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Asterix auf Zypern

Autor: Felix O.

Bitte beachten Sie: die Rechte der jeweiligen Geschichten liegen ausschließlich beim Autor.
Setzen Sie sich mit dem Autor in Verbindung, wenn Sie weitere Fragen zur Geschichte haben.
Comedix hat die Erlaubnis zur Veröffentlichung ausschließlich im Rahmen dieses Wettbewerbs.

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Es ist ein ganz normaler Tag in dem uns wohlbekannten Dorf. Es gibt eine kleine Rauferei, bei der wieder einige verfaulte Fische durch die Gegend fliegen, ein paar Römer werden verkeilt und die Wildschweine der umliegenden Wälder zittern wie üblich um ihr Leben. Doch irgendetwas Merkwürdiges liegt in der Luft.

Plötzlich hören die Dorfbewohner einen schrecklichen Schrei! Miraculix, den Druiden, quälen starke Schmerzen. Die Ursache dafür ist bisher noch unbekannt. Asterix und Obelix sollen schnell Heilefix aufsuchen, den wohl besten Druiden Galliens, wenn es darum geht, Kranke zu heilen. Dieser wohnt nicht weit entfernt in einem benachbarten Waldstück. Heilefix erklärt sich sofort bereit zu helfen, da Miraculix schließlich ein guter Freund von ihm ist.

Nachdem Miraculix von Heilefix untersucht wurde, steht fest: Diese Krankheit ist nur schwer heilbar! Es gibt nur eine Hoffnung: Einen ganz besonderen Heiltrank, dessen wichtigster Inhaltsstoff jedoch Kupfer ist. Das beste Kupfer, dass weiß die antike Welt, das findet man auf Zypern. Und nur dieses Kupfer hat genug Energie, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Nicht umsonst leitet sich der lateinische Name dieses Metalls auch vom Namen der Insel Zypern ab. Leider darf nur unverarbeiteter Kupfer verwendet werden. Deswegen müssen Asterix und Obelix nach Zypern reisen, um das Metall aufzutreiben.

Zum Abschied bekommt Asterix noch eine Flasche Zaubertrank vom kranken Miraculix in die Hand gedrückt. Troubadix versucht, eine von ihm komponierte Abschiedsmelodie zu singen, wird jedoch auf schmerzliche Art und Weise von Automatix daran gehindert. Danach laufen unsere beiden Helden Asterix und Obelix zum Strand, wo sie darauf warten, dass ein Schiff in der Nähe auftaucht, mit dem sie nach Zypern fahren können.

Schließlich erblicken sie ein großes Schiff am Horizont und mit rasender Geschwindigkeit schwimmen sie dorthin und klettern an Bord. Erst jetzt bemerken sie, dass sie auf dem altbekannten Piratenschiff gelandet sind. Die Piraten schreien laut: „DIE GAGA!“ Nach einer heftigen Prügelei, bei der die Piraten selbstverständlich unterlegen sind, erklärt Asterix dem Kapitän, er möge doch bitte Kurs auf die Insel Zypern nehmen. Der Pirat erklärt, Zypern liege nicht auf seinem Weg und er wolle doch eigentlich nur ein paar römische Handelsschiffe ausrauben, doch er muss sich dem Willen des Siegers letztlich beugen und freut sich immerhin darüber, dass dabei wenigstens sein Schiff nicht versenkt werde.

Nach einer langen Seereise, bei der man an der spanischen Küste vorbeikommt, an Gibraltar, Sizilien und Kreta, erreicht man schließlich die Küste Zyperns. Selbstverständlich werden die Piraten ständig von einem unserer Helden bewacht, die selbstverständlich gleich in der ersten Nacht versucht haben, die Gallier aus dem Weg zu schaffen und selbstverständlich verspeist Obelix sämtliche Nahrungsvorräte der Piraten gleich am ersten Tag, selbstverständlich versenken unsere Helden noch einige römische Galeeren auf dieser langen Reise, aber das sind alles Nebensächlichkeiten. Insgesamt verlief die Reise sehr angenehm und friedlich.

Unsere Freunde legen im Hafen der legendären Stadt Salamis an. Da die Römer in der Stadt befürchten, Zypern würde von Piraten angegriffen, versenken sie das Piratenschiff kurzerhand. Bei dem allgemeinen Durcheinander können unsere Helden ungesehen entkommen.

Für die Nacht mieten sie sich ein Zimmer in einem kleinen Wirtshaus. Am nächsten Tag besichtigen sie die Stadt und erkundigen sich bei dem Wirt, wo man denn unverarbeitetes Kupfer bekommen könne. Der Wirt erklärt, dass sämtliche Kupferminen fest in römischem Besitz wären. Es sei unmöglich, an das Kupfer zu kommen, da es fast ausschließlich den Römern vorenthalten sei und für die Herstellung von Waffen benötigt werde. Er beklagt, dass die Römer die Insel nur noch ausbeuten würden, seitdem sie Zypern erobert hätten. Er selber habe ja noch gegen die Römer gekämpft, als sie vor acht Jahren die Insel eroberten, aber die römischen Legionen waren einfach zu mächtig. Anschließend gibt der Wirt unseren Helden einen Tipp: Im Süden der Insel soll es eine größere Kupfermine geben. Wie man allerdings an den Römern vorbeikommen könnte, das weiß er auch nicht.

Und so machen sich Asterix und Obelix auf nach Süden. Sie müssen durch einen dicht bewachsenen Wald gehen, denn Zypern ist, wie Asterix Obelix erklärt, die „Insel des Waldes.“ Obelix fragt sich daraufhin, wie wohl zyprische Wildschweine schmecken. Wenig später treffen unsere Freunde auf die Piraten, die vor den wütenden Römern, die ihr Piratenschiff versenkt hatten, in den Wald geflohen waren. Es gibt einen kurzen, aber schmerzhaften Kampf. Danach fragt Asterix einen Piraten, ob er eine Kupfermine in der Nähe gesehen habe. Dieser antwortet: „Einfach nur den Weg weitergehen, da sind einige streng bewaffnete Römer! Aber bitte nicht mehr schlagen!“

Schon bald erblicken Asterix und Obelix das Römerlager. Freundlich bitten sie den Wache haltenden Römer um Einlass, als dieser jedoch nicht gewillt ist, die Bitte zu erfüllen, handelt er sich eine kräftige Ohrfeige ein. Er fliegt durch die Luft und landet genau vor den Füßen des Zenturios. Der Zenturio ist nicht gerade angetan davon und brüllt: „Caligulus Caltus, was soll der Unsinn?“ Der Legionär erklärt die Sachlage und schon bald tauchen Asterix und Obelix im Bild auf. Sie erklären dem Zenturio, dass sie ja nur etwas Kupfer wollen und danach wieder gehen werden. Dieser ist darüber gar nicht erfreut und befiehlt seinen Legionären den Angriff. Nachdem die Römer eine schmerzhafte Lektion erteilt bekommen haben, sieht der Zenturio sich gezwungen, wenigstens etwas Kupfer abzugeben. Er führt Asterix und Obelix zur Kupfermine, wo einige Sklaven das Metall abbauen.

Unsere Helden erklären daraufhin die Sklaven für frei und das Erz zum Besitz der Einwohner Zyperns. Der Zenturio protestiert zwar, wird allerdings von Obelix liebevoll verprügelt und unterlässt daraufhin weitere Maßnahmen zum Schutz der Kupferminen. Die Sklaven sind unseren Helden sehr dankbar und übergeben ihnen eine Kiste geschürftes Kupfer. Daraufhin treten unsere Freunde gemeinsam mit den Sklaven den Rückweg an.

Doch so schnell gibt sich eine römische Legion nicht geschlagen! Der Zenturio beauftragt sofort einen mutigen Legionär, der die Botschaft an den Präfekten der Insel Zypern überbringen soll, sofort die Zugänge zu allen Städten Zyperns zu sperren, um die Flucht der Gallier und der Sklaven zu verhindern. Und wie schon so oft offenbart sich die perfekte Organisation der römischen Legion: Mit einem wunderschönen, schnellen Pferd reitet der Legionär der untergehenden Abendsonne entgegen, voller Stolz, voller Glanz, voller Ruhm! Welch ein prachtvolles Schauspiel! Die ganze Nacht reitet er weiter, um morgens in aller Frühe, noch vor allen anderen, in der Hauptstadt Salamis anzukommen. Dort berichtet er natürlich sofort dem Präfekten von dem Grund seiner Ankunft, worauf dieser alle Eingänge zu den Städten streng bewachen lässt.

Auch Asterix, Obelix und die Sklaventruppe erreichen langsam die Tore von Salamis. Die Wachen werden schnell überwältigt. Die Römer sind jedoch alarmiert und plötzlich stehen die Gallier einem riesigen Römerheer gegenüber. Asterix und Obelix kämpfen sich durch die Römermassen, während die Sklaven in sicherem Abstand folgen. Sie erreichen die Residenz des Präfekten, wo sie diesen zwingen, sie zurück nach Gallien zu bringen und die Sklaven freizulassen.

Anschließend wird eine Römergaleere besetzt und die Römer werden gezwungen, das Schiff nach Gallien zu bringen. Die Sklaven bleiben in Zypern und feiern gemeinsam mit den anderen Einwohnern Zyperns den Sieg über die ungeliebten Besatzer. Nach einer langen Reise ohne nennenswerte Zwischenfälle (die Piraten sitzen ja immer noch auf Zypern fest) kommen Asterix und Obelix wieder in ihrem Dorf in der Bretagne an. Dort kann Heilefix endlich den rettenden Trank brauen und der Druide wird wieder gesund. Das alles wird natürlich bei einem Festmahl unter wunderschönem Sternenhimmel gefeiert. Nur Troubadix kann nicht mitfeiern, da er leider aufgrund von unvorhersehbaren Problemen verhindert ist.

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© Deutsches Asterix Archiv 1998-2009, Zeichnungen: Albert Uderzo - © Les Editions ALBERT-RENÉ, GOSCINNY-UDERZO
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