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Interview mit Gudrun Penndorf
August 2004
HOCH

Comedix: Was ist Ihre Meinung zu Interviews?
Gudrun Penndorf: Ich reiße mich nicht darum! Irgendwie halte ich Interviews ein bisschen für exhibitionistisch, man gibt so viel von sich preis. Die Interviews, die ich lese, betrachte ich meist sehr skeptisch. Dennoch, Sie haben mich so oft und beharrlich darum gebeten, ich versuch's mal wieder...

Comedix: Das ist schön! Wie geht es Ihnen und was machen Sie derzeit beruflich?
GP: Der Urlaub steht vor der Tür, der Schreibtisch ist halbwegs leer geräumt, es gibt noch ein paar unsortierte Klarsichthüllen, die ich ordnen müsste... sie erwischen mich mit Ihrer neuerlichen Anfrage also gerade noch rechtzeitig!

Was mache ich beruflich? Ich gebe weiterhin wie seit 20 Jahren an der Ludwig-Maximilians-Universität München Kurse für Wirtschaftsfranzösisch und neuerdings wieder "Französisch für Nichtromanisten", außerdem arbeite ich seit fünf Jahren an einem Projekt der Stadt München, d.h. ich gebe Integrationskurse für MigrantInnen, hauptsächlich TürkInnen. Das fesselt mich so sehr, dass ich seit ein paar Jahren auch Türkisch lerne und der "Urlaub" eigentlich wieder mal ein stressig-schöner Türkisch-Sprachkurs in Izmir ist.

Comedix: Und wie sind Sie zum Übersetzen der Asterix-Bände gekommen?
GP: Zunächst habe ich für den Ehapa-Verlag die Lustigen Taschenbücher aus dem Italienischen übersetzt, die kamen manchmal mit Verzögerung, sodass ich auch mit einer französischen oder (selten) einer amerikanischen Vorlage Vorlieb nehmen musste. Aber bei den Lustigen Taschenbüchern (ich habe weit über 100 davon übersetzt) ging es im wesentlichen um freies Texten, denn die Vorlage war oft haarsträubend inkohärent. Ich erinnere mich zum Beispiel noch, wie ich einmal eine Atombombenexplosion (die Italiener waren da nicht so pingelig) in eine Futtersilo-Explosion umgewandelt habe. Es hat aber auch Spaß gemacht, so eine Story umzutexten. Als der Verlag dann für Asterix eine Übersetzerin aus dem Französischen suchte und ich schon für Ehapa arbeitete, bot man mir die Übersetzung an.

Comedix: Haben Sie damals mit dem Erfolg der Asterix-Reihe gerechnet?
GP: Nein. Wer hätte das damals geahnt, nicht einmal der Verlag!

Comedix: Hatten Sie dann bei der Übersetzung der Bände freie Hand oder gab es Vorgaben von Goscinny an den Übersetzer?
GP: Bei Asterix ging es um eine adäquate Übersetzerleistung. Das war eine Herausforderung. Ausgelöst wurde das dadurch, dass für einige Bände bereits eine deutsche "Übersetzung" in MV Comix erschienen war, die von der damaligen Redaktion des Ehapa-Verlags erstellt worden war. Da diese "Übersetzung" von nicht professionellen Übersetzern gemacht worden war, daher einerseits fehlerhaft war und andererseits den sehr originellen französischen Text nicht mit dem notwendigen mit der Information einhergehenden Witz ins Deutsche rüberbrachte, wurde sie von Paris nicht anerkannt. Da hieß beispielsweise der Satz "Ils sont fous, les Romains" auf deutsch "Uii,die Römer sind doof", was dann von mir in "Die spinnen,die Römer" umgewandelt wurde. Oder "Morituri te salutant" hieß "Die Toten grüßen dich", aber es heißt natürlich "Die Todgeweihten grüßen dich!" Die Beispiele sind Legion.

Asterix und seine ZeitDaher suchte der Verlag eine "gelernte" Übersetzerin, man kannte mich und übertrug mir die Aufgabe, als es darum ging, diese vorab abgedruckten Stories adäquat übersetzt als Band herauszubringen. So geschehen im Jahr 1968 als Band 1 Asterix der Gallier und Band 2 Asterix und Kleopatra herauskamen. (Dass in Abweichung von der französischen Reihenfolge in der deutschen Reihenfolge nicht Die Goldene Sichel" sondern der Band "Kleopatra" als zweiter Band erschien, geschah, wenn ich mich recht erinnere, deshalb, weil damals der Kleopatra-Film mit Elizabeth Taylor anlief.).

Im übrigen wurden meine Übersetzungen jeweils in Paris von einem französischen Germanisten rückgecheckt, aber auch ich habe einen französischen Kollegen jeweils haarklein befragt, ob meine Lösungen stimmen. Es ist ja nicht so, dass man als Deutscher jedes Wortspiel versteht, wenn nicht einmal alle Franzosen alle Asterix-Wortspiele verstehen. Nebenbei bemerkt hat's Spaß gemacht, wenn der französische Germanist bisweilen in Rückfragen erkennen ließ, dass er seinerseits die deutschen Anspielungen "Was bedeutet "Ofenaus?" nicht verstand. Ich habe übrigens in dem im Beck-Verlag erschienenen Büchlein "Asterix und seine Zeit, Die große Welt des kleinen Galliers", einen Aufsatz geschrieben, in dem ich von meiner Arbeit erzähle.

Comedix: Gab es für die Übersetzungen dann zumindest Hilfestellungen von Goscinny/Uderzo, z.B. Erläuterungen von "Insiderwitzen" (also nur in Frankreich verständlichen)?
GP: Selten! Am Anfang habe ich noch Listen mit Anfragen gestartet, aber später habe ich mich auf eigene Recherchen verlassen. Zu Recherchezwecken habe ich übrigens für einen ersten Anlauf beste Erfahrungen mit dem "Alten Meyer" gemacht, da waren zum Beispiel die Anlagen des alten Olympia hervorragend dargestellt, auch die einschlägigen Termini für die Badekultur der Römer oder aber deutsche Bezeichnungen für historische Musikinstrumente etc. konnte man dort im Detail nachschlagen.

Der erste Gang nach Übernahme der Übersetzung führte naturgemäß in die Münchner Staatsbibliothek, Abteilung Alte Geschichte, wo ich erst einmal die Namen der gallischen Götter, angefangen bei Teutates, frz. Toutatis, in der MV Comix-Ausgabe Tutatis! sowie die heute noch gültige Landkarte im Vorspann richtig stellte. Daneben waren hilfreich Reimlexika, Synonymwörterbücher, Fachwissen und Inspiration!

Comedix: Nach welchen Kriterien sind Sie die Übersetzungen mit den Nachschlagewerken angegangen?
GP: Der Auftrag lautete, eine Übersetzung zu erstellen, die das Original nicht verfälschte. Da hatte der Pariser Verlag schlechte Erfahrungen gemacht, nachdem der Kauka-Verlag in der ersten deutschen Lizenz in einer sehr freien Fassung politisch nach rechts tendiert hatte und Asterix zu Barabas und Kleinbonum zu Bonhalla umfunktioniert worden waren. Fortan war man in Paris vorsichtiger mit der Vergabe von Lizenzen und prüfte die Übersetzungen vor der Veröffentlichung.

Soviel zur Nähe zum Original. Die Kunst lag natürlich darin, sowohl die Information auf kleinstem Raum wiederzugeben, (die Blasengröße war zwingend vorgeschrieben, der Letterer sei teurer als der Übersetzer, hieß es!) als auch den roten Faden beizubehalten. Bei Asterix sind die Dialoge von Blase zu Blase ein rascher Schlagabtausch, da muss jedes Wort stimmen. Der Wortwitz geht bisweilen sogar über ganze Panels (siehe beim ersten Band die "Haargeschichte" oder er wird erst viele Seiten später zum Thema wie zum Beispiel bei der Tour de France. Dort geht es darum, dass von jeder Etappe eine kulinarische Spezialität mitgebracht werden soll. Das sind in Camaracum (heute Cambrai) die bekannten Pfefferminzbonbons, frz. bêtises genannt, von mir mit "Backpfeifen" übersetzt, weil "Backpfeife" im Deutschen einen kulinarischen Anklang zu "Backpflaumen" hat. Als der Römer den beiden Helden jene bêtises (wörtlich: Dummheiten, dumme Streiche) androht, fragt dieser wunderbare Obelix ganz unschuldig: "Weiß er, wie Backpfeifen schmecken?" und haut zu. Am Ende des Bandes macht Asterix seinerseits den Römern ein delikates Angebot: "O Nichtsalsverdrus, unser Dorf bietet dir seine Spezialität an. Eine Feige...". -"?" -"Eine Ohrfeige" (frz. chataîgne = Kastanie, Fausthieb, Backpfeife).

Und was macht man, wenn die französische Anspielung beim deutschen Leser einmal keinen Lacher erzeugt? Im äußersten Fall gibt es da den Trick der versetzten Äquivalenz, d.h. ich habe an Stellen, die der deutsche Leser nicht verstanden hätte, andere deutsche Gags, Wortspiele, Reime, Gedichte, Lieder und so weiter eingefügt (siehe das o.g. Büchlein). Gerade bei den Liedern war es ein Vergnügen, im Anklang an deutsches "Liedgut" Ohrwürmer zu finden. Man denke an das reiche Repertoire von Troubadix, der dem französischen Original getreu bei mir vor allem Volkslieder anstimmt wie "Troubadix lass Zöpf' dir flechten, sprach mein Mütterlein" frei nach "Fuchs du hast die Gans gestohlen" oder etwa "O Gallien, mein Gallien, wie lieb' ich dich so sehr, Teutates, die Frauen und's weite blaue Meer..." frei nach der Melodie "Der Mai ist gekommen..." . Asterix ist mehr der Schlagerheld, er schmettert "Am Sonntag will mit Falbala ich segeln gehn...", Obelix ermuntert seinen Kumpel mit "Trink, trink, Asterix trink... Lass doch die Sorgen zu Haus... Trink, trink, Asterix trink, das ist der beeste Schmaus... " und die ungekrönte Schlagersängerin (im Original Josephine Baker) ist Maestria, die 1991 mit "Das macht die Lutetia-Luft, Luft, Luft... Das macht der Lutetia-Duft, Duft, Duft... " Berliner Flair heraufbeschwört. Damit war ich sogar meiner Zeit voraus, denn Hauptstadt wurde Berlin wieder erst Jahre später.

Comedix: Wurden Übersetzungen in andere Sprachen zur Hilfe genommen?
GP: Nein, nie. Ich habe eher den Eindruck, dass andere Sprachen meine hochdeutsche Fassung zugrunde gelegt haben, dies ist ja auch offiziell der Fall bei den sog. Mundart-Übertragungen.

Comedix: Haben Sie auch Lautmalereien übersetzt? Und wenn ja, nach welchem Vorbild?
GP: Lautmalereien sind "in" seit Frau Dr. Fuchs sie in den Disney-Comix kreiert hat. Bei Asterix machte man weniger von den gewiss sehr reizvollen "Grübelgrübel"-Ausdrücken Gebrauch, das war nicht der Asterix-Ton.

Dennoch, ein besonderes "sinnstiftendes" Beispiel findet sich im Band "Die große Überfahrt", wo Obelix den französischen Schlachtruf "Glouglouglou!" der Indianer für einen Tierlaut hält. Ich erinnere mich, wie mir beim Übersetzen damals einfiel, dass sich in meinem kleinen Dorf eine fernöstliche Glaubensgemeinschaft etabliert hatte, deren Anhänger in leuchtend roten Gewändern durchs Dorf zogen. Was lag näher, als diesen Ruf in "Guruguru" zu verwandeln, was Obelix dann sagen lässt: "Da fällt mir ein, ich hol' uns ein paar Gurugurus zum Abendessen". Diese deutsche Fassung fand natürlich auch Eingang in die spätere Filmfassung.

Comedix: Stehen Sie in Kontakt zu Frau Dr. Fuchs? Wie ist ihre Beziehung untereinander? Haben Sie sich mal getroffen?
GP: Ja, natürlich kenne ich Frau Dr. Fuchs! Bevor ich mit den Lustigen Taschenbüchern begann, musste ich eine Probeübersetzung machen. Und dabei hatte ich noch nie Comics übersetzt! Eilends besorgte ich mir in einem Comic-Antiquariat ein paar ramponierte Micky Maus-Hefte, "arbeitete sie durch" und machte mich auf den Weg in ein Café, wo ich Frau Dr. Fuchs zur Begutachtung meiner Vorlage treffen sollte. Sie empfahl mir: "Legen Sie los, Kindchen!" Das tat ich!

Comedix: Und wie stehen Sie zur "Verehrung" der Fans zu Ihnen oder Erika Fuchs? Kommt Ihnen das suspekt vor?
GP: Ich kriege natürlich Fan-Post, darüber freut sich jeder, ist doch klar. Zu den Zeiten, als ich noch übersetzt habe, schickten mir Fans auch oft Vorschläge für Namen, die habe ich manchmal brauchen können.

Comedix: Ist das Übersetzen von Comics einfacher oder anspruchsvoller und komplexer als andere literarische Texte?
GP: Comics sind eine Textsorte für sich! Die Übersetzung ist alles andere als einfach. Man muss die Sache auf den Punkt bringen, den Informationsfluss wahren, die dichtgedrängten Pointen retten, keine Chance, sich seitenlangem Geschwafel hinzugeben.

Comedix: Verlassen Sie sich deshalb bei den Sprachspielen auf Ihre eigene Fantasie oder benützen Sie irgendwelche Hilfsmittel, und wenn ja, was für welche?
GP: Auch hier verweise ich auf meinen Aufsatz in "Asterix und seine Zeit". Es gibt gewisse sprachliche Strukturen, Wortspielmuster, die man (vorher oder hinterher) exakt analysieren kann. Wichtig ist, dass man "gut drauf" ist, dass einem was einfällt. Das kann im Kollegenkreis sein, viel hat mir meine Familie geholfen, an der ich meine Fassungen erprobt habe. Wenn Ihr Gegenüber nämlich keine Miene verzieht, wenn Sie ihm eine Lösung vorschlagen, dann können Sie den Satz nicht nehmen.

Comedix: Das hrt sich aufwndig an. Wie lange dauerte durchschnittlich die Übersetzung eines Bandes?
GP: Am Anfang war wenig Zeit, 6-8 Wochen. Man kann ja nicht ununterbrochen an dem Thema sitzen, die Lösung kommt oft erst im entspannten Zustand, also hinterher. Auch wenn es komisch klingt, Uderzo hat einmal in einem Interview etwas Ähnliches gesagt: Es sei ihm einmal bei einer Taxifahrt durch Paris eine gute Lösung eingefallen. So vergesse ich beispielsweise nicht, wie mir einst in der Straßenbahn am Nockherberg (dort steht das Paulanerbräu mit der legendären Starkbierprobe) vorbeifahrend einfiel, den französischen Wein- und Kohlehändler Alambix (das steht französisch für Schwarzbrenner) Alkoholix zu nennen.

Comedix: Welcher Band hat Ihnen besonders Freude beim Übersetzen bereitet?
GP: Auch das werde ich oft gefragt. Als ich noch übersetzte (das nahm ein Ende, als ich nach Band 29 eine an den Erfolgen des Verlags orientierte Bezahlung verlangte) war mir stets der Band der liebste, an dem ich gerade saß. Das lässt sich sicher psychologisch erklären. Aber aus der Rückschau waren es wohl mit Abstand "Die Briten"!

Hier geht es darum, Komik zu erzeugen, indem man die Syntax des Englischen wiedergibt: "Gute Güte! Eine andere Patrouille von Römern!", "Mut, Asterix! Behaltet eine steife Oberlippe!" Oder "the magic potion" = "der magische Trank". Und dann die Namen wie Macteefürzweifix, Schnurstrax, Strammermax, Teefax etc, das hat richtig Spaß gemacht!

Bei den Briten

Bei der Namensgebung hatte ich, als es nach vielen Bemühungen endlich erlaubt war (erste Anklänge finden sich in "Kleopatra"), die Namen einzudeutschen viel Freiheit. Hier ein paar Gallier-Beispiele: Galgenstrix, Grautvornix, Habnix, Knackerix,Kneipix, Machtnix, Numalfix, Panschnix, Potzblix, Preisverteilix, Rohrpostix, Rührfix, Schönfix, Schweineschmalzix, Spürnix, Tumirnix, Verleihnix oder ein paar Römernamen wie Apfelmus, Appelmus, Ausgus, Bockschus, Gutzufus, Handcus, Handzumgrus, Hasenfus, Hochgenus, Hohlenus, Keinentschlus, Kurzschlus, Ladenschlus, Mitgenus, Nichtsalsverdrus, Nixalsverdrus (schließlich gibt es deutsch auch "Meier" und Maier"), Ofenaus, Platfus, Redeflus, Schlagdraufundschlus. Oder denken Sie an die Römerlager auf Korsika wie Mordstrum (das ist bayrisch und heißt soviel wie "Riesending"!), Hintenrum Ost und Hintenrum West, Hauteuch drum, Saudum u.s.w.

Überhaupt waren die sog. Nationalitätenbände die schönsten. Dieses auf die Schippe Nehmen der verschiedenen Nationen war nie langweilig oder abgedroschen. Typisch französische Anspielungen wie z.B. die französische Postraubaffäre ("le courrier de Lyon", eine Anspielung auf einen französischen Justizirrtum aus dem 18. Jahrhundert), das Antar-Männchen für eine französische Tankstellenkette oder solche auf französische Landesspezialitäten wie in "Le tour de Gaule" wurden übrigens in späteren Bänden seltener. Das Merkmal des Piraten, kein "r" artikulieren zu können, was eigentlich im Französischen eine Anspielung auf eine Modewelle in Paris zur Zeit des Directoire ist, das auch nur von französischen Lesern hohen Bildungsniveaus verstanden wird, habe ich im Deutschen beibehalten, es gibt dem Piraten auch ohne dass man den Hintergrund weiß, eine persönliche Note.

Comedix: Sie haben ja dabei teilweise Zitate geschaffen, die heute noch in aller Munde sind. Welche Sprachspiele sehen Sie als besonders gelungen oder auf welche Sprachspiele sind Sie besonders stolz?
GP: Dazu gehört natürlich die oben erwähnte Übersetzung der "Briten", dann die Wortspiele im Arvernerdialekt. Stolz bin ich auf die Reime, die eingefügten umgedichteten Goethe-Gedichte "Über allen Wipfeln ist Ruh...", über jede gerettete Anspielung, die auch auf deutsch klingt. Einmal fuhr vor mir ein junger Mann in einer altersschwachen "Ente", auf der hinten stand "Grautvornix". Dem wäre ich vor Freude beinah draufgefahren.

Geflügeltes Wort bei uns ist übrigens auch Goscinnys genialer Normannenspruch: "Der Schmerz nimmt zu, die Angst bleibt aus!" oder der Ausspruch eines Goten: "Man kann doch Barbar sein und trotzdem Blumen lieben!"

Comedix: Hatten Sie auch persönlichen Kontakt zu Albert Uderzo und René Goscinny und welchen Eindruck haben Sie von ihnen gewonnen?
GP: Ja, ich war mehrmals in Paris, das erste Mal war natürlich am beeindruckendsten. Der Verlagsleiter hatte mir gesagt, ich solle mich bei Herrn Goscinny vorstellen. Da habe ich 1968 (ich war sowieso ein paar Monate in Paris, weil mein Mann dort einen Abschnitt seiner Referendarzeit machte) einfach bei Dargaud angerufen, einen Termin ausgemacht, mich vorgestellt, mit Goscinny in seinem mit Seidentapete bespannten Kabinett geplaudert, eine Probeübersetzung gemacht und hatte den Auftrag.

Comedix: Frau Penndorf, ich bedanke mich recht herzlich für das Interview!

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