

Die größte gallische Misswahl ist am 1. Oktober gestartet. Ab sofort können Sie unter 33 bekannten weiblichen Figuren aus den Asterix-Heften und -Zeichentrickfilmen Ihre Favoritin wählen. Sie können nur einzelne Charaktere bewerten oder jedem eine Wertung zwischen 1 und 5 Punkten verpassen. Was Sie dabei bewerten bleibt Ihnen überlassen - Sie können alleine die Schönheit bewerten, aber auch die Wichtigkeit der Person oder die allgemeine Sympathie entscheiden lassen. Nach knapp zwei Wochen ist - wie könnte es anders sein - Falbala knapp in Führung vor Abba, die im neuesten Asterix-Zeichentrickfilm "Asterix und die Wikinger" eine Hauptrolle spielte. Platz drei wechselt derzeit zwischen einer Figur aus dem Zeichentrickfilm "Asterix in Amerika", dem Indianermädchen Hatschi, Frau Methusalix und Latraviata. Knapp gefolgt von Gibtermine, der Empfangsdame des Druiden Amnesix aus "Kampf der Häuptlinge", gleichauf mit Kleopatra. Die Misswahl wird noch bis mindestens Ende dieses Jahres laufen, also bleibt noch genügend Zeit die eigenen Bewertungen abzugeben.

In den letzten Wochen mehrten sich die Anfragen, die die "Frage der Woche" vermissen. Nachdem ich das wöchentliche Gewinnspiel im Dezember des letzten Jahres nach der 300. Frage vorübergehend eingestellt hatte, sollte es planmäßig in diesem Herbst wieder starten. Ich freue mich allen Interessenten nun mitteilen zu können, dass die "Frage der Woche" ab 1. November wieder an jedem Mittwoch im Asterix-Archiv seinen festen Platz haben wird. Dann wird wieder wöchentlich ein Asterix-Band verlost und die neue Saison kann beginnen.


Neuerscheinungen im November

Für den nächsten Monat sind zwei neue Versionen des Computerspiels "Asterix und Obelix XXL 2" geplant. Ab November soll das Spiel, das bereits für PC und Playstation erschienen war, nun auch für die Handhelds PlayStation Portable und Nintendo DS auf den Markt kommen.

Außerdem ist für den kommenden Monat ein Asterix-Geschenkbuch mit dem Titel "Durch dick und dünn" (ISBN 3-7704-3054-9) angekündigt. Auf 48 Seiten werden Zitate zu Freundschaft und entsprechende Illustrationen durch Zeichnungen aus den 33 Alben präsentiert.

Für den 6. November ist der Verkaufsstart der DVD "Asterix und die Wikinger" vorgesehen. Als Bonusmaterial zu 76 Minuten Zeichentrick-Unterhaltung werden ein "Making Of", Interviews mit den deutschen Synchronstimmen und die Trailer enthalten sein. Achtung! Geheim! Ab hier bitte nicht mehr weiter lesen: Zum Verkaufsstart wird es im Asterix-Archiv ein Gewinnspiel geben, bei dem DVDs, Poster und Asterix-Puzzle gewonnen werden können.

Alle Neuerscheinungen und Termine im Überblick:
http://www.comedix.de/news/index.php#wn56

Die Traumfrau der Antike: Kleopatra

In der aktuellen Ausgabe von "National Geographic" (10/2006) wird in der Titelgeschichte über eine der faszinierendsten Frauen der Antike berichtet. In einem ausführlichen Artikel zu Kleopatra beschreibt das Magazin wie Historiker und Archäologen anhand von überlieferten Fakten und Legenden versuchen, ein Bild der Königin zu zeichnen. Hier auszugsweise der Text aus dem Artikel mit freundlicher Genehmigung des Verlages.

Seit mehr als 2 000 Jahren erregt Kleopatra die Phantasie, wie keine andere beschäftigt sie die Künste: verteufelt als Kurtisane vom Nil, verklärt als Tragödin, die an ihrer Liebe scheitert und eine jahrtausendealte Kultur in den Abgrund reißt. Der römische Schriftsteller Plinius der Ältere setzte den Namen Regina meretrix- "Königin Hure" - in die Welt, sein Kollege Properz ließ sie gar unter ihren Sklaven von Hand zu Hand gehen. Der Dichter Dante geißelte im Mittelalter ihre Wollust im Höllenkreis der "Göttlichen Komödie", Boccaccio fand kein besseres Beispiel für Habgier, Grausamkeit und Geilheit. Haben sie Recht?

Kleopatra VII. regiert im 1. Jahrhundert v. Chr. über das reichste Land der Welt. Sie residiert in einem weitläufigen Palast- und Tempelbezirk in Alexandria, der Stadt, die Alexander der Große 331 v. Chr. gegründet hat. Eine halbe Million Menschen leben in dieser Metropole, Griechen und Römer, Ägypter und Nubier, Gallier und Juden, die in 2500 Tempeln und Kultstätten ihre Gottheiten verehren. Nachts weist Pharos den Schiffen den Weg; der hoch aufragende Leuchtturm bewacht den größten Hafen und Handelsplatz der Antike. Alexandria ist auch eine Stadt des Geistes, in der die Elite der Wissenschaft forscht. Die Alexandrinische Bibliothek versammelt das Wissen der Zeit auf einer halben Million Papyrusrollen.

Seit 300 Jahren herrschen die Ptolemäer, ein kleiner hellenistischer Clan, über sieben Millionen Ägypter. Sie sind Nachfahren des makedonischen Heerführers Ptolemaios, der an der Seite Alexanders des Großen gekämpft und sich nach dessen Tod diesen fruchtbarsten Teil der Alten Welt gesichert hat. Die Ptolemäer heiraten ihre eigenen Schwestern, damit kein fremder Lebenssaft die königlichen Blutbahnen stört. Doch der Familienfrieden leidet unter gnadenlosen Machtkämpfen.

Ptolemaios XII., der Vater Kleopatras, will die Unabhängigkeit seines Landes vor dem Zugriff der neuen, expandierenden Großmacht Rom bewahren, die schon Griechenland, Kleinasien und den Vorderen Orient unter ihrer Kontrolle hat. Er zahlt gewaltige Bestechungssummen an die römischen Herrscher. So ruiniert er Ägyptens Staatsfinanzen, wird schließlich aus Alexandria verjagt und findet in Rom Asyl. Drei Jahre später helfen ihm die Römer, sein Reich mit Waffengewalt zurückzuerobern.

Als der Pharao 51 v. Chr. stirbt, ist Kleopatra 18 Jahre alt. Gemeinsam mit ihrem zehnjährigen Bruder Ptolemaios XIII. wird sie Königin von Ägypten. Die Vormundschaft hat der verstorbene Vater testamentarisch dem römischen Volk übertragen. Es dauert nicht lange, da liegen die Geschwister im Krieg, und Kleopatra wird aus dem Palast vertrieben. Rom interveniert - und entsendet Julius Cäsar, seinen besten Mann. Er hat die Iberer in Spanien und die zahlenmäßig weit überlegenen Heere der Gallier besiegt, die Grenzen des Römischen Reichs im Westen bis an den Atlantik und im Norden bis an den Rhein vorgeschoben und damit die Fundamente einer Supermacht geschaffen, die ein halbes Jahrtausend lang bestehen sollte.

Den Vorwand für Roms Intervention liefert sein Widersacher, der Feldherr Pompejus, der in Alexandria Zuflucht gefunden hat. Die Berater, die Kleopatras mittlerweile 13-jährigen Bruder steuern, wollen es sich mit dem mächtigen Cäsar nicht verderben. Sie töten Pompejus und senden Cäsar den abgeschlagenen Kopf. Der aber reagiert wider Erwarten zornig. Kein fremdes Volk habe das Recht, einem Römer einen so schimpflichen Tod zu bereiten.

Er verlangt, dass beide streitenden Parteien ihre Heere entlassen, dass Kleopatra und Ptolemaios persönlich vor ihm erscheinen. Wie aber soll Kleopatra das gelingen? Sie hält sich an der syrischen Grenze auf, ihre Residenzstadt Alexandria ist in den Händen ihrer Feinde. So kommt es zu der Idee mit dem Nachtkurier, der Cäsar einen Teppich, eine Königin und ein Weltreich zu Füßen legt.

Cäsar entscheidet den Alexandrinischen Krieg zu seinen Gunsten. Der Knabe Ptolemaios überlebt ihn nicht. Der Römer setzt Kleopatras nächsten Bruder als Ptolemaios XIV. mit auf den Thron und reist ab. Neue Kriege warten auf ihn, er marschiert nach Pontus am Schwarzen Meer.

Kleopatra bekommt ihr erstes Kind im September 47 v. Chr. Sie nennt es Kaisarion, den Sohn Cäsars. Im Jahr darauf bricht sie mit dem Baby und ihrem Pharaonenbruder nach Rom auf. Sie logiert als Regina amica ('befreundete Königin') in Cäsars Haus rechts des Tiber und hält dort Hof, während Cäsar seine Dienstwohnung im Stadtzentrum mit Ehefrau Calpurnia bewohnt. Zur Geliebten hat er es nicht weit, 15 Minuten zu Fuß, in der Senatorensänfte geht's noch etwas schneller.

Cäsar steht zwischen zwei Frauen. Er will sich nicht scheiden lassen, denn die Ehe mit Calpurnia, der Tochter des einflussreichen Senators und Konsuls Piso, sichert seine Machtbasis in Rom. Er will aber auch nicht auf Kleopatra verzichten. Seine Affäre macht ihm im Senat, den er wegen seines Strebens nach Alleinherrschaft ohnehin schon gegen sich hat, noch mehr Feinde. Ein Herrscher, der alles einfach auf sich zuschneidet? Der römische Interessen in den Schoß einer fremden Macht legt?

Niemand warnt ihn. Außer Calpurnia, doch er hört nicht auf sie. Am 15. März 44 v. Chr. geht Cäsar in die Senatssitzung im Saal des Pompejustheaters. Dort stürzen sich Verschwörer mit Dolchen auf ihn. Marcus Iunius Brutus, einer der Anführer und Sohn einer früheren Geliebten, führt den letzten von 23 Messerstichen. "Auch du, mein Sohn?" sind angeblich Cäsars letzte Worte. Vermutlich aber hat er sie nie gesprochen. Nach zwei Dutzend Messerstichen macht niemand mehr große Worte.

Nach der Ermordung Cäsars gerät Rom in Aufruhr. Kleopatra kann nicht länger bleiben. Sie ist möglicherweise zum zweiten Mal schwanger, erleidet eine Fehlgeburt. Überstürzt besteigt sie ihr Schiff und reist mit ihrem Gefolge nach Ägypten. In Alexandria stirbt ihr 14-jähriger Bruder, Gemahl und Mitregent Ptolemaios XIV. aus ungeklärter Ursache. War es Gift? Ein böser Verdacht lastet auf der Königin vom Nil. Beweise gibt es nicht, wohl aber ein Motiv. Sie ernennt ihren kaum dreijährigen Sohn als Ptolemaios XV. Kaisarion zum neuen Pharao an ihrer Seite - aus ihrer Sicht die natürliche, gottgewollte Verbindung der beiden Reiche in einer Person. Ihr Kind trägt die Zukunft Ägyptens in sich. Ihr Ziel ist es, die Zukunft zu sichern.

Zwei Männer nehmen die Verfolgung der Mörder Cäsars auf: sein zierlicher und intelligenter Adoptivsohn Octavian und der selbstbewusste, beliebte Heerführer Marcus Antonius. Gemeinsam mit dem politisch bedeutungslosen Marcus Aemilius Lepidus bilden sie ein Triumvirat, eine Herrschaft zu dritt. Octavian ist verantwortlich für den Westen, Marcus Antonius für den Osten des Imperiums; Letzterer also für die Beziehungen zu Ägypten. Kleopatra ist 29 Jahre alt, als Marcus Antonius sie zu sich zitiert. Er hat seine Flotte in Ephesos versammelt und lässt sich - wohl nicht ganz zufällig - als Dionysos feiern, als Gott der Lebensfreude, der freien Liebe und des Weines. Kleopatra folgt seinem Wunsch nicht in Demut, sondern noch immer mit dem Stolz einer Herrscherin. Wenn er sie sehen wolle, so lässt sie ihn wissen, dann müsse er sie schon auf ihrem Schiff besuchen. Sie empfängt ihn bei Tarsos, hingegossen als Göttin Isis - es ist die berühmte Szene, die Poeten und Hollywoodregisseure nicht mehr hat ruhen lassen.

"Eines war allen Erscheinungsweisen der Gottheit gemeinsam: die Nacktheit", schreibt der Althistoriker und Kleopatra-Forscher Manfred Clauss. "Auf ihrem Schiff umstanden junge Knaben als Eroten die Herrscherin der Liebe. Sie war die Göttin der Liebe, und daher war für sie Liebe Leben, und Liebe und Sexualität gehörten zur Religion und alles zusammen zur Politik, die ebenso Teil ihres Lebens war."

Die Bündnispolitikerin Kleopatra trägt nichts außer einer goldenen Krone, einem Perlencollier und einer Perlenkette, die sich über der Brust kreuzt. Möglicherweise noch einen Perlentanga. Kein Wunder, dass Marcus Antonius schwach wird. Kurz darauf ist Kleopatra wieder schwanger. "Sie schlief nicht mit den mächtigsten Männern ihrer Zeit, weil sie eine Hure war, sondern um Kinder von ihnen zu bekommen", erklärt der Archäologe Bernard Andreae, der zwölf Jahre lang das Deutsche Archäologische Institut in Rom leitete. Liebe war für sie ein Mittel dynastischer Politik.

Marcus Antonius ist 40, als er sich mit Kleopatra verbindet. Sie schenkt ihm drei Kinder. Nun ist sie Isis, die Gebärende, in Menschengestalt. In ihrem Machtkalkül ist kein Platz für eine Rivalin. Arsinoe IV., ihre Schwester, muss sterben. Sie ist 16, vielleicht 18 Jahre alt. Marcus Antonius lässt sie umbringen. Er macht Kleopatra Phönikien, Teile von Kilikien und Arabien und die wertvollen Balsamdistrikte von Judäa zum Geschenk. Und er trennt sich von Octavia, der Schwester Octavians, mit der er zwei Töchter hat.

Bei den Römern zu Hause stößt der ganze Zirkus auf Ablehnung. Octavian, der Rivale des Marcus Antonius, hat an Einfluss gewonnen. Geschickt bringt er die Römer gegen ihn auf. Vor allem, als herauskommt, was Marcus Antonius in seinem Testament verfügt hat, das nach alter Sitte im Tempel der Vesta hinterlegt wurde. Octavian hat die Vestalinnen gezwungen, es ihm auszuhändigen - ein Verstoß gegen heiliges römisches Recht. So erfahren die Römer, dass Marcus Antonius neben Kleopatra in Alexandria bestattet werden will. Soll das etwa die neue Hauptstadt werden? Soll Rom die Kontrolle über das Weltreich an Ägypten verlieren? Die Stimmung wendet sich gegen Marcus Antonius. Rom erklärt Kleopatra - und damit auch ihm - den Krieg.

Er nimmt die Herausforderung an. Stellt eine Armee aus Römern, Ägyptern und 13 verbündeten Königen auf, von denen elf persönlich an dem Feldzug teilnehmen. In einem beispiellosen logistischen Kraftakt werden 100.000 Fußsoldaten, 12.000 Reiter und mehrere tausend Pferde auf 500 Kriegsschiffe verladen. Die Armada segelt über die Ägäis nach Athen, wo die Griechen auf der Akropolis einer Statue der Kleopatra im Gewand der Isis huldigen.

Marcus Antonius schlägt sein Winterquartier an der griechischen Westküste auf, bereit zum großen Sprung nach Italien. Er fühlt sich stark, hat die größere und schlagkräftigere Armee, dazu die größeren Schiffe, schwimmende Festungen, die eigentlich jedem Feind haushoch überlegen sein müssten. Aber er steht einem erfahrenen Strategen gegenüber: Agrippa, einem militärischen Genie in Diensten Octavians. Der greift schon früh an, erobert mit kleinen, wendigen Schiffen die Städte, Stützpunkte und Häfen rund um das Lager des Marcus Antonius in Actium.

Die Nachschubwege sind abgeschnitten, Hunger und Krankheiten breiten sich aus. Marcus Antonius sucht die Entscheidung auf See. Die Schlacht von Actium im September 31 v. Chr. wird zu einem Lehrstück der Kriegskunst, zu einem Thema aller großen Militärtheoretiker in den zwei Jahrtausenden danach. Agrippas Flotte kesselt die Dickschiffe von Marcus Antonius ein. Ungünstiger, jedoch von ihm gut berechneter Wind reißt die Front des Gegners auseinander. Seine schnellen Schiffe greifen die großen von allen Seiten an, rammen sie, zerstören die Ruder. Die Mannschaften werfen Flammentöpfe, setzen die Flotte des Marcus Antonius in Brand. Kleopatra sieht das Flaggschiff ihres Geliebten brennen. Marcus Antonius gewahrt mit Entsetzen, wie sie mit ihrem Schiff die Flucht ergreift. Er steigt auf einen kleinen Segler um und flieht ebenfalls, der Königin hinterher. Die Schlacht von Actium geht verloren. Es ist für beide der Anfang vom Ende.

Doch Kleopatra weigert sich, die Niederlage einzugestehen. Als sie in den Hafen von Alexandria einläuft, lässt sie Siegeszeichen setzen, und das Volk jubelt ihr zu. Als wenig später die Wahrheit ans Licht kommt, zieht sie sich in ihren Palast zurück und feiert ein Fest nach dem anderen, so als wäre nichts geschehen. Marcus Antonius verschwindet in seine Residenz und sucht vermutlich Trost im Alkohol.

Octavian lässt sich Zeit. Erst ein Jahr später rückt er in Ägypten ein. Die Truppen des Marcus Antonius laufen zu ihm über. Ihr Feldherr hat sein Charisma verloren, und sein Gegenspieler verspricht ihnen nicht nur Straffreiheit, sondern auch mehr Sold und besseres Essen, wenn sie die Seite wechselten. So fällt ihm Alexandria fast kampflos in die Hände.

Der letzte Akt der Tragödie beginnt. Kleopatra zieht sich in den Isis-Tempel zurück und lässt den Eingang verrammeln. Marcus Antonius stürzt sich ins Schwert. An Seilen, so heißt es später, wird er in den Isis-Tempel gehievt. Er stirbt, so die Legende, in Kleopatras Armen. Offenbar trifft sich die Herrscherin Ägyptens bald danach mit Octavian. Sie hofft, den Thron für ihren Sohn zu retten. Wie dieses Zusammentreffen verläuft, bleibt rätselhaft. Beim Historiker Cassius Dio tritt sie als verführerische Schönheit auf, bringt Briefe Cäsars mit, fällt vor Octavian auf die Knie. Bei Plutarch scheint sie eher auf Mitleid zu spekulieren, aufgelöst in Tränen, mit zerkratzten Brüsten. Der Römer aber lässt sie abblitzen. Dieser Heerführer, das merkt sie schnell, wird vor ihr nicht schwach.

Die Aussicht, als Kriegsbeute in Ketten im Triumphzug durch Rom geführt zu werden, treibt die 39-Jährige wohl in den Tod. Lässt sie eine Kobra in einem Korb voller Feigen an den römischen Wachen vorbeischmuggeln, um durch ihr Gift aus dem Leben zu scheiden? Schreibt sie noch an Octavian, dass sie gemeinsam mit Marcus Antonius begraben werden möchte? Der Römer, so steht es bei Plutarch, ahnt Böses und lässt die Tür zum Isis-Tempel aufbrechen. "Sie fanden Kleopatra schon tot im königlichen Schmucke im Bett liegen."

Niemand hat diese letzten Stunden so ausführlich beschrieben wie der griechische Schriftsteller. Dabei ist Kleopatra schon 100 Jahre tot, als er die Geschichte niederschreibt. Seine Quelle ist sein Großvater, dessen Freund Philotas in Alexandria Medizin studierte, bevor er Leibarzt des Sohns von Marcus Antonius wurde. Dabei lernte er einen Koch kennen, der erzählte, dass er am Hof von Alexandria gewesen sei. Sicher hatte er auch Zugang zur königlichen Gerüchteküche. So kommt auch dem Chronisten das Ganze nicht recht geheuer vor. "Den wahren Hergang der Sache jedoch weiß niemand", fügt er am Ende seiner Darstellung hinzu.

Die Geschichte vom Selbstmord durch Schlangenbiss ist zu einer unverwüstlichen Legende geworden. Wahr ist sie vermutlich wohl nicht. "Der Biss einer Uräusschlange ist selten tödlich", sagt Guido Westhoff, Schlangenforscher am Institut für Zoologie der Universität Bonn. "Und wenn, kann es Stunden dauern, ehe der Anteil an Neurotoxin im Schlangengift das Atemzentrum lähmt und den Herzstillstand verursacht." Angeblich hat dieselbe Schlange auch noch die Hausdamen Eiras und Charmion getötet, was zumindest in dem geschilderten Zeitraum höchst unplausibel erscheint. "Wahrscheinlicher ist, dass Octavian die Königin umbringen und den Selbstmord vortäuschen ließ, um in Alexandria keinen Aufstand zu riskieren", vermutet der Archäologe Andreae.

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Asterix-Film: Steht die endgültige Besetzung fest?

Die Dreharbeiten zum Asterixfilm "Asterix bei den Olympischen Spielen", der im Frühjahr 2008 rechtzeitig vor den Olympischen Spielen im gleichen Jahr in Peking in den deutschen Kinos sein soll, kommen nach Insiderangaben gut voran. Gérard Depardieu hatte wegen der Dreharbeiten zuletzt sogar auf die Verleihung eines Filmpreises in Hamburg verzichtet.

Inzwischen konkretisiert sich auch die Besetzung des Films. Waren zu Beginn im Mai 2005 für die Rollen der Kleopatra und Falbala Aishwarya Rai und Vanessa Hessler im Gespräch, so spielen diese beiden Asterix-Charaktere im Film nun offenbar doch keine Rolle und damit entspräche die Besetzung auch der literarische Vorgabe "Asterix bei den Olympischen Spielen", in der die ägyptische Königin und Falbala keine Nebenrollen besetzen. Auch Gisele Bündchen, die zeitweise für eine Rolle vorgesehen war, wird im Film nicht mitspielen, während Vanessa Hessler nun die Rolle einer griechischen Prinzessin übernehmen soll.

Die Szenen, die in Griechenland spielen, werden seit Sommer 2006 in Alicante/Spanien unter anderem mit dem Schauspieler Benoît Poelvoorde als Brutus, José Garcia als der verrückte Erfinder Sacapus, Santiago Segura als geheimnisvoller Zauberer, Alain Delon als Julius Cäsar und dem deutschen Schauspieler Michael Herbig in der Rolle eines stummen Sklaven von Brutus in den gut gesicherten Produktionshallen gedreht. Besonders interessant dabei ist die Tatsache, dass Herbig, der mit dem Kinofilm "Der Schuh des Manitu" deutsche Kinogeschichte schrieb, in der deutschen Synchronisation dem Charakter des Brutus seine Stimme leihen wird. Thierry Arbogast an der Kamera, die Kostüme von Madeline Fontaine und die Dekoration von Aline Bonetto werden aus dem Film hoffentlich ein Ereignis mit Format machen - was bei einem Budget von knapp 80 Millionen Euro durchaus im Bereich aller Möglichkeiten liegen sollte.

Für Nebenrollen sollen Michael Schumacher, Zinedine Zidane, David Beckham, und Jean Todt im Gespräch sein.

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Asterix und die Wikinger ab Herbst auf DVD

Nachdem der letzte Asterix-Zeichentrickfilm "Asterix und die Wikinger" seit seiner Uraufführung im Mai 2006 Millionen von Zuschauern in die Kinos lockte, wird der Unterhaltungsspaß für die ganze Familie ab 6. November im Handel sein.

Neben dem Film wird ein "Making Of", Interviews mit den deutschen Synchronstimmen und Trailer als Bonusmaterial auf der DVD enthalten sein. In 76 Minuten Spielfilm, die wahlweise in deutschem oder englischem Tonformat in Dolby Digital vorliegt, haben Asterix und sein dicker - pardon, muskulöser - Freund Obelix diesmal gleich zwei knifflige Aufgaben zu lösen: Da reicht es nicht, dass die beiden mit der ehrenvollen Mission betraut wurden, aus dem verweichlichten Majestix-Neffen Grautvornix einen gallischen Krieger zu machen. Obendrein müssen sich die beiden auch noch mit den wilden und furchtlosen Wikingern auseinandersetzen. Das unerschrockene Seefahrervolk um Anführer Maulaf weiß nämlich nicht, was es bedeutet, Angst zu verspüren! Auf ihrer ebenso zweifelhaften wie grotesken Expedition und Suche nach dem "Angst-Champion" treffen sie auch auf Grautvornix und die Gallier.

Erfolgreiche deutsche Stars wie der Comedy-Matador Christian Tramitz (Asterix), Fanta 4 Rap-Guru Smudo (Grautvornix), Altmeister Dieter Hallervorden (Kryptograf), MTV-Aushängeschild Nora Tschirner (Abba) und 007-Bösewicht Götz Otto (Olaf) leihen den beliebten Comicfiguren in Asterix` neuem Abenteuer ihre prägnanten (Synchron)-Stimmen.

Das Erscheinen der DVD wird im Asterix-Archiv mit einem Gewinnspiel begleitet, bei dem DVDs, Puzzle, Poster und großformatige Fensterkleber verlost werden.

Neues aus der Asterix-Welt bei Comedix:
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Eigenlob in eigener Sache: Comedix.de

Das Asterix-Archiv ist ein seit 1998 stetig wachsendes Angebot von Inhalten zum Thema "Asterix" und seinen gallischen Freunden. Außerdem biete ich Informationen zu zeitgenössischen Themen wie dem Römischen Reich und über Ausgrabungen, Ausstellungen und wissenschaftliche Hintergründe an. Einige Inhalte werden durch die Besucher des Asterix-Archivs erzeugt, hauptsächlich durch das Schreiben von Beiträgen im gut frequentierten Forum oder auch durch das Erstellen eigener Asterix-Quiz und dem Schreiben von Rezensionen in den Artikeln der Bibliothek. Einige Stammgäste, die regelmäßig seit mehreren Jahren das Asterix-Archiv besuchen, beteiligen darüber hinaus durch das Programmieren von Software und das Aufspüren und Berichtigen von inhaltlichen Irrtümern an den Comedix-Seiten.

Trotzdem bestreite ich das Asterix-Archiv als Webmaster und Ersteller der Seiten zum größten Teil in Eigenregie, denn ich verfüge über kein übergreifendes Content Management System, das es anderen erlauben würde, Seiten zu editieren. Nur im Bereich "Neues" ist ein abgeschlossenes System im Einsatz, das jedoch trotz dauerhaftem Hinweis unter jedem Artikel zum Schreiben eigener Artikel bis auf eine Ausnahme kaum von Besuchern genutzt wird. Überhaupt ist das Erzeugen von Besucheraktivität eine schwierige Sache, denn obwohl es schon sehr viele Möglichkeiten zum Mitgestalten des Angebots gibt, wird dies kaum wahrgenommen. Der Versuch, eine Community in einem Asterix-Fanclub mit einem Content Management System zum Erstellen von eigenen Inhalten zu gründen, ist an der mangelnden Beteiligung 2002 nach knapp einem Jahr wieder eingestellt worden.

Neben dem Erstellen neuer Inhalte in Form von neuen Themenbereichen, dem Einfügen neuer Artikel in die Bibliothek und dem Erstellen neuer Artikel für den Bereich Neues fallen praktisch täglich viele Routinetätigkeiten an, die sich der Aufmerksamkeit der meisten Benutzer entziehen. Und trotzdem müssen diese Arbeiten erledigt werden, denn im Detail würde man sonst schnell feststellen, dass Bereiche nicht mehr gepflegt werden. Ein Negativbeispiel ist hier die Fanseite asterix-fan.de, hier wurde seit Dezember 2005 nichts mehr aktualisiert und inzwischen verwaisen einige Links, weil sich die Seiten im Internet praktisch immer in Bewegung befinden und sich verändern. Entsprechend fordert eine Seite, die weiterhin für Besucher aktuell und attraktiv bleiben möchte, ständige Pflege - auch und besonders im Hintergrund, den dort zeigt sich der Unterschied zwischen einem gepflegten Angebot und einer normalen Seite im Internet, die es zu Tausenden gibt.

Zur Pflege allgemeinen Pflege des Asterix-Archiv gehört das Erstellen von regelmäßigen Backups des Datenbestandes. Mehrere Bereiche im Asterix-Archiv sind datenbankbasiert, inzwischen sind vier Datenbanken unabhängig voneinander im Betrieb, um bei einem Ausfall einer Datenbank keinen Totalausfall aller Produkte zu riskieren. Zu den Produkten, die eine Datenbank nutzen, gehören zum Beispiel das Forum, die Grußkarten, der Newsletter, die Volltextsuche und die neue Asterix-Misswahl. Neben diesen Daten überprüfe ich regelmäßig die Funktionsweise des Asterix-Quiz, inklusive des Bereiches zum Erstellen eigener Quizfragen durch Besucher. Hier habe ich mir zum Beispiel die Aufgabe gemacht, Quiz, die älter als drei Monate sind und nicht für eine Veröffentlichung vorgeschlagen wurden, zu löschen. Auch die durch Besucher nicht gefundenen Seiten, die durch falsche Links oder alte Seiten produziert und mir automatisch gemeldet werden - so genannte 404-Fehler, müssen gefunden und gegebenenfalls repariert werden.

Zu den Routinetätigkeiten gehört auch as Aufarbeiten der Comedix-Suche, in der inzwischen Informationen zu fast 1300 Begriffen aus der Asterix-Welt und der Comedix-Bibliothek gefunden werden können. Ich werte dabei regelmäßig die Liste der nicht gefundenen Begriffe aus und aktualisiere den Datenbestand entsprechend. Nebenbei aktualisiere ich die Ergebnisseiten der Comedix-Suche seit etwa zwei Jahren, seitdem ich die technische Basis des Asterix-Archivs von statischen HTML-Seiten und der so genannten Frames-Technik (mehrere einzelne Internetseiten bilden in einem Rahmen gemeinsam eine Seite ab) auf eine dynamische Basis (PHP) umgestellt habe. Ich bin zudem ständig auf der Suche nach Verbesserungen und neuen interaktiven Elementen, um die neuen technischen Möglichkeiten auszunutzen. Dass mit dieser technischen Umstellung natürlich viele Anpassungen im Hintergrund und im Detail der Internetseiten notwendig waren, kann ich hier nur andeuten. Ganz nebenbei veränderte sich das Aussehen des Asterix-Archivs in den vergangenen Jahren langsam, aber kontinuierlich. Dass ein komplett neues Layout in Eigenregie möglich ist, muss ich inzwischen vorerst ausschließen, auch wenn ich manchmal das Gefühl habe, dass Comedix einen neuen Anstrich gut vertragen könnte. Der Zeitaufwand eines so genannten Redesigns überschreitet meine zeitlichen Möglichkeiten, die ich mit meinem Beruf und meiner Familie vereinbaren muss.

Das Forum nimmt auch einen Teil der Zeit in Anspruch, denn um meine rechtliche Verantwortlichkeit im Forum wahrzunehmen, muss ich dieses mehrmals täglich kontrollieren: Benutzer löschen, Beiträge prüfen und Mitteilungen, die nur werberelevante Inhalte beinhalten, entfernen - dieser Aufwand ist nicht unerheblich und doch lässt sich das mit meinem eigenen Wunsch dort auch aktiv zu schreiben recht gut vereinbaren.

Zusätzlich neben den beschriebenen Routineaufgaben und dem Vorbereiten neuer Artikel und Themenbereiche bekomme ich etwa ein Dutzend E-Mails von Besuchern, die zu den verschiedensten Themen eine Antwort erwarten, nach meinem Anspruch innerhalb von 24 Stunden - all die oben beschriebenen Tätigkeiten resultieren in etwa 12 bis 16 Stunden, die ich im Durchschnitt wöchentlich für das Asterix-Archiv aufwende. Bezieht man diesen Aufwand auf die vergangenen Jahre seit April 1998 kommt man auf insgesamt etwa 6400 Stunden oder umgerechnet knapp 270 Tage meines Lebens, die bisher in das Asterix-Archiv geflossen sind. Und immer noch macht es mir jeden Tag Spaß, den Besuchern die Welt von Asterix wieder ein wenig näher gebracht zu haben ...

Neues aus der Asterix-Welt bei Comedix:
http://www.comedix.de/neues/

Mundart Meefränggisch III in der Bibliothek

Die Bibliothek hat in der Kategorie "Mundart" Zuwachs bekommen. Der 61. Band "Då boxe di Beudel" (Kampf der Häuptlinge), der im Oktober erscheinen wird, ist der dritte Band in Mainfränkischer Mundart, die im Raum Würzburg gesprochen wird: Es is fuchzich vor Christus. In ganz Frångn führn die Besatzer des Rechiment. In ganz Frångn? Nää - ä glens Völkle in Unnerfrångn wärd zwar schon lång underdrüggd vo der Kapidåle in Südn. Aber unbeuchsam wie se sin, dun se alleweil emål aufbegehr. Un für die Besatzer is des Lebm nit eifach in ihre Låcher Silvanum, Scheurebrum, Rieslania un Müllrum-Thurgia...

Der Mundartband:
http://www.comedix.de/medien/lit/mundart/m61.php

Asterix-Hausschuhe

2006 wurden Kinder-Hausschuhe der Marke Rondinaud (Nennung auf einem Aufkleber in der Schuhinnenseite) in Schuhgeschäften der "K+K Schuh-Center"-Kette für etwa 10 Euro in verschiedenen Größen (im Bild Größe 30/31) verkauft. Auf der Oberseite sind Asterix, Obelix und Idefix abgebildet, ebenso der Asterix-Schriftzug. Im Profil ist der Asterix-Schriftzug und Asterix als Schattenriss abgebildet.

Die Hausschuhe im Bild:
http://www.comedix.de/medien/lit/c96.php

Comedix-Funktion des Monats

Sie möchten wissen, wer was wann gesagt hat? Wie oft Belenus und Teutates angerufen wurden oder wer das Wort "Idiot" verwendet hat? Dann ist der Themenbereich "Asterix im Volltext" genau das Richtige für Sie! Ganz egal ob der Text als Textkasten, Sprechblase oder Schildaufschrift in den Asterix-Heften steht, insgesamt mehr als 23.000 Texte stehen in der Volltextsuche zur Verfügung. Insgesamt ein Dutzend Asterix-Fans haben sich die Mühe gemacht, jeden Band abzutippen und in die Volltextsuche einzupflegen. Sie können nach Sätzen, Wörtern und Wortteilen suchen und erfahren so, wer was wann und in welchem Band gesagt hat.

Die Volltextsuche beschränkt sich jeweils auf die aktuelle, im Handel erhältliche Ausgabe. Band 32 "Asterix plaudert aus der Schule" ist in der Volltextsuche mit der um eine Kurzgeschichte erweiterten 3. Auflage und damit geänderten Seitenzahlen berücksichtigt.

Die Volltextsuche:
http://www.comedix.de/lexikon/special/volltext/index.php

 
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© Deutsches Asterix Archiv 1998-2008, Zeichnungen: Albert Uderzo - © Les Editions ALBERT-RENÉ, GOSCINNY-UDERZO
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