Asterix und der Kupferkessel
Band XIII
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Erstauflage des Buches Le Chaudron 1969 bei Dargaud als Band 13 der Reihe. Deutsche Erstauflage des Buches 1972 (Ankündigung am 18. November 1972 in MV Comix) bei Ehapa (Abbildung unten). Mit der Neuauflage 2002 hat dieser Band ein neues Titelbild erhalten (Abbildung oben). Erstmals in den MV Comix-Ausgaben 23/1969 bis 7/1970 zu sehen. Als 13. Asterixband gelangt die Geschichte im Jahr 1972 zur Publikation.
Mit der Nummer 469 von Pilote vom 31.Oktober 1968 startet der Vorabdruck bis zur Nummer 491. Asterix wird aus dem Dorf verbannt, weil er sich einen Kessel voller Sesterze, der dem Dorf von Moralelastix anvertraut wurde, hat stehlen lassen. Gemeinsam mit Obelix, der sich freundschaftlicherweise mit "bannt", versuchen unsere beiden Helden nun, diesen Kessel wieder auf die vielfältigsten Arten zu füllen - mehr oder weniger erfolgreich...
Der Aspekt 'Geld' ist für den Verlauf des Dramas um die Verbannung von Asterix aus der Dorf das alles überragende Antriebsmoment. Die Figur des Moralelastix erlaubt Parallelen zur klassischen Literaturgeschichte. Am auffälligsten ist die Anleihe bei der Figur Euclio aus dem Stück "Die Goldtopfkomödie", die der Komödiendichter Plautus bearbeitet hat. Die Geschichte funktioniert im Prinzip ebenfalls wie ein Theaterstück, in dem die verschiedenen Handlungsabläufe erkennbar werden:
- Einführung: Verbannung von Asterix
- Steigerung: Niedergeschlagenheit des Titelhelden
- Höhepunkt: Völlige Entmutigung
- Umschwung: Cäsars Steuereinzieher
- Abschluß: Entlarvung
Sprachspiele und Anspielungen in Asterix und der Kupferkessel
- Asterix der Sieger (ohne Jahr)
- Asterix atque olla cypria (Latein, 1985) [kaufen]
- Asterix Sammelband 4 (1984)
- handgeletterte, um ein Lexikon erweiterte Werkedition (1997)
- Reprint bei Bertelsmann in einem Doppelband: Asterix Buch 7 (1997)
- Asterix Gesamtausgabe Band 5 (2001)
- Mundart Band 31 Asterix und de Pott ut Kuoper, Westfälisch (1999)
- Mundart Band 41 Kuddelmuddel ums Kupperdibbe, Mainzerisch (2001)
- Mundart Band 52 Da Subbnkessl, Münchnerisch II (2003)
- Mundart Band 53 Asterix isch kesslun, Südtirolerisch II (2003)
- Mundart Band 57 Di Fråche der Ehre, Meefränggisch II (2004)
Der Raub des Geldes, die Verbannung von Asterix, die Suche nach Einnahmemöglichkeiten, der Steuereintreiber als letzte Hoffnung, die Entlarvung von Moralelastix. Eine Geschichte ohne Durchhänger, mit einer klaren Linie und vielen lustigen Einlagen.
Höhepunkte sind sicherlich der Versuch eine Bank auszurauben, die Person des Steuereintreibers und natürlich das Geschehen im Theater. Lustig auch, wie Idefix sichtlich genervt seinen Knochen nicht fressen kann, weil Obelix "unauffällig" die Bank beobachten soll.
Ich finde es auch eine gute Idee, dass die Piraten zum Schluß gut davon kommen - in dieser Geschichte haben sie es sich auch verdient. Kurzum, es gibt nichts zu bemängeln.
Die absolute Großtat ist die Geschichte meines Erachtens zwar nicht ganz, aber es reicht locker für ein klares SEHR GUT.
SEHR GUT
AUSGEZEICHNET
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