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De Bello Gallico - die Kapitel

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Liber 3: 8 | 9

Liber 4: 20 | 23 | 26

Liber 5: 8 | 11 | 12 | 14 | 22

Liber 6: 9 | 10 | 12 | 13 | 16 | 17

Liber 7: 4 | 22 | 53 | 88 | 89

Liber 8: 54
 

Kapitel 9

Nachdem Caesar spät aus dem Gebiet der Menapiis in das Gebiet der Treverer gekommen war, beschloß er aus 2 Gründen den Rhein zu überqueren, von denen der eine war, daß die Germanen Hilfstruppen zu den Treveren geschickt hatten, der andere war, daß Ambiorix keine Zuflucht bei den Germanen finden konnte.

Nach dem die Angelegenheiten beschlossen waren, ließ er eine Brücke errichten, ein wenig oberhalb vor dem Ort, an dem er vorher sein Heer hinübergeführt hatte.

Nach bekannter Art und Weise wurde mit großem Eifer der Soldaten in wenigen Tagen das Bauwerk errichtet.

Nachdem bei den Treveren, bei der Brücke, ein fester Schutz zurückgelassen worden war, ließ er eine sichere Besatzung auf der Seite der Treverer zurück, damit nicht von diesen plötzlich ein Aufruhr angezettelt werden konnte und führte die übrigen Truppen und Reiter hinüber.

Die Ubieer, die zuvor Geiseln gegeben und sich unterworfen hatten, schickten, um sich zu rechtfertigen, Gesandte zu ihm, welche erklärten, das weder aus ihrem Stamm Hilfstruppen zu den Treveren geschickt, noch das das Bündnis von ihnen verletzt worden sei.

Sie baten und flehten, er solle sie verschonen, damit nicht durch den allgemeinen Haß auf die Germanen Unschuldige für Schuldige bestraft werden, wenn er weitere Geiseln wolle, versprachen sie, diese zu geben. Nachdem der Sachverhalt geklärt war, fand Caesar heraus, daß von den Sueben die Hilfstruppen geschickt worden waren. Er nahm die Rechtfertigung der Ubier an und erkundete die Wege und Zugänge zu den Sueben.
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Kapitel 10

Wenige Tage später wurde er von den Ubieern benachrichtigt, daß die Sueben alle Truppen an einem Ort zusammenziehen und diese Stämme die unter ihrem Kommando standen, anwiesen, daß sie Hilfstruppen und Reiter schicken sollten.

Nachdem der das erfahren hatte, kümmerte er sich um die Getreideversorgung und wählte einen geeigneten Ort für das Lager aus;

Er befahl den Ubieern, daß sie das Vieh zusammentreiben sollen und alles was sie besitzen von den Äckern in befestigte Orte zusammentragen sollen, in der Hoffnung, daß die Barbaren und die unerfahrenen Menschen durch den Mangel an Lebensmittel veranlaßt, dazu verführt werden könnten zu einer ungünstigen Bedingung zu kämpfen.

Er gab den Ubieern den Auftrag, daß sie zahlreiche Kundschafter zu den Sueben schicken sollten, um zu erkennen, was bei ihnen vorgeht. Jene tun das Befohlene und berichten einige Tage später, daß alle Sueben, nachdem sichere Meldungen über das Heer der Römer gekommen waren, sich zurückgezogen haben mit all ihren Truppen und den Verbündeten, welche sie zusammengezogen hatten bis zum äußersten Ende des Gebietes.

Dort liege ein Wald von endloser Größe, welcher Bacenis heißt; dieses Waldgebiet erstrecke sich weit ins Landesinnere und bilde als eine natürliche Mauer ein Hindernis und schütze die Cheruscos vor den Sueben und umgekehrt vor Überfällen und ungerechten Handlungen.

Die Sueben hätten beschlossen, am Rande dieses Waldes die Ankunft der Römer zu erwarten.
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Kapitel 12

Die Gallier: Politische Ordnung

Als Caesar nach Gallien kam, waren die Anführer der einen Partei die Haeduer, die anderen die Sequaner.

Weil die Sequaner von sich aus einen geringeren Einfluß hattenm da von Alters her die Haeduer das größte Ansehen hatten und weil ihre Anhängerschaft groß war, hatten sie sich mit den Germanen und Ariovist verbündet und sie mit großen Opfern und Versprechungen zu sich geführt. Nachdem aber mehrere Kämpfe erfolgreich ausgetragen worden waren und die gesamte Oberschicht der Haeduer getötet worden war, hatten sie soviel an Macht dazu gewonnen, daß sie einen großen Teil der Anhängerschaft von den Haeduern zu sich hinüberführten. Sie bekamen die Söhne der Führenden von ihnen als Geiseln und zwangen sie dazu öffentlich zu schwören, daß sie nichts gegen die Sequaner unternehmen würden, daß sie ein Teil des angrenzenden Landes durch Gewalt in Besitz nahmen und daß die Sequaner die Vorherrschaft über ganz Gallien inne hatten.

Diviciacus war durch diese Notlage veranlaßt um Hilfe zu bitten und reiste nach Rom zum Senat und war unverrichteter Dinge zurückgekehrt. Durch Caesars Ankunft änderte sich die Situation. Die Geiseln wurden den Haeduern zurückgegeben, die alte Anhängerschaft der Haeduer wurde wieder hergestellt. Neue wurden durch Caesar geschaffen, weil diejenigen welche sich der Freundschaft der Haeduer angeschlossen hatten, sahen, daß sie bessere Bedingungen und eine gerechtere Herrschaft erhielten.

Durch die übrigen Dinge wurde ihr Ansehen und ihre Würde vergrößert und die Sequaner hatten die Vorherrschaft verloren. An ihre Stelle waren die Remer getreten, weil eingesehen wurde, daß sie bei Caesar an Gunst gleichkamen. Diejenigen, welche sich wegen alter Feindschaften auf keinen Fall mit den Haeduern verbünden konnten, stellten sich unter den Schutz der Remer.

Diese schützten ihre neuen Anhänger sorgfältig; so behielten die Remer ihr neues und auf einen Schlag bekommene Ansehen.

Durch diese Situation sah die Lage dann so aus, daß die Haeduer als die mit Abstand am mächtigsten gehalten wurden und daß die Remer den zweiten Rang der Würde innehatten.
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Kapitel 13

Soziale Ordnung

In ganz Gallien gibt es zwei Arten von Menschen, die einen Rang und Ehre genießen. Das Volk wird beinahe wie Sklaven behandelt, daß nichts von sich aus wagt und zu keiner Ratsversammlung hinzugezogen wird. Die meisten begeben sich, wenn sie entweder von Schulden und durch die Höhe der Steuern oder durch Ungerechtigkeit der Herrschenden bedrückt werden, in Sklaverei.

Die Adligen besitzen ihnen gegenüber all die Rechte, die Herren gegenüber Sklaven haben. Aber von diesen beiden Ständen ist der eine der der Druiden (), der andere der der Ritter.

Die Druiden welche die Kulthandlungen vollziehen, richten die öffentlichen und privaten Opfer aus und geben Erklärungen in religiösen Fragen ab. Zu den Druiden kommt eine große Zahl von Heranwachsenden wegen der Ausbildung zusammen; die Druiden werden bei den Galliern sehr verehrt.

Denn sie entscheiden über fast alle öffentlichen und privaten Streitigkeiten. Wenn jemand sich den Druiden nicht fügt, werden diese von den religiösen Opferfeiern ausgeschlossen; diese Strafe gilt bei ihnen als die Höchste. Diejenigen die ausgeschlossen wurden, gelten als gottlos und verbrecherrisch, denen alle aus dem Weg gehen. Sie fliehen vor ihrem Umgang und Gespräch, damit sie nicht aus dem Kontakt einen Schaden erleiden. Die rechtliche Stellung wird ihnen nicht wiedergegeben obwohl sie darum bitten, und ihnen wird keine Ehre zuteil. Einer steht aber vor all diesen Druiden, welcher das höchste Ansehen unter ihnen hat.

Wenn dieser stirbt, folgt entweder einer nach wenn er von den Übrigen hervorragt, oder wenn mehrere in Frage kommen wird gewählt. Manchmal kämpfen sie auch mit Waffen um die Herrschaft. Zu einer bestimmten Zeit des Jahres kommen diese im Gebiet der Carnutum an einem geweihtem Ort zusammen, welches als mittleres Gebiet von ganz Gallien gilt ().

Dorthin kommen von allen Seiten all die zusammen, welche Streitigkeiten haben und gehorchen den Entscheidungen und Urteilen der Druiden. Man glaubt, daß die Lehre aus Brittanien kommt und nach Gallien hinübergebracht wurde, und nun brechen meistens jene dorthin auf, die diese Sache sorgfältiger kennen lernen wollen um sie zu studieren.
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Kapitel 16

Die Gallier sind smtlich in hohem Mae religis. [...]
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Kapitel 17

Als Gott verehren sie besonders Merkur [Teutates]. [...] Nach ihm verehren sie Apollo [Belenos], Mars [Esus], Jupiter [Taranis ()] und Minerva [Name unbekannt]. Von diesen haben sie ungefhr dieselbe Vorstellung wie die anderen Vlker [...]
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bis Kapitel 13 übersetzt von Stefan Rath

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