Obelix auf der Suche nach dem Sinn des Lebens
Autor: Ortwin Regel
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Vorbemerkung: Gallier und Römer haben endlich Frieden geschlossen. Zur
Unterhaltung wurden die Römerlager in Gefängnisse umgebaut und mit
Verbrechern gefüllt.
Asterix, Obelix und Troubadix waschen im kleinen Fluss, der durch das
Dorf führt, ihre Kleidung. (Außerhalb des Dorfes auf der dem Meer
abgewandten Seite.) Troubadix: „Es ist so ruhig, seit die Römer unsere
Freunde sind." Obelix (niedergeschlagen): „Ja, manchmal ist mir fast
langweilig..." Asterix: „Ach, Obelix, so ist es doch viel besser.
Außerdem sind in den Lagern immer noch die Gefangenen, die du verhauen
kannst. Gerade letzte Woche mussten wir doch zwei wieder einfangen."
Obelix: „Stimmt, das hat schon Spaß gemacht."
Flashback in Gedanken: Asterix (deutet Fußspuren): „In diese Richtung
sind sie gelaufen!" „Da vorne sind sie! Schnapp sie dir, Obelix!"
*PAFF* Römer1 (wird von Obelix getragen): „Ich konnte doch nicht
ahnen, dass Steuerhinterziehung so hart bestraft wird!" Römer2: „Wem
sagst du das! Ich habe bloß ein Piratenschiff geplündert. Aber ein
paar der Sachen gehörten wohl Kleopatra. Cäsar war fuchsteufelswild!"
Flashback Ende.
Obelix: „Aber irgendwie fehlt mir was. Ich fühle mich so leer..."
Asterix: „Vielleicht solltest du etwas essen?" Obelix: „Wenn das nur
helfen würde. Ich habe heute morgen schon 14 Wildschweine verdrückt."
Asterix & Troubadix: „!" Troubadix: „Mich inspiriert die Ruhe dazu,
ein ganz neues Genre der Musik zu entwerfen. Innovative Harmonien,
verknüpft mit moderner Rhythmik..." (gestikuliert wild) „Die Töne
greifen ineinander und verstärken sich zu einem revolutionären
Gesamtkunstwerk! Wollt ihr eine Kostprobe hören?" Asterix und Obelix
halten sich die Ohren zu und schütteln heftig den Kopf. Troubadix
fängt wieder an, seine Wäsche zu schrubben und rollt mit den Augen:
„Dann halt nicht..." Asterix und Obelix stoßen einen Seufzer der
Erleichterung aus: „Uff!"
Eine kleine, schwarzhaarige Frau spricht Obelix an: „Entschuldigung,
ist dies das Dorf der Verrückten?" Obelix (verärgert): „Wenn hier
einer verrrückt ist, bist du das!" Frau: „Ach, entschuldigung, ich
meine das Dorf der Unbeugsamen." Asterix: „Das könnte man sagen."
Frau: „Könnt ihr mich zu eurem Chef bringen?" Troubadix: „Ich mach
das!" (packt seine Wäsche zusammen) Troubadix verschwindet mit der
Frau in Richtung Dorf und beginnt eine Untehaltung: „In der Ruhe
unseres schönen Dorfes habe ich neulich ein ganz neues Genre der Musik
geschaffen. Innovative Harmonien..." (Schrift wird immer kleiner)
Obelix schaut den beiden hinterher. Asterix: „Was ist denn so
interessant?" Obelix (wieder der Wäsche zugewandt): „Die regt mich
auf!"
Troubadix führt die Frau durchs Dorf (trägt Korb mit tropfender
Wäsche): „Möchtest du eine Kostprobe hören?" Von rechts kommt
Automatix mit erhobenem Hammer angelaufen. Die Antwort der Frau wird
von seinem lauten „NEIN!" überdeckt. Troubadix zuckt zusammen, auch
die Frau erschreckt sich. Automatix bremst: „..." Frau: „Was ist
los?!" Automatix: „Nun ja, es ist so, seine Musik gefällt mir nicht
besonders..." Troubadix (verärgert): „Banause!"
Es wird schnell eine Dorfkonferenz einberufen. Dabei badet Majestix
noch seine Füße, Troubadix trägt immer noch den Korb mit tropfender
Wäsche, der Druide hat seine vom Baden nassen Haare sowie seinen Bart
in ein Handtuch gebunden, und Gutemine stickt. Majestix: „Guten Tag,
junge Dame! Was führt dich in unser Dorf?" Gutemine:
„grummelgrummelsohatermichfrüherauchmalgenanntgrummelgrummel" Frau:
„Mein Name ist Veronica. Ich bin auf einer Reise durch die ganze
bekannte Welt. Ich suche den Sinn des Lebens." Majestix: „?"
Mirakulix: „Hmm..." Troubadix: „Das inspiriert mich zu einem..." Von
rechts kommt durch das Fenster ein Hammer auf Troubadix zugeflogen.
Gutemine: „Nicht in meinem Haus!" Automatix kommt zur Tür herein:
„Entschuldigung!" Er geht mit seinem Hammer wieder weg. Der Barde
steht wieder an seinem Platz, verärgert und mit einem blauen Auge.
Mirakulix: „Und, seid ihr schon zu einem Ergebnis gekommen?" Veronica:
„Nur, dass die Welt kleiner ist, als ich dachte." Mirakulix: Oh, es
gibt da ein paar Ecken, die ihr bestimmt noch nicht kennt..."
Majestix: „Aber was führt euch gerade zu uns?" Veronica: „Oh, ich war
gerade in der Nähe, da wollte ich mir das legendäre Dorf der Sp... der
Unbeugsamen nicht entgehen lassen. Ich würde gerne ein paar Tage Rast
machen, wenn ihr es erlaubt." Majestix: „Oh, sicher... Wo können wir
sie unterbringen?" Mirakulix: „Wie wäre es mit dem alten Gasthaus?"
Troubadix: „Aber da stinkt es so nach F..." Von rechts kommt diesmal
ein Fisch geflogen. Troubadix duckt sich rechtzeitig. Gutemine:
„Schafft sofort diesen Fisch aus meinem Haus!" Verleihnix kommt zur
Tür herein: „Entschuldigung, Gutemine!" Gutemine: „Sie könnte ja im
Steinbruch einziehen, Obelix kann so lange auch bei Asterix wohnen."
Majestix: „Gute Idee!" Troubadix: „Ich führe sie hin!"
Troubadix steht mit der Frau vor dem Steinbruch: „Der Steinbruch
gehört Obelix, du hast ihn vorhin schon am Fluss kennengelernt."
Veronica: „War es der Dicke oder der Kleine?" Troubadix: „Der..."
(schaut sich ängstlich um): „...nicht der Kleine... Mach es dir
bequem. Ich sage Obelix bescheid, dann kann er sich holen, was er
braucht."
Später: Obelix steht mit zwei großen Säcken in den Händen an der Tür
zu seinem Haus. Obelix: „Es wäre nett, wenn du die Blumen gießen und
Idefix' Familie das Wasser nachfüllen könntest." Veronica: „Wer ist
Idefix?" Obelix: „Mein Hund. Komm, Idefix, und sag Hallo!" Idefix (mit
ein paar seiner Kinder): „Knurr..." Obelix: „Benimm dich, Idefix!"
Veronica: „Oh, wie süß! Ich werde mich um die kleinen Hündchen
kümmern!"
Obelix richtet sich bei Asterix ein. Asterix: „Also, irgendwie mag ich
die Fremde nicht..." Obelix: „Du hast aber auch immer was gegen
Fremde. Ich finde sie ganz nett."
Die Frauen des Dorfes kaufen Fisch. Vorne in der Reihe steht Veronica
(Gutemine ist nicht da). Veronica: „Mmh, der ist aber frisch! Nicht
wie in Rom..." Frauen des Dorfes: „!" Veronica schlendert mit den
Fischen in der Tasche durch das Dorf. Am Hinkelsteinbruch trifft sie
auf Obelix. Obelix: „Oh, Hallo! Ich wollte meinen Hündchen gerade
etwas Wildschwein bringen..." Veronica: „Ich habe gehört, dass ihr
Wildschweine jagt... Das würde ich gerne mal sehen!" Obelix: „Jetzt
gleich?" Veronica: „Warum nicht?"
Später im Wald an einer Ruine (aus Trabantenstadt): Obelix: „Hier ist
mein Lieblingsplatz. Die Wildschweine verstecken sich gerne zwischen
den Mauern... Da ist eins!" (rennt hin, kommt zurück) „Ich liebe
Wildschweine!" Veronica (lacht): „Das sieht man dir an!"
Bei Asterix Hütte. Obelix kommt zurück. Asterix: „Ich wollte gerade in
den Wald, ein paar Wildschweine jagen. Kommst du mit, Obelix?" Obelix:
„Da komme ich gerade her." Asterix: „Das hält dich doch sonst nicht
davon ab, noch mal hinzugehen." Obelix: „Ich hab keine Lust. Außerdem
muss ich auf meine Figur achten." (geht ins Haus) Asterix: „?????"
Am nächsten Morgen. Asterix sucht Obelix und kann ihn nicht finden.
Darauf geht er zum Druiden. Asterix: „Ich mache mir Sorgen um Obelix!
Er verschwindet plötzlich und außerdem isst er nicht richtig..."
Mirakulix: „Oh, du solltest dir keine Sorgen machen. Das ist ein ganz
natürliches Verhalten, wenn man verliebt ist." Asterix: „Du meinst, er
ist in diese komische Römerin verliebt? Was ist das überhaupt für eine
blöde Idee, nach dem Sinn des Lebens zu suchen..." Mirakulix: „Sag das
nicht, in meiner Jugend..." Asterix (verdutzt): „Deine Jugend?"
Mirakulix: „Ja, auch ich war vor langer Zeit einmal jung, auch wenn
das bei gewissen Leuten hier offensichtlich noch nicht ganz so lange
her ist. Jedenfalls habe ich damals einige interessante Jahre in Rom,
Athen und Ägypten verbracht. Schließlich habe ich dann in diesem Dorf
wohl den Sinn zummindest meines Lebens gefunden..." Asterix: „Ich sehe
immernoch nicht ein, dass das Leben einen Sinn braucht." Mirakulix:
„Das ist auch eine Antwort. Eine gute sogar!"
Obelix und Veronica stehen hinter einem Gebüsch am Waldrand und sehen
auf ein Römerlager. Obelix: „Früher waren da mal echte römische
Legionäre drin, aber jetzt sind das nur noch irgendwelche Verbrecher.
Sie zu verhauen macht aber trotzdem Spaß. Extra für mich verkleiden
sie sich als Legionäre, weil ich doch so gerne das Hütchenspiel
spiele." Veronica: „Was ist das Hütchenspiel? Obelix: „Ich zeige es
dir!" (rennt auf Lager zu) „Bin gleich zurück!" Audguck: „Rette sich
wer kann! Der Hütchenspieler!" Obelix plättet das Lager und sammelt
Helme.
Nach dem Sturm liegen zwei helmlose Verbrecher auf dem Boden.
Verbrecher1: „Als sie mich in Rom fragten, willst du zu den Löwen oder
in ein erstklassiges Legionärslager in ruhiger Lage an der gallischen
Atlantikküste, da habe ich mich gefragt, wer ist so blöd, die Löwen zu
nehmen?" Verbrecher2: „Die offensichtliche Antwort ist nicht immer die
richtige." Verbrecher1: „Ich konnte ja nicht ahnen, dass 'ruhige Lage'
eine Lüge war!"
Obelix ist zurück am Waldrand. Das ist natürlich lustiger, wenn noch
jemand mitmacht. Möchtest du?" Veronica: „Nein, danke!" Die beiden
machen sich auf den Rückweg. Obelix: „Meine Sammlung passt schon nicht
mehr in den Steinbruch. Neulich musste ich ein paar Helme im Feld
vergraben..."
Am Abend findet ein Festmahl statt. Veronica sitzt auf der anderen
Seite des Tisches als Asterix und Obelix und spricht mit Mirakulix.
Obelix hat schon eine ziemlich rote Nase. Asterix flüstert ihm zu:
„Meinst du nicht, dass du langsam genug getrunken hast?" Obelix:
„Nein, ein bisschen musch ich noch, sonst traue ich mich nicht." Mit
diesen Worten leetr er ein Horn in einem Zug. „Scho. Bin gleich wieder
da." Asterix: „Was hast du vor?" Doch Obelix ist schon auf und davon.
Veronica unterhält sich mit dem Druiden: „Letztes Jahr bin ich vom
Land der Goten nach Osten aufgebrochen doch schon nach wenigen Wochen
musste ich umkehren, da es dort kalt und menschenleer war. Ich frage
mich, wie weit ich vom Ende der Welt entfernt war." Mirakulix: „Oh,
ich bin mir nicht sicher, dass die Welt überhaupt ein Ende hat.
Asterix und Obelix waren in einem Land, dass sehr, sehr weit im Osten
liegen muss. Dort sehen die Menschen anders aus, als hier, und die
Leute bauen riesige Mauern, die sich wie ein Fluss durch das ganze
Land winden. [in Band 3 der Zeitreise Saga, Reise durch Asien]"
Veronica: „Und ich dachte, ich hätte eine Menge von der Welt
gesehen..." Obelix: „Veronica!" Veronica dreht sich zu ihm um: „Ja?"
Obelix steht, knallrot im Gesicht, neben einem Hinkelsteinherz mit
Schleife: „Ich... liebe dich." Ein einzeiliges Bild zeigt dem Leser
die Gesichter der prominenten Dorfbewohner, die mit Glubschaugen
starren. Veronica ist nun auch knallrot geworden: „Aber Obelix... Du
weißt doch, dass ich hier nicht bleiben kenn, bis ich den Sinn des
Lebens gefunden habe..." Obelix: „Dann finde ich den eben für dich!"
Mit diesen Worten kippen Obelix und das Steinherz nach vorne um.
Mirakulix: „Er hat zu viel getrunken. Bringt ihn in seine Hütte, damit
er seinen Rausch ausschlafen kann."
Am nächsten Morgen. Obelix schläft in seinem Bett. Daneben sitzt
Asterix, der Wache hält, und Veronica, die eingenickt ist. Plötzlich
hört Obelix auf, zu schnarchen, und macht die Augen auf. Er erblickt
Veronica und schließt sie schnell wieder. Doch zu spät, Asterix hat es
gesehen: „Obelix, du bist wach!" Obelix: „Schschsch!" Damit deutet er
auf Veronica. „Ich hab Durst!" Asterix: „Ich hole dir frisches
Wasser." Als Asterix zurück kommt, hat Obelix schon seine Sachen
gepackt. Er nimmt Asterix das Trinkhorn aus der Hand und leert es in
einem Zug. „Danke!" Asterix: „Wo willst du denn hin?" Obelix: „Na, den
Sinn des Lebens finden. Willst du mitkommen?" Asterix: „So ein
Blödsinn. Willst du etwa das Dorf im Stich lassen?" Obelix: „Jetzt, wo
die Römer unsere Freunde sind, braucht mich hier sowieso keiner mehr."
Mit diesen Worten bricht er auf. Asterix (verärgert): „Fein, dann hau
doch ab! Ich bleibe hier." Obelix (über die Schulter): „Kümmer dich
bitte um meine Hündchen!"
Und so macht sich Obelix (mit einem Hinkelstein) auf die Suche nach
dem Sinn des Lebens. Seine Reise führt ihn zuerst nach Lutetia, zu
seinem Vetter Talentix. Dieser wohnt immernoch im gleichen Haus.
Allerdings hat er inzwischen eine Frau und zwei Kinder. Obelix
überreicht den Hinkelstein als Gastgeschenk. Als Abends das Gespräch
auf den Grund von Obelix' Reise kommt, fällt Talentix nur der örtliche
Philosoph, Weißnix, ein. Obelix verabschiedet sich am nächsten Morgen
und macht sich auf die Suche nach diesem. Als er schließlich das mit
viel Werbung geschmückte Zelt betritt, erwartet ihn darin ein alter
Bekannter. Es ist Lügnix, der Seher. Obelix zögert nicht lange und der
Seher fliegt in hohem Boden durch das Dach des Zeltes.
Zur gleichen Zeit im Dorf sitzt Veronica traurig auf dem umgekippten
Hinkelsteinherz und wirft ein paar von Idefix' Kindern einen Knochen
zu.
Als nächstes macht sich Obelix auf nach Rom. Ein Straßenverkäufer
verkauft die neueste Zeitung. Die Schlagzeile des Tages lautet:
„Elefant zerschmettert Admiralsstature! Aquis Submersus in Trümmern!"
Obelix grüßt die zitternde Wache vor Cäsars Palast (es handelt sich um
einen Zenturio, den wir aus einem der früheren Bände kennen) und
begibt sich hinein. (Die Inneneinrichtung des Palastes besteht zu
einem großen Teil aus Hinkelsteinen.) Cäsar empfängt ihn freundlich
und lässt sofort ein gallisch-römisches Mahl herrichten. (Wildschweine
werden im Liegen verzehrt.) Als Obelix auf den Grund seiner Reise
kommt, fällt Cäsar ein, dass gerade eine Schauspieltruppe aus
Britannien in der Stadt ist, die ein Stück mit dem Namen „Der Sinn des
Lebens" aufführen. Er bietet Obelix an, sich das Stück gemeinsam
anzusehen, dieser ist einverstanden. Das Stück besteht aus
zusammenhangslosen Szenen aus Monty Python's Meaning of Life. Cäsar
amüsiert sich prächtig, doch Obelix scheint es nicht zu gefallen. Als
Cäsar die Schauspieler deshalb den Löwen zum Fraß vorwerfen will,
behauptet Obelix schnell, dass es so schlecht dann doch nicht war.
Beim Abschied gibt Cäsar Obelix den Tipp, dass es in Griechenland
viele große Philosophen gibt. Er schenkt Obelix für die Reise ein
Schiff. Mit diesem macht sich Obelix also auf den Weg nach Athen.
Dort angekommen, fragt er den erstbesten Menschen, den er trifft, wo
er denn einen Philosophen finden könne. Dieser deutet in eine
Richtung. Erstaunt blickt Obelix auf den alten nackten Mann, der in
einem Fass am Wegesrand liegt. Obelix: „Ähm, weißt du, was der Sinn
des Lebens ist?" Philosoph: „Man muss das Leben genießen!" Obelix:
„Und wie macht man das?" Philosoph: „Man zieht sich aus, legt sich in
ein Fass und..." Obelix: „Der spinnt, der Philosoph." Mit diesen
Worten geht er weiter. Plötzlich läuft vor ihm ein nackter, vom Baden
noch ganz nasser Mann auf die Straße: „Ich habs! Ich habs! Ich..."
Obelix: „Was, den Sinn des Lebens?" Philosoph2: „Nein, äh, oder? Aah,
jetzt hab ich es wieder vergessen!" Frustriert setzt sich Obelix an
den Wegesrand. Da kommt ein weiterer Philosoph angelaufen: „Argh, doch
nicht auf meine Kreise, du fetter Trottel!" Obelix: Ich bin nicht
fett!" Mit diesen Worten und einem Kinnhaken befördert er den
Philosophen in die Luft.
Obelix bezahlt in einer Herberge für ein Abendessen und eine
Übernachtung. Beim Essen spricht ihn ein Grieche an: „Was führt euch
nach Griechenland, Fremder?" Obelix: „Ich suche nach dem Sinn des
Lebens." Grieche: „Oh, da habe ich mal etwas gehört..." So beginnt der
Grieche zu erzählen, während Obelix sein Essen verspeist: „Also, da
sitzt dieser Typ in dieser Höhle und sieht diese Schatten an der Wand.
Das sind Schatten von Vasen, die Leute an einem Feuer hinter seinem
Rücken vorbeitragen." Obelix: „Und der Sinn des Lebens? - *krunch*"
Grieche: „Ich glaube, der war, dass der Mann aus der Höhle
herauskommt, und die gespiegelte Sonne in einem See sieht, oder so..."
Obelix: „Aber ich bin doch gar nicht in einer Höhle." Grieche:
„Stimmt..." Wirt (beim Abräumen): „Ich habe mal von einem Volk gehört,
das weit im Osten in einem großen Gebirge lebt, und den Sinn des
Lebens entdeckt haben soll..."
Und so macht sich Obelix am nächsten Tag mit seinem Schiff auf nach
Osten. Als das Mittelmeer endet, setzt er seine Reise zu Fuß fort.
Zur gleichen Zeit gießt Veronica vor Obelix' Hütte die Blumen.
Asterix, der offenbar gerade auf dem Weg zum Einkaufen ist, kommt
vorbei" „Guten Tag! Wie geht's, Veronica?" Veronica: „Ich mache mir
Sorgen um Obelix... Ich hätte ihn nicht auf so eine dumme Idee bringen
dürfen..." Asterix: „Ach, der alte Dickkopf wird schon bald wieder
zurückkommen."
Doch Obelix denkt noch nicht ans Zurückkommen. Er ist in Persien
gerade jemanden begegnet, der behauptet, er kenne Leute, die den Sinn
des Lebens entdeckt hätten. Obelix wird in eine Hütte geführt. Darin
drehen sich mehrere Männer auf der Stelle um sich selbst. Sein Führer
erklärt Obelix, dass sie dies für den Sinn des Lebens halten. Einer
von ihnen soll sich schon für mehrere Jahre so im Kreis drehen. Obelix
probiert, das nachzumachen. Doch schon bald gerät er ins Taumeln und
löst eine Kettenreaktion aus, in deren Folge alle Männer umfallen oder
gegen die Wand klatschen.
Einige Tage Fußmarsch später kommt Obelix schließlich in das Gebirge,
von dem der griechische Wirt gesprochen hatte. Er fragt einen
vorbeikommenden, orange gekleideten Mönch: „Gibt es hier jemanden, der
den Sinn des Lebens kennt?" Mönch: „Oh ja, er lebt da oben, auf dem
Gipfel des Berges!" So macht sich Obelix an die Besteigung des Berges.
Oben angekommen erblickt er einen Mönch, der auf einem abgesägten
Baumstamm sitzt. Obelix: „Kennst du den Sinn des Lebens?" Mönch: „Der
Sinn des Lebens ist, bis an sein Lebensende auf einem Baumstamm zu
meditieren und auf die Erleuchtung zu warten." Obelix ist wütend: „Du
spinnst doch!" Mit diesen Worten tritt er den Baumstamm um. Plötzlich
muss er an Idefix denken, der jetzt bestimmt losgejault hätte. Obelix
wird von Heimweh gepackt und macht sich auf den Rückweg.
Nach langem Fußmarsch rudert er schließlich quer durch das Mittelmeer
in Richtung Gallien. Da kommt ihm noch eine letzte Idee. Die Bewohner
von Atlantis waren doch für ihre unendliche Weisheit bekannt.
Vielleicht haben sie den Seinn des Lebens herausgefunden? Und so
rudert Obelix auf einen letzten Abstecher nach Atlantis. Doch auch
hier wird er enttäuscht. Der Hohepriester erklärt ihm, dass die
Bewohner von Atlantis es wohl nicht nötig hätten, ihr Leben auf ewig
zu verlängern, wenn sie den Sinn des Lebens schon gefunden hätten.
Und so kehrt Obelix schließlich ins Doft zurück. Er wird
überschwänglich begrüßt, Veronica umarmt ihn. Obelix: „Ich hab den
Sinn des Lebens nicht finden können..." Veronica: „Ach, ich glaube,
ich habe meinen persönlichen Sinn des Lebens schon gefunden. Willst du
mich heiraten?" Obelix: „Aber natürlich will ich!"
Und so wird im gallischen Dorf Obelix' und Veronicas Hochzeit mit
einem großen Festmahl gefeiert.
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