Caligae

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Der dreisohliger, genagelte Halbstiefel der römischen Soldaten, deren Riemen durch acht Lederstreifen um Füße und Unterschenkel gebunden wurden, wird zum ersten Mal mit einer kleinen Fußnote im Abenteuer "Asterix bei den Schweizern" auf Seite 36 von einem Legionär erwähnt, dessen Vorgesetzter ihm und seinen Kameraden befiehlt, in den Lacus Lemanus zu springen, um Asterix und Obelix zu verfolgen. Die Legionäre sind sich nicht sicher, ob sie dazu ihre Ausrüstung ablegen sollen oder nicht und hinterfragen die Anordnung entsprechend: "In voller Rüstung?" - "Mit Helm?" - "Mit caligae?".

Ein anderer Legionär jammert in "Asterix auf Korsika" über den Marsch von einer kleinen korsischen Bucht, denn nach seinen Angaben auf Seite 22 seien seine Caligae eine Qual. Dem Legionär Studicus ist es schließlich zu verdanken, dass die Stiefel in den nächsten Szenen noch mehr beansprucht werden ...

Schließlich werden auf Seite 45 des Albums "Asterix bei den Belgiern" verschiedene Kampfgruppen genannt, unter anderem die Principes und Triarii in Caligae aus Leder und auf Seite 16 von "Der Sohn des Asterix" spricht ein weiterer Legionär nicht gut über den Präfekten Cactus, der seine Soldaten fallen gelassen habe wie ein Paar alte caligae und Hals über Kopf nach Condate abgezischt sei.

Die caligae waren überaus robuste Sandalen mit einem aus bis drei Lagen Rindsleder bestehenden Sohlen, die - rangabhängig - beim einfachen Legionär mit jeweils 80 bis 90 Eisennägeln mit halbkugeligen Köpfen (Clavi) besetzt waren. Die oberste Schicht der Sohle bildete zugleich das Oberleder. Es handelte sich um ein einziges Stück Leder, das an der Ferse zusammengenäht wurde und so geschnitten war, dass ein System von Laschen auf dem Fußrücken entstand, die von einem Lederriemen verschnürt wurden. Sie führten auch bei dem als Kind diese Sandalen tragenden römischen Kaiser Gaius Caesar Augustus Germanicus den (späteren) Beinamen Caligula.



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letzte Aktualisierung dieses Eintrages: 5. Juni 2008
Texte teilweise aus dem großen Asterix-Lexikon von Horst Berner und der freien Enzyklopädie Wikipedia,
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© Deutsches Asterix Archiv 1998-2008, Zeichnungen: Albert Uderzo - © Les Editions ALBERT-RENÉ, GOSCINNY-UDERZO
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