Oppida
Befestigte Städte, in der belgischen Ebene gibt es sonst keine anderen Erhebungen, wie der Leser in "Asterix bei den Belgiern" erfährt - XXIV/20. Aus dem Lateinischen bedeutet oppida im eigentlichen Sinne "Über der Ebene liegend". Im französischen Originaltext sagt Stellartoix "... plat pays qui est le mien..." und zitiert damit einen Text des belgischen Chansonniers Jaques Brel (1929 - 1978).
Unter einem Oppidum (lat. oppidum Befestigung, Schanzanlage, fester Platz; Plural: oppida) versteht man eine befestigte, stadtartig angelegte Siedlung der späten Eisenzeit. Der Begriff geht auf Caesars Schrift De Bello Gallico zurück, in welcher er gallische Schanzanlagen beschrieb. Oppida waren in ganz West- und Mitteleuropa verbreitet. Charakteristisch sind vor allem die Befestigungen durch eine mit Erde oder Steinen verfüllte Schalmauer aus Holz, der so genannte Murus Gallicus. Jedoch ist Manching das östlichste Oppidum mit einem Murus-Gallicus, weiter östlich sind sogenannte Pfosten-Schlitz-Mauern als Befestigungen nachgewiesen.
