Startseite
Neues aus der Asterixwelt
Newsletter
Asterix von A-Z
Hefte - Filme - Zubehör
Suchen in der Datenbank
Comedix Interaktiv
 
Schwarzes Brett
Mail an Comedix
Grußkarten

Newsletter

Ausgabe 74 vom 15. April 2005

Zur Hauptseite
Home
 
 
 

Willkommen bei der Newsletter-Ausgabe 74 vom 15. April 2005

VORWORT

Man könnte ja meinen, nach 7 Jahren Comedix.de gäbe es eigentlich nichts mehr zu tun. Alle Details sind entschlüsselt und alle Abhandlungen geschrieben. Was gibt es mehr zu erreichen als bei den Suchworten "Asterix", "Obelix" und "Idefix" bei Google auf Platz 1 zu sein? Zurücklehnen und das Ende des Projekts genießen? Von wegen! Eine Homepage ist wie ein eigenes Haus. Niemals wirklich fertig. Immer kann man etwas verbessern, so natürlich auch bei Comedix - insbesondere die Bibliothek hatte eine sehr gründliche Überarbeitung nötig. Pünktlich zum siebenjährigen Bestehen des Asterix Archiv im April sind dort nun ab sofort nicht nur 30 neue Artikel zu finden, sondern der Bereich wurde komplett umgebaut. Weitere Details zur neuen Bibliothek in diesem Newsletter. Für die Techniker: Comedix verabschiedete sich dort auch von den Seitenframes, was nach und nach auch alle anderen Seiten betreffen wird. In diesem Jahr wird Comedix generell ein wenig aufgehübscht. Auf dem Holzlayout liegt ein wenig Staub und der muss weg.

Neben diesem Umbau gibt es nun im Bereich NEUES auch die erste Vorschau des Zeichentrickfilms "Asterix und die Wikinger", der 2006 in die Kinos kommen soll. Und der neue Asterix-Band im Oktober ist sowieso DAS Thema in diesem Jahr. Beides, der Film und der neue Band, sind seit dieser Woche im Bereich NEUES viel ausführlicher beschrieben. Alles was es bisher zum Thema "neuer Asterix-Band" zu sagen gibt wird in diesem Newsletter zusammengefasst.


NEUES AUS DER ASTERIX-WELT

DER KAUKA-EFFEKT

Matthias Heine schrieb in "Die Welt" einen Artikel über den von ihm genannten "Kauka-Effekt", wie in der ersten deutschen Übersetzung aus den Galliern Asterix und Obelix im März 1965 national gesinnte Germanen wurden:

"Der deutsche Comic-Verleger Rolf Kauka (1917-2000) hatte die Veröffentlichungsrechte für die in Frankreich seit 1959 erschienene Serie erworben. Doch er beließ es nicht bei einer mehr oder weniger behutsamen Übertragung: Als die Keltenkrieger im Heft Nr. 6 von Kaukas Zeitschrift "Lupo modern" erstmals deutschen Lesern begegneten, waren aus ihnen zwei Germanen namens "Siggi und Barbarras" geworden. Während derartige Einbürgerungen und Umtaufungen noch im Rahmen dessen lagen, was regelmäßig mit Comicfiguren in einer längst noch nicht so globalisierten und von internationalen Lizenzverträgen regulierten Szene angestellt wurde, stellte der politische Missbrauch, den Kauka mit Asterix und Obelix trieb, einen Verstoß gegen die rauen Sitten der Heftchen-Branche dar."

Damit wurden den beiden Galliern nämlich nicht nur ihre Namen und ihre nationale Identität geraubt, sondern auch der Witz und die Intelligenz, die die Asterix-Schöpfer René Goscinny und Albert Uderzo ihren Figuren mitgegeben hatten.

Nach Heine soll der Verleger "deutschnational und stockreaktionär" gewesen sein. Seine Comic-Figur Lupo musste sich in den Geschichten jener Zeit mit finsteren "Gewerkschaftlern" herumprügeln. Genauso brachial agitierte Kauka mit "Siggi und Barbarras" gegen den Status Quo der Bundesrepublik im Kalten In der Einleitung zur Geschichte "Die goldene Sichel" heißt es: "So um die Zeitwende müssen sich die Germanen verzweifelt gegen die ungebetenen Gäste aus allen Himmelsrichtungen wehren. Bis auf die kleine Fliehburg Bonnhalla ist ganz Germanien besetzt." Doch auch in diesem Widerstandnest hat man - so die Übersetzung - "den Gedanken an die Wiedervereinigung mit den Brüdern und Schwestern im übrigen Germanien längst unter der Donar-Eiche vergraben". Statt dessen wird Obelix einmal gefragt: "Mußt du denn ewig diesen Schuldkomplex mit dir rumschleppen?"

Heine schreibt: "Dabei haben sie es ja eigentlich ganz gemütlich, die Germanen unter der Führung ihres weisen Druiden Konradin (so hatte man den französischen Panoramix, der später auf deutsch Miraculix genannt wurde, als Anspielung auf Adenauer umgetauft) und ihres starken Häuptlings Hein Mark (Abraracourcix, heute hierzulande als Majestix bekannt), den sie mal mit "Cedeuh" und mal mit "Heil Hein Mark" begrüßen. Nur der Barde Parlament (wie Parlament - heute Troubadix) nervt immer, obwohl seine Landsleute meinen, er sollte besser die Klappe halten. Dafür sind die römischen Besatzer eigentlich ganz nette kaugummikauende Kerle, die sich mit "Boys" anreden.

Der Artikel in der Welt: http://www.welt.de/data/2005/03/22/614469.html
Lupo Modern bei Comedix: http://www.comedix.de/medien/lit/s47.php

Termine und Neuigkeiten in der Welt der Gallier:
http://www.comedix.de/neues/


SCHÖNHEIT MUSS LEIDEN

Alexandra Aschbacher berichtet in der Onlineausgabe des Tiroler Wochenmagazins über die Schönheitspflege bei den Römern. Dabei galt damals wie heute: Schönheit muss leiden.

Der griechische Schriftsteller Lukian (120 - 180 n.Chr.) berichtet: "Wer die Frauen sähe, wie sie am Morgen aus dem Bett kommen, der würde sie hässlicher finden als Affen." Und der römische Dichter Ovid stellte die Frage, wen es wohl nicht abstoße, "wenn das ganze Gesicht von Hefe verschmiert ist?" Ovid beließ es jedoch nicht bei solchen Benimmregeln, sondern belieferte die Römerinnen auch mit Rezepten zur Körperpflege.

Sowohl Römerinnen als auch Römer beschäftigten sich intensiv mit der Frage, wie ein idealer Körper und ein schönes Gesicht beschaffen sein sollten. Und vor allem - was man dafür tun muss. Kosmetik spielte für das Auftreten der Frau in der römischen Gesellschaft eine große Rolle. Kein Wunder, dass sie sich in ihrem Zimmer mit einer Fülle an Dosen, Töpfen, Fläschchen und Tiegeln umgab, die mit Ölen, Cremes, Salben und Tinkturen gefüllt waren - aufbewahrt in einem gut verschlossenen Schrank. Ganz dem Rat Ovids folgend, der die Römerinnen davor warnte, den Mann in die Geheimnisse des Schminkens einzuweihen. Denn: "Nur eine Kunst, die ihr verheimlicht, macht schön", so der römische Dichter, der den römischen Frauen in seiner "Ars amatoria" (Liebeskunst) eine Vielzahl von Schminktipps verrät.

Gehören heute Cremen und Düfte von bekannten Herstellern zur Grundausstattung, so waren es bei den Römerinnen Tierfett, Honig, Kreide und ähnliche Substanzen der freien Natur. Vor dem eigentlichen Schminken ließ sich die Römerin ein Gemisch auftragen, das aus Gerste, Erve, Hirschhorn, Narzissenzwiebeln, Zwiebelknollen, Getreidespelt und Honig bestehen konnte. Und damit die Haut anschließend "glatter strahlen wird als ihr Spiegel", hat man diesen Vorgang gleich mehrmals wiederholt. Erst dann begann der eigentliche Schminkvorgang. Puder aus Bleiweiß (dass Blei viele Giftstoffe enthält, wusste man damals noch nicht) oder Kreide sollte den Teint aufhellen, vermischt mit Honig oder ähnlichen Substanzen. Darüber legte man das Rouge aus Ocker oder den teuren "purpursissimum", eine Mischung aus erhitztem Purpursaft und Kreide. Lidschatten, Wimperntusche und Lippenstift - auch das sind keine Erfindungen der Moderne. Mit Asche oder Antimonpuder schwärzten die römischen Frauen ihre Augenbrauen und Wimpern und zogen den Lidstrich. Sie konnten zwischen grünem und blauem Lidschatten wählen, hergestellt aus pulverisierten Mineralien wie Malachit und Kupfersilikat.

Damit war die Verwandlung jedoch noch nicht abgeschlossen. Das Wichtigste fehlt nämlich: die Frisur. Zum Unterschied jener der Haare scheint es jedoch nicht viele modische Trends gegeben zu haben. Stola, Palla, Toga, Tunika - Schnitte und Formen haben sich kaum verändert. Lediglich andere Stoffe und Farben wurden verwendet. Anders die Haarmode. Das Spektrum reichte von offen über toupiert, lockig, gescheitelt bis hin zum Dutt. Alles kam irgendwann vor. War in der Zeit der Republik noch ein einfacher Dutt modern und gewellte und parfümierte Haare Kennzeichen für Huren, so wurden gerade Letztere in der Kaiserzeit zur beliebten Frisur, die Männer anzog. Als trendy und chic galten blonde Haare. Hatte einen die Natur nicht selbst mit dieser Farbe gesegnet, wurde ganz einfach nachgeholfen. Einerseits durch Perücken aus blondem Haar der Germaninnen oder schwarzem Haar, das eigens aus Indien importiert wurde. Männer bildeten dabei keine Ausnahme. Auch sie benutzten fremdes Haar - besonders wenn eine Glatze sie dazu zwang. Andererseits behalf man sich mit Färbemitteln: beizende Seifenpomaden aus Germanien oder Haarwäsche mit alkalischer Birkenasche und Meerwasser bringen, teils vermischt mit Eigelb und Kamillenblüte.

Vorbeugen des Schweißgeruchs und das Waschen des Gesichtes am Morgen wurde auch vorausgesetzt. Ebenso eine einfache Form der Zahnpflege. Zahnpastalächeln gehört nämlich nicht nur heute zum Schönheitsideal der Menschen. Schon im ersten Jahrhundert nach Christus gab der römische Enzyklopädist Celsus Städtern den Rat, sich am Morgen die Zähne gründlich zu putzen. Verwendet wurde eine aus Asche von Gerste mit Honig und Salz bestehende Zahnpaste, die durch Kauen im Mund verteilt wurde. Beliebt war auch Zahnpulver aus verbrannten Eierschalen, ebenso wie Kaugummi aus dem Harz der Eberwurzel. Selbst gegen Mundgeruch wussten sich die Römer zu helfen: mit einem Sud aus abgekochten Zitronen und Zitronensaft.

Termine und Neuigkeiten in der Welt der Gallier:
http://www.comedix.de/neues/


INFOS ZUM NEUEN ASTERIX

Auf der französischen Asterix-Homepage werden die ersten Bilder aus dem neuen Asterix-Band präsentiert. Wir sind uns zwar noch nicht sicher, ob hier vielleicht eine falsche Fährte gelegt wird, aber die Zeichnungen sind auf jeden Fall interessant:

Obelix: http://de.obelix.com.fr/code/scoop1j.swf
Szene mit Sprechblase: http://de.obelix.com.fr/code/scoop1.swf

Der französische Text der Sprechblase sinngemäß: "Ich weiß nur noch, dass ich einen Topf Zaubertrank fertig hatte! Ich hatte ihn gerade probiert, als ich eine merkwürdige Taubheit im ganzen Körper spürte."

Insgesamt wird es im Abstand von jeweils einem Monat sechs Rätsel auf der Asterix-Homepage (http://www.asterix.tm.fr) geben. Nach der Lösung eines jeden Rätsels erhält man ein weiteres Bild des neuen Bandes mit der Gelegenheit, sich mit seiner Mailadresse in eine Teilnehmerliste einzutragen. Den dauerhaften Teilnehmern winkt angeblich eine besonders große Belohnung. Den Zugang zu den Rätseln erhält man, wenn man in der Dorfansicht mit dem Mauszeiger über den Rasen auf der linken Seite fährt und auf die Figur des Sehers klickt. Denken Sie nun nicht, dass wir Ihnen nun immer die neuen Zeichnungen präsentieren - etwas Mühe wird man sich bei den Rätseln der kommenden Monate schon machen müssen...

Der neue Band, der entgegen der üblichen Erzählweise auf der linken Heftseite beginnen wird, trägt als Arbeitstitel im Original den Namen "Dis 33". Wörtlich heißt das "Sag 33", aber es bedeutet sinngemäß "Huste mal!". Es handelt sich nämlich um die entsprechende Aufforderung des französischen Arztes, wenn er einen Patienten abhört.

Zum bisher einzigen Mal startete übrigens in "Die Trabantenstadt" die Geschichte auf der linken Seite, dabei entfiel das Blatt mit den Vorstellungen der Gallier. Der Grund für den Bruch mit dem gewohnten Seitenaufbau war die Abbildung eines auf einem Marmorblock abgebildeten Prospektes für die Trabantenstadt auf einer Doppelseite.

Für den deutschen Leser ist es ungewöhnlich, dass der neue Band die Nummer 33 haben soll, denn offiziell sind nur 31 Bände erschienen. Allerdings wurde der Kurzgeschichtenband "Asterix plaudert aus der Schule" in manchen Ländern (so auch in Frankreich) als Band Nummer 32 veröffentlicht. Wie die Zählweise mit dem Erscheinen des neuen Bandes fortgeführt wird ist bisher nicht bekannt. Ebenso offen ist auch wer den neuen Band ins Deutsche übersetzen wird. Michael Walz, der für die beiden letzten Übertragungen verantwortlich war, arbeitet nicht mehr im EHAPA-Verlag.

Termine und Neuigkeiten in der Welt der Gallier:
http://www.comedix.de/neues/


NEUIGKEITEN BEI COMEDIX

UMBAU DER BIBLIOTHEK ABGESCHLOSSEN

Rechtzeitig zum siebenjährigen Jubiläum des Asterix Archiv wurde die Bibliothek nach fünf Jahren beständigem Zuwachs nun kräftig renoviert. Für die jetzt inzwischen fast 450 Artikel musste eine andere Lösung gefunden werden, damit der Besucher auf Comedix.de auch in Zukunft schnell und einfach eine Übersicht über die im deutschen Sprachraum erschienenen Asterix-Artikel erhalten kann.

Herausgekommen ist ein komplett überarbeiteter Bereich mit einer neuen und sehr schnellen Suche für alle Artikelseiten der Bibliothek, eine übersichtlichere Darstellung der Artikel der verschiedenen Kategorien und eine Möglichkeit für den Benutzer von den Artikeln zurück zur entsprechenden Kategorie zu gelangen. Einige Artikel wurden neu einsortiert und in den Kategorien neu geordnet, alphabetisch oder nach Erscheinungsjahr. Aus technischer Sicht wurden die Seiten von der veralteten Frametechnik auf PHP umgestellt. Das erleichtert vor allem die Pflege der Seiten und die Navigation durch den Bereich und die Artikel.

Mein besonderer Dank gilt dabei Erik Hevers, der mich mit neuen Artikeln, Ideen zur Umgruppierung und als Tester tatkräftig unterstützt hat.

Die (neue) Bibliothek:
http://www.comedix.de/medien/


KENNEN SIE DEN?

Die Webtipps haben in diesem Monat leider keinen Zuwachs bekommen. Unter den Webtipps werden die zuletzt geänderten oder neue Datenbankeinträge präsentiert. Zum Beispiel werden die Einträge um neue Erkenntnisse erweitert oder mit Hintergrundinformationen ergänzt. Die Tipps sind auf der Comedix-Hauptseite und in der Rubrik SUCHE aufgelistet. Dort ist auch gekennzeichnet, ob der Eintrag bebildert ist. Durch den aufwändigen Umbau der Bibliothek blieb leider keine Zeit die Einträge um Bilder oder Zusatzinformationen zu ergänzen.

Die Top 20 im Überblick und 1200 Suchbegriffe in der Datenbank:
http://www.comedix.de/suche/


COMEDIX-FUNKTION DES MONATS

In dieser Rubrik des Newsletters möchte ich auf eine ganz besondere Perle bei Comedix.de hinweisen. Dies kann ein neues Angebot sein, auf das ich ein wenig ausführlicher eingehe oder eine Funktion, die sich in einem Bereich von Comedix.de befindet, der nur Besuchern bekannt sein könnte, die Comedix.de gut kennen.

Im Juni 2002 hatten die fünf größten privaten Asterix-Seiten im Internet Ihre Diskussionsforen verschmolzen und eine gemeinsame Plattform für Diskussionen, Fragen und Antworten zum Thema "Asterix" geschaffen. Die Mitteilungen erreichten nun ein internationales Publikum, aber selbstverständlich gibt es auch deutschsprachige Bereiche für die außerhalb von Frankreich größte Fangemeinde. Inzwischen bietet das Forum für mehr als 250 angemeldete Teilnehmer jeweils einen Bereich in englischer, französischer, deutscher, niederländischer und polnischer Sprache und Asterix-Avatare. Ein Avatar ist in diesem Fall ein kleines Bild, das bei den Beiträgen neben dem Namen der Forumteilnehmer angezeigt wird und den Teilnehmer versinnbildlicht.

Das Forum ist sozusagen ein Gästebuch mit Antwortgarantie, hier erhalten Sie kompetente Hilfe bei allen Fragen zum Thema "Asterix" und können sich nach Herzenslust mit anderen Lesern austauschen, auch zu Themen die nichts mit Asterix zu tun haben.

Zum Forum:
http://www.comedix.de/forum/


neue Einträge bei Comedix

Entfällt wegen dem Neustart der Bibliothek.



 
Hoch zum Seitenanfang
© Deutsches Asterix Archiv 1998-2008, Zeichnungen: Albert Uderzo - © Les Editions ALBERT-RENÉ, GOSCINNY-UDERZO
Derzeit sind 82 Besucher auf Comedix unterwegs.
Hoch zum Seitenanfang