Pressekonferenz zu Band 39 am 11. Oktober

Diskussionen und Informationen zum 39. Abenteuer, das am 21. Oktober 2021 erschien.

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Michael_S.
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Re: Pressekonferenz zu Band 39 am 11. Oktober

Beitrag: #Beitrag Michael_S. »

WeissNix hat geschrieben: 17. Dezember 2021 19:39 deshalb ja dere Vorschlag, dass man sich quasi als Serien-Käufer registrieren lässt. Kauft man dann einen Band nicht, fliegt man aus der Liste - wie damals bei Horizont ja auch.
Und was hindert den Serien-Spekulanten daran, sich ebenfalls registrieren zu lassen und jedesmal brav sein Exemplar zu kaufen, um es dann mit Gewinn weiterzuverkaufen?
Comedix hat geschrieben: 17. Dezember 2021 19:35 Wie man es auch macht, irgendwer kommt bei einer Auflage von 399 Exemplaren immer zu kurz. Allerdings wundere ich mich, dass es keine Information des Verlags gibt. Aber auch das ist neben dem schlechtem Bestellprozess bei Egmont auch ein verkümmertes Marketing, das in den letzten Jahren kaputtgespart wurde.
Wozu soll man auch Informationen veröffentlichen, wenn man die 399 Exemplare offensichtlich auch ohne jegliche Information verkauft bekommt?

Was mich da eher wundert ist, warum die Auflage auf 399 begrenzt ist. Augenscheinlich ist es ja so, dass man mehr Vorbestellungen vorliegen hat, also ohne jegliches Lagerrisiko eine höhere Auflage verkaufen könnte.
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Erik
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Re: Pressekonferenz zu Band 39 am 11. Oktober

Beitrag: #Beitrag Erik »

Hallo,
Michael_S. hat geschrieben: 17. Dezember 2021 20:29Augenscheinlich ist es ja so, dass man mehr Vorbestellungen vorliegen hat, also ohne jegliches Lagerrisiko eine höhere Auflage verkaufen könnte.
da es für Privatpersonen überhaupt keine Möglichkeit des Vorbestellens beim Verlag gab, können das nur Bestellungen der Händler sein. Die nehmen Ware üblicherweise in Kommission, so dass sich erst später herausstellt, wieviele Exemplare wirklich verkauft werden.

Von den Artbooks der bisherigen Asterix-Ausgaben, die im selben Preissegment liegen, sind nur unwesentlich mehr produziert worden und die sind noch lieferbar.

Die Superluxusausgabe von "Papyrus" ist auf 499 Exemplare limitert und kostet 199,00 €.
Die Superluxusausgabe von "Tochter" ist auf 400 Exemplare limitiert und kostet 199,00 €.
Die Superluxusausgabe von "Italien" ist auf 399 Exemplare limitiert und kostet 199,00 €.

Wie gesagt, die sind im Egmont-Shop alle noch lieferbar. Dass das Artbook zu "Greif" bei einer Auflage von (angeblich) 399 Exemplaren zu 250,00 € (so jedenfalls war es ja angekündigt) derart nachgefragt sein würde bei den Händlern, dass sie offenbar nicht einmal die bestellten Exemplare bekommen können, war so sicherlich nicht vorherzusehen.

Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass bei der Produktion etwas schief gelaufen ist und einfach nochmal weniger Ausgaben hergestellt wurden anstatt dass nun die Händlernachfrage sprunghaft gestiegen ist. Denn anders ist das eigentlich kaum zu erklären.

Gruß
Erik
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Maulaf
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Re: Pressekonferenz zu Band 39 am 11. Oktober

Beitrag: #Beitrag Maulaf »

Hi,
so wie ich meinen Händler verstanden habe, gab es nicht einmal Rückgaberecht für ihn.
<at> Erik: Ich habe natürlich nur ein Exemplar gekauft, die ISBN-Nr. lautet 978-3-7704-0315-8,
viele Grüße
Gregor
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WeissNix
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Re: Pressekonferenz zu Band 39 am 11. Oktober

Beitrag: #Beitrag WeissNix »

Michael_S. hat geschrieben: 17. Dezember 2021 20:29 Und was hindert den Serien-Spekulanten daran, sich ebenfalls registrieren zu lassen und jedesmal brav sein Exemplar zu kaufen, um es dann mit Gewinn weiterzuverkaufen?
Niemand; aber so bekäme auch jeder Spekulant nur ein Exemplar - und nicht direkt ein paar, wie ich es damals bei meinem versuchten Einstieg in die Werkausgabe beobachten konnte.
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Erik
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Re: Pressekonferenz zu Band 39 am 11. Oktober

Beitrag: #Beitrag Erik »

Hallo,

seit heute habe ich das Artbook zu "Asterix und der Greif" auch vorliegen. Mittlerweile gibt es auch ein paar Angebote im Internet:
https://www.comicexpress.de/item.php/standard327364////
https://www.comicladen-sachsenhausen-sh ... ehapa?c=90
https://www.amazon.de/Asterix-39-Superl ... 770403150/

Dabei muss man zu letztgenanntem allerdings sagen, dass es sich formal um ein Angebot auf dem Amazon-Marktplatz handelt, wenngleich dort als Verkäufer "Amazon" angegeben ist. Es ist aber kein normaler Eintrag eines von Amazon verkauften Titels, denn in dem Kasten rechts steht ja "Derzeit nicht auf Lager. ", bei den Marktplatz-Angeboten dann aber "1 Neu ab 250,00 € ". Zudem hat Amazon kein Bild dieses Buchs, was auch ungewöhnlich ist. - Es heißt in der dortigen Datenbox, das Buch sei am 24.11.2021 erschienen.

Im Egmont-Shop ist bis heute aber nichts dazu nachzulesen.

Es scheint also tatsähclich so zu sein, dass einzelne Händler Exemplare davon beziehen konnten und bezogen haben und diese lokal wie auch über das Internet anbieten, ohne dass es jedoch zu einer flächendeckenden Versorgung der Buchhändler gekommen ist. Ein verlagsseitiger Verkauf findet ebenfalls nicht statt. Wird man so 399 Exemplare zu je 250,00 € los? Ich verstehe diesen Publikationsvorgang noch immer nicht.

Zum Inhalt des Artbooks kann ich nur sagen, dass ich es eigentlich - abgesehen von dem sammlerischen Aspekt der Vollständigkeit dieser Ausgaben - an sich keine 250,00 € wert finde. Die Ausgabe ist mit dem Plexiglas-Schuber im Eiskristall-Look zwar einfallsreich und auch edel aufgemacht. Der Inhalt ist aber nur mäßig beeindruckend. Es gibt dieses Mal nur 2 Kunstdrucke (die immerhin jeweils von einem Autoren signiert sind), nicht 12 wie bei Band 37 oder 5 wie bei Bänden 36 und 38.

Inhaltlich sind zwei Bücher enthalten: Das Buch 01 beinhaltet das Storyboard mit den Scribbles von Jean-Yves Ferri. Diese Vorabzeichnungen des Texters lassen die Figuren noch nicht erkennen. Die Texte sind französisch und auch für die deutsche Ausgabe nicht übersetzt. Das Buch 02 beinhaltet die Skizzen von Didier Conrad und die Tuschezeichnungen. Nun hat man die Skizzen ja bereits in der Luxusedtion und die Tuschezeichnungen sind im Grunde nichts anderes als die fertigen Comic-Seiten vor der Kolorierung. Der Reiz dabei ist allerdings, dass sich hier - anders als in der Luxusedition - die jeweilige Skizzenseite mit der jeweiligen Tuschezeichnungsseite gegenüber liegen. So kann man direkt die Entwicklung sehen und kleine Änderungen im Schaffensprozess entdecken.

Redaktionelle Seiten mit irgendwelchen Erläuterungen oder Hintergrundinformationen gibt es allerdings nicht. Es gibt jeweils nur ein paar Seiten "Aus dem Atelier" von Ferri und Conrad. Dort sieht man alternative Cover- und Figurenentwürfe bzw. Charakterstudien, die die Entwicklung einiger Figuren und Szenen oder Bilde, die es nicht in den fertigen Comic geschafft haben, zeigen. Einen groben Ablauf der "Stationen" der römischen Expedition, wie Ferri sie sich vorgestellt hat, sieht man dort auch. Das alles ist allerdings - soweit es Text beinhaltet - handschriftlich französisch und nicht übersetzt. Es ist auch ersichtlich nicht auf Vollständigkeit angelegt, so sind z.B. Scribbles nur von 2 der 4 Ankündigungsstips abgebildet.

Ein ganz großes Manko ist allerdings die technische Leseunfreundlichkeit der Ausgabe. Die beiden Bücher sind mit je einem Softcover-Buchdeckel in die Aufklappbare Hardcover-"Mappe", die in der Plexiglasbox steckt, eingeklebt. Das heißt, das jeweilige Backcover beider Bücher stellt zugleich je eine Seite des Umschlags dieser Hardcover-"Mappe" dar. Für das Buch 01 auf der linken Seite bedeutet das, dass man es zwar normal durchblättern kann, jedoch immer die ganze Mappe mit Buch 02 daran hängenbleibt. Ein gemütliches Durchblättern im Sessel ist dammit quasi nicht möglich, weil man es nicht aus der "Mappe" herausnehmen kann. Noch schlimmer aber hat es Buch 02 getroffen. Das ist rechts gebunden und auch nicht herausnehmbar. Man muss es also ähnlich wie ein arabischsprachiges Buch mit dem Buchrücken nach Rechts durchblättern. Das stört einen entspannten Lese- und Betrachtungsfluss - jedenfalls für den Ungeübten - doch ganz erheblich. Nebenbei bemerkt sind die beiden Bücher lediglich in Klebebindung gefasst (also gelumbeckt). Bei einem Werk zu diesem Preis hätte ich eigentlich Fadenheftung erwartet, da Klebebindungen nach vielen Jahren, wenn der Kleber hart geworden ist, brechen können.

Das ist gewiss ganz besonders künstlerisch gedacht, aber leider völlig unpraktisch. Für mich ist es letztlich ein reines Sammelobjekt. Dass ich viel darin lesen bzw. nachstöbern werde, glaube ich nicht.

Gruß
Erik
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WeissNix
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Re: Pressekonferenz zu Band 39 am 11. Oktober

Beitrag: #Beitrag WeissNix »

Och nö... hätte ich 250 Euro zu viel, würde ich die lieber verfressen, versaufen oder verhuren (oder all das zusammen), als mir dieses Ding zu kaufen... :-D
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Comedix
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Re: Pressekonferenz zu Band 39 am 11. Oktober

Beitrag: #Beitrag Comedix »

Erik hat geschrieben: 28. Dezember 2021 15:52 Das ist gewiss ganz besonders künstlerisch gedacht, aber leider völlig unpraktisch. Für mich ist es letztlich ein reines Sammelobjekt. Dass ich viel darin lesen bzw. nachstöbern werde, glaube ich nicht.
Ich unterschreibe quasi im Wortlaut das, was du dazu geschrieben hast. Nach dem letzten Artbook wollte ich eigentlich keines mehr kaufen, weil der Mehrwert für mich, als Nicht-Sammler, nicht ersichtlich ist, wenn ich schon die Luxusausgabe habe.

Der Zufall hat mir dann doch noch eines in das Sichtfeld gespült und irgendwo, tief in mir, scheint es doch einen Sammler zu geben. Ich hab's gekauft. Darf ich Auszüge deiner Rezension verwenden, wenn ich den Artikel in der Bibliothek einstelle?

Gruß
Marco
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Erik
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Re: Pressekonferenz zu Band 39 am 11. Oktober

Beitrag: #Beitrag Erik »

Hallo Marco,
Comedix hat geschrieben: 29. Dezember 2021 12:28Darf ich Auszüge deiner Rezension verwenden, wenn ich den Artikel in der Bibliothek einstelle?
ja, natürlich. Lies aber bitte vorher nochmal über die betreffenden Auszüge drüber. Ich habe das recht schnell getippt und da sind doch ein paar Tippfehler drin.

Gruß
Erik
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Erik
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Re: Pressekonferenz zu Band 39 am 11. Oktober

Beitrag: #Beitrag Erik »

Hallo,

im Comicforum gibt es vom 30.04./01.05.2021 ein interessantes Gespräch:
kyôdai hat geschrieben:Die Superluxusausgabe der neueren Asterix Bände scheint schlichtweg niemand haben zu wollen. (Zumindestens nicht für diesen Preis.)

Die 500 Stück der ersten Ausgabe ist Egmont in nun knapp 6 Jahren immer noch nicht ganz losgeworden... Keine Ahnung, warum soetwas dann überhaupt fortgesetzt wird.
efwe hat geschrieben:@kyodal
Weil "Asterix" eine so wichtige Lizenz ist, dass man bei manchen Produkten eben Geld darauf legen muss, um den Lizenzgeber zufriedenzustellen, dem eben dieses Produkt wichtig ist. War schon zu meiner Zeit mit den großformatigen Ausgaben so.
Man muss zwar dazu sagen, dass "efwe" alias Georg F. W. Tempel bereits seit 2012 nicht mehr Verlagsleiter bei Egmont ist (siehe Eintrag "Georg F. W. Tempel" in der duckpedia), also mit den seit 2015 veröffentlichten Artbooks nichts mehr zu tun hat. Gleichwohl gibt dies einen gewissen Einblick, dass Egmont auch Asterix-Ausgaben publiziert hat, an denen sie erwartbar nichts verdient, sondern mit denen sie ein Verlustgeschäft gemacht haben. Mit den "großformatigen Ausgaben" ist zweifellos die Ultimative Edition gemeint.

Wenn dies so ist und man mal davon ausgeht, dass die Superluxusausgaben bzw. Artbooks zu dieser Kategorie gehören, dann mag das vielleicht ein Stück weit erklären, weshalb der Verlag keinerlei Ehrgeiz bei dem Vertrieb und der Bewerbung der entsprechenden Ausgabe zu "Asterix und der Greif" mehr zeigt. Möglicherweise handelt es sich für Egmont nur um eine "Pflichtpublikation", von der man sich ohnehin nichts erwartet. Vielleicht ist es sogar so, dass je schlechter die Verkaufszahlen sind, sie desto eher beim nächsten Mal gegenüber dem französischen Lizenzgeber argumentieren können, dass sie soetwas nicht erneut publizieren wollen.

Mir jedenfals war bis ich das gelesen habe, gar nicht bewusst, dass es Asterix-Publikationen gibt, die auf Wunsch des Lizenzgebers und nicht aufgrund einer positiven Gewinnprognose des deutschen Verlages veröffentlicht werden.

Gruß
Erik
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Re: Pressekonferenz zu Band 39 am 11. Oktober

Beitrag: #Beitrag WeissNix »

Erik hat geschrieben: 31. Dezember 2021 18:51 Mir jedenfals war bis ich das gelesen habe, gar nicht bewusst, dass es Asterix-Publikationen gibt, die auf Wunsch des Lizenzgebers und nicht aufgrund einer positiven Gewinnprognose des deutschen Verlages veröffentlicht werden.
Das ist heutzutage aber oft so, dass ein Vertriebspartner von was auch immer eine ganze Kollektion und/oder MIndestmengen abnehmen muss - auch, wenn da Produkte bei sind, die er erwartbar bei seiner Kundschaft nicht loswird. Besonders dann, wenn mit dem Vertrieb noch eine gewisse Exklusivität wie zB ein Gebietsschutz mit einhergeht.
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Re: Pressekonferenz zu Band 39 am 11. Oktober

Beitrag: #Beitrag Nullnullsix »

Was ich bei solchen 'Pflichtpublikationen dennoch nicht verstehe, ist: Warum wird nicht die Chance im Problem gesehen?, sprich: Wenn man sowas schon machen muss, warum macht mans dann nicht so, dass es kalkulatorisch aufgeht? Ein paar Stellschrauben wirds doch wohl geben, was Preisgestaltung, Auflagenhöhe und/oder Ausstattung/Produktion selbst betrifft.
Eigentlich hätte was passieren müssen, als ich auf den Knopf drückte!
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Re: Pressekonferenz zu Band 39 am 11. Oktober

Beitrag: #Beitrag WeissNix »

Nullnullsix hat geschrieben: 13. Januar 2022 01:06 Wenn man sowas schon machen muss, warum macht mans dann nicht so, dass es kalkulatorisch aufgeht?
Wie willst Du das machen?

Kleinere Auflagen erhöhen die Stückkosten - daraus resultierender höherer Abgabepreis reduziert wiederum den potentiellen Kundenkreis noch weiter. Zudem kann (und wird in einem Fall wie Asterix wohl auch) die Auflagenhöhe gerade bei limitierten Ausgaben vertragsrechtlich fixiert sein.

Senkung des Abgabepreises (ggf. in Verbindung mit einer stückkostenreduzierenden höheren Auflage) reduziert die Exklusivität, das ist von Seiten der Lizenzinhaber oft nicht gewünscht und wird daher in den Lizenzverträgen und/oder durch entsprechend hohe "Gebühren" wohl ausgeschlossen oder unwirtschaftlich sein.

Und insb. die BigPlayer wie Egmont (aber auch Carlsen) zeigen ja regelmässig dadurch, alles, was nicht den gewünschten Umsatz bringt, sehr schnell wieder einzustampfen, dass es diesen Verlagen ausschliesslich auf die Bilanz ankommt. Innovatives Verlagsprogramm, Kundenzufriedenheit, konsequente Fortführung einmal begonnener Reihen/Ausgaben - offensichtlich alles völlig dem Gewinnstreben untergeordnet. Und gerade die beiden o.G. könnten durch die Umsatzgaranten, die sie im Programm haben, schon mal etwas nicht so erfolgreiches querfinanzieren, während kleinere, innovativere und generell mutigere Verlage sehr genau überlegen müssen, damit eine einzige Fehlentscheidung nicht das ganze Unternehmen direkt in Schieflage bringen kann.
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Re: Pressekonferenz zu Band 39 am 11. Oktober

Beitrag: #Beitrag Erik »

Hallo,
Maulaf hat geschrieben: 17. Dezember 2021 18:28ich habe das Artbook gestern bei meinem Händler bekommen und bei ebay gibt es auch schon das erste Angebot dazu.
jetzt war wiedere eines bei eBay drin - angeboten von einem professionellen Händler. Das ist gestern für 155,19 € verkauft worden, also deutlich unter Ausgabepreis. Das ist natürlich nur eine Momentaufnahme, spricht jetzt aber auch nicht gerade für ein umwerfendes Marktinteresse.

Gruß
Erik
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