Die notwendige Bild-Dokumentation, die für die historische Atmosphäre der Asterix-Bände zuständig ist, muß in einer langwierigen Recherche besorgt werden. Natürlich gebührt jedem Zeichner und Texter eine gewisse kreative Freiheit, die auch Uderzo und Goscinny nicht verachtet haben. Aber besonders die adäquaten Darstellungen von Ochsenkarren, Wehrtürmen, römischen Schwertern, die in den Asterix-Bänden vorkommen, entsprechen den histroischen Begebenheiten.
In Szenarien, die schwer in der Realität zu finden sind, kann man sich auch mit historischen Gebäuden behelfen um eine entsprechende Geschichte in diesem Zeitrahmen von 50 v.Chr. ablaufen zu lassen. So zum Beispiel ist in "Obelix auf Kreuzfahrt" der Tempel auf Atlantis das Ergebnis einer Recherche im Rahmen des Palastes von Knossos, der im Original - hier in einem historischen Bild - nur schwer von der zeichnerischen Darstellungen unterschieden werden kann.
Gleich zu Beginn von "Die Lorbeeren des Cäsar" liefert Albert Uderzo eine Ansicht von Rom, die er einem Modell aus der Zeit nach Cäsar nachempfunden hat, dessen Original im Museo della Civiltá in der italienischen Hauptstadt ausgestellt ist. Mit viel Imagination schafften Goscinny und Uderzo Einblicke in ein römisches Haus oder rekonstruierten den fiktiven Palast von Cäsar.
In einer genialen Mischung aus realen Fakten und parodistischen Elementen entsteht so ein faszinierendes Abbild der römischen Vergangenheit um 50 v.Chr., von dem sich der Leser gerne gefangen nehmen läßt.
In "Asterix - die ganze Wahrheit" stellen die Autoren René van Royen und Sunnyva van der Vegt die realen Fakten, die aus Überlieferungen der Geschichtsschreiber und aus Ausgrabungen bekannt sind, den Bildern von Uderzo gegenüber. Es ist für die Leser der Abenteuer von Asterix nicht überraschend, daß bis ins Detail die Asterix-Bände dem tatsächlichen Leben eines Römers oder Galliers nachempfunden sind.
Die Grafik auf dieser Seite wurde der Originalseite entliehen, sie stammt aus der Herstellung des Bandes "Obelix auf Kreuzfahrt". Die Zitate von Uderzo stammen aus einem Interview von Thierry Smolderen und André Moons, das in "Uderzo - Skizzen" (1988) erschienen ist. In diesem Sonderband werden Skizzen aus "Asterix im Morgenland" präsentiert.
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