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Ausgabe 104 vom 16. Oktober 2007

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Willkommen bei der Newsletter-Ausgabe 104 vom 16. Oktober 2007

Vorwort

Bald ist es so weit! Der neue Themenbereich "Die strafrechtlichen Konsequenzen der Taten von Asterix und Obelix" startet in Kürze. Wenn ich mich selbst etwas unter Druck setzen würde, würde ich den 1. November kommunizieren - aber so verrückt bin ich natürlich nicht: Mit einem Augenzwinkern, ohne jeden tieferen fachlichen Bezug zur juristischen Realität, soll dabei als Grundvoraussetzung das deutsche Strafrecht angewendet werden. Natürlich wäre italienisches (d.h. römisches!) oder französisches (d.h. gallisches!) treffender und näher am Original beziehungsweise an der historischen Quelle, doch der Themenbereich soll ja für den deutschsprachigen Leser besonders den unterhaltsamen Aspekt dieser Betrachtung näher bringen. Demzufolge wird die Besatzungssituation zwar Erwähnung finden, jedoch die hier angeführten juristischen Spitzfindigkeiten nicht sonderlich beeinflussen.

Dieser Themenbereich soll mit dem Start eine Basis bilden, auf der mit der Zeit eine wachsende Zahl an Informationen hinzukommt, Handreichungen von Spezialisten werden deshalb dann gerne entgegen genommen.

Kleine Eintrübungen meiner Comedix-Laune entstehen derzeit durch einen Brief eines Verlages, deren Publikation ich mit einer entsprechenden Abbildung des Titelbildes in der Bibliothek erwähne. Der Verlag meint nun, dass diese Abbildung die Rechte seiner Figur verletzen würde, weil auf dem Titelbild ein Charakter abgebildet ist, dessen Rechte er besitzt. Zwar ist das noch keine Abmahnung, aber finanzielle Forderungen werden in diesem Falle auch schon in dem - freundlich gehaltenen - Brief erwähnt. Ich bin recht zuversichtlich ohne finanziellen Schaden aus dieser merkwürdigen Situation herauszukommen, zumal ich in der Vergangenheit sehr genau darauf achte, dass ich kein urheberrechtlich geschütztes Material verwende und das Titelbild vorsorglich sofort entfernte. Meine (eingeschriebene) Antwort ist seit Ende letzter Woche zum Verlag unterwegs und ich hoffe das Beste ...


Neuerscheinungen im November

Für den November ist mit "Asterix und Maestria" (ISBN 978-3-7704-3161-8) der nächste Band der Ultimativen Asterix-Edition im Großformat geplant. Da die Erscheinungsfolge mit den Bänden 1 und 32 begann und abwechselnd ein früherer und ein neuerer Band erscheint, ist diesmal Ausgabe 29 an der Reihe. Für den Herbst ist außerdem das Computer- und Konsolenspiel "Asterix bei den Olympischen Spielen" für Wii, Playstation 2, Windows-PC und Nintendo DS angekündigt. Ein genauer Veröffentlichungstermin steht jedoch noch aus, es muss also nicht zwingend im November erscheinen, obwohl es bei Atari für Herbst 2007 angekündigt ist.

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Das Weinschiff auf der Mosel
(Comedix-Artikel vom 20.9.2007)

SPIEGEL online berichtet vom Stapellauf einer nach 1700 Jahre alten Vorlage gebauten Handelsgaleere. Obwohl die Erbauer der "Stella Noviomagi" ('Stern von Neumagen') einige Zugeständnisse an moderne Sicherheitsnormen berücksichtigen mussten - so verfügt die Galeere über eine Spezialabdichtung aus Silikon, Sicherheitswesten für bis zu 50 Passagiere und zwei Dieselmotoren mit jeweils 50 PS - gleicht das Schiff äußerlich einem Weinschiff, das bei Ausgrabungen im römischen Kastell der heutigen Stadt Neumagen-Dhron gefunden wurde.

Der Nachbau des Weinschiffes ist nach dem SPIEGEL-Bericht 18 Meter lang, über vier Meter breit und mit zumindest einem von ursprünglich vier 1000-Liter-Fässern bestückt. Hans-Hermann Kocks, der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Trier, Mitinitiator und treibende Kraft des Bauprojektes, ist zurecht stolz auf sein Schiff, denn es galt 400.000 Euro zusammenzubringen.

Ab Oktober soll das Weinschiff für Charterfahrten zur Verfügung stehen. Und auch wenn die beiden Dieselmotoren ihren Betrieb aufnehmen werden, so gäbe es mehr als genug Anwärter auf die Galeeren-Ruderplätze. Michael von Scotti, der Vorsitzende des Fördervereins Neumagener Weinschiff e. V, wird demzufolge im Artikel zitiert: "Der Ruderverein Konz und die Rudergesellschaft Trier sind schon ganz heiß darauf, an die Riemen der Stella Noviomagi zu dürfen, aber die müssen erst noch üben. So eine Galeere mit 42 Rudern vorwärts zu bewegen, ist ganz schön kompliziert."

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Die Straße der Römer
(Comedix-Artikel vom 21.9.2007)

Die Netzeitung berichtet in einem ausführlichen Artikel über die wichtigste Straße des Römischen Reiches, die Via Appia. Trotz der teilweisen Asphaltierung fänden Besucher immer noch auf weiten Strecken die ursprüngliche römische Pflasterung vor. Neben der Straße, die sich prima mit dem Rad erkunden lässt, erinnern noch sehr viele Grab- und Denkmäler an die Blütezeit des Weges, als in der Antike die Streitwagen entlang jagten und Apostel Paulus, der als Gefangener in Ketten nach Rom geschafft wurde, erstmals einen Blick auf die Hauptstadt des Imperiums werfen konnte.

Die Grabmäler stammen aus der Zeit, als den Römern es gesetzlich verboten war, ihre Toten in Wohnsiedlungen zu bestatten. Deshalb wurden viele Tote an den großen Straßen, in teils prächtigen Grabdenkmälern, beigesetzt. Besonders viele Gräber findet man an der Via Appia, die auf Grund der vielen Denkmäler und anderer antiker Hinterlassenschaften auch schon als längstes Museum der Welt bezeichnet wurde.

Der außerhalb der römischen Stadtgrenze verlaufende Teil der Via Appia, die 312 vor Christus von dem römischen Staatsmann Appius Claudius erbaut wurde, beginnt an der Porta San Sebastiano. Ursprünglich führte die Via Appia nur über 195 Kilometer bis Capua und diente dem militärischen Nachschub gegen die Samniten. Um 265 v. Chr. wurde die Straße bis Brundisium (heute Brindisi) verlängert, das zum bedeutendsten Umschlagplatz für Waren und Sklaven aus dem Orient aufstieg.

Die Via Appia ist heute als Staatsstraße 7 (SS7) ausgeführt und noch auf ihrer vollen Länge von ca. 540 km befahrbar.

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Die Legende von Cäsar und Kleopatra
(Comedix-Artikel vom 5.10.2007)

In der Rubrik Wissenschaft berichtet die WELT ONLINE über die Affäre zwischen Kleopatra und Julius Cäsar, von der man außer vielen Legenden kaum beweiskräftige Belege hat. Sicher überliefert sei, dass Cäsar im Herbst 48 vor Christus just zu dem Zeitpunkt in Ägypten eintraf, als Kleopatra mit ihrem Bruder Ptolemaios XII. um den Thorn stritt und der römische Feldherr die Situation nutzte um sich zum Schiedsrichter aufzuschwingen und Ägypten damit römischen Interessen dienstbar zu machen.

Ganz sicher sei auf jeden Fall, dass Schauspielerinnen wie Elizabeth Taylor, Sophia Loren und Monica Bellucci ("Mission Kleopatra"), die Kleopatra bisher in Spielfilmen verkörperten, ganz sicher nicht wie Kleopatra aussahen. Der Artikel beschreibt Kleopatra weniger als exotische Schönheit - im Gegenteil: Ihre wenigen authentischen Bildnisse würden eine Frau mit eher herben Gesichtszügen und einer ziemlich ausgeprägten Nase zeigen.

Auch die Zeugung eines gemeinsamen Sohnes wird in diesem Bericht bezweifelt. Nach der Legende soll Kleopatra Cäsar während einer mehrwöchigen Nilreise die ganz besonderen und intimen Wunder des Landes gezeigt haben. Dass auf dieser Reise ein "Kaisarion" genannter Sohn gezeugt worden sein soll, wird als sehr zweifelhaft bezeichnet, denn der dreimal verheiratete, unzählige Liebschaften pflegende Mann hatte Zeit seines Lebens kein Kind in die Welt gesetzt und sei höchstwahrscheinlich steril gewesen.

Selbst der keiner Klatschgeschichte abgeneigte antike Biograf Suetonius habe sehr zurückhaltend bemerkt: "Er willigte auch ein, einen Sohn, den sie geboren hatte, seinen Namen zu geben."

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Sonderband "Asterix und seine Freunde - Hommage an Albert Uderzo"

Dieser Sonderband, der als Soft- und Hardcover im Oktober 2007 mit 64 Seiten erscheint und von Klaus Jöken aus dem Französischen übersetzt wurde, beinhaltet Zeichnungen von 30 bekannten Künstlern, die zum Anlass von Albert Uderzos 80. Geburtstag entstanden, in denen ihre Geschichten und Figuren mit dem Universum von Asterix verschmelzen. Das Ergebnis ist eine Sammlung der unterschiedlichsten Zeichenstile. Jeder Zeichner hat in einer eigens für diesen Sonderband kreierten Kurzgeschichte seine Hommage an Albert Uderzo hinterlassen.

Weitere Informationen und Abbildungen:
http://www.comedix.de/medien/lit/asterix_und_seine_freunde.php

Comedix-Funktion des Monats

In dieser Rubrik des Newsletters möchte ich auf eine ganz besondere Perle bei Comedix.de hinweisen. Dies kann ein neues Angebot sein, auf das ich ein wenig ausführlicher eingehe oder eine Funktion, die sich in einem Bereich von Comedix.de befindet, der nur Besuchern bekannt sein könnte, die Comedix.de gut kennen.

Im Juni 2002 hatten die fünf größten privaten Asterix-Seiten im Internet Ihre Diskussionsforen verschmolzen und eine gemeinsame Plattform für Diskussionen, Fragen und Antworten zum Thema "Asterix" geschaffen. Die Mitteilungen erreichten nun ein internationales Publikum, aber selbstverständlich gibt es auch deutschsprachige Bereiche für die außerhalb von Frankreich größte Fangemeinde. Inzwischen bietet das Forum für mehr als 200 angemeldete Teilnehmer jeweils einen Bereich in englischer, französischer, deutscher und niederländischer Sprache und Asterix-Avatare. Ein Avatar ist in diesem Fall ein kleines Bild, das bei den Beiträgen neben dem Namen der Forumteilnehmer angezeigt wird und den Teilnehmer versinnbildlicht.

Das Forum ist sozusagen ein Gästebuch mit Antwortgarantie, hier erhalten Sie kompetente Hilfe bei allen Fragen zum Thema "Asterix" und können sich nach Herzenslust mit anderen Lesern austauschen, auch zu Themen, die nichts mit Asterix zu tun haben.

Das Asterix-Forum:
http://www.comedix.de/forum/

 
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© Deutsches Asterix Archiv 1998-2008, Zeichnungen: Albert Uderzo - © Les Editions ALBERT-RENÉ, GOSCINNY-UDERZO
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