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Obelix auf Kreuzfahrt - Band XXX
Egmont Ehapa Verlag
Erstauflage des Buches La Galère d'Obélix 1996 bei Albert René als Band 30 der Reihe. Die deutsche Erstauflage des Buches erschien laut Editorial der Werkausgabe am 10. Oktober 1996 bei Ehapa (Abbildung ganz unten). Mit der Neuauflage im März 2013 hat der Band ein neues Titelbild (Abbildung ganz oben) und deutliche Überarbeitungen - eine neue Kolorierung und ein neues Lettering - erhalten. Diese Änderungen ziehen die Gestaltungselemente in die Serie nach, die seit 2006 bereits in die Ultimative Edition einfließen. Zuvor wurde 2002 mit einer Neuauflage das Titelbild geändert (Abbildung mitte).
Mit der Startauflage von 2,8 Millionen Exemplaren erscheint dieser Band, in dem Uderzo seine benannte Lieblingsfigur Obelix in den Mittelpunkt rückt. Er widmet die Geschichte ebenso seinem Enkelsohn Thomas, wie dem Schauspieler "Kirk Douglas", der in diesem Band in der Rolle des Spartakis einen besonderen Charakter einnimmt. In Frankreich wird die Publikation von einer Vorzugsausgabe begleitet, die in 450 Exemplaren in den Handel kommt. In dem querformatigen, 42 x 29 cm großen, von Uderzo signierten Buch gelangen neben Informationen rund um die Geschichte die Bleistiftskizzen und ein Teil der getuschten Reinzeichnungen in ihrer Originalgröße zum Abdruck. Wenige Monate nach dem Erscheinen des Buches stirbt Adolf Kabatek, der Asterix im deutschsprachigen Raum heimisch gemacht hatte.
Es kommt so, wie es einmal kommen mußte: Obelix nimmt in einem unbeobachteten Augenblick einen tiefen Schluck aus dem Kessel mit dem Zaubertrank und erstarrt zunächst zu Granit. Die Zauberkraft von Miraculix läßt ihn schnell dieses Schicksal überwinden, aber nur um dann zu einem Kleinkind werden - ganz der junge Obelix. Gegen diesen Zustand scheint kein Kraut gewachsen, so dass Miraculix die letzte Möglichkeit in Betracht zieht - eine Fahrt nach Atlantis...
Auch lesenswert:
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- Asterix Sammelband 9 (1996)
Latein-Reihe Navis actuaria Obeligis (1998), [kaufen]
- handgeletterte, um ein Lexikon erweiterte Werkedition (1999)
- Reprint bei Bertelsmann in einem Doppelband: Asterix Buch 15 (1999)
- Asterix Gesamtausgabe Band 11 (2001)
- Weltbild Sammeledition (2004 - 2006)
- Ultimative Edition im Großformat Band 30 (2007)
- Mundart Band 16 Lütt Obelix op grote Fohrt, Plattdeutsch II (1998)
- Mundart Band 26 Ruff un runner, Hessisch II (1999)
Meine Note: ausreichend (4)
Atlantis halte ich für eine absolute Katastrophe, der Phantasie wahrlich zuviel. Disney läßt grüßen. Diverse Nebendarsteller, wie z.B. die Römer oder die Sklaven bleiben als Charaktere farblos, nerven sogar teilweise (compris?). Die Übersetzer haben dem Ganzen eine etwas modernere Ausdrucksweise verpasst, was aber weder nützt noch schadet, da die Geschichte selbst so oder so eine Enttäuschung ist, die zudem auch kaum Lacher hervorbringt.
Auch der Titel des Albums ist eigentlich verfehlt, denn die sogenannte Kreuzfahrt beginnt ja erst auf Seite 28 - ein Seeabenteuer stellt man sich anders vor. Dies ist das bis dahin klar schwächste Album und einfach nur SCHLECHT.
Die übernatürlichen Elemente nehmen in diesem Band ein kaum erträgliches Ausmaß an. Zudem sind die Atlantiden kein liebenswertes Volk, sondern bleiben oberflächlich und unnahbar. Die Gallier scheinen hier wie vor einer inhaltsleeren Kulisse platziert, interagieren kaum mit dem fremden Volk auf das sie gestoßen sind.
Zudem fehlt der liebenswerte, bärenstarke Obelix für die meiste Zeit des Abenteuers, was es seit „Gallier“ nicht mehr gab. Sein jüngeres Ich vermag ihn nicht zu ersetzen.
Dieser Band stellt nach einem schon schwächelnden Vorgänger den stärksten Qualitätsabfall im Laufe der gesamten Serie dar – hoffentlich nicht auf Dauer!
Der Band hat eine haarsträubend schlechte Geschichte zu bieten, die mit der Szene in Atlantis endgültig im Disney-Kitsch versunken ist. Von den intelligenten, anspielungsreichen Meisterwerken früherer Jahre ist nichts geblieben. Besonders ärgerlich ist - wie in den meisten Uderzo-Bänden - auch hier wieder die Auflösung, die wundersam durch eine bisher ungeahnte Qualität des Zaubertranks wie ein deus ex machina das Ende herbeibeschwört. Zeichner und Leser - alle sind müde. Asterix muss doch wirklich nichts mehr beweisen - warum muss Uderzo den Mythos zerstören, indem er solche Gurken produziert?




