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Ausgabe 103 vom 15. September 2007

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Willkommen bei der Newsletter-Ausgabe 103 vom 15. September 2007

Vorwort

In den letzten vier Wochen hat die Comedix-Bibliothek kräftigen Zuwachs bekommen. Mit Eriks fachmännischer Hilfe sind knapp 20 neue Artikel in den Rubriken "Sammler", "Sekundärliteratur" und "Spiele" hinzugekommen - fast alle nur zu Zwecken der Dokumentation, da sie nicht mehr im Handel erhältlich sind. Unter anderem ehemals angebotene Asterix-Bettwäsche oder Tapeten mit Asterix-Motiven. Schade, dass ich nicht über die finanziellen Mittel verfüge, um in den Handel mit Asterix-Artikeln einzusteigen, denn den Nachfragen, die ich per E-Mail erhalte, nach zu urteilen, müssten zum Beispiel Kalender, Bettwäsche und Soundtrack-CDs reißenden Absatz finden. Gegen Beteiligung am Umsatz stelle ich mein Wissen gerne zur Verfügung ...

Neben der ständigen Aktualisierung der Suchbegriffe in der Comedix-Datenbank (siehe auf der Comedix-Hauptseite "zuletzt geänderte Suchbegriffe") und dem langsamen aber stetigen Fortgang der Arbeiten am Themenbereich "Strafrechtliche Konsequenzen der Taten von Asterix und Obelix" schreiten die Vorbereitungen für das Jubiläum zum zehnjährigen Bestehen des Asterix-Archivs im April kommenden Jahres voran. Der von mir angedachte Hauptpreis, nämlich eine Reise zum Asterix-Park nach Paris, muss wegen mangelnden Interesses von potentiellen Reiseveranstaltern noch auf die Beine geholfen werden. Wenn sie also jemanden wissen, der jemanden kennt, der weiß wo ... naja, Sie wissen schon - ich bin immer dankbar für hilfreiche Hinweise.


Neuerscheinungen im Oktober

Im Oktober soll endlich der lang erwartete und in vielen anderen europäischen Ländern bereits erhältliche Sonderband "Asterix und seine Freunde - Hommage an Albert Uderzo" (ISBN 978-3-7704-3135-9) im Ehapa-Verlag erscheinen. In diesem Album, das anlässlich des 80. Geburtstages von Albert Uderzo im April 2007 erschien und in dem viele verschiedene Künstler ihre ganz persönliche Hommage an den genialen Zeichner verfassten, interpretieren unter anderem Vicar, Brösel, Francois Walthery und der Franka-Zeichner Henk Kujipers die beiden Gallier Asterix und Obelix.

Außerdem soll mit "Asterix als Gladiator" (ISBN 978-3-7704-3156-4) der siebte Band der Ultimativen Asterix-Edition im Großformat erscheinen.

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Römischer Legionär hinterlässt Spuren
(Comedix-Artikel vom 16.8.2007)

Die Internet-Seite haGalil.com berichtet von einem extrem seltenen Fund in einer seit 1300 Jahren verlassenen Stadt am Steilhang der Golanhöhen beim See Genezareth: In Susita scheint ein Legionär einen Tritt in den noch nassen Zement getan zu haben, als er sich am Bau der Befestigungsanlagen beteiligte.

Zumindest legt dies ein Fußabdruck nahe, den man während der Grabungssaison in diesem Sommer fand. Unter der Sohle seien drei Reihen Nägel angebracht gewesen. Solche genagelte Stiefel seien typisch für die römischen Legionäre gewesen, die vor zweitausend Jahren auch im Heiligen Land ihren Dienst taten, an der Kreuzigung Jesu beteiligt waren und im Jahr 70 die Stadt Jerusalem in Schutt und Asche legten.

In der Vergangenheit hat man zuvor nur in einer Festungsanlage in Großbritannien, die unter dem römischen Kaiser Hadrianus errichtet worden war, einen ähnlichen Abdruck der Schuhsohle eines römischen Legionärs gefunden.

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Archäologischer Park in Haltern geplant
(Comedix-Artikel vom 7.9.2007)

Die Ruhr Nachrichten berichten vom nachvollziehbaren Wunsch des Westfälischen Römermuseums in Haltern, in Zukunft einen fünf Hektar großen archäologischen Park mit in das Ausstellungsgelände einbeziehen zu wollen. Das hätte zumindest der Kulturausschuss des Landschaftverbandes in einem einstimmig gefassten Grundsatzbeschluss bestimmt. Das Votum für dieses ehrgeizige Vorhaben sei allerdings davon abhängig, ob das Land Nordrhein-Westfalen mindestens die Hälfte der mit 4,8 Millionen Euro veranschlagten Baukosten trägt und die Stadt Haltern den Erwerb der in die Bodendenkmalliste eingetragenen Grundstücke zu ihrer Aufgabe macht.

Wie das Blatt berichtet, plane man ganz ambitioniert noch vor 2009 den ersten Spatentisch. Auf dem Gelände solle in zwei Phasen eine Toranlage mit Teilen der Umwehrung sowie Tribunenhäuser und Kasernen nachgebaut werden. Wenn im Jahr 2009 die große Varusausstellung unter dem Titel "2000 Jahre Varusschlacht" beginne, solle den erwarteten 150.000 Besuchern der Beginn der Arbeiten präsentiert werden.

Das Römermuseum steht seit 14 Jahren am originalen Schauplatz. Haltern, einer der wichtigsten Militärstandorte im Imperium Romanum, gilt in der Forschung als der Ort mit der größten bekannten Konzentration von militärischen Anlagen der Zeit des römischen Kaisers Augustus.

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Ein Basislager für Legionäre
(Comedix-Artikel vom 8.9.2007)

Die sehr lokale Zeitung MAIN-SPITZE aus der Region Rhein-Main weiß über die Archäologen der Uni Frankfurt zu berichten, die an einer Landstraße zwischen Geinsheim und der Rheinfähre Kornsand den Boden umgraben. Für den Laien eher unspektakulär, messen die Spezialisten nach dem Artikel den Funden nicht sehr überraschend eine große wissenschaftliche Bedeutung zu.

Detlev Volk, der den Artikel verfasste, zitiert darin den Leiter des Instituts für Archäologische Wissenschaften, Prof. Dr. Hans-Markus von Kaenel. Im besonderen Interesse der Archäologen stünden die verschiedenen Militärlager aus der Zeit des Kaisers Tiberius ab etwa 35 nach Christus. Die Fundstelle liege an einem seit alters benutzten Rheinübergang zwischen Oppenheim und dem Kornsand, dem in der römischen Kaiserzeit aufgrund seiner Nähe zur mächtigen Garnisonsstadt Mainz/Mogontiacum eine besondere Bedeutung zukam. Nur einen Fußmarsch von Mainz entfernt, dienten die Lager wohl als Basis für die römischen Legionäre, die dann zu Feldzügen weiter ins Hinterland aufbrachen, diktierte Grabungsleiter Dr. Alexander Heising dem interessierten Journalisten auf den Notizblock.

Auf dem 60 Hektar großen Areal seien nach dem Bericht insgesamt sieben Militärlager lokalisiert worden. Während bei der durchgeführten Testgrabung nur wenige Münzen, Tonscherben oder andere Ausrüstungsgegenstände ausgegraben werden konnten, sind die Archäologen mit der Gesamtzahl der vorhandenen Befunde zufrieden. Allein in den 60 Quadratmetern der freigelegten Fläche seien 60 Fundstellen lokalisiert worden.

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Latein - Totgesagte leben länger
(Comedix-Artikel vom 9.9.2007)

SPIEGEL online berichtet von der - nicht neuen - Renaissance der lateinischen Sprache an deutschen Schulen. Die Zahl der Schüler, die Caesar und Cicero paukten, sei nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in den vergangenen sechs Jahren um deutliche 31 Prozent gestiegen, und das obwohl Lateinkenntnisse im Urlaub beim Kauf einer Zahnbürste oder der Frage nach dem örtlichen Busbahnhof nicht zwingend hilfreich sind.

Natürlich kommt die Anziehungskraft nicht überraschend. Kann man mit Lateinkenntnissen noch leidlich angeben (und dabei sogar noch Asterix-Grundkenntnisse publik machen), kommen Studenten in vielen Studienfächern nicht an Latein vorbei. Zumal mutmaßt der Autor im SPIEGEL-Artikel, dass ein weiterer Grund der Wunsch der modernen Welt nach ihren Wurzeln sei, und die lägen im mitteleuropäischen Sprachraum nun einmal bei den alten Römern.

Es wird Stefan Kipf, der Vorsitzende des Deutschen Altphilologenverbandes (DAV) in Berlin, zitiert: "Früher bewegte der Unterricht sich zwischen Grammatik und Krieg - da ging es dann um das römische Mannestum und Ähnliches", inzwischen viel öfter um das Alltagsleben der Römer. Auch die "Latinitas Viva", das gesprochene Latein, spiele eine größere Rolle. "Wenn der Lehrer auf Latein sagt 'Macht das Fenster auf!', dann sind die Schüler gleich ganz anders bei der Sache", so Kipf.

Inzwischen wird die Welt des modernen Menschen auch spielerisch (also nicht nur bei Asterix) mit der lebendigen toten Sprache verbandelt. So hat der finnische Professor Dr. Ammondt aus Spaß an der Freude drei Elvis-Titel in lateinischer Sprache vertont. Auf der SPIEGEL-Seite kann man in die Lieder "Surrender", "Now or never" oder "Live me tender" hineinhören.

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Computer- und Konsolenspiel "Asterix bei den Olympischen Spielen"

Im Herbst 2007, einzelne Quellen schreiben Ende November, will Atari rechtzeitig vor dem Kinostart des Films "Asterix bei den Olympischen Spielen" ein Arcade-Spiel für die Spielekonsolen Wii, Playstation 2 und Nintendo DS herausbringen. Zusätzlich ist eine Windows-PC-Version angekündigt. Die ersten Screenshots zeigen ein Wettkampfspiel im Stil der früheren "Summer Games", wo es in mehreren Disziplinen gegen den Computer oder menschliche Spieler anzutreten galt.

Bilder zum Spiel:
http://www.comedix.de/medien/lit/computerspiel_asterix_bei_den_olympischen_spielen.php

Neue Artikel für Sammler in der Bibliothek

Mit fachmännischer Hilfe ist Ende August die Bibliothek um knapp 20 Produkte erweitert worden. Die neuen Artikel, die fast ausschließlich Teil einer Privatsammlung sind, erweitern den Bestand der im deutschen Sprachraum erschienenen Sammlerstücke auf jetzt insgesamt 550 Artikel. Darunter nun auch oft nachgefragte Produkte wie Bettwäsche, Sammelbilder und Tapeten mit Asterix-Motiven. Da die Comedix-Bibliothek hauptsächlich dokumentarischen Charakter besitzt, sind die neuen Artikel leider nicht mehr im Handel erhältlich.

Zu den neuen Artikeln gehören übrigens auch Informationen über Asterix-Veröffentlichungen in der Süddeutschen Zeitung Ende der neunziger Jahre, Sekundärliteratur mit Asterix relevanten Inhalten und das bisher nicht berücksichtigte Computer- und Konsolenspiel "Asterix & Obelix gegen Cäsar" aus dem Jahr 1999.

Alle Artikel in der Bibliothek:
http://www.comedix.de/medien/index.php

Comedix-Funktion des Monats

In dieser Rubrik des Newsletters möchte ich auf eine ganz besondere Perle bei Comedix.de hinweisen. Dies kann ein neues Angebot sein, auf das ich ein wenig ausführlicher eingehe oder eine Funktion, die sich in einem Bereich von Comedix.de befindet, der nur Besuchern bekannt sein könnte, die Comedix.de gut kennen. Heute: der Themenbereich KARIKATUREN.

Neben vielen satirischen Anspielungen auf die Neuzeit treten immer wieder bekannte und weniger bekannte Persönlichkeiten in den Asterix-Heften mit einer Gastrolle auf. Gerne pointieren Albert Uderzo und René Goscinny Landsleute, die auf sie einen besonderen Eindruck gemacht haben. Ganz vorne steht dabei Jules Raimu, ein französischer Schauspieler in Filmen von Marcel Pagnol in den 30er und 40er Jahren, dem sie in verschiedenen Bänden ein Denkmal setzen. Pierre Tchernia, Drehbuchautor, Journalist und persönlicher Freund von Goscinny und Uderzo war Mitarbeiter im Studio Idefix. Mit fünf Gastrollen führt er die Reihe der Prominenten an.

Sehr viel nachhaltiger für das deutsche Publikum sind jedoch die Karikaturen von weltweit bekannten Schauspielern und Politikern. Zum Beispiel Sean Connery als James Bond wird trefflich in seinem ganzen Umfang als Druidenspion 'Nullnullsix' in der Geschichte 'Die Odyssee' karikiert. Bezug auf die schottische Herkunft des Schauspielers erhält der Charakter zudem im Asterix-Heft, als er Miraculix gleich zu Beginn zur Stärkung Schnaps aus Kaledonien anbietet.

Im Themenbereich "Karikaturen" sind insgesamt mehr als 50 Auftritte von bekannten Charakteren zusammengefasst.

Die Karikaturen in der Asterix-Serie:
http://www.comedix.de/lexikon/special/karikaturen/

 
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© Deutsches Asterix Archiv 1998-2008, Zeichnungen: Albert Uderzo - © Les Editions ALBERT-RENÉ, GOSCINNY-UDERZO
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