Astyrêk (Arbeitstitel)

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Moderator: Iwan

Verleihnix

Beitrag: #Beitrag Verleihnix »

Hallo Freunde! Frohes Neues Jahr erst mal. Hier kommt wieder ein neuer Teil:

---

Nun...“ Der Druide räusperte sich, ehe er fortfuhr: „Erst ein mal zu deinen Fragen, Asterix. Du erinnerst dich nun also an deinen Wahnsinn. Ich werde dir schildern, wie es wirklich dazu kam. Eines morgens hast du dich zu weit vom Dorf entfernt, und dann kamen die Leute vom internationalen Druidenverband und überfielen dich. Sie benutzten dich als Versuchskaninchen für einen ihrer Tränke, den Trank der Irren.“

„Also so was!“ Asterix war entrüstet. „Was fällt denen ein?“ „Tja, ich mag sie auch nicht sonderlich, immerhin haben sie meinen Vater umgebracht. Wenn ich jetzt bitte fortfahren darf!“ „Natürlich!“ sagte Asterix erschrocken und der Druide tat es: „...
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idemix
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Beitrag: #Beitrag idemix »

Hi Verleihnix,

ich möchte dir vorschlagen, ähnlich wie Kikix in "Aller Tage Abend", zu Beginn des Threads die gesamte bisher geschriebene Geschichte in einem Beitrag zusammenzufassen und dies dann laufend zu aktualisieren.
Deine Geschichte ist ja schon vom Handlungsablauf her gesehen ziemlich verwirrend, da ist es umso mühsamer sie Beitrag für Beitrag zu lesen.

Ist nur ein Vorschlag.
:idefix: wuff! wuff! JAUL? JÅUL! GRRRØØØÅÅRRR! :wuff:

Und so was schimpft sich Lyriker!
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Thunder
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Beitrag: #Beitrag Thunder »

So für alle die keine Lust haben die Geschichte Seitenweise zu Lesen gibt es hier nun die Zusammenfassung Original by Verleihnix.

Astyrek
Story/Idee: Verleihnix

Wir befinden und im Jahre 50. v. Chr.* Ganz Gallien ist von den Römern besetzt...ganz Gallien? Nein! Ein von unbeugsamen Galliern bevölkertes Dorf hört nicht auf, dem Eindringling Wiederstand zu leisten. Und das Leben ist nicht leicht für die römischen Legionäre, die als Besatzung in den befestigten Lagern Babaorum, Aquarium, Laudanum und Kleinbonum liegen...

Textfeld: Asterix hat die richtige Frau gefunden...: Latraviata! Beide haben sich im Herzen zutiefst geliebt und Asterix hat den ersten Schritt gemacht: Einen konkreten und abrupten Heiratsantrag! Wer könnte da schon nein sagen, bei so einem stolzen, mutigen und intelligenten Krieger...schließlich haben die beiden ein Kind namens Astyrek gezeugt.
Panel: Asterix hebt stolz lächelnd ein kleines Baby hoch.

Textfeld: Asterix war sich sicher, das das der Anfang von etwas ganz großem war. Und so „genoss“ Astyrek schon im Kleinkindalter eine rüde und teilweise gewalttätige Erziehung, damit er auch ja kein Weichei werden würde...
Panel: Es ist nur Asterix Arm’ zu sehen, der einem „Gliep“ machenden Kind eine saftige Ohrfeige verpasst.

*nicht so genau...aber egal!
"Textfeld: Obelix hatte aus unerfindlichen Gründen Spaß an einer Ein-Tag-Affäre, an der er gleich noch einen Sohn, Xilebo, zeugen musste. Seit dem ist er allein erziehender Vater, der mit seinem Sohn sehr viel Spaß hat und so gut wie nie schimpft.
Panel ohne Ränder: Obelix und Xilebo vor weißem Hintergrund."
Textfeld: Astyrek und Xilebo sind die besten Freunde. Mit seinem Kumpel vergisst Astyrek die Quälereien seines Vaters und hat sehr viel Spaß mit Xilebo. Die beiden möchten eines Tages in die Fußstapfen ihrer Väter treten.
Panel: Astyrek und Xilebo springen lachend auf einem der Wege im Dorf umher.
Textfeld: Wir machen einen Sprung in die Zukunft. Astyrek und Xilebo sind nun pubertierende Jugendliche und Asterix’ Erziehungsmethoden haben sich von hart, streng und teilweise brutal zu sehr brutal, unmenschlich und zynisch gewandelt.
Panel: Schild mit der Aufschrift „zensiert“, im Hintergrund Sprechblasen wie „Gnade, Papa!“ oder „Zu hülf!“ sowie eine Staubwolke.

Textfeld: Asterix ist statt des freundlichen, intelligenten und bescheidenen Krieger ein muffiger, geistig zurückentwickelter und knauseriger Tattergreis. Doch da, wo der freundliche, intelligente und bescheidene Krieger war, klafft jetzt eine große Lücke...
Panel: Der Asterix, wie wir ihn alle kennen, danach ein Gleich-Zeichen („=“) und dann der alte Asterix mit finsterer Mine, einer Art Schottenrock und Stock.

Textfeld: ...eine Lücke, die nun ein neuer Held einnehmen soll.
Panel: Astyrek wird mit Fußtritt aus Asterix Haus befördert. Aus dem Haus die Sprechblase „RAUS!“

Panel: Weiterhin die Sprechblase aus dem Haus: „Mach zu, das zu selbst zurechtkommst! Ich kann deinen Anblick nicht mehr ertragen.“

Textfeld: Und so sah sich der junge Astyrek gezwungen, das Dorf zu verlassen, mit den drei einzigen Sachen, die er hat (eine zerrissene alte Lederhose, ein Bündel an einem Stock befestigt auf seiner Schulter getragen und viele blaue Flecken von den Schlägen des Vaters) sein Glück irgendwo da draußen zu suchen.
-------------Ende der Einleitung------------------
Traurig blickte der Jugendliche zurück auf das Dorf, das nun nur noch ein Pünktchen am Horizont war. Er hatte seiner alten Mutter Latraviata nicht bescheid gesagt, das er gehen würde. Wir würde sie reagieren? Er konnte bestenfalls mit einem Herzanfall rechnen.
Als er wieder von dem Baum, von dem er oben auf das Dorf zurückgeblickt hatte, runterstieg, und dann weiterlief, wurde ihm klar, das er zwei handfeste Probleme hatte. Er würde
immer daran denken, was seine geplante Laufbahn als Held wohl behindern würde.

Das erste Problem war die Sorge um seine Mutter, wenn sie von dem Auszug ihres Sohnes erfuhr. Sie war immer gegen die Erziehungsmethoden ihres Mannes und hatte ihn sehr lieb, und dasselbe umgekehrt. Sie war der Grund, warum es Astyrek so viel Schmerzen bereitete, das Dorf zu verlassen. Wenn er nicht sofort umdrehen würde, hätte er das Problem bzw. die Sorge um seine Mutter sein ganzes Leben lang.

Das zweite Problem war vielmehr ein seltsamer Gedanke, den ihm seit seiner Geburt beschäftigte. Die aktuellen Greise des Dorfes, wie Automatix, Verleihnix und der Ex-Häuptling Majestix erzählten Astyrek immer wieder zunehmend, weil Asterix zunehmend immer muffiger wurde, das Asterix früher ein kinderfreundlicher lieber Mensch war. Ein Mensch kann sich ändern, aber so stark?

Astyrek beschloss, in das Dorf zurückzugehen und das erste Problem zu lösen, da er sich schon dachte, das er mit dem zweiten noch lange herumschlagen würde.

Zu seinem Verwundern berichtete Latraviata, das Asterix ihr nach mehrmaligem Anfragen nach ihrem Sohn alles gestanden hatte. „Ich habe mich relativ gut damit abgefunden, da ich mir erstens schon gedacht habe, das du zurückkommst um dich zu verabschieden, und zweitens mir ebenfalls gedacht habe, das du eine Heldenkarriere einschlagen willst. Ich habe mir schon immer einen stolzen Helden als Sohn gewünscht!“ „Den Wunsch kann ich dir erfüllen!“ lachte Astyrek und umarmte seine Mutter.

Es blieb also noch Problem Numero Zwo...

Astyrek glaubte eigentlich an nichts übersinnliches, auch wenn er im Moment keine andere brauchbare Erklärung hatte. Der aktuelle Druide Miraclix, der Sohn von dem verstorbenen
Miraculix, welcher wiederum der Sohn des großen Miracuculix ist, kann wie jeder Druide zaubern. Dies nicht mithilfe von Zauberstab und -buch, sondern mit Zaubertränken. Und wenn ein böser Druide Asterix einen solchen Zaubertrank eingeflößt hat?

Diese Gedanken trugen Astyrek und Latravita (die ihn unbedingt bei den Planungen für seine „Heldentaten“ unterstützen wollte, aber nur im Weg rumstand) innerhalb einer Woche zusammen. Man muss bedenken, das das geistige Niveau zu dieser Zeit noch nicht so hoch war wie heute und die Woche zum sammeln von den paar Gedanken gar nicht seltsam war.
„Ach mein süßes Schnuckiduckichen!“ fing sie wieder an. „Ich wäre ja sooo stolz auf dich, wenn du aufrecht mit geschwellter Brust dir Fans schaffst, auch in Reihen derer, die...“
„Sei mir nicht böse, Mutter, aber ich glaube, es ist besser, ich regle das allein“ sagte der von Kopfweh von dem Gelaber geplagte Astyrek. Grummelnd war er unter den Marmorblöcken mit Inschriften regelrecht versteckt und sah sie nicht an, als sie irgendeine Bestätigung vor sich hinmurmelte und verschwand. „Papa hat mir ja eingeschärft, das man mit diesen Weibern nichts als Ärger hat!“ sagte der Jugendliche zu sich selbst. „Ich glaube, damit hat er nicht ganz unrecht...oh, es ist schon spät.“ Langsam verließ er den Raum, um zu seiner Mutter ins Bett zu kriechen, da der wahnsinnige Asterix aus seinem Zimmer eine Art privaten Sport- und Spiele-Raum gemacht hat.

Am nächsten Morgen beim Frühstück versuchte Astyrek seiner Mutter die Sachlage klarzumachen. „Verstehst du also? Die Theorie mit dem bösen Druiden ist unsere schlüssigste. Nur ist die Beschreibung ‚böser Druide’ etwas vage. Kennst du zufällig so einen?“
„Nein. Aber ich denke, du kannst deine Suche auf Gallien abgrenzen, ein ausländischer Druide bzw. Zauberer würde nicht so weit reisen, um jemanden so zu verändern.“
„Uuuui, toll...auf den Gedanken wäre ich jetzt nicht gekommen“ sagte Astyrek sarkastisch und mit einem mitleidigen Unterton.

Nachtrag: Eine kleine Ergänzung:

„Astyrek!“ entgegnete sie wutschnaubend. „So mit mir zu reden...aber egal. Übrigens, du könntest auch mal ein Hemd anziehen sagte sie, mit Blick auf die blanke Brust des Helden.“ Das war zuviel. Astyrek packte seine Siebensachen in ein Bündel und wanderte von dannen, nicht zuletzt um seinen Vater vor dem Verrücktsein zu bewahren.

Schon einen Monat war der Held unterwegs. Zahlreiche Druiden konnte er von seiner Liste streichen. Druidix war sowieso kein Druide, er hatte ihn enttarnt (wenn er wüsste, das Druidix in Wahrheit Lügfix der Seher ist!) und beim internationalen Druidenverband angezeigt. Der Dorfdruide Miraclix war als erstes dran gewesen, da es bei ihm am wahrscheinlichsten war. Fehlanzeige; so einen Trank besitzt dieser nicht. Weißüberhauptnix war ein herzensguter Mensch und kam gar nicht in Frage. Machmalfix und Renngarnix, die beiden Geschwister, waren wohl zu weit entfernt. Da kamen schon eher die Burschen des internationalen Druidenverband in Frage. Diese bedienten sich beim testen von neuen Tränken gerne an unschuldigen Zivilisten, Versuchskaninchen eben. Die Typen waren ihm sowieso unsympathisch.
Als Miraclix’ Vorgänger Miraculix zwei Besteller ("Narrative graphische Figurationen unter besonderer Berücksichtigung der politisch-repressiven Komponente im Weltbild des Druidenverbands“ und "Infantilisierungstendenzen in der postmodernen Gesellschaft am Beispiel des sogenannten Miraculix. Eine kulturkritische Untersuchung") auf dem Markt gebracht hat, in denen er unter den anderen Druiden die Revolution gegen den Druidenverband fordert, ist er grausamer Weise von eben diesen Verband wegen ‚Störung des internationalen Friedens der Druiden’ hingerichtet worden.
Der Druidenverband war eine Organisation in ganz Europa. Der Sitz war selbstverständlich in Rom. Überall haben sie ihre Zelte und Lager aufgestellt, um die Druiden zu überwachen.
Nicht-Druiden sind für den Verband moralisch untergeordnete Menschen. Und jetzt haben sie (wahrscheinlich) Asterix als Versuchskaninchen für einen neuen Trank genommen! Das werden sie büßen...

Leise tappte Astyrek durch den dunklen Wald. Ein einziges Knacken eines Zweiges könnte ihn verraten. Er war vollkommen am Ende. Seine nackte Brust war blutig, aufgeschlitzt und verkratzt, weil sich der Dickschädel durch dichtes Unterholz und Gebüsch geschlagen hat. Er war praktisch nackt, die alte Lederhose war erstens viel zu klein (er trug sie schon seit 5 Jahren) und zweitens total aufgeschlitzt. Sie war halb heruntergefallen. Sein sichtbarer Po (<--Auf Wunsch wird das entfernt) war rot von den Stockschlägen des Vaters.
Seine nackte Haut war überall total dreckig und schlammig. Seine strubbeligen Haare waren schweißnass und klebten im an der Stirn, sein Gesicht war blutig, nass und verzweifelt. In dem Mund hatte er einen ekligen Geschmack von Algen.
Die Nase war mehrmals gebrochen, die Augen fast blind. Sein Herz pochte derart schnell, das er das Gefühl hatte, jeden Moment umzufallen. Ihm war speiübel und er hatte heftigstes Kopfweh, Herzweh und Augenbrennen.
Seine Arme und Beine waren entkräftet, total müde und verkrustet. In der Hand hielt er ein verrostetes altes Schwert, um sich einen Weg durch das Unterholz zu bahnen.
Trotzdem ließ er nicht nach. In dieser Gegend waren sowohl befestigte Römerlager als auch Lager des internationalen Druidenverbands.
Er kam aus dem Wald hinaus. Ungefähr zehn Meter rund um ein Druidenlager war vollkommen abgeholzt. Astyrek fiel auf dem Boden. Aber fing sich wieder und taumelte auf das Lager zu, bis er schließlich entgültig in Ohnmacht fiel.

ALLES, WAS SIE AUF DEN LETZTEN VIER SEITEN GELESEN HABEN, GILT NICHT MEHR! WIR DREHEN DIE UHR UM EIN PAAR STUNDEN VOR.

Astyrek sah erst einmal nichts. Er war umgeben von einer schwarzen Farbe. Bald, als die Farbe verschwand, bemerkte er die Illusion. Wer war er? Mit entsetzten Anblick blickte er auf sich hinunter, auf seine dreckige, blutige und halbnackte Gestalt. Er erinnerte sich aber an nichts. Wo war er? Offenbar in einer Art grünem Zelt. Er selbst lag auf einer Liege. Um noch einmal auf die erste Frage zurückzukommen, er meinte sich eine düstere Erinnerung zu haben, ein paar Druiden abschlachten zu wollen, die seinen Vater zu einem Monster verhext haben. Spätestens als er draußen einige Legionäre vorbei gehen gesehen hat, schlug er sich den Gedanken aus dem Kopf. Er war wohl irgendein Gallier in einem befestigten Römerlager.
„Hey, du da!“ schrie er einem besonders dicken Legionär zu. „hm?“ machte dieser schlaftrunken. „Wo sind wir, wer bin ich, wer bist du und was hat das alles zu bedeuten?“ sprudelte es aus ihm heraus. „Wer ich bin?“ entgegnete der Legionär. „Ich bin Claudius Vizus, Legionär der dritten Zenturie. Wo sind wir? Ganz einfach, wir überwachen den Frieden zwischen Rom und Lutetia und sind hier eines der Lager rund um Lutetia. Was die Welt zu bedeuten hat, das weiß nur Iupiter. Und wer bist du? Das ist eine lange Geschichte.“
Der Legionär setzte sich an den Rand der Liege und begann: „...

„Also, weil ich mit dem hiesigen Zenturio auch private Kontakte habe, hat er mich eingeweiht, warum da so ein halbnackter Gallier bei uns rumliegt. Wundere dich nicht, woher wir alles über dich wissen. Eines Tages wirst du alles verstehen. Aber nun zu deiner Frage:
Du bist der gallische Krieger Astyrek, der aus einem kleinen gallischen Dorf, das wir Römer immer noch nicht besiegt hat, stammt. Das Dorf liegt an der Westküste von Aremorica.
Um einige für sich wichtige Dorfpersönlichkeiten zu nennen: Der Chef eures Dorfes ist der Sohn des großen Majestix und hat die gesamten traditionellen Dorfgesetze seiner Vorgänger umgekrempelt, so das Gewalt gegenüber Kinder, Zivillisten und Kinder vollkommen normal ist. Der vorherige Häuptling hat nur einmal in einer Ausnahmesituation gegen Frauen gekämpft. Der Druide, sprich der Dorfzauberer eures Dorfes heißt Miraclix. Er gibt euch einen Zaubertrank, mit dem ihr übermenschliche Kräfte erlangt. Deswegen können wir Römer euch nicht besiegen.
Deine Eltern heißen Asterix und Latraviata. Ersterer ist durch den internationalen Druidenverband wahnsinnig geworden, da die Druiden ein Versuchskaninchen für einen neuen Zaubertrank brauchten. Ihr wolltet offenbar ein Druidenlager stürmen, um die Druiden zu zwingen, euren Vater wieder normal zu machen. Plötzlich seit ihr aufgrund von körperlicher Schwäche ohnmächtig geworden. Einige Legionäre haben euch aufgefunden. Auf kompliziertem Wege, auf dem ich jetzt nicht weiter eingehen werde, seit ihr hierher gekommen.
Einzelheiten erfährt ihr beim Zenturio. Ich bringe euch frische Kleider, dann führe ich euch hin.“

....
Zuletzt geändert von Thunder am 15. Januar 2007 21:20, insgesamt 2-mal geändert.
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Thunder
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Beitrag: #Beitrag Thunder »

...
Astyrek saß verwirrt auf seiner Liege. Er musste dieses Geschwätz von diesem Schnellreder erst mal verarbeiten. Er hieß also Astyrek und war ein Barbar von der Westküste?! Damit wollte er sich nicht so recht abfinden.
Schon kamen drei Legionäre, darunter der von eben, hinein. Zwei trugen eine Badewanne und der dritte Kleider, Hygiene und Medizin.
Nachdem sich Astyrek gebadet, verarztet und gesalbt hatte, warf er einen Blick auf die Kleider. Es waren frische und überhaupt nicht kratzige Kleider. Schnell stülpte er sich die Tunika über, zog die Hose an und schlüpfte in die Sandalen. Danach kämmte und rasierte er sich und trat ehrenvoll, gerade und mit geschwellter Brust aus dem Zelt.

Ein anderer schlanker Legionär hatte (in gebührendem Abstand vom Zelt) auf ihn gewartet. Mit ernstem Ton sagte er: „Nur um eines mal klarzustellen: Solange du hier bist, und das wird vermutlich noch länger dauern, musst du dich an unsere Regeln halten. Du musst gepflegt und wenig essen, römische Kleider anziehen und dich unseren Sitten anpassen. Führe in der Zeit, in der du hier bist, ein Leben in Bescheidenheit, und störe uns Legionäre nicht bei der Arbeit. Wenn du das tust, sind alle freundlich zu dir.“ Astyrek nickte. Der Legionär fuhr fort: „Ich vermute, mein dicker Kollege hat dich etwas überrumpelt. Wenn du kein Barbar sein willst, kannst du gerne bei uns bleiben. Aber jetzt muss ich dich zum
Zenturio führen, der mich übrigens über deine Herkunft auch eingeweiht hat.“ Der Legionär lief diszipliniert voraus und Astyrek folgte ihm. Er schaute mal hier hin und mal da hin und interessierte sich offenbar für die römische Kultur.
Plötzlich blieb der Legionär vor einem besonders prachtvollem und verziertem Zelt stehen Der Legionär blieb stehen und flüsterte: „Da wären wir...viel Glück!“ Er wollte gehen, doch drehte sich noch mal um und flüsterte erneut: „Ach, ganz unter uns: Der Zenturio ist ein verfressenes und unmenschliches Ekel, also erwarte nicht zu viel von ihm.“ Damit verschwand der Legionär entgültig und Astyrek blieb ängstlich vor dem Zelt stehen.

Zwei Männer (offenbar Zivilisten) verstecken sich im Lager, während Astyrek beim Zenturio ist. Der erste sieht geistig zurückentwickelt aus, der zweite Mann hat kein sichtbares Gesicht und einen Umhang.

Mann 1 „Ja, wirklich?!“
Mann 2 (kalte Stimme) „Ja. wirklich.“
Mann 1 „Wann?!“
Mann 2 (kalte Stimme) „Jetzt.“
Mann 1 „Jetzt?“
Mann 2 (kalte Stimme) „Ja.“
Mann 1 „Jetzt ist er doch beim Obermotz hier!“
Mann 2 (kalte Stimme) „Interessiert mich nicht.“
Mann 1 „Ach nein?“
Mann 2 (kalte Stimme) „Nein.“
-lange Stille-
Mann 2 (kalte Stimme) „Mach jetzt schon“
Mann 1 „Aber...der Zenturio!“
Mann 2 (kalte Stimme) „Der Dickwanst dürfte keine ernst zu nehmender Gefahr sein.
Mann 1 „Ich habe Angst.“
Mann 2 (kalte Stimme) „Dann gehe ich halt.
Mann 1 „Danke Chef“
Mann 1 Abgang, Mann 2 Abgang in Richtung Zelt des Zenturios.
Mann 2 (murmelnd) „Dieses Weichei geht mir langsam aber sicher auf den Geist! Da gehört man einer Organisation an, die gallischen Jugendlichen helfen soll selbstständig zu werden, und da können ungefähr 95 % nicht mal auf sich selber aufpassen! Nervt ja noch mehr als diese bekloppten Legionäre...ärgerlich, ärgerlich!

Was hat während dem Gespräch diesen Männern im Zelt abgespielt? Sehen wir nach...:

Astyrek: Ave, Zenturio! Ich bin der gallische Krieger Astyrek.
Zenturio: Setz dich, Kleiner...hast du Fragen?
Astyrek: Ja...also wie bin ich genau hier her gekommen?
Zenturio: Als dich die Legionäre aus den Römerlagern aus dieser Gegend, wo du warst, gefunden haben, haben sie dich, immer noch pennend, ihrem Zenturio gebracht. Der hat dich mir als Sklaven geschickt.
Astyrek: Sklave?!
Zenturio: Keine Sorge, ich hab’ genug Sklaven.
Astyrek: Nächste Frage: Woher wisst ihr alles über mich?
Zenturio: Knochenharte Ermittlungen.
Astyrek: Kennst du zufällig einen bösen Druiden, der einen Zaubertrank hat, der bewirkt, das man verrückt wird?
Zenturio: Nein.
Astyrek: Schade.
Zenturio: Ein Kumpel von mir, Augenblix, ist aber verrückt geworden, weil er einen Hinkelstein aufs Dach gekriegt hat.
Astyrek: Unser Dorfdruide Miraclix sagt, er weiß von seinem Vater, das man durch Hinkelsteine zwar verrückt, aber dennoch liebenswürdig und nicht boshaft und gewalttätig wird.
Zenturio: Pech für dich.
Astyrek: Sieht so aus.

„Darf man eintreten?“
Der ‚Mann 2’ von vorhin steht am Eingang des Zelts „Wer hat ihnen das erlaubt?!“ brüllte der Zenturio wutschnaubend. „Niemand. Mir macht niemand Vorschriften, mir erlaubt niemand etwas. Ich bin der, der ich bin. Ihr Römer manipuliert uns Menschen. Mit diesen ganzen Vorschriften sind wir nicht mehr die, die wir sind.“ „Du bist ein vorschriftfreier und verantwortungsloser Mensch!“ entgegnete der Zenturio. „Ich habe mehr Verantwortung als die römischen Staatsbürger, die keine Verantwortung für ihren Körper haben. Die
Verantwortung hat euer Caesar, der, der Andere unter Kontrolle hat und die demnach die Anderen ist. Er ist der Herrscher über die Menschen.“ „Das klingt schon vernünftiger.“ lächelte der Zenturio. Der andere fuhr fort: „Ich habe nicht zuende gesprochen. Er ist die Anderen und deshalb ein Eroberer. Was nicht heißen soll, das ein Eroberer ein guter Mensch ist.“ „Caesar ist mächtig!“ fuhr ihn der Zenturio an. „Das will auch niemand bestreiten, Dickerchen. Er zählt zu den mächtigsten und geheimnisvollsten Personen. Aber insgesamt ist er ein Fiesling. Er nimmt mit seinen Vorschriften den Menschen die Seele weg. Ihr seit auf ihn angewiesen. Ohne ihn gibt es ein Kuddelmuddel. Das wollen die Mitglieder der GJH, den Gallischen Jugend Helfern, verhindern. Die Organisation hilft, jugendlichen Galliern, wie dein junger Freund hier, selbstständig zu werden. Wir, die Leiter, sind so, das wir selbstständig sind, in dem wir Gebote nicht einhalten, damit Caesars Seele nicht unsere Seelen plündert. Der Jugend aber helfen wir, in dem wir ihnen beibringen, sich selbstständig an Verbote zu halten.“

Der Zenturio kratzte sich am Kopf. „Das muss ich erst mal überdenken.“ „Keine Zeit, Dicker!“ brüllte der Mann und zog ein silbernes Schwert hervor. Der Zenturio lag in wenigen Minuten K.O. auf dem Boden. „Komm, Kleiner, wir sind schon spät dran. Du willst doch unseren Kurs besuchen?“ „Ich will“ entgegnete Astyrek, dem dieses ‚Kleiner’ mittlerweile ziemlich auf die Nerven ging.
„Wie heißt du eigentlich?“ fragte Astyrek, während sich die beiden sich vor einigen Legionären versteckten. „Ich bin Lügnix, der Bruder von dem Seher Lügfix.“ „Seher? Gibt’s so was?“ „Nein. Er lebte von der Leichtgläubigkeit der Menschen. Jetzt ist er, glaube ich, Druide unter dem Decknamen Druidix“. „Ich kenne Druidix. Ich habe ihn enttarnt.“ „Cleveres Bürschchen! Dieser Zwerg kann echte Druiden von unechten unterscheiden! Hätte ich nicht gedacht.“ Astyrek sagte leicht beleidigt: Bin auch nicht viel kleiner als du.“ „Ich meinte
geistig, nicht körperlich“. „Ach, was ich dich noch fragen wollte, Lügnix: Apropos Druide wüsste ich gerne, ob du einen bösen Druiden kennst, der einen Zaubertrank hat, der verrückt und gewalttätig macht.“ „Kenne ich nicht...und jetzt weiter, momentan ist kein Legionär in Sicht.“ Astyrek war schwer enttäuscht.

Im nächsten Versteck sagte Astyrek: „Eigentlich wollte ich nur ein Problem aus der Welt schaffen, bis ich Held bin, und jetzt bin ich Hals über Kopf in diese Angelegenheit verstrickt.“ „Du willst Held werden? Danke für die Info...dann muss ich dich anders ausbilden, denn ein Held darf, um Gutes zu erreichen, auch Gesetztenwidrigkeiten machen *murmel*...um noch mal auf dich zurückzukommen: Als Held ist Selbständigkeit sehr wichtig!“ „Dann bin ich aber froh!“ lachte Astyrek. „Klappe und weitergeschlichen!“ Die forsche Anweisung überraschte Astyrek, doch er befolgte sie.

Nach etlichen Verstecken (jedes nächste Versteck war dem Tor ein Stück näher) waren die beiden endlich draußen. Lügnix fing an: „Auch bei mir musst du dich an gewisse Regeln halten. Du musst widerspruchslos alles tun, was ich dir sage. Du darfst kein Weichei sein; aber nach Möglichkeit auch keine Menschen gar umbringen oder verletzen. Klar?“
Astyrek nickte. Es war ganz interessant für ihn, die verschiedenen Lebensweisen zu vergleichen. Aber eines fragte er sich schon: Konnte er diesem Typ trauen? Er war sich nicht so sicher.

Während Astyrek dachte, er müsste Lügnix erst einmal wohl oder übel vertrauen, tippte ein Arm auf Lügnix’ Schulter. „Ich bin’s.“. Da stand der ‚Mann 1’ von vorhin. „Gut. Machnix, das ist unser neuer Schüler Astyrek. Er will ein Held werden; also müssen wir ihn entsprechend ausbilden.“ Und an Astyrek gewandt: „Astyrek, das ist mein Gehilfe bei der Ausbildung von dir. Er heißt Machnix.“ Machnix und Astyrek gaben sich die Hand. Astyrek sagte an Lügnix gewandt: „Ich muss kurz mit Machnix alleine sprechen. Okay?“ Lügnix sagte ja, wunderte sich aber.
Astyrek zog Machnix ein wenig zur Seite und fing an:„...

...
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...
„Kennst du meine Geschichte?“
„So ungefähr.“
„Kennst du auch einen bösen Druiden, der einen Zaubertrank hat, der verrückt, wahnsinnig und gewalttätig macht? Oder, was wahrscheinlicher ist, hat der internationale Druidenverband so einen Trank?“
„Warte mal...ich muss nachdenken, Kleiner.“
-Stille-
Machnix fuhr fort: „Ich glaube, der Druidenverband hat so einen Trank. Frag mal meinen Chef, der hat Kontakte zu den Druiden und Zugang zu der Liste sämtlicher Zaubertränke.“
„Er hat Kontakte zu diesen Spinnern?“
„Nu’ mal ganz langsam, Kleiner...die Druiden sind gebildete und gerechte Leute. Versetze dich mal in ihre Lage: Sie tragen Verantwortung. Sie müssen die Tränke an jemanden ausprobieren. Und wenn du jetzt mit dem Miraculix vs. Druidenverband-Argument kommst, dann lass dir sagen: Wenn Miraculix Erfolg gehabt hätte und es einen Aufstand der Druiden gegeben hätte, wäre ein furchtbares Chaos entstanden. Um einen Weltfrieden bzw. Druidenfrieden zu sichern, muss halt der ein oder andere den Kop’ hinhalten. Hicks!“
„Aber damit haben die Druiden unser Familienglück zerstört!“
„Ich wiederhohle: Um einen Weltfrieden bzw. Druidenfrieden zu sichern, muss halt der ein oder andere den Kop’ hinhalten!!!“
„Ich verlange, das sie an meinem Vater auch das Gegenmittel zu dem Trank mischen!“
“Das ließe sich machen...ich rede mal mit meinem Boss.“
Während Machnix Lügnix irgendetwas zuflüsterte, sah dieser mit hämischen und überheblichen Grinsen auf seinen Schüler hinunter...

„Nun, Kleiner, deine Wünsche sind ja recht anspruchsvoll...“ fing Lügnix höhnisch an.
„Machbar oder nicht?!“ fuhr Astyrek ihn an.
„Na, wer wird sich da aufregen, kleiner Mann?“
Weil Astyrek gerade am explodieren war, ergänzte Lügnix schnell: „Anspruchsvoll, aber machbar. Ich rede mit den Druiden.“
„Danke“ sagte Astyrek kühl.
Lügnix wollte bereits gehen, da sagte er noch: „Nur um das mal klarzustellen...körperlich überlegen bin ich auf jeden Fall.“
„Na, das werden wir mal sehen!“ brüllte Astyrek und ging mit dem Schwert auf Lügnix los.
„Na, na, na!“ Lügnix wich aus. „En garde!“ bellte Astyrek. Lügnix zog sein eigenes Schwert und ließ damit das Schwert des Gegenüber hoch in die Luft fliegen. Grummelnd steckte Lügnix sich sein Schwert ein und sagte: „Das mir solche Mätzchen nicht mehr vorkommen...also, entfernen wir uns jetzt mal von dem Lager dieser bescheuerten Römer!“
Astyrek war mittlerweile klargeworden, das er einen Fehlgriff getan hatte und Lügnix sein uneingeschränktes Vertrauen und großen Respekt verdient hat. Gleichzeitig war Lügnix klargeworden, das er vielleicht nicht so überheblich und höhnisch reden und schauen sollte.

Freundlich, als währe nichts gewesen, begann Lügnix: „Wir werden uns nun einige Monate gegenseitig ertragen müssen. Unser Training spielt sich teilweise draußen, teilweise in geheimen Grotten, Baumhäusern und sonstigen Verstecken ab. Ich bin sicher, du bist noch an deiner Frage zum internationalen Druidenverband interessiert...dann folge mir.“
Sie marschierten einige Stunden durch Wälder, Felder, Moor o.ä. und vertrieben zwischen durch ihre Zeit damit, Legionäre an der Nase herum zu führen.
Plötzlich machte Lügnix halt vor einer Grotte. „Da wären wir!“ Es war praktisch ein sehr kleiner Gang, durch den sie kriechen mussten. Nach einigen Minuten kamen sie in eine große Höhle. Lügnix zog einen Katalog (viele Marmorblöcke) aus dem Regal hinaus und sprach: „Das ist die Liste sämtlicher Zaubertränke des Druidenverbands. Einen Moment...“

Als kleines Special das Kapitel, das Lügnix gerade ließt:

Trank der Irren
Es handelt sich hierbei um ein experimentelles Machwerk des internationalen Druidenverbands. Der Trank der Irren macht nicht nur irre und verrückt sondern krempelt den Charakter komplett um. Wer von dem Trank der Irren getrunken hat, wird ein boshafter Kinderhasser, ein gewalttätiger, geiziger und muffiger Mensch. Dies passiert jedoch nicht abrupt. Man wird über die Jahre immer schlimmer und unerträglicher. Der Trank der Irren wurde erstmals im Jahre 50. v. Chr. eingesetzt bei einem gallischen Krieger aus Aremorica. Danach wurde es nie mehr für nötig befunden, jemanden so einen Trank einzuflößen. Ein Gegenmittel hierzu existiert. Mit diesem Gegenmittel wird man sogar so alt, wie man in dem Jahr war, als der Trank der Irren einem eingeflößt wird (Sprich: Man wird jünger). Der Trank der Irren sowie das Gegenmittel kann bei Bedarf beim Druidenverband bestellt werden.

„Ich glaube, dieses Kapitel interessiert dich...ließ es mal durch“ sagte Lügnix gelassen.
Astyrek nahm den Marmorblock in die Hand und überflog das Kapitel. Einmal. Zweimal.
Dann sprang er in die Luft vor Freude. „Juhu!“ und dann „Äh, sag mal, darf ich schnell einen Brief bei dir schreiben?“ „Ja.“. Als der Brief fertig ist, sah es so aus:

Sehr geehrte Druiden des internationalen Druidenverbands!

Ich bestelle hier mit das Gegenmittel zu dem „Trank der Irren“. Es wurde meinem Vater namens Asterix verabreicht. Bitte per Post an Lügnix’ Höhle im Wald der sieben Marder.
Danke sehr.
PS: Es wäre ganz nett, wenn sie zukünftig, wenn sie mal wieder ein Versuchskaninchen brauchen, bei solchen gefährlichen Tränken die Familie des Kaninchens fragen.

Mit freundlichen Grüßen, der zukünftige gallische Krieger Astyrek

Bis die Antwort kommen würde, würde es noch ein Weilchen gehen, Also widmete sich Astyrek nun voll und ganz seinem Training, da für ihn der „Fall wahnsinniger Papa“ nun abgeschlossen war.
Astyrek und Lügnix erfuhren viel über die Lebensweisen des anderen. Einmal fragte Astyrek Lügnix nach dem Vorbild bei der Heldenerziehung. „Philoktet aus der griechischen Mythologie.“ war die Antwort.
Was das Training selbst anbelangte: Körperliches Training, viel Bildung, Abgewöhnen von Ängsten, Meistern von Gefahren, trimmen von Unabhängigkeit und Prägung des Gerechtigkeitssinn waren Lügnix sehr wichtig. ‚Über die Welt nachdenken, sie zu überblicken und etwas für sie tun’ ist das Motto von Lügnix und seinem Unterricht.

Wie gesagt, Astyrek sah den „Fall Asterix“ als abgeschlossen. Was sich mit der Antwort des internationalen Druidenverbands änderte. Er las vor:

"Sehr geehrter Mr. Astyrek!

Wir nehmen an, sie haben die Information, das das Gegenmittel zu dem Trank der Irren noch erhältlich sei, aus der Liste der Zaubertränke des Druidenverbands. Letztere ist leider längst nicht mehr aktuell. Wir arbeiten an einer Aktualisierung. Jedenfalls ist das Gegenmittel verloren gegangen. Wir bedauern das sehr und geben ihnen ausnahmsweise die Liste der Zutaten zu dem Trank. Bringen sie diese zu einem Lager des internationalen Druidenverbands, damit wir das Gegenmittel brauen können. Für letzteres brauchen wir:...Potz Donner!"

Es kam eine elendslange Liste diverser Zutaten aus allen mögliche Ländern. Gallien...Helvetien...Germanien...Britannien...Rom....die Länder im Norden...Belgien...Ägypten...Griechenland...Kaledonien...unw. unf.

Astyrek, mittlerweile schon ziemlich so, wie es sich Lügnix am Anfang gewünscht hatte, beendete sein Training um sich aufzumachen. Als erstes würde er in sein Heimatdorf gehen, damit Miraclix ihm Misteln mit der Sichel schneiden konnte.

Astyrek war vom Äußeren wieder ein Gallier. Lügnix hatte ihm ein weites Hemd, einen Umhang, eine neue Hose und Waffen gegeben. Als er pfeifend in das Dorf marschierte, wurde er natürlich von Miraclix, Latraviata, Xilebo, Gibdirgarnix (Sohn von Verleihnix) und den ganzen anderen Dorfbewohnern (außer Asterix) aufs herzlichste begrüßt. Astyrek umarmte seine Mutter, bei den anderen winkte er ab: „Ich muss sofort unseren Druiden sprechen“
Miraclix nahm Astyrek, der eng mit ihm befreundet war, mit in seine Hütte. „Wo drückt der Schuh, Kind?“ fragte der alte und weise Mann. Und Astyrek berichtete ihm alles.
„Hm, ja, ja...“ murmelte Miraclix, während Astyrek berichtete. „Du willst, das ich mit meiner Sichel dir Misteln schneide, damit diese Zauberkräfte erlangen? Das ließe sich machen.“

Miraclix fuhrt fort: „Aber gratis ist nun mal nichts.“
„Ich habe noch keine Sesterzen verdient“ sagte Astyrek enttäuscht.
„Keine Angst, ich brauche kein Geld. Du brauchst mir nur einen kleinen Gefallen tun...“
„Ich fürchte mich vor nichts.“
„Dann koste meinen neuen Trank.“
Astyrek musste das Risiko eingehen, sonst blieb sein Vater für immer ein Giftgreis.
Er nippte vorsichtig an dem Trank und dann geschah das unbegreifbare:...

Astyrek war plötzlich "weg". Es war nicht so, das er gegangen war. Es war auch nicht, das ihn der Zaubertrank an eine andere Stelle versetzt hatte, ihn durch die Zeit reisen lassen oder ihn gar aufgelöst hatte.
Er war einfach weg. Genauer gesagt erwa schon immer weg, denn es hatte ihn nie gegeben. Wie hätten sich den die Dinge ohne ihn entwickelt? Sehen wir nach...eigentlich nicht anders. Xilebo und Miraclix hatten andere Freunde, Asterix war genauso ein Giftgreis, hatte aber einen anderen Sohn. Einem Sohn, dem eine ähnliche Geschichte wie die von Astyrek passiert ist, der genau das selbe gelernt hat, der genau das selbe durchgemacht hat. Der aber Sache aus einem anderen Standpunkt betrachtete.

Das Schicksal des Sohnes von Asterix, der nun statt Astyrek da war, ging verloren. Die Überlieferungen wiedersprechen sich: Die einen behaupten, er sei entführt worden, die anderen, er sei den römischen Legionen beigetreten. Es war auch nicht so wichtig.
Jedenfalls bildeten einige Dorfbewohner einen Geheimbund. Xilebo entwendete Asterix Sohn kurz vor dessen Verschwinden die Zutatenliste. Nun wurde jedes Mitglied des Bundes beauftragt, eine bestimmte Zutat aufzutreiben. Die aufregenden Abenteuer bei der Suche nach diesen Zutaten sollen aber ein anderes Mal erzählt werden.

Nach exakt einem Jahr traf sich der Bund, wie vereinbart, wieder in seinem geheimen Schlupfwinkel. Jeder hatte seine Zutat längst, und so verständigten sie den internationalen Druidenverband. Eine Woche später holte Xilebo dort einen dampfenden Kessel sowie das Rezept der Zubereitung ab. Mit seiner riesigen Kraft stürmte er Asterix Haustür. Den dampfenden Kessel in der Rechten, blieb er wie versteinert stehen, denn der Anblick, der sich ihm in der Hütte Asterix’ bot, ließ ihn erstarren...

Kein Mensch hatte mehr daran gedacht, dass Asterix seit über 5 Monaten nicht mehr seine Hütte verlassen hatte und dass keiner ihn besucht hatte. Der Anblick war, weiß Gott, entsetzlich. Ein widerlicher Gestank schlug Xilebo entgegen. Asterix hatte in seinem Wahnsinn all seine Habe zerstört, zerhackt, zerbissen, zersägt. Lavitrata hatte sich von ihm getrennt. Das Holz, aus dem die Decke, der Boden und die Wände bestanden, waren morsch und faul. Asterix selbst aber lag mitten auf dem morschen, dreckigen und kalten Fußboden und röchelte. Der Gestank kam von ihm selbst, er roch wie eine Leiche. Xilebo lief zu ihm hin. Sein Herz war daran, auszusetzen. Blitzschnell wusste der dicke Gallier, was zu tun war. Er riss mit Gewalt Asterix’ vertrocknete Lippen auseinander und schüttete den Trank hinein...

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Thunder
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Beitrag: #Beitrag Thunder »

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In diesem Moment passierten mehrere Dinge gleichzeitig. Asterix, in schwarzem Unterhemd roter Hose, Gürtel mit Zaubertrank und Schwert, braunen Schuhen, federgemücktem Helm und putzmunterem, frischem, jungem, unendlich glücklichem Gesicht sprang vor der plötzlichen Kraft, die seinen Körper so plötzlich warm erfüllte, mehrere Meter in die Luft.

Aber offenbar war dieser Trank nicht nur das Gegenmittel für den Trank der Irren, sondern auch für den Trank, der Miraclix damals Astyrek als Versuch gegeben hat, denn abermals änderte sich die Vergangenheit: Dieser Geheimbund und der andere Sohn Asterix’ haben nie exsistiert, und vor Asterix kniete Astyrek (nicht Xilebo), der allein alle Zutaten gefunden hatte.

Die beiden Gallier sahen sich an. Sie verstanden gar nichts mehr. Alles drehte sich wild in ihren Köpfen. Insbesondere Asterix erinnerte sich an seinen Wahnsinn und war vollkommen verwirrt. So beschlossen sie, zu Miraclix zu gehen, der ihnen alles erklären sollte. Dieser sagte in seiner Hütte: „Ich habe mit vielen Leuten gesprochen: Lügnix, die Römer, der Druidenverband, die Dorfbewohner. Ich habe alles verstanden und werde es euch erklären. Setzt euch, es ist eine lange Geschichte."

Nun...“ Der Druide räusperte sich, ehe er fortfuhr: „Erst ein mal zu deinen Fragen, Asterix. Du erinnerst dich nun also an deinen Wahnsinn. Ich werde dir schildern, wie es wirklich dazu kam. Eines morgens hast du dich zu weit vom Dorf entfernt, und dann kamen die Leute vom internationalen Druidenverband und überfielen dich. Sie benutzten dich als Versuchskaninchen für einen ihrer Tränke, den Trank der Irren.“

„Also so was!“ Asterix war entrüstet. „Was fällt denen ein?“ „Tja, ich mag sie auch nicht sonderlich, immerhin haben sie meinen Vater umgebracht. Wenn ich jetzt bitte fortfahren darf!“ „Natürlich!“ sagte Asterix erschrocken und der Druide tat es: „...

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