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Der Platz der Barden
Troubadix erlebt eine wenig kunstsinnige Haltung seiner gallischen Freunde, die er als barbarischen Ausdruck von Unverstand und zutiefst ungerecht empfindet. Die Barden in der gallischen Geschichte haben jedoch das, was Troubadix gerne haben würde: Anerkennung als Inhaber einer wichtigen Funktion im Stammesverband in der Rolle des Barden, der Loblieder über die Heldentaten der Häuptlinge singt und als Lehrer die Kinder unterrichtet. Die Rollen von Troubadix werden ausführlich im ausdrücklich ihm gewidmeten Teil dieses Specials angesprochen, die über die Übersicht erreichbar sind. Vorher jedoch noch allgemeine Informationen.
Der erste Eindruck, den wir von den Barden im allgemeinen und Troubadix im speziellen erhalten ist der eines Dorfbewohners wie alle anderen auch. Allerdings bietet Troubadix auch Gelegenheit, ihm ungehindert ein paar Hiebe zu versetzen, wenn man sich an ihm stört. Die anderen Dorfbewohner ebenso wenig Respekt. Sie machen sich aus dem Staub, sobald er ankündigt, daß er singen wird oder fesseln ihn während der Festessen. Siehe hierzu auch das Themenspecial Abschlußbankett.
Im krassen Gegensatz zu diesen in den Heften vorkommenden Ereignissen überliefert uns Lovernius, ein reicher keltischer Anführer, als er Geld unter seinem Volk austeilte, folgendes:
Als dieser Barde Lovernius, dem Anführer, begegnete, sang er ein Loblied auf dessen Großzügigkeit und bedauerte seine Verspätung. Lovernius freute sich darüber, verlangte nach einem Sack Gold und warf ihn dem Barden zu, als dieser sich dem Wagen näherte.
All den unliebsamen Begebenheiten zum Trotz hat Troubadix in der Dorfgemeinschaft eine bedeutende Stellung. Als Mitglied des Dorfrates, der in besonderen Situationen einberufen wird, wobei Majestix als Anführer jedoch das letzte Wort hat. Neben Miraculix sind diese drei Charaktere der wesentliche Bestandteil dieses Gremiums. In Wirklichkeit gestaltete sich die politische Zusammenstellung eines keltischen Stammes natürlich nicht so einfach. Nach Poseidonios wird nicht allein dem Druiden, sondern auch dem Barden von den Stammesgefährten Gehorsam geleistet, sowohl in Kriegs- als auch in Friedenszeiten. Troubadix wäre also genauso wie Miraculix in der Lage gewesen, angreifende Heere zu stoppen.
In seiner Funktion als Lehrer spricht Troubadix zu den Kindern des Dorfes, die er unter anderem in Geschichte, Rechnen und Musik unterrichtet. Genauso wie Druiden kümmerten sich bei den Kelten tatsächlich die Barden um die Erziehung der Kinder. Als Barde hat er also eine ganze Reihe wichtiger Funktionen im Dorf. Nicht umsonst haben ihn Goscinny und Uderzo mit einem Mantel versehen, durch den er sich zusammen mit Miraculix und Majestix von den anderen unterscheidet. In der richtigen Welt der Kelten hätte man Achtung vor dem Sänger gehabt.
Sie können auf dieser Seite erfahren...
...in welchen Heften Troubadix eine Hauptrolle spielte.
...wann Troubadix doch beim Abschlußbankett teilnahm.
...wie Troubadix (in chronologischer Reihenfolge) in Erscheinung trat.
Troubadix in chronologischer Reihenfolge:

Seinen ersten Auftritt in den Asterix-Bänden hat Troubadix, als er ein Willkommenslied für den römischen Spion Caligulaminus anstimmen möchte. Später spielt er zum Tanz auf, wobei Caligulaminus enttarnt wird. Hier ist bemerkenswert, daß Troubadix durchaus auf seinem Instrument spielen darf, sofern er nicht dabei singt. Am Abschlußbankett nimmt er teil, nervt jedoch mit Musik seine Tischnachbarn.
Troubadix bekommt von einem Gallier eine Tracht Prügel, weil dieser dachte, er wollte anfangen zu singen. Dabei hatte Troubadix nur die Absicht, ihn darauf hinzuweisen, daß er auf seinem Fuß stehe (was man aber durch den Schnee nicht sehen konnte).
Beim Bankett droht Troubadix ein Lied an und wird daraufhin gefesselt.
Troubadix wird von den Römern entführt, als er in den Wald geht um in Ruhe zu meditieren. Die Römer haben sich dabei, wohlwissend um den Klang des Gesanges, Petersilie in die Ohren gestopft.
Der Barde soll als Geschenk des Präfekten der Gallier, Caligula Alavacomgetepus, Cäsar in Rom erfreuen. Bereits auf der Galeere will Troubadix die Motivation der Ruderer durch seine Musik steigern, wird aber dann zurückgehalten, weil dies selbst die Galeerensträflinge als unmenschlich bezeichnen.
Der Trainer der Gladiatoren erachtet den Barden als nicht geeignet, worauf Cäsar ihn bei den nächsten Spielen den Löwen vorwerfen will. Troubadix kommt in Zelle XVIII, woraus er in den Zirkus gebracht wird. Im Zirkus allerdings bringt er mit seiner Musik die Zuschauer gegen sich und damit gegen Cäsar auf. Obelix und Asterix, die Troubadix retten wollten, und Troubadix selbst werden im Zirkus schließlich gegnadigt und kehren in das Dorf zurück, wo Troubadix während des Banketts wieder einmal gefesselt wird.
Als Miraculix durch den Hinkelsteinwurf sein Gedächtnis verliert, will Troubadix ihn mit der Musik von der Amnesie heilen. Als der Druide diese Musik dann aber gut findet, sind sich alle Bewohner des Dorfes einig, daß er ganz sicher den Verstand verloren hat.
Zweimal wird Troubadix während dieser Geschichte noch am Singen gehindert. Beim Bankett ist er gefesselt und nimmt deshalb nicht daran teil.
Beim Abschied von Asterix und Obelix ergreifen die Bewohner mit fadenscheinigen Ausreden die Flucht, als Troubadix ein Abschiedslied singen möchte. Vielleicht nimmt er deshalb am Abschlußbankett nicht teil weil er gefesselt ist.
Troubadix möchte nur ein "winzigkleines Liedchen" singen, wird aber von einem Dorfbewohner daran gehindert. Das Bankett verbringt er gefesselt in seinem Baumhaus.
Auch hier wird der Barde von einem Dorfbewohner an einem Abschiedslied gehindert. Wieder verbringt Troubadix das Bankett gefesselt.
Wieder kein Abschiedslied, doch diesmal zerbricht ein Dorfbewohner die Leier. Beim Bankett ist Troubadix gefesselt.
Endlich darf Troubadix wieder zum Tanz aufspielen. Vom Singen wird er - zum ersten Mal - von Automatix abgehalten. Grautvornix erzählt ihm von Olympix, der Musikarena in Lutetia, worauf Troubadix alle Musikinstrumente und Kleider nimmt und sich auf den Weg in Stadt macht, weg von diesen seiner Meinung nach unmusikalischen Barbaren.
Auf dem Weg dorthin macht er durch seinen Gesang Ochsen wild, Milch von Kühen sauer und provoziert "Bei Selfservix" eine Schlägerei. Durch diesen gezeichneten Weg wird er von Obelix gefunden, der in überredet zurückzukehren um Grautvornix aus den Händen der Normannen zu befreien.
Durch sein "gallisches Liedgut" jagt er den Normannen Angst ein, worauf diese in ihre Heimat zurückkehren. Diesmal wird sogar zu Ehren Troubadix das Festmahl veranstaltet, an dem er auch teilnehmen darf. Stattdessen wird Automatix ruhig gestellt.
Die einzige erwähnenswerte Situation: Troubadix ist beim Abschlußbankett gefesselt.
Troubadix wird von Automatix höchstpersönlich in seiner Hütte aufgesucht, nur damit er ihn vom Singen abhalten kann. Beim Bankett fehlt diesmal nicht Troubadix sondern Majestix.
Troubadix wird auch hier wieder von Automatix am Spielen des Olympiamarsches gehindert. Er fährt mit nach Griechenland und nimmt am Schlußbankett teil.
Ausser einer kleinen verbalen Auseinandersetzung mit Automatix - übrigens die vierte bisher - ist er Mitglied des Dorfrates, der die Verbannung von Asterix beschließt. Nichtsdestotrotz ist er beim Bankett gefesselt.
Troubadix nimmt Pepe bei sich auf und singt für ihn. Im Gegensatz zu den Dorfbewohnern gefällt es ihm, weil ihn die Musik an seine spanische Heimat erinnert. Bei der Abfahrt von Pepe möchte Troubadix ein Abschiedslied für ihn singen, aber mit einem Fisch bringt Automatix ihn zum Schweigen. Beim Bankett ist Troubadix gefesselt.
Troubadix ist zu Beginn der Geschichte stimmlos, ganz zur Freude von Automatix. Während eines Banketts zur Mitte des Bandes spricht niemand miteinander und der Barde hat das seltsame Gefühl allein am Tisch zu sitzen.
Am Ende jedoch sitzt Troubadix gefesselt am Bankett.
Da die Geschichte ausserhalb des Dorfes ohne Beteiligung von Troubadix spielt, sieht man ihn nur am Ende der Geschichte wie üblich gefesselt während des Banketts.
Troubadix wird als Mieter im ersten Haus der Trabantenstadt eingeschleust, wo er durch seinen Gesang die bereits dort wohnenden Römer provoziert. Alle anderen Mieter ziehen aus, die Legionäre greifen an und die Gallier sitzen am Ende mit Troubadix an den Trümmern und vollziehen ihr Schlußbankett.
Als das Bankett stattfindet ist Troubadix gefesselt. Eine bedeutende Rolle spielt er in diesem Band nicht.
Das Dorf wird von einem schrecklichen Unwetter heimgesucht. Troubadix möchte den Dorfbewohnern Mut ansingen, die sich im Haus von Majestix versammelt haben, als es gerade donnert. Für die Dorfbewohner natürlich ein Zeichen des protestierenden Donnergottes Taranis.
Später, als Troubadix ins Dorf geht um seine Leier zu holen, atmet er die verpestete Luft und beschließt bei den Bewohnern ohne Leier zu singen, worauf Automatix lieber die Luft atmet, als sich dies anzuhören.
Einige zweifeln zwar am Wahrheitsgehalt, aber Automatix glaubt ihm, obwohl wie er sagt Troubadix eine Stimme wie ein Sistrum hätte. Beim Schlußbankett ist der Barde dann auch gefesselt.
Troubadix begrüßt zum Jahrestag von Gergovia seinen Freund Verratnix aus Rom, der den Sound seiner Stimme mal wieder hören wollte. Das Schlußbankett verbringt Troubadix trotzdem wie gewohnt in Fesseln.
Der Barde soll im Auftrage von Majestix seine Freunde fragen, ob sie einverstanden wären den Chef zu wechseln. Automatix dachte, er wolle anfangen zu singen und haut ihn, bevor Troubadix überhaupt die Frage stellen konnte.
Majestix beteuert, daß er von der Stimme Troubadix begeistert wäre. Als Troubadix dann tatsächlich beginnt zu singen, wird er herausgeworfen und gibt seine Stimme dem Konkurrenten Orthopädix.
Bei der Wahl übernimmt Troubadix die Rolle des Schlichters und nimmt dann auch am Schlußbankett teil.
Troubadix nimmt am Bankett teil. Vorher hat er die Heimkehrer Asterix und Obelix als erster entdeckt, als er am Strand musiziert.
Troubadix wollte bei Automatix im Steinbruch arbeiten, aber weil er bei der Arbeit singt wurde er in den vorzeitigen Ruhestand versetzt.
Der Barde nimmt am Abschlußbankett nicht teil, weil er unter einem Hinkelstein liegt.
Troubadix bittet am Anfang der Geschichte losgebunden zu werden, da er vom letzten Bankett noch die Fesseln um habe. Allerdings ist er beim Bankett zum Ende der Geschichte wieder gefesselt.
Bei diesem Abschlußbankett ist Troubadix gefesselt.
Auch hier ist die einzige erwähnenswerte Situation mit Troubadix das Schlußbankett, das er wieder gefesselt verbringt.
Als Mitglied des Dorfrates wird Troubadix um Rat über die Herkunft des Babys gefragt. Um das Kind später zu beruhigen, will Troubadix es mit Gesang versuchen, wird dann aber vom Baby am Bein gepackt und durch die Luft gewirbelt.
Auch beim Schlußbankett auf Cäsars Schiff ist er gefesselt.
Da es beim Troubadix´ Gesang beginnt zu regnen, wird genau diese Fähigkeit, die offenbar weit über die gallischen Landesgrenzen hinaus bekannt ist, von Erindjah im Morgenland benötigt. Durch eine neue Saite auf seiner Leier ist dieses Phänomen möglich geworden.
Als Troubadix in Indien angekommen singen soll, versagt seine Stimme worauf die indischen Ärzte ein Bad in Elefantenkuhmilch verordnen. Der Barde wird zum Elefantenführer gebracht, jedoch von Gehilfen des Gurus Daisayah entführt.
Auf dem Elefantenfriedhof wird er schließlich gefunden, zum Palast gebracht, wo er schließlich Regen mit "I´m singing in the rain" herbeisingt.
Er nimmt nicht am Schlußbankett teil, da er, Asterix und Obelix noch in Indien weilen.
Troubadix wird sehr deutlich mitgeteilt, daß die Kinder der Gallier vor allem in der musikalischen Ausbildung Defizite haben sollen, woraufhin die Frauen des Dorfes eine Bardin engagieren: Maestria.
Er verlässt daraufhin das Dorf zu seiner Aufsteige im Wald um in Ruhe meditieren zu können. Durch seinen Gesang und den daraufhin folgenden Regen unterstützt er die Niederlage der weiblichen Legionäre. Beim Schlussbankett nimmt er Teil.
In diesem Band hat er keinen nennenswerten Auftritt, wobei er auch am Schlußbankett nicht teilnimmt.
Gleich zu Beginn wird Troubadix von Automatix handfest am Mitsingen zu Ehren des Geburtstages von Asterix und Obelix gehindert, im weiteren Verlauf darf er zumindest jedoch das Dorforchester dirigieren. Beim Schlußbankett ist er wieder gefesselt.
Beim Wiegenfest der Gallier in "35 Jahre vor Julius Cäsar" kündigt Troubadix als Junge auf einem Baumast stehend an, dass er zukünftig die Heldentaten von Asterix und Obelix besingen wird. In der Geschichte "Im Jahre 50 v. Chr." sieht man ihn in den für ihn typischen Rolle: Als Opfer eines Hammerhiebs von Automatix und gefesselt und geknebelt am Ende der Geschichte beim Schlußbankett.
Beim ersten Schlußbankett zu Ehren Tuuns nimmt Troubadix nicht teil, weil er im Wald in Ruhe musizieren und nach Angaben von Verleihnix seine neue Harfe ausprobieren möchte. Dort bemerkt er als einziger das Herannahen der Römer, worauf er die Dorfbewohner warnt. Beim abschließenden Fest darf er zum Trost dafür, dass mutmasslich Automatix und Verleihnix seine Hütte in Brand gesetzt haben, teilnehmen.
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