Kauka-Übersetzung von Asterix im Wortvogel-Blog

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Tennisplatzis
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Kauka-Übersetzung von Asterix im Wortvogel-Blog

Beitrag: # 59102Beitrag Tennisplatzis
28. Juli 2018 11:03

Hallo,

Torsten Dewi hat in seinem Blog "Wortvogel" einen interessanten Artikel zur Kaukaschen Übersetzung von "Die Goldene Sichel" veröffentlicht: https://wortvogel.de/2018/07/die-postbr ... n-asterix/
Zwar ist gut informierten Asterix-Fans vieles davon natürlich schon bekannt, aber der Artikel ist trotzdem sehr gut und treffend geschrieben (wie man es von Torsten Dewi nicht anders erwarten kann). Interessant zu sehen, dass die anderen von Kauka übersetzen Bände auch so voll mit fragwürdigen rechten Bezügen waren - meistens wird ja nur "Goten" als besonders krasses Negativbeispiel dargestellt, aber die anderen waren offenbar kaum weniger schlimm. Antisemitische Stereotype und Wernher von Braun-Referenzen in einem an Kinder gerichteten Comic-Magazin, das ist schon echt hart.

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Metusalix
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Re: Kauka-Übersetzung von Asterix im Wortvogel-Blog

Beitrag: # 59103Beitrag Metusalix
28. Juli 2018 11:46

Ich kann dem Link nicht folgen (Fehlercode: ssl_error_no_cypher_overlap), seh das aber grundsätzlich kritisch: Was nämlich alle Kritiker der Kauka-Übersetzung, die mir bisher untergekommen sind, außer Acht lassen, ist die Zeit, in der das entstanden ist. Implizierend, das Bewusstsein (oder Nichtbewusstsein) der damaligen Macher, von wem und von was das geprägt und beeinflusst war, welcher Stellenwert -auch von den Machern- dem Medium Comic damals beigemessen wurde (Seife und Rasierklingen!). Und ich denke, es ist ein Fehler, die Übersetzung mit 'heutigem Bewusstsein' zu lesen und zu bewerten.
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Tennisplatzis
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Re: Kauka-Übersetzung von Asterix im Wortvogel-Blog

Beitrag: # 59104Beitrag Tennisplatzis
28. Juli 2018 12:01

Metusalix hat geschrieben:
28. Juli 2018 11:46
Ich kann dem Link nicht folgen (Fehlercode: ssl_error_no_cypher_overlap)
Also bei mir geht er problemlos. Notfalls einfach auf wortvogel.de gehen, da ist es der erste Beitrag.
seh das aber grundsätzlich kritisch: Was nämlich alle Kritiker der Kauka-Übersetzung, die mir bisher untergekommen sind, außer Acht lassen, ist die Zeit, in der das entstanden ist. Implizierend, das Bewusstsein (oder Nichtbewusstsein) der damaligen Macher, von wem und von was das geprägt und beeinflusst war, welcher Stellenwert -auch von den Machern- dem Medium Comic damals beigemessen wurde (Seife und Rasierklingen!). Und ich denke, es ist ein Fehler, die Übersetzung mit 'heutigem Bewusstsein' zu lesen und zu bewerten.
Das sehe ich ernster - natürlich muss man immer die Umstände der Entstehungszeit einfließen lassen, aber man kann das im Nachhinein mit dem heutigen Wissen schon sehr kritisch betrachten, insbesondere, wenn rechte, nationalistische, antisemitische oder rassistische Stereotype verbreitet werden, und das war bei den Kauka-Übersetzungen der Fall, genauso wie bei dem auch gerne als Negativbeispiel gebrachten "Tim in Kongo", und auch Goscinny/Uderzo wurden für ihre allzu negative Darstellung deutscher Stereotype in "Asterix und die Goten" kritisiert. Zudem war Herr Kauka wahrlich kein Unschuldslamm, das nur Opfer der damaligen Zeitumstände war, sondern war immer als schon ziemlich rechts bekannt.

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Metusalix
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Re: Kauka-Übersetzung von Asterix im Wortvogel-Blog

Beitrag: # 59105Beitrag Metusalix
28. Juli 2018 14:43

Seh ich anders. Man kann nicht mit heutigem Wissen und Bewusstseinsstand einen 50+ alten Text bewerten ohne die Zeit von 50+ und die Umstände bei Entstehung des Textes zu berücksichtigen. Ich kenne auch keinen Asterix/Siggi-Kritiker, der außer den damaligen Texten mal ein Interview mit den damaligen Machern mit in seine Beurteilung einbezogen hätte.

Ich übertreibe mal, umzu verdeutlichen:
Es kommt ja wohl auch niemand auf die Idee, mit dem heutigen Wissen über Naturgesetze, Planeten-Laufbahnen etc. den Steinzeit-Menschen vorzuwerfen, dass sie gedacht haben, die Erde wär ne Scheibe, die Sonne ein Gott. Schlimmer noch: Ihnen vorzuwerfen, sie hätten solche 'Theorien' ABSICHTLICH und wider besseren Wissens verbreitet, um die damalige Mehrheit der Menschen dumm zu halten.

Ich denke, auch bei den anderen genannten Beispielen, dass bei der Kritik an den Werken oftmals die Kausalitäten auf den Kopf gestellt werden: Die 'Kreativen' haben ziemlich sicher NICHT eine Ideologie vertreten und verbreitet und damit die entsprechende Geisteshaltung bei den Lesern erzeugt. Sondern andersrum: Weil die Geisteshaltung früher war, wie sie war, war sie so auch in den Köpfen der Kreativen und hat sich entsprechend in ihrem Werk nieder geschlagen. Die Siggi/Kauka-Kritik macht aber oft genau das: Sie sieht die Textbearbeitung nicht als Folge aus den zeitgeschichtlichen Umständen, sondern als bewusste Manipulation der Leser durch die Macher mit einer entsprechenden indoktrinierenden Absicht. So als würde nicht die Vergangenheit auf die und in der Gegenwart wirken, sondern die Gegenwart losgelöst von der Vergangenheit und aus sich selbst heraus sich selbst zementieren.

Selbst für ihre Zeit vermeintlich fortschrittliche Leute wie Aristoteles konnten so in ihren Theorien Ideale wie 'alle Menschen sind gleich (frei)' vertreten ohne einen Widerspruch zur damals üblichen Sklavenhaltung zu sehen: Sklaven galten in der damaligen Gesellschaft schlicht nicht als Menschen, insofern war es kein Widerspruch zu 'alle Menschen sind frei'. Solche Dinge muss man wissen, wenn man Aristoteles rezipiert. Und man muss das Denken und die Verhältnisse im Nachkriegsdeutschland kennen, um die kaukasischen Textbearbeitungen von Asterix (und Bretzelburg!) richtig einordnen und beurteilen zu können.

Auch heute tun wir uns leicht, Saudi-Arabien zu verurteilen, weil Frauen dort nicht Autofahren dürfen. Und vergessen, dass noch in den 70er Jahren hierzulande Frauen das Einverständnis ihrer Männer brauchten, wenn sie arbeiten wollten. Und die Frauen-Fussball-Nationalmannschaft zum Gewinn der Weltmeisterschaft ein Kaffee-Service bekam. Dass der §175 noch galt. Das 'Neger' kein Schimpfwort war. Das ist auch alles noch nicht so lange her. Zeiten ändern sich. Und man kann nicht 'Zeiterscheinungen' der einen Zeit mit den Kriterien einer anderen Zeit be- oder gar ver-urteilen. Und wenn, sollte man wenigstens die Umstände sorgfältig recherchieren und nicht einfach nur einen Comic aus seiner Zeit reißen und 'von heute aus' verreißen.
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WeissNix
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Re: Kauka-Übersetzung von Asterix im Wortvogel-Blog

Beitrag: # 59106Beitrag WeissNix
28. Juli 2018 15:02

Die Kauka-Übersetzung von der "Goldenen Sichel" ist von 1966 - und man kann sie nicht nur aus heutiger Sicht nur als üble revisionistische Hetze verstehen.

1966 war schon nach den ersten Auschwitz-Prozessen, der Alt-Nazi Kiesinger war Bundeskanzler und die mangelhafte Entnazifizierung, die wohl auch bei Rolf Kauka gründlich daneben gegangen war, trieb weiterhin die übelsten Blüten, die nur zwei Jahre später mit den Studentenprotesten der "68er" die Jugend gegen den weiter gärenden und keinesfalls besiegten braunen Geist in der bundesrepublikanischen Alltagswirklichkeit das Fass zum Überlaufen brachte. Denn immer noch waren viele hochrangige Posten in Justiz, Verwaltung, Sicherheitsbehörden, Wissen- und Wirtschaft (also nicht nur der des Bundeskanzlers), mit ehemaligen überwiegend überzeugten NSDAP-Mitgliedern besetzt. Nein, die Kauka-Übersetzungen waren schon damals als das zu erkennen, was sie waren. Deshalb haben Goscinny/Uderzo ja auch die Reissleine - und Kauka die Rechte - entzogen. Und sich weitere Übersetzungen vor Freigabe rückübersetzen lassen!
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Metusalix
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Re: Kauka-Übersetzung von Asterix im Wortvogel-Blog

Beitrag: # 59107Beitrag Metusalix
28. Juli 2018 19:47

WeissNix hat geschrieben:
28. Juli 2018 15:02
(...) die mangelhafte Entnazifizierung [...] trieb weiterhin die übelsten Blüten, die nur zwei Jahre später mit den Studentenprotesten der "68er" die Jugend gegen den weiter gärenden und keinesfalls besiegten braunen Geist in der bundesrepublikanischen Alltagswirklichkeit das Fass zum Überlaufen brachte. (...)
Auch damals schon gab es sie nicht: "Die" Jugend. Die vielzitierten "68er" waren ein (sehr) kleiner Teil der Jugend. Sie waren medienwirksam, sie haben etwas in Bewegung gebracht, aber die große Masse "der Jugend" waren keine Studenten und denen ging es am Arsch vorbei, was die 68er so trieben. Und der Grossteil der Studenten war apolitisch und wollte nur in Ruhe studieren. Man denke nur mal an seine eigene Jugend zurück: Wieviele aus Eurer Schulklasse war politisch aktiv, wieviele davon waren revolutionär, wieviele reaktionär? Nach den 68ern kamen die Grünen, verbindendes Element die Friedensbewegung. Aber wieviele waren das? Wie lange hatten die Grünen Mühe die 5%-Hürde zu überspringen? Wieviel % der Wehrpflichtigen hat verweigert? - Bei den 68ern war das nicht anders als zu allen Zeiten davor und danach: Es waren absolute Minderheiten. Die grosse Masse macht und machte immer schon das: Sie schwamm mit dem Strom, es war ihr egal, sie wollten ihre Ruhe und waren zufrieden mit dem "eigenen kleinen Glück".

Selbst die berühmte 'friedliche Revolution' in der DDR: Sieht man Berichte von der politischen Lage damals, gewinnt man den Eindruck, als wäre das ganze Volk auf den Beinen gewesen um unter anderem für freie Wahlen einzutreten. Dann fiel die Mauer und nicht mal 20 Jahre später lag die Wahlbeteiligung in Neufünfland unter 50%. Nicht mal zum Kreuzchen machen reichts noch, geschweige denn zu mehr. Oder war das das Verständnis von 'freien Wahlen' - die Freiheit nicht mehr hingehen zu müssen?

Die absolute Mehrheit war zu allen Zeiten immer schon desinteressiert, bestenfalls hing sie noch ihr Mäntelchen in den Wind. Aber Nachdenken, hinterfragen, reflektieren oder gar engagieren?- Fehlanzeige.


Was ist denn Stand der Comicforschung: Weiß man denn inzwischen gesichert, wer überhaupt die Übersetzungen damals gemacht hat? Onkel Rolf himself? Sein Spezi Wiechmann*? Wieviel Einflussnahme von wem bei wem? Gab es Vorgaben, in welcher Art und mit welchen Kontroll-Instanzen? - Mit Antworten auf diese Fragen fängts doch schon an, wenn man das bewerten will...

*Wiechmann: Jahrgang 1939. Der war 6 als der Krieg zuende war. Da griff wohl keine 'Entnazifizierung' mehr. Und kaum verdächtig, noch von der HJ indoktriniert worden zu sein. Und '68 war er noch keine 30. Damit noch "die Jugend"? In der Apo aktiv? Als Siggi bei Kauka erschien (1965/66), war Wiechmann Mitte 20. Es ist stark davon auszugehen, dass es da sein Hauptinteresse war, Geld für Frau, Kinder, ein Heim, einen Herd und im Sommer drei Wochen Italien zu verdienen. Und nicht "revisionistische Hetze" zu betreiben.
Und 'Onkel Rolf'? Der war damit beschäftigt, einen Verlag aufzubauen, zu leiten, ein deutscher Walt Disney zu werden. Glaubt jemand im Ernst, dass der neben all den organisatorischen und administrativen Aufgaben die die Leitung seines "Imperiums" erfordern, sich die Zeit genommen hat, komplette Comic-Übersetzungen selbst zu texten, wo er doch Redakteure hatte, die ihm solch 'niedere Arbeiten' abnehmen? Soweit ich weiß, hat er selbst von seinen berüchtigten Vorworten (die zu schreiben wenn's hoch kommt, ne Stunde dauert) die wenigsten selbst geschrieben. Wenn er sich dafür schon nicht die Zeit genommen hat, dann für ne profane Comic-Übersetzung? Halt ich persönlich für abwegig. Die Frage bleibt: Wer hat's gemacht? Unter welchen Bedingungen. "Revisionistische Hetze" braucht eine entsprechende Intention. Wer hatte die und wie hat der sie bei wem umgesetzt?
Zuletzt geändert von Metusalix am 29. Juli 2018 02:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Tennisplatzis
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Re: Kauka-Übersetzung von Asterix im Wortvogel-Blog

Beitrag: # 59108Beitrag Tennisplatzis
28. Juli 2018 22:47

Metusalix hat geschrieben:
28. Juli 2018 19:47
Was ist denn Stand der Comicforschung: Weiß man denn inzwischen gesichert, wer überhaupt die Übersetzungen damals gemacht hat? Onkel Rolf himself? Sein Spezi Wiechmann*? Wieviel Einflussnahme von wem bei wem? Gab es Vorgaben, in welcher Art und mit welchen Kontroll-Instanzen? - Mit Antworten auf diese Fragen fängts doch schon an, wenn man das bewerten will...
Man kann natürlich alles hinterfragen und relativieren. Oder man kann einfach die Fakten zur Kenntnis nehmen: Kauka war schon ein ziemlicher Monarch in seinem Verlag, der schon auf alles Einfluss genommen haben wird, und auch seine Vorworte (eines davon kann man im verlinkten Blog-Beitrag nachlesen) zeugten schon von einer deutlich rechten Gesinnung. Auch die Tatsache, dass er nach dem Lizenzentzug durch Dargaud nicht wirklich Einsicht zeigte, sondern gegen die Entscheidung mehrfach klagte (und verlor) und sogar noch einen weiteren Siggi-Band veröffentlichte, spricht dafür, dass er hinter den Übersetzungen schon dahinter stand. Von daher gibt es für mich da nichts zu diskutieren und relativieren: Die Übersetzungen von "Sichel" und "Goten" waren Altnazi-Dreck, und Kauka war in dieser Schmierenkomödie eindeutig Täter und nicht bloß Mitläufer oder gar nur eine Opfer der Umstände seiner Zeit. Ehapa hatte es doch wenig später auch geschafft, die Bände mit korrekter und nicht vor rechter Propaganda strotzender Übersetzung zu veröffentlichen, warum sollte man da also mit Kauka Mitleid haben?

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WeissNix
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Re: Kauka-Übersetzung von Asterix im Wortvogel-Blog

Beitrag: # 59109Beitrag WeissNix
28. Juli 2018 23:09

Metusalix hat geschrieben:
28. Juli 2018 19:47
Auch damals schon gab es sie nicht: "Die" Jugend. Die vielzitierten "68er" waren ein (sehr) kleiner Teil der Jugend. Sie waren medienwirksam, sie haben etwas in Bewegung gebracht, aber die große Masse "der Jugend" waren keine Studenten und denen ging es am Arsch vorbei, was die 68er so trieben.
Das trifft so auch auf die braunen Hetzer von von AfD und Pegida von heute zu, die für sich reklamieren, sie seien "das Volk" - im gleichen Geiste von Kaukas Siggi und Babarras: Es ist nur ein vergleichsweise kleiner Haufen, aber sie gröhlen laut, sind in der Öffentlichkeit präsent und das bleibt eben haften. Auch bei vielen, die vorher gar nicht laut so gedacht haben. Siehe weite Teile der CSU und Teile in CDU und FDP.

Zweifellos haben die kritischen Studenten der 68er einiges in den kommenden Jahrzehnten zum mE überwiegend Besseren gewendet, auch wenn es zunächst nicht die Mehrheit war. Dass aber viele in ähnlicher Richtung dachten sah man dann, als Willy Brandt zum ersten sozialdemokratischen Bundeskanzler von der Mehrheit gewählt worden ist. Und Asterix von Ehapa mit politisch ungefärbter Übersetzung in Deutschland zu dem gemacht wurde, was es geworden ist. Bei Kauka geblieben, wäre Asterix heute hierzulande ein Vogelschiß der Comicgeschichte!
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Metusalix
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Re: Kauka-Übersetzung von Asterix im Wortvogel-Blog

Beitrag: # 59110Beitrag Metusalix
29. Juli 2018 01:27

Tennisplatzis hat geschrieben:
28. Juli 2018 22:47
(...) warum sollte man da also mit Kauka Mitleid haben?
Von Mitleid für Kauka kann ja nun auch keine Rede sein.

Ich finde nur, man macht es sich zu einfach, wenn man sich nur die alten Hefte vornimmt und den Text durch die heutige 'political-correctness'-Brille betrachtet. Zu einer fundierten Einschätzung gehören für mich zwingend weitergehende Fakten dazu. Die Antworten auf die Fragen: Wer hat die Übersetzung/Textbearbeitung überhaupt gemacht? Mit ggf. welchen Vorgaben? Von wem kamen die? Welchen Background hatten die Beteiligten? Wie war der 'Zeitgeist' zur Zeit der Entstehung? Welche Beweggründe hatten die Macher, das so und nicht anders zu machen?

Verlässt man sich rein auf die fertige Textversion und betrachgtet sie mit heutiger Sicht, dann kommt man eben schnell zu so Ergebnissen, dass Pippi Langstrumpfs Vater plötzlich nicht mehr 'Negerkönig' sein darf, sondern 'Südseekönig' (wenn, schon, müsste es wohl treffender 'Südseehäuptling' werden). Man merkt in Huckelberry Finn nicht mehr, dass es Gründe hat, dass es an einigen Stellen 'Neger', an anderen 'Nigger' heißt und welchen Bedeutungsunterschied das macht(e). Man könnte dann bei Urmel Verächtlichmachung von Behinderten (Sprachfehler bei den Tieren) konstatieren und bei Bill Bo zum Schluss kommen, dass Leute aus bestimmten deutschen Gegenden (Bayern, Sachsen, Schwaben,...) tendenziell krimineller sind als andere. Usw. usf.

Wenn ich es recht erinnere, dann hat Kauka seine 'Nazi-Vergangenheit' ziemlich lange unterm Deckel gehalten, so dass selbst enge Mitarbeiter wie Wiechmann erst Jahrzehnte nach ihrer gemeinsamen Zeit im Zuge von retrospektiver 'Spurensuche' auf Dokumente gestossen sind, die ihn in anderem Licht erschienen liessen. Und jemand, der sich einerseits Mühe gibt, als 'unbescholten' durchzugehen, soll dann andererseits offensichtliche, 'revisionistische Hetze' betreiben haben, die dermassen entlarvend gewesen wäre? Das passt für mich nicht zusammen. Und bedarf meiner Meinung nach einer genaueren Forschung und Analyse als eben nur den alten Text mit heutiger Sicht und mit heutigem Bewusstsein zu lesen.

Und grade weil ich Kauka auch durchaus kritisch sehe, halte ich es für kontraproduktiv, wenn nicht gar gefährlich, Kritik auf derart wackligen Füßen stehen zu lassen. Das macht dann nämlich auch eine im Kern richtige und wichtige Kritik leicht aushebel- und angreifbar und das erstreckt sich dann eben auch auf den eigentlich richtigen und wichtigen Kern, der dann auch nicht mehr glaubwürdig erscheint.

Wie gesagt: Bei mir funktioniert der Link nicht (und auch nicht der Aufruf der Hauptseite), deshalb kann ich den konkreten aktuellen Beitrag nicht beurteilen. Da ich aber generell den Eindruck habe, dass im Internet 'journalistische Sorgfalt' stiefmütterlicher gehandhabt wird als in früheren Print-Zeiten und es in denen schon kaum bis keine 'fundierten' Beiträge zu der Thematik gab, hab ich wenig Hoffnung, dass der aktuelle nun besser wäre.
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Re: Kauka-Übersetzung von Asterix im Wortvogel-Blog

Beitrag: # 59111Beitrag Metusalix
29. Juli 2018 01:43

PS: Das betrifft übrigens nicht nur die Kauka/Asterix-Problematik. Ich habe, glaub ich noch nie(!) einen Artikel gelesen, in dem es um 'Comics und Politik' ging, der nicht mehr oder weniger hahnebüchener Unsinn war. Es krankt da entweder an Ahnung vom Medium Comic (wenn 'normale' Journalisten über Comics schreiben) oder es wird eher aus der eigenen politischen Ecke argumentiert und um's passend zu machen, die Interpretation des Gegenstands der Betrachtung entsprechend einseitig hingebogen. Oder gerne auch beides.

Legendär ja auch der Spiegel-Artikel anlässlich des Erscheinens von ZACK 1972... - Übrigens hier online verfügbar: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42891817.html - Eine fürchterliche, einseitig gefärbte Propaganda-Hetzschrift, die von keinerlei Fachkenntnis getrübt wird. Im Grunde kam seither niemand, der über Comics und Politik geschrieben hat, über dieses Niveau hinaus. Oder hat an mir vorbei geschrieben, ALLES hab ich seither sicherlich auch nicht mitgekriegt... ;-)
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Re: Kauka-Übersetzung von Asterix im Wortvogel-Blog

Beitrag: # 59112Beitrag Tennisplatzis
29. Juli 2018 09:23

Metusalix hat geschrieben:
29. Juli 2018 01:27
Ich finde nur, man macht es sich zu einfach, wenn man sich nur die alten Hefte vornimmt und den Text durch die heutige 'political-correctness'-Brille betrachtet. Zu einer fundierten Einschätzung gehören für mich zwingend weitergehende Fakten dazu. Die Antworten auf die Fragen: Wer hat die Übersetzung/Textbearbeitung überhaupt gemacht? Mit ggf. welchen Vorgaben? Von wem kamen die? Welchen Background hatten die Beteiligten? Wie war der 'Zeitgeist' zur Zeit der Entstehung? Welche Beweggründe hatten die Macher, das so und nicht anders zu machen?
Genauso macht man es sich zu einfach, wenn man die deutlich rechtspopulistischen Auswüchse in den Kauka-Übersetzungen mit "durch die heutige 'political-correctness'-Brille" verharmlost. Es geht hier nicht um übertriebene PC wie etwa bei dem gern gebrachten "Negerkönig"-Beispiel, sondern wirklich konkret um nationalistische, antisemitische und antiamerikanistische Propaganda, und das in einem an 5- 12-Jährige Kinder geriechteten Comicmagazin.
Verlässt man sich rein auf die fertige Textversion und betrachgtet sie mit heutiger Sicht, dann kommt man eben schnell zu so Ergebnissen, dass Pippi Langstrumpfs Vater plötzlich nicht mehr 'Negerkönig' sein darf, sondern 'Südseekönig' (wenn, schon, müsste es wohl treffender 'Südseehäuptling' werden). Man merkt in Huckelberry Finn nicht mehr, dass es Gründe hat, dass es an einigen Stellen 'Neger', an anderen 'Nigger' heißt und welchen Bedeutungsunterschied das macht(e). Man könnte dann bei Urmel Verächtlichmachung von Behinderten (Sprachfehler bei den Tieren) konstatieren und bei Bill Bo zum Schluss kommen, dass Leute aus bestimmten deutschen Gegenden (Bayern, Sachsen, Schwaben,...) tendenziell krimineller sind als andere. Usw. usf.
Das alles ist nicht mit dem auf eine Stufe zu stellen, was Kauka bei den Asterix-Übersetzungen veranstaltet hat.
Wenn ich es recht erinnere, dann hat Kauka seine 'Nazi-Vergangenheit' ziemlich lange unterm Deckel gehalten, so dass selbst enge Mitarbeiter wie Wiechmann erst Jahrzehnte nach ihrer gemeinsamen Zeit im Zuge von retrospektiver 'Spurensuche' auf Dokumente gestossen sind, die ihn in anderem Licht erschienen liessen. Und jemand, der sich einerseits Mühe gibt, als 'unbescholten' durchzugehen, soll dann andererseits offensichtliche, 'revisionistische Hetze' betreiben haben, die dermassen entlarvend gewesen wäre? Das passt für mich nicht zusammen.
Ist doch völlig wurscht, ob es zusammenpasst - insbesondere aus heutiger Sicht hat kaum einer einen Zweifel an der rechten Gesinnung Kaukas, und Fakt ist, dass die Siggi-Comics in seinem Verlag unter seinem Namen veröffentlicht wurden. Da es sich zudem nicht gerade um ein Welt-Unternehmen, sondern um eine relativ kleine Klitsche handelte, kann mir keiner erzählen, dass Kauka von alledem nichts gewusst haben wird.
Und bedarf meiner Meinung nach einer genaueren Forschung und Analyse als eben nur den alten Text mit heutiger Sicht und mit heutigem Bewusstsein zu lesen.
Wie auch schon WeissNix sehr treffend schrieb: Diese Comics waren schon damals geschichtsrevisionistischer Dreck und dürften auch damals schon kritisch gesehen worden sein (zumindest von Goscinny, Uderzo und Dargaud, die dann ja auch schnell den Stecker zogen). Oder gab es bei anderen Jugend-Zeitschriften wie Bravo oder Micky Maus oder den Übersetzungen von Ehapa oder Carlsen jemals ähnliche Vorwürfe?
Und grade weil ich Kauka auch durchaus kritisch sehe, halte ich es für kontraproduktiv, wenn nicht gar gefährlich, Kritik auf derart wackligen Füßen stehen zu lassen. Das macht dann nämlich auch eine im Kern richtige und wichtige Kritik leicht aushebel- und angreifbar und das erstreckt sich dann eben auch auf den eigentlich richtigen und wichtigen Kern, der dann auch nicht mehr glaubwürdig erscheint.
Die Kritik an Kauka ist schon sehr fundiert und auf soliden Füßen stehend - die herangezogenen Beispiele sind schon sehr eindeutig, da gibt es nichts zu rütteln.
Wie gesagt: Bei mir funktioniert der Link nicht (und auch nicht der Aufruf der Hauptseite)
Dann versuch es vielleicht mal mit einem anderen Browser, bei mir läuft die Seite problemlos.
deshalb kann ich den konkreten aktuellen Beitrag nicht beurteilen. Da ich aber generell den Eindruck habe, dass im Internet 'journalistische Sorgfalt' stiefmütterlicher gehandhabt wird als in früheren Print-Zeiten und es in denen schon kaum bis keine 'fundierten' Beiträge zu der Thematik gab, hab ich wenig Hoffnung, dass der aktuelle nun besser wäre.
Tja, nur kannst du das ja erst beurteilen, wenn du den Beitrag gelesen hast, gell? Wie gesagt, der Beitrag ist gut (wie man von Torsten Dewi, einem sehr klugen Mann, der zudem auch einiges an Ahnung von Comics hat, nicht anders erwarten kann).

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Re: Kauka-Übersetzung von Asterix im Wortvogel-Blog

Beitrag: # 59114Beitrag WeissNix
29. Juli 2018 12:56

Tennisplatzis hat geschrieben:
29. Juli 2018 09:23
...sondern wirklich konkret um nationalistische, antisemitische und antiamerikanistische Propaganda, und das in einem an 5- 12-Jährige Kinder geriechteten Comicmagazin.
Der Beginn der politischen Indoktrination schon im frühen Kindes- und Jugendalter hat vor allem in braunen Kreisen ja Tradition (Jungvolk, HJ, BDM - und das zieht sich bis heute mit der inzwischen verbotenen Wiking-Jugend und deren ebenfalls verbotenem Nachfolger Heimattreue Deutsche Jugend, die aber sicherlich auch schon wieder mit anderem Namen wiederbelebt wurde).

Wer weiss, ob der Kauka-Verlag seinerzeit überhaupt ausschliesslich zum Zwecke des wirtschaftlichen Erfolges gegründet wurde...
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Re: Kauka-Übersetzung von Asterix im Wortvogel-Blog

Beitrag: # 59115Beitrag Metusalix
29. Juli 2018 13:31

Es gäb da noch viel zu zu sagen, aber von mir nur dies noch in so kurz wie möglich:

1.) Von Verharmlosen kann keine Rede sein. Und natürlich ist Kauka -egal wie sehr selbst in die tatsächliche Texterstellung involviert- letztlich verantwortlich für das, was in seinem Verlag erschienen ist.

2.) Ich denke, es macht einen Unterschied, ob solch eine Textfassung zustande kommt, weil es in der ABSICHT des Textverfassenden war, 'revisionistische Hetze' zu betreiben oder ob sie zustande kommt, weil die Textverfasser einfach 'dem Volk aufs Maul geschaut' haben und relativ unreflektiert aufgegriffen haben, was damals 'Zeitgeist' war. Ersteres sagt nämlich eher etwas über die Macher aus, zweiteres mehr über 'das Volk'. Es deutet einiges darauf hin, dass ersteres eher NICHT der Fall war. Unter anderem weil die 'zeitgenössischen Analogien' eher diffus als stringent und in sich stimmig waren. Oder wie es Andreas C. Knigge als Quintessenz seiner Analyse, die der Kauka-Version Deutschtümelei und Rechtskonservativismus attestierte, schrieb: „Siggi und Babarras haben kein festes politisches Konzept, es reiht sich viel mehr Spruch an Spruch, Unsinn an Unsinn, was zur politischen Verwirrung und Apathie führt." - Und insoweit ist eine Kritik, die bewusste Indoktrination unterstellt und die Aussagen als 'eindeutig' wertet, eben nicht 'solide' und schon gar nicht 'fundiert'.

3.) Nein, es wurde damals noch nicht kritisch gesehen. Jedenfalls nicht öffentlich und wenn überhaupt nur von Vereinzelten. Schon allein deshalb nicht, weil es noch keine 'Fanscene' gab, die entsprechende Sekundärliteratur verfasste und Comics unter dem Radar von 'normalen' Journalisten liefen. Eine Rezeption, die über das Wiederkäuen von gängigen allgemeinen Schundliteratur-Klischees hinausging, fand schlicht nicht statt. Das änderte sich erst mit Aufkommen von Sammler- und Fachzeitschriften Ende der 70er. Die erste kritische Betrachtung des kaukasischen Asterix dürfte Anfang der 80er in der Comixene gewesen sein. Vielleicht etwas früher in einem der frühen Standardwerke zum Thema Comics von Fuchs und Reitberger.

4.) Es bleibt dabei: Texte sind niemals 'zeitlos'. Für ein angemessenes Verständnis kann man die Entstehungszeit und die Umstände der Entstehung nicht einfach ausblenden und unberücksichtigt lassen. Grade bei kritischer, wertender Analyse ergibt sich sonst ein schiefes Bild und ohne 'Basis-Verständnis' werden die Ergebnisse wertlos. Weil sie eben im wahrsten Sinne des Wortes nicht 'fundiert' sind.
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Re: Kauka-Übersetzung von Asterix im Wortvogel-Blog

Beitrag: # 59116Beitrag Metusalix
29. Juli 2018 14:09

WeissNix hat geschrieben:
29. Juli 2018 12:56
(...)
Der Beginn der politischen Indoktrination schon im frühen Kindes- und Jugendalter (...)

Wer weiss, ob der Kauka-Verlag seinerzeit überhaupt ausschliesslich zum Zwecke des wirtschaftlichen Erfolges gegründet wurde...
Ja, nee, is klaah...

Rolf Kauka war ja als Comic-Verleger nicht nur Lizenznehmer von franco-belgischen Comics. Vor Alledem war er Produzent von 'eigenen' Comics.
Es wäre für ihn viel einfacher gewesen, in seinen 'selbstproduzierten' Comics jede politische Linie zu fahren, die ihm beliebt. Er hätte die 'eigenen' Comics gradezu darauf hin konzipieren können. Hat er das gemacht?
Statt dessen macht er sich die Mühe, 'fremde' Comics auf 'revisionistische Hetze' 'umzumodeln'. Warum so umständlich, was er viel einfacher, intensiver, und deutlich umfangreicher in die eigenen Comics hätte einfliessen lassen können?
Und auch bei den Lizenzcomics 'vergreift' er sich längst nicht an Allen. Im Gegenteil: Es beschränkt sich auf Bretzelburg und Asterix. Warum?
Zudem beschränken sich diese 'politisierten' Comic-Bearbeitungen auf einen zeitlich eng begrenzten Zeitraum, Mitte/Ende der 60er Jahre. Knapp 5 Jahre in einer mehrere Jahrzehnte dauernden Verlagshistorie. Warum nicht vorher schon? Warum danach nicht mehr?

Auch das Fragen, die sich ein kritischer Analyst stellen sollte. Und in seiner Analyse dem Leser Antworten auf solche Fragen liefern.
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Re: Kauka-Übersetzung von Asterix im Wortvogel-Blog

Beitrag: # 59118Beitrag WeissNix
29. Juli 2018 19:08

Metusalix hat geschrieben:
29. Juli 2018 14:09
Rolf Kauka war ja als Comic-Verleger nicht nur Lizenznehmer von franco-belgischen Comics. Vor Alledem war er Produzent von 'eigenen' Comics.
Erstere hat er, wie ich später festgestellt habe, nicht selten verhunzt (Gaston/JoJo zB), und letztere fand ich schon als Kind meisst so schlecht, dass ich mein Taschengeld in Richtung anderer Verlage habe fliessen lassen...
bis repetita non placent!

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