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Der Zirkus
Autor: Daniel Schmitz
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In unserem kleinen uns wohlbekannten Dorf an der aremorikanischen Küste beginnt ein ganz normaler, ruhiger Tag. Wie gewöhnlich ist die Atmosphäre vor Verleihnix' Stand ein wenig gereizt, wegen der "nicht frischen Fische", wie Automatix, der Schmied, meint. Majestix der Häuptling meckert mit seinen Schildträgern, die sich mal wieder nicht geduckt haben als sie den Chef aus seiner Hütte trugen und so die Ursache für den Sturz desselbigen sind. Troubadix der Barde singt aus voller Brust ein Lied, wovon er nicht einen Ton trifft und bekommt kurz nach dem Einsatz seiner Leier einen Fisch, der zufälligerweise aus der Schlägerei von Automatix und Verleihnix entfleucht zu sein scheint, ins Gesicht. Doch abgesehen von diesen Tatsachen führen die Gallier einen recht friedlichen Tag.
Dies scheint in Rom nicht der Fall zu sein.
Just in diesem Moment hat Cäsar seine Berater eingeladen.
"Um dieses Dorf an der aremorikanischen Küste dem Erdboden gleichzumachen bedarf es eines ausgesprochen kniffligen Plans", beginnt Cäsar das Gespräch, " weder Brutalität noch Zwietracht noch Geschäft haben ihr Ziel erreichen können. Die Senatoren werden allmählich ungeduldig was dieses Problem angeht. Ich brauche daher dringenst einen Vorschlag und hoffe ich werde hier fündig."
"Wenn man ihnen denn einige Vorteile durch die Anschließung an die römische Welt verspräche, vielleicht könnte man dann ihr Vertrauen gewinnen und sie eines Tages ohne Zaubertrank aus dem Dorf locken.", sagt einer der Berater namens Hexenschus. " Besonders teuer darf das Vorhaben nicht sein, vor einigen Monaten hat einer meiner Berater, Technokratus, der diese verflixten Gallier sozusagen aufkaufen wollte, fast meine gesamte Staatskasse geleert ( siehe Obelix GMBH & COKG)."
"Vielleicht könnte man sich bei den Galliern einschleimen", erklärt ein anderer Berater namens Geradeaus indem man ihnen Unterhaltung bietet und sie so, wegen einer großen Aktion aus ihrem Dorf locken und dann besiegen kann!" "Hoffen wir auf den Erfolg dieses Vorschlags, er sei genehmigt ich werde natürlich alles, was wir brauchen, aus der Staatskasse entnehmen, es wird ja hoffentlich nicht zuviel sein. Hast du damit Erfolg sorge ich persönlich dafür, dass du Senator wirst. Breche noch zu dieser Stunde auf!"
Am nächsten Tag, als Asterix, Obelix und Idefix auf Wildschweinjagd gehen machen sie eine seltsame Entdeckung. " Sieh mal, Obelix,", sagt Asterix erstaunt, "ein großer Wagen nähert sich unserm Dorf. Es steht etwas drauf: Zirkus Roncalix. Seltsam! Am besten wir gehen zurück ins Dorf und erzählen das Majestix." " Gut!", antwortet Obelix. Doch gerade als sie alles Majestix berichtet haben und seine Hütte verlassen, rollt der große Wagen auf den Dorfplatz. Alle strömen herbei um zu schauen was es damit auf sich hat. "Nur herbei, meine Freunde. Gallier, Gallierinnen, heute bei Sonnenuntergang geben wir eine Vorstellung, wir, der Zirkus Roncalix. Natürlich sind alle eingeladen.", ruft Geradeaus, der Berater Cäsars als Gallier verkleidet. "Hmmm... das bränge uns mal etwas Abwechslung.", meint Majestix "Eure Anwesenheit und euer Vorhaben sei genehmigt." Viele Gallier jubeln und verlassen bald darauf wieder den Dorfplatz.
Nur Asterix, Obelix, Idefix und Miraculix bleiben zurück.
"Mir schwant als wäre das keine gute Idee", spricht Miraculix und runzelt die Stirn. "Warum glaubst du?", fragt Asterix. Miraculix sagt darauf: "Es ist nur mein Gefühl. Wollen wir auf Teutates vertrauen, dass er uns vor dem Bösen schützt." Dann verlässt auch Miraculix den Dorfplatz. Obelix fällt dazu nur "der spinnt, der Miraculix" ein. "Na ja, lasst uns jetzt erst mal Wildschweine jagen. Wir werden ja sehen wie die Vorstellung heute abend sein wird und ob sie irgendwelche weitere Auswirkungen haben wird!"
Dann ist es soweit. Alle Gallier und Gallierinnen versammeln sich erneut auf dem Dorfplatz. Die Sonne geht gerade unter. Der Wagen ist zu einer großen Bühne umgebaut worden. "Gallier, Gallierinnen, der große Augenblick ist gekommen. Wir begrüßen Sie zu der ersten Vorstellung des Zirkus Roncalix im Dorf der Spinn... äh... im Dorf an der aremorikanischen Küste. Und nun sehen Sie den Zauberer Archeopterix." Dann verlässt Geradeaus die Bühne und ein schwarzgekleideter Mann betritt die Bühne. In der letzten Reihe stehen Asterix, Obelix, Idefix und Miraculix. "Gar nicht schlecht wie der die Blumen hergezaubert hat. Nicht wahr, Miraculix?" "Zugegeben nicht schlecht, aber ich werde dieses Gefühl nicht los, dass da irgendetwas faul ist an der Sache. Na ja. Abwarten und Ziegenmilch trinken (Tee war im Dorf zwar schon bekannt, hatte sich aber noch nicht durchgesetzt)." Nach drei Stunden ist die Vorstellung aus. Fröhlich gehen die Dorfbewohner nach Hause.
Am nächsten Morgen weckt der Hahn Asterix. Als dieser sich gewaschen und angezogen hat geht er zu Obelix, um ihn zu fragen ob er Wildschweine jagen möchte. Aber auf dem Dorfplatz bleibt er stehen. Auf einem großen Schild ist in großen Lettern zu lesen: " Roncalix sucht den Superstar! Führen Sie das vor was sie gut können. Als Geschichtenerzähler, Komödiant, Künstler oder Akrobat. Führen Sie es heute bei Sonnenuntergang in Zelt des Zirkus' Roncalix im Wald vor! Und mit etwas Glück zeigen Sie bei der nächsten Vorstellung Ihr Können. ALSO LOS ! ! !" "Gar keine schlechte Idee von denen, da können wir Gallier mal zeigen was in uns steckt.", denkt Asterix, " Aber Miraculix hatte doch so Bedenken. Hmmmm... Am besten ich rede mit Majestix unserem Chef und Miraculix darüber.!" Gesagt, getan. Miraculix abgeholt und in Majestix Hütte angekommen geht die Diskussion los. "Also was ist der Grund für dieses Gespräch?", beginnt Majestix und Asterix sagt: "Nun ich hab da ein großes Schild gesehen, auf dem stand, dass jeder in den Wald in ein Zelt vom Zirkus Roncalix gehen kann und dort etwas vorführen kann. Wenn man gut ist darf man bei einer Aufführung mitmachen." "Am besten wir fragen mal wie viele Leute überhaupt dorthin gehen werden!", meint Miraculix. "Genau", erklärt Majestix, " denn vielleicht müssen wir Wachen aufstellen um evtl. das Dorf gegen einen Angriff der Römer zu verteidigen!" Nun geht Asterix jeden Einwohner des Dorfes fragen ob er vor hat dorthin zu gehen oder nicht. Nach einigen Stunden kehrt er erschöpft in Majestix' Hütte ein. "Jeder den ich gefragt hab außer Obelix möchten zu dem Zirkus Roncalix. Nur als ich bei Troubadix angekommen bin wollte er, bevor ich auch nur ein Wort sagen konnte, mir seine neuste Komposition vorsingen. Ich musste leider flüchten und weiß daher nicht ob das sein Anliegen ist oder nicht. Aber ich selbst werde mich nicht dorthin begeben." "Nun ja, ich werde auch nicht dorthin gehen.", teilt der Druide mit. "Ich habe das auch nicht vor...", gibt der Chef dazu "Ich glaube aber wir reichen nicht aus um das ganze Dorf zu bewachen. Schließlich müssen wir auch auf die Kinder aufpassen." "Um die werde ich mich kümmern: Sie sollen alle bei mir schlafen. Als Schulisches Oberhaupt", sagt Miraculix "glaube ich von mir behaupten zu können, dass ich mit Kindern umgehen kann." "Gut dann ist das ja schon mal erledigt. Aber wer wird das Dorf noch bewachen?", fragt Asterix. "Ich werde Automatix, Verleihnix und Methusalix befehlen hier Wache zu halten. Findefix, Chipsfrischstix und Picknix werden zuerst in den Wald gehen und dann die Wachen ablösen." Als Majestix das alles geklärt hat ist auch schon Sonnenuntergang. Alle Gallier außer Miraculix und die Wachen verlassen nach und nach das Dorf.
Die Stunden verrinnen. Es ist bereits Mitternacht. "Meine Güte die Ersten müssten ja mal heim kommen!", flüstert Asterix. Doch genau in dem Augenblick betritt Troubadix das Dorf. Er hat ein blaues Auge. "Diese Barbaren, die wissen nicht was Kunst ist! Armleuchter, Hornochsen sind das alle ! ! ! ", hört man den Barden fluchen. "Was ist los Troubadix?", fragt Obelix. Dieser antwortet: "Diese Kunstbanausen haben allein mir nicht erlaubt etwas aufzuführen. Alle anderen sollten in ein anderes Zelt gehen um alles zu besprechen. Als ich meine Künste gezeigt hab schlugen sie mir auf das linke Auge. Für kurze Zeit war ich k.o.. Aber dann bin ich zum Dorf zurückgekommen." "Seltsam wieso sonst alle die Erlaubnis zu dem Auftritt bekamen... DAS IST ES ! ! !", ruft Asterix, "Diese Verlogenen sind Verbündete der Römer oder selbst welche. Sie versuchen uns festzunehmen um so unser Dorf endlich zu erobern. Aber sie haben geglaubt keiner bleibe im Dorf. Am besten wir starten einen Überraschungsangriff. Obelix, sag dem Druiden bescheid er soll uns den Zaubertrank ausschenken." "Gut!", erwidert Obelix. Als Asterix, Obelix, Automatix, Verleihnix und Methusalix den Zaubertrank zu sich genommen haben nehmen sie noch einige Amphoren mit Zaubertrank gefüllt und gehen daraufhin in den Wald um das Zelt des Zirkus Roncalix zu erstürmen. Doch das Zelt stand leer. "Suchen wir in den Römerlagern nach ihnen." Doch weder im Römerlager Kleinbonum noch in Laudanum noch in Aquarium sind die Gallier aufzufinden. Doch im Lager zu Babaorum sieht Asterix ein großes Gefängnis und in ihm die Gallier. "ZUM ANGRIFF! ! ! !", schreit Asterix und die fünf Gallier stürmen in das Römerlager. Schnell geben sie den anderen Dorfbewohnern die Amphoren, damit sie sich selbst befreien können. Und es klappt: Alle Gallier können aus dem Gefängnis ausbrechen und dann noch so zum Spaß ein paar Römer verprügeln. Frohen Mutes kehren die Gallier in ihr Dorf zurück. Und noch in der selben Nacht feiern die Gallier ihr wohlverdientes Schlussbankett über den Sieg gegen die Römer...
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