Lucky Luke

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Nullnullsix
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Re: Lucky Luke

Beitrag: #Beitrag Nullnullsix »

Erik hat geschrieben: 2. Januar 2022 10:13 (...) Wo stammt es denn her bzw. was war sein ursprünglicher Verwendungszweck? (...)
Sicher bin ich nicht, aber ich glaube, das war ursprünglich ein Cover für das holländische Magazin PEP. Eine 'gezeichnete' Version dieses 'gemalten' Motivs gabs dann auch in ZACK:
Bild

Solche Fälle gab es häufiger, dass ein 'gemaltes' Bild bei ZACK als 'gezeichnete' Version neu auftauchte. Und dabei kam es auch häufiger vor, dass der Ursprung ein PEP-Cover war. Hier nur EIN Beispiel dafür:
BildBild

Ich vermute(!), dass das 'Schuhputzer'-Motiv auch ein PEP-Cover war, finde aber im Netz grad kein Bild, das das belegen würde. Leider hab ich auch bisher keine web-seite gefunden, wo es alle PEP-Cover gibt, was schade ist, denn da waren viele gute - und auch viele 'exklusive' Cover dabei.
Für hier wahrscheinlich besonders interessant die PEP-Cover, die Daan Jippes von Asterix anfertigte.
Eigentlich hätte was passieren müssen, als ich auf den Knopf drückte!
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Erik
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Re: Lucky Luke

Beitrag: #Beitrag Erik »

Hallo,
Nullnullsix hat geschrieben: 2. Januar 2022 17:14Für hier wahrscheinlich besonders interessant die PEP-Cover, die Daan Jippes von Asterix anfertigte.
dass es die gibt, weiß ich wohl. Leider habe ich die Pep-Hefte aber nie gesammelt. Angebote bei eBay gab es ja gelegentlich mal. Aber irgendwie schien mir das immer uferlos und anderes wichtiger ...

Da die Asterix-Cover bei Pep aber alle nicht von Uderzo waren, hätte ich gar nicht gedacht, dass in dem Magazin originale Morris-Lucky-Luke-Cover abgedruckt wurden. Deine Beispielsbilder belegen das aber. Dann ist es natürlich prinzipiell eine gute Wahl von Egmont, so eines für einen neu zusammengestellten Kurzgeschichtenband zu verwenden; die Sinnveränderung, die Du dargestellt hast, lässt aber die Auswahl der Illustration in der Tat als problematisch erscheinen.

Gruß
Erik
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Nullnullsix
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Re: Lucky Luke

Beitrag: #Beitrag Nullnullsix »

Erik hat geschrieben: 2. Januar 2022 17:51 (...) Leider habe ich die Pep-Hefte aber nie gesammelt. Angebote bei eBay gab es ja gelegentlich mal. (...)
Ich kenn die nur aus dem Netz und bin nie in die Verlegenheit gekommen, die sammeln zu können.
Erik hat geschrieben: 2. Januar 2022 17:51 (...) Da die Asterix-Cover bei Pep aber alle nicht von Uderzo waren, hätte ich gar nicht gedacht, dass in dem Magazin originale Morris-Lucky-Luke-Cover abgedruckt wurden. Deine Beispielsbilder belegen das aber. (...)
Ja, keine Ahnung, ob da n System hinter steckte und wenn, welches... - Jedenfalls hat mich das Artwork von Daan Jippes immer schon sehr beeindruckt und besonders dieses Cover zu 'Legionär' find ich ziemlich genial: Bild
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Nullnullsix
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Re: Lucky Luke

Beitrag: #Beitrag Nullnullsix »

Erik hat geschrieben: 2. Januar 2022 17:51 (...) Dann ist es natürlich prinzipiell eine gute Wahl von Egmont, so eines für einen neu zusammengestellten Kurzgeschichtenband zu verwenden; die Sinnveränderung, die Du dargestellt hast, lässt aber die Auswahl der Illustration in der Tat als problematisch erscheinen. (...)
Ja, prinzipiell keine schlechte Idee, im Konkreten hätts dann aber besser passendere Motive zur Auswahl gegeben. Da ein Großteil des Bandes Geschichten mit den Daltons ausmacht, hätte sich zB ein 'allgemeines' Dalton-Motiv angeboten. zB dieses:
Bild
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bdhk
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Re: Lucky Luke

Beitrag: #Beitrag bdhk »

WeissNix hat geschrieben: 1. Januar 2022 15:351. Ist antiquarisch - besonders als SC (würde ungern nur wegen einer Kurzgeschichte einen HC-Band dazwischen stellen, nimmt mir neben der uneinheitlichen Optik auch zuviel Platz weg) - oft nicht schön, und
2. ist Ebay für mich nicht mehr möglich, da ich weder Kreditkarte noch PP nutze und dort fast keiner mehr andere Zahlungsmethoden akzeptiert/akzeptieren darf (alles ausser Kreditkarte läuft via PP und damit zwingender Akzeptanz derer AGB).
Bei Booklooker gibt es ein paar Exemplare im Zustand "wie neu" ab 4,50 Euro. Booklooker ist grundsätzlich (immer?) per Überweisung.
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Re: Lucky Luke

Beitrag: #Beitrag Brando1988 »

Nullnullsix hat geschrieben: 1. Januar 2022 23:58

Die Comicfassung des Films 'Daisy Town' wurde von Morris ja auch erst 1983 geschaffen, da war der Film schon 12 Jahre alt und Goscinny bereits 5 Jahre tot. Insofern ist davon auszugehen, dass das Comic-Szenario von Daisy Town NICHT von Goscinny ist, sondern Morris den Film allein als Comic umgesetzt hat - und Goscinny dabei deshalb als Texter genannt wird, weil a.) Morris ein bescheidener Mensch gewesen sein soll, b.) die cineastische Vorlage von Goscinny stammt und c.) sich 'Text: Goscinny' vermutlich auch besser verkauft...

Bei 'Die Dalton-Ballade' bin ich nicht sicher: Film und Comic erschienen beide 1978 also kurz nach Goscinnys Tod. Was da eher war und ob der Film demnach die Grundlage für die Comic-Umsetzung war oder der Comic die Grundlage für den Film, dürfte daher erstmal schwer zu beurteilen sein. Ich vermute(!) ersteres, denn Film und Comic sind ja unterschiedliche Medien, wo Gags unterschiedlich funktionieren und die Übertragung von Gags 1:1 ins andere Medium oft nicht geht. So 'fühlt' sich -wie auch bei Daisy Town- die Comicfassung eher wie nach dem Film entstanden an, bzw. der Film für sich 'stimmiger' als solcher, denn als Comic-Verfilmung. Aber wie gesagt: Spekulatives Gefühl.
Zu Daisy Town: Ich fresse einen Besen, wenn irgend eine Zeichnung in diesem Band von Morris stammt, außer dem Titelbild. Er hat sich garantiert nicht hingesetzt und die Filmstory neu gezeichnet und der grottenschlechte Zeichenstil bestätigt das.

Zur Dalton Ballade: Der Film ist das Ursprungswerk. Der musikalischen Einladen, für die Goscinny ja ein Faible hatte, machen eben nur in einem Film Sinn. Im dazugehörigen Comic wirken sie deswegen auch völlig bescheuert.
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WeissNix
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Re: Lucky Luke

Beitrag: #Beitrag WeissNix »

Brando1988 hat geschrieben: 21. Januar 2022 16:16 Zu Daisy Town: Ich fresse einen Besen, wenn irgend eine Zeichnung in diesem Band von Morris stammt, außer dem Titelbild.
Der Verzehr eines Besens wird Dir sicher erspart bleiben, denn zum einen ist die Seitennummerierung nicht wie bei Morris sonst üblich albenübergreifend fortlaufend, sondern seperat mit eigener Nummerierung beginnend wieder von vorn (und dabei ebenfalls unüblich halbseitig unterteilt in A und B), und zum anderen das Abschlussbild wie sonst üblich nicht mit "Morris" signiert.
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Nullnullsix
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Re: Lucky Luke

Beitrag: #Beitrag Nullnullsix »

Albenübergreifend hat Morris nur in den Anfangsjahren nummeriert. Später dann immer neu beginnend. Und die Unterteilung in 'A' (obere Hälfte) und 'B' (untere Halbseite) ist und war auch bei Morris durchaus üblich und ist dem Format geschuldet: Meist wird ja größer gezeichnet als gedruckt und da größeres Papier/Zeichenkarton teurer und unhandlicher ist als zwei kleinere Bögen, haben viele franco-belgische Zeichner auf ca. DIN A4 quer eine Halbseite gezeichnet so dass aus zwei DIN A4-Halbseiten eine DIN A3 Hochformatseite wurde, die dann im Druck auf ca. DIN A4 Hochformat verkleinert wurden.

...und ich bin ziemlich sicher, dass Morris das gezeichnet hat. Ist zwar schon 'Spätwerk' und da wurde er zunehmend 'schludriger', aber doch ziemlich unverkennbar Morris.
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Re: Lucky Luke

Beitrag: #Beitrag Brando1988 »

Auch in der "schlampigeren" Phase, kann man jederzeit den Zeichenstil von Morris erkennen. Und der Stil in "Daisy Town" entspricht eben nicht seinem Stil. Es ist natürlich jemand am Werk gewesen, der versucht hat, den Stil zu Kopieren. Aber Bewegungen, Perspektiven und Aussehen einiger Figuren stimmen eben nicht mit Morris' Stil überein. Spätestens beim Auftauchen des unförmig wirkenden, Joe Dalton, der mit seinen breiten Schultern fast schon quadratisch wirkt. Wenn die Daltons dann noch aus der Pferdetränke steigen, dürfte absolut klar sein, dass so eine Szenenabfolge mit solcher Bewegungsarmut niemals unter Morris' Bleistift entstanden wäre. Das Album erinnert mich vom Stil her eher an die Bastei Lucky Likes, obwohl die noch dichter an Morris' Stil sind.

Es gibt noch weitere kleinere Details, für die, die jetzt nicht unbedingt so sehr an Morris Stil gewöhnt sind, dass sie da einen Unterschied sehen. Die angesprochene Nummerierung zum Beispiel. Morris zeichnete die 9 in anderen Alben, habe jetzt nur ein paar verglichen, immer ohne Bogen unten. Die Panelumrandung ist auch viel zu perfekt für Morris. Der nahm natürlich auch ein Lineal. Aber er zeichnete oft seinen horizontalen Strich über den senkrechten Strich oder nur bis kurz davor oder wie auch immer, jedenfalls nicht so perfekt wie hier.

Und absolut letztes Indiz ist natürlich die fehlende Signatur innerhalb des Albums. Zumindest das Sonnenuntergang Panel hätte signiert sein müssen. Ist es aber auch nicht.

Zumal man aber offiziell auch nicht von einer Täuschung oder beauftragte Fälschung sprechen kann. Immerhin fehlt wie gesagt die Signatur am Ende und auch auf dem Cover steht nicht wie sonst : Zeichnungen: Morris und Text: Goscinnny.
Auch auf der Titelseite fehlt das, obwohl das in anderen Alben, selbst bei den Kurzgeschichten Alben, immer akribisch aufgelistet wurde, wie man (außer WeissNix selbstverständlich) zum Beispiel im Folgekurzgeschichtenband "Der Galgenstrick" nachlesen kann.
Bei Daisy Town steht lediglich: "Nach dem bekannten Zeichentrickfilm "Lucky Luke" von Morris und Goscinny".
Keine Nennung eines Zeichners. Deswegen kann eben auch offiziell nicht von einer Täuschung die Rede sein.

Ric
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Re: Lucky Luke

Beitrag: #Beitrag Nullnullsix »

Brando1988 hat geschrieben: 22. Januar 2022 10:09 (...) Wenn die Daltons dann noch aus der Pferdetränke steigen, dürfte absolut klar sein, dass so eine Szenenabfolge mit solcher Bewegungsarmut niemals unter Morris' Bleistift entstanden wäre. (...)
Ich würde mich mit solchen 'niemals'-Formulierungen nicht so weit aus dem Fenster lehnen. Ich erinnere nur an Morris' 'XEROX-Phase'. - Ich glaube, ich hab die hier im Thread schon mal, auch anhand von Beispielen, erklärt...

Edit: Siehe hier: https://www.comedix.de/pinboard/viewtop ... 737#p64737
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WeissNix
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Re: Lucky Luke

Beitrag: #Beitrag WeissNix »

Brando1988 hat geschrieben: 22. Januar 2022 10:09 ...wie man (außer WeissNix selbstverständlich) zum Beispiel im Folgekurzgeschichtenband "Der Galgenstrick" nachlesen kann....
harr harr harr ;-)

Gut aufgepasst :-D
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Re: Lucky Luke

Beitrag: #Beitrag Brando1988 »

Nullnullsix hat geschrieben: 22. Januar 2022 13:48
Brando1988 hat geschrieben: 22. Januar 2022 10:09 (...) Wenn die Daltons dann noch aus der Pferdetränke steigen, dürfte absolut klar sein, dass so eine Szenenabfolge mit solcher Bewegungsarmut niemals unter Morris' Bleistift entstanden wäre. (...)
Ich würde mich mit solchen 'niemals'-Formulierungen nicht so weit aus dem Fenster lehnen. Ich erinnere nur an Morris' 'XEROX-Phase'. - Ich glaube, ich hab die hier im Thread schon mal, auch anhand von Beispielen, erklärt...

Edit: Siehe hier: https://www.comedix.de/pinboard/viewtop ... 737#p64737
Okay okay. Dieser Stilwechsel würde aber in diesem Fall nur diesen einen Band betreffen, denn im Vorgänger und Folgeband ist Morris' Stil jedenfalls wieder da. Aber ich will mich deswegen nicht streiten. Für mich ist das einfach so, dass hier die Zeichnungen nicht von Morris stammen. Genug Indizien sprechen dafür. Und auf und in dem Band gibt es auch keinen Vermerk, dass die Zeichnungen von ihm stammen. Also ist das auch im Grunde bestätigt.

In Anbetracht seiner späteren Kopie Phase, die ich absolut nicht so schlimm finde, denn die Zeichnungen bleiben ja trotzdem von ihm, sei noch angemerkt, dass das vermutlich schlicht auf Faulheit (oder vorsichtshalber: Bequemlichkeit) beruht. Nicht auf schlechte Zeichenleistung.
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Re: Lucky Luke

Beitrag: #Beitrag Nullnullsix »

Brando1988 hat geschrieben: 22. Januar 2022 14:39 (...) dass das vermutlich schlicht auf Faulheit (oder vorsichtshalber: Bequemlichkeit) beruht. (...)
...oder ein weiterer Schritt in Richtung 'Effizienz' und 'zeichnerischer Ökonomie'. Aber ich weiß nicht: Vielleicht ist das ja auch seinem Gesundheitszustand geschuldet gewesen? Der Mann wurde ja auch nicht jünger...

However: Grade bei den 'unnormalen' Geschichten, wie eben Kurzgeschichten oder Film-Comic-Versionen sind die Qualitätsunterschiede zu den 'normalen' Alben mMn sehr wechselhaft und nicht stringent - obwohl ausweislich von Morris geschaffen. Ich erinnere dunkel 'Die Sheriff-Schule' und 'Die frohe Botschaft' als Beispiele, die zeichnerisch vergleichsweise unterirdisch sind und wäre eher bei denen skeptisch, ob sie wirklich von Morris stammen. Andrerseits gibt es ja LL-Geschichten wie 'Der Betrug' ( https://www.khalisi.com/comics/luckyluk ... etrug.html ), die sehr nach Morris aussehen, aber ausdrücklich nicht von ihm sind.

'Daisy Town' müsste ich mir für ne abschließende Beurteilung noch mal detaillierter angucken, hab nur ein paar Seiten, die auf die Schnelle online zu finden waren, zur oben geposteten Einschätzung heran gezogen.
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Erik
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Re: Lucky Luke

Beitrag: #Beitrag Erik »

Hallo,
Erik hat geschrieben: 13. August 2021 11:54Das alles macht Lust auf den im Februar 2022 erscheinenden Band 03, in dem es dann ja endlich - sicherlich auch im Hintergrundtext - mit dem Goscinny-Lucky-Luke losgehen wird.
der Band 03 ist jetzt ohne Angabe von Gründen auf April 2022 verschoben worden. - Wenn die nicht einmal den Sechsmonatsrhythmus eingehalten bekommen, wird die Ausgabe sich natürlich noch länger hinziehen. :roll:

Gruß
Erik
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Nullnullsix
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Re: Lucky Luke

Beitrag: #Beitrag Nullnullsix »

Abgesehen davon, ob ich's noch erleben werde, ist mir ja auch unklar, wie 'gesamt' diese neue Gesamtausgabe werden wird. Kann sein, sie umfasst nur die 'Dupuis-Jahre'. Kann sein, sie endet mit dem Tod von Goscinny. Kann sein, sie umfasst den kompletten Morris-Luke. Kann sein, sie setzt sich auch noch über die Achdé-Zeit fort.
Je nachdem wirds halt früher oder später beendet werden. Aber in dem Tempo bis zu den Achdé-Bänden, werde ich wohl kaum noch erleben, ich habs jetzt nicht durchgerechnet, aber gefühlt müsste ich dann über 100 werden, wovon bei Rauchern nicht ernsthaft auszugehen ist. Nicht jeder ist ein Helmut Schmidt oder Johannes Heesters...

Mir scheint aber auch, dass die Autoren des Red.-Teils eher auf die 'Pionier-Jahre' des Franco-belgischen Comics geeicht sind, da viel zu Tage fördern, aber in späteren Jahren auch nicht mehr viel 'Neues' auszugraben ist. Erstens weil spätere Jahre schon zeitgenössisch besser dokumentiert wurden (durch ein aufkommendes Fandom, mit Fanzines, später Fachmagazinen) und zweitens weil nach einem 'historischen Start' und ggf. turbulenten Entwicklung ein Punkt erreicht ist, wo es eben nur noch 'in gewohnter Weise weitergeht', so dass es nicht mehr viel mehr zu sagen gibt, als 'es ist ein neuer Band erschienen, der die Serie in gewohnter Weise fortgesetzt hat'. Insofern sind die ersten Bände der 'neuen' LL-Gesamtausgabe vermutlich die interessantesten (für an der Comic-Historie interessierte). Ähnlich wie bei der Spirou-GA, wo wohl die Phasen Rob-Vel, Jijé und Franquin am interessantesten sein dürften. Immerhin gab es da dann danach noch häufigere Team-Wechsel und dann ja auch die Spezial-Reihe, so dass bei Spirou auch in späteren Zeiten noch etwas mehr zu berichten gibt als 'es gibt n neuen Band'.
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