Einleitung | antike Gallierdörfer | unser Dorf | Dorfchronologie | Museen

Skizze Gallierdorf

Hinweis: Da die deutsche Erscheinungsweise bei den ersten sieben Abenteuern von der Originalreihenfolge abweicht und die Chronologie hierbei eine besondere Rolle spielt, wird hier an dieser Stelle die ursprünglich veröffentlichte Reihenfolge dargestellt.

I - Asterix der Gallier
HOCH

Im ersten Abenteuer bekommt man noch nicht viel vom gallischen Dorf zu sehen. Viele Details werden erst in späteren Bänden ausgearbeitet. Asterix bietet Obelix in seiner Hütte ein Wildschwein an. Miraculix' Behausung ist eine Höhle im Wald, also offenbar nicht im Dorf. Das Dorf hat offensichtlich noch nicht das erst später gezeichnete Tor am Eingang des Dorfes.

Im Laufe des Abenteuers besucht die kleine Gruppe bei der Anmeldung von Caligulaminix die Hütte von Majestix und beobachten Automatix in seiner Hütte bei der Arbeit. Noch stehen die Hütten im Vergleich zu späteren Abbildungen noch sehr weit auseinander, teilweise schon mit Wegen verbunden. Insgesamt ist nicht immer ganz klar, welche Szene noch im Dorf oder schon ausserhalb spielt.

V - Die goldene Sichel
HOCH

Die goldene Sichel
Abbildung 1, Die goldene Sichel, Seite 5
Asterix bei den Goten
Abbildung 2, ...bei den Goten, Seite 5
Hier bietet sich dem Leser die erste übersichtliche Perspektive auf das Dorfleben und die Gebäude des Dorfes (Abbildung 1). Man erkennt einen Schmied (Automatix?), einen Dorfbrunnen und sogar eine Weinstube. Im weiteren Verlauf sieht man Obelix zum ersten Mal in seinem Hinkelsteinbruch und Troubadix beim Unterrichten der Kleinen. Auf dem Areal des Dorfes ist wie im ersten Abenteuer ein Hinkelsteingrab zu sehen.

Die goldene SichelDie erste Darstellung des Dorfes aus weiterer Entfernung lässt noch nichts von den detailreichen Abbildungen der späteren Zeichnungen erahnen. Das Dorf liegt relativ weit vom Meer entfernt und passt optisch auch nicht zu den Darstellungen des Dorfes aus den ersten beiden Bänden.

VI - Asterix bei den Goten
HOCH

Zum ersten Mal sieht man zwei typische Gebäude von Bewohnern, die so in dieser Form immer wieder dargestellt werden und bis zu den aktuellen Alben erhalten bleiben: das Baumhaus von Troubadix und die Hütte von Miraculix mit dem Taubenschlag. Daneben ist ein kleiner Teich mit einem Bach zu sehen. Der erste Hinweis auf einen Wasserlauf im Dorf (Abbildung 2).

Bei der Abreise von Miraculix, Asterix und Obelix sieht man, dass das Dorf immer noch nicht durch ein Tor gesichert wird.

Bei ihrer Rückkehr ins gallische Dorf ist in der Totalen eine Ähnlichkeit mit der Abbildung aus dem vorherigen Abenteuer erkennbar, auch wenn einzelne Häuser nicht zugeordnet werden können. Das Dorffest findet diesmal sichtbar mitten im Dorf statt.

III - Asterix als Gladiator
HOCH

Asterix fegt vor seinem gemauerten Haus den gepflasterten Weg. Ausserdem ist erkennbar, dass das Dorf noch nicht durch ein Tor gesichert wird, dagegen wird der Hinkelsteinbruch von Obelix und die Hütte von Miraculix wieder im Bild gezeigt. Die Darstellung entspricht der Abbildung aus dem vorherigen Band, der Bachlauf und der Teich sind wieder erkennbar. Das Meer scheint mehrere hundert Meter entfernt zu sein.

Neben der Abschlußfeier, die wieder mitten im Dorf statt findet, befindet sich das Baumhaus von Troubadix.

VI Tour de France
HOCH

Ausser der Tatsache, dass das Dorf weiterhin noch nicht über ein Tor verfügt und dem Umstand, dass die Abschlußfeier wieder neben Troubadix' Baumhaus stattfindet, ist in diesem Abenteuer nichts nennenswertes über das Dorf zu berichten.

II Asterix und Kleopatra
HOCH

Asterix spielt mit Miraculix in seiner Hütte Würfel. Dass es seine Hütte ist, kann man aus der Tatsache schließen, dass er dort ein Wildschwein vorbereitet und Obelix den Tisch decken soll. Die Hütte ist mit einem gemauerten Kamin ausgestattet, was für die keltische Bauweise eher ungewöhnlich ist.

Bei der Abreise der kleinen Gruppe nach Ägypten werden sie von Majestix verabschiedet, der offensichtlich am Ortseingang steht, der immer noch nicht mit einem Tor gesichert ist.

Am Ende der Geschichte ist zum ersten Mal angedeutet, dass der Hinkelsteinbruch von Obelix innerhalb der Dorfgrenze sein muss.

IV Der Kampf der Häuptlinge
HOCH

Hier ist wieder das Haus von Miraculix mit dem Taubenschlag zu sehen, etwas später wieder der Teich und der dazugehörende Bachlauf. Der Hinkelsteinbruch von Obelix wird ebenfalls wieder abgebildet. Kurios mutet die Tatsache an, dass der Zaubertrank auf einem Hügel mitten im Dorf gebraut wird, obwohl bisher ausschließlich ebenes Land dargestellt wurde.

VIII Asterix bei den Briten
HOCH

Beständig wohnt Asterix in einem gemauerten Haus mit einem gepflasterten Weg. Obelix sitzt bei ihm. Es ist nicht ersichtlich, ob die beiden Junggesellen im gleichen Haus wohnen oder Obelix, wie später in anderen Abenteuern zu sehen ist, ein Haus in der Nähe seines Steinbruches bewohnt. Ersichtlich ist aber auf jeden Fall, dass das Dorf der Gallier noch kein verschließbares Tor besitzt.

IX Asterix und die Normannen
HOCH

Mit einer schönen Ansicht von schräg oben beginnt dieses Abenteuer. Leider sind dabei nur Asterix' Hütte und zwei weitere, bisher unbekannte Gebäude zu sehen. Ein Haus scheint einen ovalen Grundriß zu besitzen und die Bewohnerin legt wert auf schöne Bepflanzung des Gartens mit Blumen.

Wie im Band zuvor wird deutlich, dass Asterix' Haus einige Minuten von Majestix' Hütte entfernt sein muß. Asterix und Obelix begleiten Rohrpostix, den Postboten, zum Häuptling des Dorfes. Etwas später wird deutlich, dass Obelix und Asterix sehr wahrscheinlich bisher die gleiche Hütte bewohnen, denn an einem Morgen stehen Asterix und Obelix noch in Unterwäsche vor dem Bett von Grautvornix. Es ist nicht anzunehmen, dass Obelix oder Asterix sich ohne Beinkleider auf dem Weg durch das Dorf machen.

In einer anderen Szene wird am schwitzenden Majestix deutlich, dass der Hinkelsteinbruch von Obelix einige Wegminuten von Troubadix' Baumhaus entfernt ist.

X Asterix als Legionär
HOCH

Dieses Abenteuer bietet nicht sehr viele neue Erkenntnisse das Dorf betreffend. Nur das Baumhaus von Troubadix wird durch Obelix aus Versehen umgetreten, was wohl einen Neubau zur Folge hat. Der Schmied ist hier auch wieder zu sehen, es ist jedoch nicht sicher, ob es sich dabei um Automatix handelt.

Die Abschlußfeier findet diesmal deutlich erkennbar wieder in der Nähe vom offensichtlich neu aufgebauten Baumhaus statt.

HOCH

Bei der Ansicht von Majestix' Hütte ist hinter dem Gebäude zum ersten ein Bachlauf mit einer Brücke zu erkennen.

XII Asterix bei den Olympischen Spielen
HOCH

Olympische Spiele
Abbildung 3, Olympische Spiele, Seite 5
Kupferkessel
Abbildung 4, Kupferkessel, Seite 5
Spanien
Abbildung 5, Asterix in Spaniern, Seite 5
Streit um Asterix
Abbildung 6, Streit um Asterix, Seite 5
Die Schlacht um das Dorf
Abbildung 7, Die Schlacht um das Dorf, Streit um Asterix, Seite 42
Zu Beginn der Geschichte ist nach langer Zeit wieder eine schöne Ansicht des Dorfes zu sehen, die die Lage einiger Gebäude, unter anderem des Baumhauses, in Relation zueinander und zum torlosen Eingang des Dorfes verdeutlicht (Abbildung 3, rechts). Die Perspektive bietet auch einen Blick von Asterix' Hütte, die direkt neben der von Troubadix zu stehen scheint.

XIII Asterix und der Kupferkessel
HOCH

In Abbildung 4, rechts, ist eine Perspektive zu sehen, die praktisch auf der aus dem vorherigen Band anknüpft. Wieder sieht man das Haus von Asterix, diesmal offensichtlich aus der anderen Richtung. Folglich liegt Automatix' Werkstatt, die hier eindeutig identifizierbar ist, höchstens zwei Häuser weiter auf der gleichen Seite. Hinter beiden Häusern liegt folgedessen das Baumhaus von Troubadix. Schräg gegenüber müsste die Hütte von Majestix sein. Bei "Olympische Spiele" scheinen die Häuser nicht so nahe beieinander stehen zu können, das kann sich jedoch aus der Perspektive ergeben haben.

Die Autoren scheinen nun zu versuchen, die Häuser des Dorfes grafisch von einem Band zu anderen deutlich zu positionieren. Das lässt zumindest auch die Darstellung der Bank vor Asterix' Haus vermuten.

XIV Asterix in Spanien
HOCH

Die Ansicht des Dorfes (Abbildung 5, rechts) bietet leider keine neuen Erkenntnisse. Der Bach mit der Brücke und das Haus von Verleihnix stehen ausserhalb jedes bisherigen Bezugpunktes. Einzig dass der Bach an Majestix' Haus und an Miraculix' Hütte vorbeifliesst - sofern es nur einen Bach gibt, aber dies belegen Bilder aus späteren Abenteuern - ist ein Anzeichen der Dorfgeometrik.

Das besondere Ereignis dieses Abenteuers ist aber, dass das Dorf zum ersten Mal über ein Tor, das sogar bewacht wird, verfügt! Auf Seite 14 kann man auch eine Entfernung zum Wald einschätzen, was früheren Darstellungen widerspricht. Der Abstand beträgt höchstes 100 Meter. Einen Hinweis auf die Entfernung des Häutplingshauses zur Hütte von Asterix, vor der die erste Dorfschlägerei stattfindet, bietet das dritte Bild auf Seite 19. Und auch der Bezug zu Abbildung 4 stimmt: das Haus liegt auf dem Weg gegenüber.

XV Streit um Asterix
HOCH

Dieser Band bietet generell sehr viele neue Informationen für das Dorf.

Dieses Abenteuer zeigt auf Seite 5 (Abbildung 6) deutlich, dass Uderzo die geografischen Abhängigkeiten im Dorf nun besser beachtet. Die Hütte von Automatix liegt wie in Abbildung 4 genau an der gleichen Stelle, sogar die mit Stroh gedeckte Hütte dazwischen ist identisch. Was leider gar nicht mit Abbildung 3 übereinstimmt, ist die Position von Verleihnix' Verkaufsstand. Nach Abb. 4 müsste sie neben dem Gebäude von Majestix liegen, aber nach Abb. 3 ist dafür kein Platz.

Durch das, bewachte, Tor des Dorfes kommt Destructivus ins Dorf. Auf Seite 16 begibt er sich in Asterix' Hütte, Majestix im Hintergrund, auf der anderen Seite des Weges. Auch hier stimmen die Abbildungen mit früheren Zeichnungen überein. Der Standort von Verleihnix' Haus bleibt ein Mysterium. Neu dagegen ist das Gebäude eines Töpfers auf Seite 21.

Mit der Darstellung des Dorfes im großartigen Bild von der "Schlacht um das Dorf" (Abbildung 7) wird die ganze Geografie der vergangenen Bände über Bord geworfen. Zwar stimmen einzelne Details, wie der Bachlauf, das Baumhaus von Troubadix ist ebenso vorhanden wie der Hinkelsteinbruch und die Hütte von Automatix und Verleihnix, aber die Abhängigkeiten zueinander stimmen nicht mit vorherigen Abenteuern überein. Man könnte hier eher von einer schematischen Darstellung sprechen.

Auch die bisher eher wage definierten Entfernungen zum Meer und zum Wald werden in diesem Schema neu geordnet.

XVI Asterix bei den Schweizern
HOCH

Verleihnix Haus liegt neben Majestix' Hütte, ihr gegenüber die Werkstatt von Automatix. Diese Darstellung stimmt wieder mit den Abbildungen überein, sofern man bei Abb. 6 annimmt, dass das Haus links neben Verleihnix tatsächlich die Hütte des Häuptlings ist. Die Darstellung bekräftigt noch mehr die Annahme, dass das Bild von der "Schlacht um das Dorf" schematisch ist.

Im Verlauf der ersten Seiten ist wieder einmal Miraculix Hütte zu sehen, mitsamt Taubenschlag, Teich und Bachlauf. An dieser Darstellung hat sich seit den ersten Bänden nichts verändert.

XVII Die Trabantenstadt
HOCH

Hier ist gleich auf Seite 5 eine schöne Ansicht des Dorfes aus der Vogelperspektive zu sehen (unten links). Die Entfernungen und die Objekte, wie zum Beispiel der Weg und der Bach entsprechen dem Bild, das der Asterix-Leser nun vom Dorf hat. Damit haben sich die Autoren zwar deutlich von der Darstellung der ersten Bände entfernt, aber ihnen sei zugute zu halten, dass auch die Charaktäre sich erst im Laufe der Geschichten entwickeln mussten.

GallierdorfDirekt vor Majestix' Hütte wird zum ersten Mal ein Heuhaufen mit dem Hahn des Dorfes vermerkt. Die Darstellung der Positionen der Hütten von Verleihnix, Automatix und Majestix stimmen wieder überein.

Auf Seite 33 ist das Baumhaus von Troubadix im Verhältnis zu den Wohnhäusern von Verleihnix und Automatix zu sehen. Leider entspricht diese Darstellung in keiner Weise den bisher abgebildeten. In Abb. 3 ist erkennbar, dass das Baumhaus auf der gleichen Seite wie Asterix' Hütte steht, ebenso wie die Werkstatt von Automatix (Abb. 4). Jetzt ist die Hütte aber auf der anderen Seite, zumindest lässt die Perspektive diesen Schluß zu. Man muss also davon ausgehen, dass Troubadix seinen Baum gewechselt hat - womöglich wurde er mal wieder von Obelix aus Versehen umgetreten ...

XVIII Die Lorbeeren des Cäsar
HOCH

In diesem Band gibt es keine neuen Erkenntnisse zu Dorf, nur das Schlußbankett spielt sich hier ab.

XIX Der Seher
HOCH

Der Seher
Abbildung 8, Der Seher, Seite 27
Kurioserweise beginnt der Band mit einem Gewitter, das ein Dorf im Schein einen Blitzes zeigt, das nur ungefähr den bisherigen Zeichnungen entspricht. Anzunehmen, dass hier der Effekt der unheimlichen Szene dem Zeichner über die Authenzität der Gebäude ging. Neu in dieser Perspektive: die Werkstatt von Automatix steht praktisch als letztes Gebäude des Dorfes, was bedeutet, dass nach den Gebäuden auf den Zeichnungen weiter oben nur die Palisade kommen kann. Noch deutlicher wird das Auf Seite 21. Das ist zwar noch möglich, aber auf Seite 12 ist die Hütte von Majestix' gegenüber von Automatix am gleichen Dorfende, und auf Abb. 6 sieht man danach noch ein Haus folgend.

Auf Seite 27 (Abb. 8) wird das Dorf auf völlig andere Art gezeichnet, wie in Abbildung 3, hier gut zu sehen an der Position des Hauses von Asterix rechts im Vordergrund mit der Holzbank am Baum. Die Darstellungen des Baumhauses und der Hütte von Automatix, die jetzt nicht mehr am Dorfende steht, sind konträr anderer Abbildungen.

Insgesamt muss man sagen, dass die Zeichnungen des Dorfes hier nicht mehr den selbstgemachten Vorgaben der vorherigen Ausgaben entspricht. Dass dann auf Seite 32 und 38 hinter dem Haus von Automatix wieder ein Haus wie in der letzten beschriebenen Szene steht, stellt keine Gesamtlogik her.

XX Asterix auf Korsika
HOCH

Dieses Abenteuer zeigt keine besonderen Details des Dorfes.

XXI Das Geschenk Cäsars
HOCH

Geschenk des CäsarsAuf Seite 10 beginnt das Abenteuer im Dorf mit der gewohnten Ansicht der Werkstätten von Verleihnix und Automatix gegenüber. Leider entspricht das Haus hinter Verleihnix' Hütte nicht einer vorherigen Abbildung. In Abb. 6 ist ein Haus mit der Breitseite, in der Szene hier in der Längsseite zu sehen. Die totale Ansicht bei der Ankunft von Orthopädix auf das gesamte Dorf entspricht dem bekannten Gesamtbild aus dem Abenteuer "Trabantenstadt": der Eingang des Dorfes zum Wald hin, der Flusslauf, die Positionierung des Hinkelsteinbruchs und des kleinen Anlegestegs für das Schiff von Verleihnix.

Aus dieser Ansicht kann man annehmen, dass das Dorf mindestens zwei Ein- und Ausgänge hat (nämlich zum Steg und der "Haupteingang" Richtung Wald). Möglich und sinnvoll ist ein weiteres Tor auf der abgewandten Seite zum Meer.

Auf Seite 16 wird Orthpädix ein verfallenes Haus neben Verleihnix als Gastwirtschaft angeboten. Die Pointe ergibt sich später aus dem Zusammenhang mit den duften Nachbarn, aber der Häuserlogik steht es entgegen, sieht man doch zu Beginn der Geschichte, dass das Haus neben der Hütte des Fischverkäufers einwandfrei in Ordnung zu sein scheint.

Zum ersten Mal wird auch ein Haus an Obelix' Hinkelsteinbruch gezeichnet. Dass Obelix das Haus auch ausserhalb seiner Geschäftszeiten bewohnt, wird auf Seite 34 deutlich. Klar ist die Hundehütte von Idefix zu erkennen und das Haus trägt eindeutige Wohndetails, wie der Blumenschmuck auf der Fensterbank. Es kann theoretisch auch sein, dass es nur die Geschäftsadresse ist, das würde jedoch der damaligen Bauweise nicht entsprechen, denn bei den antiken Gebäuden waren die Werkstätten auch gleichzeitig Schlafgelegenheit. Mit anderen Worten: spätestens seit diesem Abenteuer wohnt Obelix nicht mehr mit Asterix im gleichen Haus!

Neben diesen interessanten Fakten kommt auch wieder die Hütte von Miraculix ins Bild, inmitten der gewohnten Umgebung.

XXII Die große Überfahrt
HOCH

Zu Beginn dieser Geschichte ist die schon mehrfach genau so dargestellte Kombination der Gebäude von Verleihnix, Automatix und Majestix zu sehen. Zwar befindet sich zwischen Verleihnix' und Majestix' Haus eine weitere Hütte, doch auch in früheren Darstellungen ist es gut möglich, dass die beiden Gebäude nicht direkt nebeneinander stehen. Warum allerdings Asterix und Obelix das Fischerboot von Methusalix nicht am schon früher gezeigten Steg ablegen sondern offenbar direkt vom Strand abstossen entzieht sich unserer Kenntnis. Darüberhinaus wird hiermit klar, dass es mindestens zwei Boote bei den Galliern gab, hat doch Verleihnix im Abenteuer "Asterix in Spanien" mit seinem Boot Asterix zur hispanischen Grenze gebracht.

Da Asterix und Obelix nicht mehr mit dem Boot von Methusalix zurückkehren, ist hier wohl noch eine Rechnung offen ...

XXIII Obelix GmbH & Co KG
HOCH

In diesem Band ergeben sich, obwohl das Abenteuer die meiste Zeit im Dorf der Gallier spielt, keine neuen Erkenntnisse. Auf Seite 30 wird wieder bestätigt, dass das Haus von Verleihnix direkt neben der Behausung von Majestix steht. Auch hier scheint ein anderes Haus dazwischen zu stehen.

XXIV Asterix bei den Belgiern
HOCH

Eine Neuigkeiten bietet dieses Abenteuer gleich zu Beginn auf der ersten Seite. Dort ist deutlich zu sehen, dass die Aufforderung von Methusalix' Frau aus dem Haus kommt, das zwischen Verleihnix und Majestix liegt. Damit ist auch bestätigt, dass zwischen den beiden Häusern ein weiteres Gebäude stehen muss.

Auf Seite 10 ist ein relativ großer Platz zu sehen, der als Versammlungsort genutzt wird. Wo dieser Platz ist, ist nicht geklärt, aber generell sei die Frage gestattet, wo im Dorf ein freier Raum dieser Größe überhaupt sein soll. Dazu gehört auch die Frage nach dem Ort des Abschlußbanketts. Hier in diesem Abenteuer ist es wahrscheinlich, dass es sich um ein und denselben Platz handelt.

XXV Der große Graben
HOCH

Die gezeigte Ansicht des Dorfes aus dem Wald heraus entspricht früheren Zeichnungen. Dass auf Seite 16 in dieser Perspektive überhaupt etwas vom Meer zu sehen sein sollte, muss man annehmen, wenn man als Maßstab die Dorfansicht aus "Das Geschenk Cäsars" heranzieht. Dort kann man erkennen, dass sich die Bucht neben dem Dorf weiter ins Landesinnere hereinzieht. Konsequent wird diese Perspektive auch in weiteren Szenen dieses Bandes beibehalten.

XXVI Die Odyssee
HOCH

Auf Seite 9 wieder eine Ansicht des Dorfes aus dem Wald. Neu ist hier die Darstellung eines Hinkelsteingrabes, das geschützt unter einem Baum steht. Möglich, dass bei vorherigen Blicken das Grab dadurch verborgen war. Kopfzerbrechen bereitet der Weg, den der sorgenvolle Miraclux durch das Dorf an den Strand nimmt. Geht man davon aus, dass er nicht kreuz und quer durch das Dorf läuft sondern auf direktem Wege den Strand aufsucht, so stimmen die Gebäude an denen er vorübergeht nicht mit vorherigen Abbildungen (Abb. 4 und 6) überein. Nach diesen Zeichnungen müsste er zuerst rechte Hand Asterix, dann linke Hand Verleihnix und anschließend auf der gleichen Seite das Haus von Majestix passieren.

Auf seinem Weg passiert er jedoch zuerst das Haus von Majestix und anschließend das Gebäude von Verleihnix. Ist Miraculix vielleicht doch einen Umweg gelaufen? Aus der Zeichnung auf Seite 12 geht auch hervor, dass seine eigene Hütte weiter vom Meer abgewandt sein könnte, als das Haus von Asterix. Zumindest kommt er auf seinem Weg zum Strand dort zuerst vorbei. Bei diesem zweiten Weg hält er zumindest den zuerst beschriebenen Weg bei, was noch mehr ein Anzeichen dafür ist, dass er den direkten Weg genommen hat (und die Häuser von Majestix und Verleihnix damit vertauscht sind).

Auf Seite 19 ist übrigens wieder der kleine Steg aus "Das Geschenk Cäsars" zu sehen.

XXVII Der Sohn des Asterix
HOCH

In diesem Band werden alle Betrachtungen der Abenteuer zuvor überflüssig, doch dazu später mehr. Zuerst sieht man wieder die Dorfansicht aus dem Wald, doch - oh Wunder! - das Hinkelsteingrab steht nun auf der anderen Seite des Weges, zumindest wenn man die Zeichnung ein Abenteuer zuvor als Vergleich heranzieht. Einen Beweis für die Annahme, dass das Gebäude mit der Hundehütte von Idefix am Hinkelsteinbruch nur eine Geschäftsadresse ist, scheint hier Seite 5 zu liefern. Asterix und Obelix wachen im gleichen Gebäude, nämlich in Asterix' Haus auf. Dass Obelix jedoch nur bei einem Freund übernachtet hat und ein eigenes Haus besitzt, wird aus dem Dialog von Seite 22 deutlich: Asterix: "Komm, Obelix! Mach keinen Quatsch! Wo willst Du hin?" - "Zu uns nach Hause, was Idefix?". Obelix geht daraufhin zu seinem Haus am Hinkelsteinbruch.

Nicht stimming mit den bisherigen Erkenntnissen ist der Weg, den Vaseline nach dem Eintritt ins Dorf zur Hütte von Asterix nimmt, sie (er) kommt zuerst beim Fischhändler vorbei und erkundigt sich dort nach dem Weg zu Asterix' Haus. Das ist merkwürdig, denn die Hütte von Verleihnix liegt näher zum Strand als zum Dorfeingang, folglich müsste Vaseline zuerst an Asterix' Haus vorbeikommen.

Zum Ende der Geschichte hin beginnt das Eingangs dieses Abschnitts erwähnte Drama: das Dorf brennt ab! Zwar lässt Cäsar das Dorf an gleicher Stelle wieder aufbauen, jedoch werden hiermit alle Örtlichkeiten aus dem Dorf, die bisher festgestellt wurden, hinfällig. Es ist gut möglich, dass die Gebäude des Dorfes nicht an der gleichen Stelle wie zuvor aufgebaut sein könnten ...

XXVIII Asterix im Morgenland
HOCH

Asterix im Morgenland
Abbildung 9, ... im Morgenland, Seite 5
Eine sehr schöne Ansicht des Dorfes bietet uns diese Geschichte gleich zu Beginn aus der schon bekannten Waldperspektive. Das Hünengrab aus den vorherigen Geschichten ist hier zwar gar nicht zu sehen, das kann aber auch an der Perspektive mit den Bäumen im Vordergrund liegen.

Im Dorf sind direkt neben dem Haupteingang auf der linken Seite die Werkstatt von Automatix (erkennbar an der Holzkonstruktion) und auf der rechten Seite die Hütte von Verleihnix (Schild!) zu erkennen. Im Hintergrund erhebt sich noch relativ weit vorne im Dorf das Baumhaus von Troubadix. Wie weit das Dorf vom Meer neu errichtet wurde, ist nicht zu erkennen. Dass es sehr wahrscheinlich an genau dem gleichen Standort errichtet wurde deutet der Bachlauf an, der wie bisher durch das Dorf fliesst.

Als der Teppich von Erindjah auf Seite 11 das Dorf verlässt, sehen wir ihn offenbar über ein Tor davonfliegen. Das zweite Haus hinter dem Tor auf der rechten Seite ist leicht erkennbar an den Schilden die Hütte von Majestix. Gar nicht zu sehen ist das zu Beginn sichtbare Haus von Verleihnix, vielleicht durch die Perspektive bedingt. Es ist also möglich, dass die Hütte von Majestix vom Eingang aus gesehen hinter dem Haus von Verleihnix steht.

XXIX Asterix und Maestria
HOCH

Der Standort der Schule wird durch die Szene zu Beginn nicht deutlich, aber weit entfernt von Asterix' Hütte, die übrigens mitsamt der Bank und dem befestigten Weg genau wie vor dem Brand aufgebaut wurde, kann es nicht sein. Schließlich kann man vor Asterix' Hütte das Geräusch des Schlages gut mitverfolgen. Etwas mysteriös mutet der Spaziergang von Asterix und Miraculix auf Seite 11 an, wo gibt es im Dorf einen solchen Hügel? Zumindest ist von einer derartigen Erhebung in der Ansicht zu Beginn der Geschichte "Morgenland" noch nichts zu sehen. Ebenso überraschend ist auf Seite 13 die Darstellung eines Hügelgrabes am Weg aus dem Wald zum Gallierdorf.

Auf Seite 16 die Überraschung: Methusalix' Haus liegt gegenüber von Verleihnix Hütte. Die Kopfbewegung von Miraculix und Asterix lässt nichts anderes vermuten. Auf ihrem weiteren Weg kommen sie anschließend am Haus von Automatix und dann bei Majestix vorbei, was die Sache mit der Ortsbestimmung der Gebäude im neuaufgebauten Dorf nicht einfach macht. Erschwert wird die Aufgabe durch den Weg, den Miraculix und Asterix auf Seite 25 nehmen: dort passieren sie nach Verleinix' Hütte auf der linken und Automatix auf der rechten Seite den Dorfeingang!

Insgesamt ist dieser Band nicht sehr konsequent bei der Darstellung des Dorfes gewesen.

XXX Obelix auf Kreuzfahrt
HOCH

Auf Seite 9 sieht man den Steg des Dorfes, der bisher aus den bestehenden Perspektiven nicht zu sehen war. Möglich ist auch, dass er nach dem Brand neu errichtet wurde. Die Hütte von Miraculix wurde nach dem Brand offensichtlich um 90 Grad verdreht aufgebaut, zumindest liegt nun rechts neben dem Haus kein Bachlauf wie bisher. Die Nachtansicht auf Seite 15 sieht auf den ersten Blick zwar anders aus, aber bedingt durch die Perspektive kann der Teich auch durchaus rechts vor dem Haus liegen. Für die Darstellung des Hinkelsteinbruchs direkt gegenüber gibt es aus anderen Abenteuern keine Belege, die dafür oder dagegen sprechen.

XXXI Asterix und Latraviata
HOCH

Die Draufsicht des Dorfes vermittelt einen geradezu optimalen Eindruck über die Struktur des Dorfes. Damit werden zwar die Ansichten aus "Morgenland" teilweise wieder von anderen Gebäuden verdrängt, aber in keiner anderen Ansicht sieht man alle Behausungen des Dorfes in dieser Deutlichkeit. Diese Ansicht entspricht der Grafik auf der Seite des Dorfes. Alles ist da: die Häuser von Miraculix, Verleihnix und Automatix. Der Hinkelsteinbruch und der Bachlauf.

Offen ist die Frage, wo im Dorf die Schule ist und das Schlußbankett stattfindet. Ausserdem kann links im nicht mehr sichtbaren Bereich ein Weg zum Strand sein, vielleicht wurde dieser nach dem Neubau des Dorfes aus Sicherheitsgründen nicht mehr realisiert. Dass man die Palisade für Notfälle öffnen kann, beweist der Transport der Galeere aus der Geschichte zuvor.

XXXII Asterix plaudert aus der Schule
HOCH

Da die Geschichten in diesem nachträglich zu Band 32 geadelten Abenteuer in verschiedenen Jahren gezeichnet wurden, stimmt die hier abgebildete Dorfchronik natürlich nicht unbedingt mit den 31 bisher erschienenen und oben beschriebenen Geschichten überein. Deshalb werden hier nur beschreibend die Ansichten des Dorfes wiedergegeben.

Asterix plaudert aus der Schule
Abbildung 10, Asterix plaudert aus der Schule, Seite 10

Zu Beginn von "35 Jahre vor Julius Cäsar" sieht man das Dorf wieder aus der Waldperspektive, mit Hünengrab. Kurioserweise fehlt in dieser Ansicht das Baumhaus von Troubadix. Obwohl diese Kurzgeschichte 1994 geschrieben wurde und einige Abenteuer bis dahin die Hütte von Troubadix zeigten, scheint sie hier zu fehlen. Etwas später sieht man die beiden Häuser von Automatix und Verleihnix gegenüber stehen, diese Ansicht stimmt wieder mit den bekannten Begebenheiten überein.

Die Dorfansicht in "Im Jahre 50 v. Chr." zeigt das Dorf der Gallier aus einer leicht erhöhten Aussenansicht. Hier ist die Hütte von Troubadix auf dem Baum sehr gut zu erkennen, während andere Häuser bis auf die Hütte von Verleihnix nicht näher identifiziert werden können.

XXXIII Gallien in Gefahr
HOCH

Gallien in Gefahr
Abbildung 11, Gallien in Gefahr, Seite 7
Gleich zu Beginn des Abenteuers, als Asterix in das Dorf der Gallier zurück kommt, stimmt zuerst die Reihenfolge mit "Latraviata" überein: Links vom Eingang aus das Haus von Automatix, fast gegenüber auf der linken Seite der Verkaufsstand von Verleihnix. Dann eilt Asterix jedoch weiter zum Haus von Majestix - spätestens hier passt es dann nicht mehr, denn ursprünglich sollte die Hütte des Häuptlings gleich am Eingang rechts sein (siehe große Zeichnung auf der Seite "Unser Dorf").

Im weiteren Verlauf, als sich das Raumschiff der Ausserirdischen dem Dorf nähert, ist das Dorf dann deutlich von oben zu sehen. Leider wird hier kaum auf die Ansicht im letzten regulären Band "Latraviata" (siehe oben) Bezug genommen. Fast jedes Gebäude liegt etwas anders, nur die Hütte von Miraculix stimmt in etwa überein. Auch die Küstenlinie stimmt nicht mehr, was - wenn man die Zeichnungen betrachtet - tatsächlich ein wenig schade ist, denn hier hätte man an vorherige Abenteuer schön anknüpfen können. Zumindest wird die hier definierte Ansicht im Folgenden bei allen Ansichten übernommen.

XXXIV Asterix und Obelix feiern Geburtstag
HOCH

Dieses Album erlaubt keine weiteren Rückschlüsse auf das gallische Dorf. Zu erwähnen ist, dass zu Beginn in einer fiktiven Geschichte eine Taverne mit dem Namen "Zum Pastix" im Dorf eröffnet. Da diese Geschichte jedoch nicht kanonisch ist, kann diese Erwähnung nicht berücksichtigt werden. Ansonsten ist anzumerken, dass die wenigen Szenen, in denen Häuser im Dorf in Abhängigkeit mit anderen Begebenheiten gezeigt werden, nicht mit dem zuletzt genannten Aufbau übereinstimmen. Dennoch passt zumindest die Position des Hauses von Verleihnix auf Seite 9 überein, sein Haus steht rechts etwas vom Eingang des Dorfes entfernt.

XXXV Asterix bei den Pikten
HOCH

Eine feste Größe, nämlich die gegenüber liegenden Gebäude von Automatix und Verleihnix finden sich auch hier auf der ersten Seite. Auch dass das Haus von Methusalix neben Verleihnix' Fischhandel liegt, nimmt den Aspekt aus dem Band mit Maestria wieder auf. Den Rückschluss, ob es jetzt neben dem Haus von Verleihnix ist oder gegenüber, lässt die Perspektive nicht zu. Allerdings lässt die Position im Vergleich zur Dorfansicht aus "Asterix und Latraviata" den Schluss zu, dass es nicht an der richtigen Stelle steht, denn dort steht direkt neben Verleihnix' Haus das Baumhaus von Troubadix. Weitere Erkenntnisse bietet dieses Abenteuer nicht.

XXXVI Der Papyrus des Cäsar
HOCH

Auch wenn im Detail das Haus von Automatix nicht ganz korrekt dargestellt ist, müsste sich die Hütte von Sputnix, der das Horoskop vorliest, nach der Ansicht auf "Asterix und Latraviata" am Eingang des Dorfes sein. Denn dieses Haus ist bisher nicht eindeutig zugeordnet. Dass auf Seite 12 die Hütte von Majestix direkt neben dem Geschäft von Verleihnix steht entspricht zwar nicht der Ansicht aus "Asterix und Latraviata", jedoch der aus "Gallien Gefahr". Mon dieu!

Der Papyrus des Cäsar
Abbildung 12, Der Papyrus des Cäsar, Seite 33

Insgesamt bleibt die Ausgestaltung weiterhin eher ein Zufallsprodukt - könnte man meinen. Jedoch haben sich die neuen Autoren bei dem Bild des Dorfes aus der Sicht des Adlers auf Seite 33 (Abbildung 12) eindeutig an der Aufstellung aus "Asterix und Latraviata" orientiert. Die Häuser, deren Position und selbst die Gestaltung derselben ist nahezu identisch! Schade, dass sie das nicht auch bei den anderen Zeichnungen in diesem Album so angewandt haben.

XXXVII Asterix in Italien
HOCH

Dieses Abenteuer spielt sich hauptsächlich außerhalb des gallischen Dorfes ab. Es bietet deshalb keinerlei Erkenntnisse über die Geografie des Dorfes.

Nächster Abschnitt: Museen