Rassismus als Running Gag?

Allgemeine Themen, die etwas mit Asterix zu tun haben und Vorstellung aktueller Asterix-Hefte, -Filme und -Produkte.

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RaptorX
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Re: Rassismus als Running Gag?

Beitrag: #Beitrag RaptorX »

WeissNix hat geschrieben: 24. Juli 2020 01:38 Im übrigen glaube ich bezüglich der Aufnahme des Buches auch nicht, dass hier um jeden Preis politisiert werden sollte.
Und das obwohl die Asterix-Bände inhaltlich politische Diskussionen anstoßen, vielerseits politische Figuren und Persönlichkeiten darin enthalten sind? Die Bände kommunizieren einen politischen Dialog, aber selbst "darf" keine politische Diskussion darüber geführt werden?

Publizierte Artikel geben Diskussionsangebote. Diese als Gesetz zu betrachten, ist gar nicht die Intention dabei.
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WeissNix
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Re: Rassismus als Running Gag?

Beitrag: #Beitrag WeissNix »

RaptorX hat geschrieben: 24. Juli 2020 21:50 Und das obwohl die Asterix-Bände inhaltlich politische Diskussionen anstoßen, vielerseits politische Figuren und Persönlichkeiten darin enthalten sind? Die Bände kommunizieren einen politischen Dialog, aber selbst "darf" keine politische Diskussion darüber geführt werden?

Publizierte Artikel geben Diskussionsangebote. Diese als Gesetz zu betrachten, ist gar nicht die Intention dabei.
Du willst ja gar nicht diskutieren - Du hast von Beginn Deines Threads einen Standpunkt, den Du zu keiner Zeit dieser inzwischen 9 Seiten bereit warst, auch nur in Teilen in Frage zu stellen (jedenfalls nicht, bevor Du auf igno warst und ich bis gestern nur noch die Zitate gelesen hatte).

Und ich sprach genau deshalb von "um jeden Preis" - denn in Asterix werden die Stereotype nicht nur einer oder weniger Gruppen, sondern aller möglichen - sozusagen gerade ohne Ansehen der Person - auf die Schippe genommen. Da kriegt jeder sein Fett weg, nicht zuletzt auch die Landsleute der Autoren. Der Reihe deshalb Rassismus oder gar Antisemtismus zu unterstellen, wie das die Überschrift des besagten Essays vermuten lässt, ist, wie bereits weiter oben schon angemerkt, grundfalsch, unlauter und im Falle des Antisemitusmus gegenüber dem Szenaristen sogar eine Frechheit. Denn genau vom Aufdecken solcher "Eigenheiten" und Skurilitäten in Wort und Bild/Karikatur aller möglicher Völker und Kulturen lebt die Reihe, und sie macht das mit einem unvergleichlichen, in Ihren Highlights sogar kaum zu toppenden und niemals verletzendem Humor.

Ich würde solch ein Pamphlet jedenfalls nicht unkommentiert in die Bibliothek aufnehmen, wenn es meine Seite wäre. Ist es aber zum Glück nicht.
Zuletzt geändert von WeissNix am 25. Juli 2020 02:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rassismus als Running Gag?

Beitrag: #Beitrag RaptorX »

Dem kann ich nicht zustimmen. Es geht mir um eine Diskussion, vielmehr um einen Diskurs und diesen überhaupt erst zu starten. Auch bin ich bereit Teile zu hinterfragen. So führte die gemeinsame Diskussion dazu, die Leopardenfelle eventuell als Teil einer Volkskultur zu zählen oder ob sie willkürlich eingesetzt werden. Diese Frage könnte ein nächster Band beantworten.
Es wurde auch gemeinsam wahrgenommen, dass die Lippen der Schwarzen in neueren Bänden "entschärft" wurden (von rot zu braun)

Weiterhin gab es hier auf den 9 Seiten auch positive Rückmeldungen, die Diskussion angestoßen zu haben. Ich habe auf 9 Seiten keineswegs Selbstgespräche geführt!

Jeder Artikel der Bibliothek erhält doch ohnehin eine Kommentierung eventuell sogar eine Kurzrezension. Hierbei geht es nur darum, diese Stimmen auch zuzulassen. Es wäre zu einfach, Asterix weiterhin nur als "Kult" zu bewerten.
Der verwiesene Artikel war auch nur beispielhaft- es gibt weitere dieser Art! Das als Diskussionsgrundlage zu nutzen, wird nicht als sinnvoll angesehen. Stattdessen wird erstmal abgeblockt und versucht Gründe zu finden, weshalb so ein Artikel ja eigentlich gar nicht unbedingt in die Bibliothek gehört.
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WeissNix
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Re: Rassismus als Running Gag?

Beitrag: #Beitrag WeissNix »

WeissNix hat geschrieben: 25. Juli 2020 02:00 Du willst ja gar nicht diskutieren - Du hast von Beginn Deines Threads einen Standpunkt, den Du zu keiner Zeit dieser inzwischen 9 Seiten bereit warst, auch nur in Teilen in Frage zu stellen (jedenfalls nicht, bevor Du auf igno warst und ich bis gestern nur noch die Zitate gelesen hatte).
q.e.d.
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Re: Rassismus als Running Gag?

Beitrag: #Beitrag RaptorX »

Und was hast du jetzt genau bewiesen?
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Erik
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Re: Rassismus als Running Gag?

Beitrag: #Beitrag Erik »

Hallo,
WeissNix hat geschrieben: 24. Juli 2020 14:55Rene Goscinny war selber Jude und hat m.W zumindest eine Linie seiner Vorfahren zur Gänze in der Shoa verloren. Ausgerechnet ihm Antisemitismus zu unterstellen halte ich nicht nur für einen Fehler, sondern für eine geschmacklose Frechheit!
zu den Judendarstellungen Goscinny's (nicht nur bei Asterix) kann ich den Artikel: "Selbstironie in der Tradition der Karikatur. Juden in den Comics von Goscinny" von Thomas A.T. Bleicher-Viehoff in dem Comic Almanach 1992 empfehlen:
https://www.comedix.de/medien/lit/comic_almanach.php

Es ist zwar eine Weile her, dass ich den gelesen habe, kann mich aber erinnern, dass ich ihn damals durchaus aufsachlussreich fand.

Gruß
Erik
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WeissNix
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Re: Rassismus als Running Gag?

Beitrag: #Beitrag WeissNix »

RaptorX hat geschrieben: 25. Juli 2020 02:57 Und was hast du jetzt genau bewiesen?
Dass Du nicht inhaltlich diskutieren willst!
Denn nach dem zitierten Abschnitt hatte ich ja durchaus inhaltliche Argumente gebracht, warum ich Deine Schlussfolgerungen bezgl. Rassismus in Asterix nicht teile. Auf derartige Argumente gehst Du jedoch wieder mal überhaupt nicht ein und reitest darauf herum, wie wichtig doch eine Diskussion sei. Warum diskutierst Du dann nicht, wenn Dir so an der Diskussion liegt?

Mir reicht das jetzt zum zweiten Mal hier mit Deinem ideologisch völlig festgefahrenen Starrsinn!

<at> Erik: Ohne Kenntnis des Artikels kann ich da jetzt nicht mitreden, sorry. Und ich hab da eigentlich auch gar keine Lust mehr drauf.
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Re: Rassismus als Running Gag?

Beitrag: #Beitrag RaptorX »

Welchen zitierten Abschnitt meinst du jetzt genau?
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WeissNix
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Re: Rassismus als Running Gag?

Beitrag: #Beitrag WeissNix »

RaptorX hat geschrieben: 25. Juli 2020 14:44 Welchen zitierten Abschnitt meinst du jetzt genau?
Woruf bezog sich denn Deine Frage?
Mann, Mann, Mann!

Ich bin raus!
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Re: Rassismus als Running Gag?

Beitrag: #Beitrag RaptorX »

Weshalb werden meine Beiträge mit der Autorin des Artikels Asterix und die Stereotype gleichgesetzt?
Das Argument mit dem ewigen Juden ist nur ein Teil des Artikels- es gibt noch mehr Darstellungen. So wie es auch mehr Artikel zu der Thematik gibt, die bisher noch gar nicht aufgelistet wurden.

Weiterhin ist hier schon viel gemeinsam von mehreren Diskussionsteilnehmern zusammengetragen wurden, dass einige Darstellungen problematisch sind. Es gab zum Beispiel auch eine schöne Diskussion, inwieweit die Bände ein Vorwort enthalten sollten (oder auch nicht) und wie dieses aussehen kann.

Jetzt wiederholt es so hinzustellen, dass ich hier allein derartige Ansichten verbreiten will, stellt den bisherigen Verlauf hier falsch dar.
Wenn ich zudem nicht sofort auf einzelne Sätze eingehe, disqualifiziere ich mich auch nicht direkt für weitere Diskussionen.

Den Rückzug wiedermals anzukündigen, erschließt sich mir nicht. Ein schmerzlicher Verlust ist es aber auch nicht, zumal danach noch viele weitere Beiträge von dir gefolgt sind.
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Re: Rassismus als Running Gag?

Beitrag: #Beitrag Erik »

Hallo,
WeissNix hat geschrieben: 25. Juli 2020 14:25<at> Erik: Ohne Kenntnis des Artikels kann ich da jetzt nicht mitreden, sorry. Und ich hab da eigentlich auch gar keine Lust mehr drauf.
das war auch nicht direkt an Dich gerichtet. Dein Einwurf, dass Goscinny selbst Jude war, den ich zitiert habe, hat mich nur an den Artikel erinnert. Der Seher Lügfix wird dort, meine ich, auch besprochen.

Es sollte nur ein Literaturhinweis für alle Interessierten sein, kein Diskussionsbeitrag.

Gruß
Erik
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Re: Rassismus als Running Gag?

Beitrag: #Beitrag WeissNix »

Erik hat geschrieben: 25. Juli 2020 18:03 Es sollte nur ein Literaturhinweis für alle Interessierten sein, kein Diskussionsbeitrag.
Nutzt ja den Interessierten nix, wenn man nicht mehr dran kommt.
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WeissNix
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Re: Rassismus als Running Gag?

Beitrag: #Beitrag WeissNix »

RaptorX hat geschrieben: 25. Juli 2020 16:48 Jetzt wiederholt es so hinzustellen, dass ich hier allein derartige Ansichten verbreiten will, stellt den bisherigen Verlauf hier falsch dar.
Wenn ich zudem nicht sofort auf einzelne Sätze eingehe, disqualifiziere ich mich auch nicht direkt für weitere Diskussionen.
Mach ich gar nicht - der bisherige Verlauf hat nur gezeigt, dass Du nicht ansatzweise bereit bist, Deine anfangs getätigte Unterstellung, in der Serie gäbe es problematischen Rassismus, zu hinterfragen. Und wenn man Argumente bringt, ignorierst Du diese und verläufst Dich auf Nebenschauplätzen!

Und einige Darstellungen mögen von manchem vielleicht heutzutage als problematisch angesehen werden, in der Zeit, in der sie entsatnden sind, wurden sie jedenfalls nicht so aufgefasst.

Würde man ausschliesslich die heutige Sichtweise zum Massstab nehmen, müsste man weite Teile der Weltliteratur und Kunst umschreiben - oder gar verstrecken/vernichten. Und nur solche von einem anderen Foristen treffend als "tendentiell voreingenomene Schreiberlinge" Bezeichnete und deren "Jünger" wollen nicht einsehen, dass man Kunst und Literatur immer im Kontext der Zeit sehen muss, in der sie entstanden ist. Willst Du zB Shakespeare auch umschreiben, wenn Du in Asterix die Zeichnungen ändern willst? Willst Du Schriften Kants verbieten, weil der auch nicht ohne war? Willst Du wieder Bücher brennen sehen?
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Re: Rassismus als Running Gag?

Beitrag: #Beitrag Erik »

Hallo,
WeissNix hat geschrieben: 25. Juli 2020 19:31Nutzt ja den Interessierten nix, wenn man nicht mehr dran kommt.
ich halte es für durchaus wahrscheinlich, dass der Comic Almanach in einigen Bibliotheken noch vorhanden ist. Zumindest über Fernleihe kommt man sicherlich an den Aufsatz. Ist halt eine Frage des Aufwands. Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Gruß
Erik
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Re: Rassismus als Running Gag?

Beitrag: #Beitrag RaptorX »

WeissNix hat geschrieben: 25. Juli 2020 19:40 Und einige Darstellungen mögen von manchem vielleicht heutzutage als problematisch angesehen werden, in der Zeit, in der sie entsatnden sind, wurden sie jedenfalls nicht so aufgefasst.

Würde man ausschliesslich die heutige Sichtweise zum Massstab nehmen, müsste man weite Teile der Weltliteratur und Kunst umschreiben - oder gar verstrecken/vernichten. Und nur solche von einem anderen Foristen treffend als "tendentiell voreingenomene Schreiberlinge" Bezeichnete und deren "Jünger" wollen nicht einsehen, dass man Kunst und Literatur immer im Kontext der Zeit sehen muss, in der sie entstanden ist. Willst Du zB Shakespeare auch umschreiben, wenn Du in Asterix die Zeichnungen ändern willst? Willst Du Schriften Kants verbieten, weil der auch nicht ohne war? Willst Du wieder Bücher brennen sehen?
Bitte lies doch nochmal die bisherigen Seiten! An diesem Punkt der Argumentation waren die Beiträge schon. Jedes Werk soll im Kontext seiner Zeit betrachtet werden! Aber genau deshalb gibt es diese Diskussionen hier, denn es gibt die problematischen Darstellungen in allen neuen Bänden von Asterix weiterhin. Das ist der Kontext unserer Zeit, der Gegenwart. Hierbei geht es nicht mehr nur um die Anfängsbände. Aber das wurde bereits hier diskutiert.

Also ja, wir nehmen die heutige Sichtweise (Stichwort "Black Lives Matter") und beobachten die aktuellen Veröffentlichungen bei Asterix! Langjährige Reihen können einen Wandel erleben. Beispiel James Bond: Die ersten Filme waren frauen- und teils schwulenfeindlich. Mitte der 80er, speziell aber seit Craig hat sich die Reihe dahingehend weiterentwickelt.