Asterix bei den Germanen
Autor: Katharina Csokay
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Es war ein wunderschöner, sonniger Morgen in dem uns wohlbekannten kleinen Dorf in Gallien. Alles war friedlich. Man hörte
nur das Zwitschern der Vögel und .....
"Was soll das heißen, meine Fische sind nicht frisch ?!" Verleihnix schnaubte vor Wut, " Ich habe sie heute früh selbst gefangen!"
"Dieser hier ist bestimmt älter als Methusalix!" " Wer ist hier alt, ihr Schwächlinge! Memmen! Also zu meiner Zeit ..."
Schon war eine Prügelei im Gange. Majestix, der sich gerade auf seinem Schild aus dem Haus tragen ließ, um nachzusehen,
was draußen los sei, bekam einen stinkenden Fisch ins Gesicht und landetet unsanft auf dem Boden.
Mitten in dem Trubel
kam ein großer, blonder, junger Mann völlig erschöpft im Dorf an. " Kann mir jemand sagen, wo ich euren Häuptling finden
kann?", fragte er,"es ist sehr wichtig!" "Hier unten!", ertönte es ärgerlich aus einer Schlammpfütze. Vor Verwunderung über
den Fremden vergaßen die Dorfbewohner beinahe ihren Streit über den faulen Fisch.
Nachdem sich Majestix mit dem Fremden in seine Hütte zurückgezogen hatte, erklärte der junge Mann:"Mein Name ist
Gemüsefix. Ich bin im Auftrag meines Vaters,Ichspendenix, dem Häuptling unseres germanischen Dorfes, das in der Nähe
des Rheins liegt, ausgezogen, um das kleine gallische Dorf zu finden, von dem ich gehört habe, dass es sich noch immer
erfolgreich Cäsar widersetzt. Die Legionen Cäsars sind schon fast bis zum Rhein vorgedrungen, und unsere Krieger sind
nicht in der Lage sie aufzuhalten. Mein Vater hat gehört, dass es ein Dorf in Gallien geben soll, das einen Zaubertrank besitzt,
der es den Bewohnern ermöglicht, durch Superkräfte die Soldaten Cäsars zu besiegen. Ich hatte schon fast die Hoffnung
aufgegeben, bevor ich das Dorf schließlich doch erreicht habe."
Majestix wirkte nachdenklich. Schließlich fragte er:" Woher weißt du, dass es sich hiebei um dieses Dorf handelt?"
" Ich habe hier in der Umgebung einige Römer herumfliegen sehen, und da ich nicht gedacht habe, dass es sich dabei um
eine neue Sportart handelte, bin ich der Spur gefolgt und hierher gelangt."
"Ich bewundere deinen Scharfsinn", sagte Majestix, " aber wie kann ich dir helfen?" "Wenn es mir gelänge, einige Fässer
dieses Zaubertrankes in unser Dorf zu bringen, könnten wir die Römer besiegen", antwortete Gemüsefix.
Majestix rief daraufhin Asterix und Obelix, seine besten Krieger, und Miraculix, den Druiden, zu sich, und bald darauf wurde
das Problem bei einem kräftigen Wildscheinessen besprochen.
" Es ist Ehrensache, dass wir dir im Kampf gegen Cäsar helfen werden!", erklärte Asterix, " Obelix, du und ich, werden gleich
morgen früh mit einem Fass Zaubertrank nach Germanien aufbrechen. Wir müssen aber achtgeben, dass uns die Römer nicht
entdecken, und das Fass in die Finger bekommen. "
"Warum können wir nicht ganz einfach an Cäsars Legionen vorbei spazieren und ihnen eine auf die Rübe geben, wenn sie
frech werden?!", fragte Obelix.
"Cäsar würde uns sofort bemerken und das germanische Dorf binnen kürzester Zeit besetzen", meinte Asterix.
In diesem Moment kam Gutemiene vom Kaffeekränzchen nachhause und erzählte, dass sie erfahren habe, dass ein Zirkus
in der Nähe verweile, und dass sie gerne eine Vorstellung sehen würde. Da rief Asterix aus:" Das ist DIE Idee! Wir tarnen
uns als Wanderzirkus und gelangen so unerkannt nach Germanien."
Einige Zeit später machten sich die Dorfbewohner an die Vorbereitungen für die Reise. Miraculix braute einen Kessel voll
Zaubertrank, Gutemiene und ihre Freundinnen nähten Kostüme, und die Männer des Dorfes machten einen Wagen mit der
Aufschrift: " Circus Fantasticus" bereit.
Nun konnte die Reise losgehen. Asterix, Obelix, Gemüsefix und Idefix machten sich als Clowns verkleidet auf den Weg nach
Germanien.
Eine Zeit lang ging alles gut, doch kurz vor dem Ziel trafen die Gallier plötzlich auf eine von Cäsars Legionen. Der Centurio,
der die Legion führte, stellte sich ihnen sogleich in den Weg. "Was habt ihr hier zu suchen?", fuhr er sie an.
" Wir sind vom Wanderzirkus "Fantasticus" und wir wollen mit unserer Show die Leute zum Lachen bringen", antwortete
Asterix.
" Meine Soldaten könnten eine Aufmunterung gebrauchen", meinte der Centurio," kommt mit in unser Lager, dort könnt ihr
heute abend eine Vorstellung geben."
So blieb den Galliern nichts anderes übrig als den Römern zu folgen. Zwei Stunden später war es dann so weit, und nachdem
Asterix und Gemüsefix einen Schluck Zaubertrank getrunken hatten, konnte der grosse Auftritt beginnen.
Obelix jonglierte mit Hinkelsteinen, Idefix tanzte auf einer rollenden Tonne und Asterix vollführte zusammen mit Gemüsefix
eine atemberaubende Akrobatiknummer.
Die Römer waren begeistert von dem Zirkus, jedoch vermissten sie die Löwen ein bisschen.
Nach Ende der Vorstellung konnte die Reise fortgesetzt werden, und am nächsten Morgen erreichten Asterix und seine Freunde
ihr Ziel.
Im germanischen Dorf wurden sie mit Jubel begrüßt. Ichspendenix berichtete, dass Cäsars Legionen jeden Moment angreifen
könnten. In diesem Augenblick rief ein aufgeregter Dorfbewohner:" Die Römer kommen!"
Nun hieß es schnell handeln. Ichspendenix rief die Männer des Dorfes zusammen und Asterix gab ihnen vom Zaubertrank
zu trinken. Einige Minuten später stürzten sie sich in die Schlacht. Bald entwickelte sich eine heftige Rauferei und man sah
schon von weitem die Römer durch die Luft segeln. Nach kurzer Zeit ergaben sich Cäsars Soldaten und ein Vertrag wurde
unterzeichnet, der besagte, dass die Römer in Zukunft das kleine germanische Dorf in Ruhe lassen würden.
So herrschte endlich wieder der lang ersehnte Frieden im Dorf und Asterix, Obelix und Idefix machten sich auf den Heimweg.
Zuhause angelangt wurde sogleich ein riesiges Fest mit Wildschweinbraten gefeiert und alle waren glücklich, dass das Abenteuer
so gut ausgegangen war.
Nur Troubadix ärgerte sich, dass er auch diesmal kein Lied singen durfte.
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