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Hier folgen die Bände 18 bis 33 der Asterix-Serie im Detail. Die ersten 17 Abenteuer werden im ersten Teil der Rahmen erklärt.
In diesem Abenteuer gibt es keine nennenswerte besondere Panele oder Darstellungen.
Der Schreck, der den oberen Zehntausend des Dorfes beim Klopfen eines Unbekannten an die Hüttentür in die Glieder fährt, führt dazu, dass gleich mehrere Einwohner mit ihren Köpfen den Rahmen der Szene sprengen. Sie weichen förmlich über den vorgesehenen Rand des Panels zurück, weil ihnen das Gewitter sowieso schon sehr unheimlich vorkommt und ihnen der Fremde, der bei diesem Donner Einlass erbittet, einen recht unheimlichen Eindruck macht (Abbildung 1 links).
Eine ungewöhnliche Darstellung der Panels bietet etwas später die komplette Seite 9, als in einer Erklärung der Skepsis von Asterix gegenüber den angeblichen Fähigkeiten eines Sehers, sehr bildhaft eine Klammer aufgemacht wird, um die Rolle der Seher und Orakel ein wenig näher zu beleuchten (Abbildung 2 rechts). Dort ist die Rede von den Deutungen des Vogelfluges, dem Appetit der heiligen Gänse und den Eingeweihden von Opfertieren, aus denen Propheten und Auguren gerne die Zukunft voraussagten, wenn auch nicht immer mit überzeugendem Resultat.
Desweiteren wird im vorletzten Bild das Haus von Albert Uderzo abgebildet und die Vorstellung der Zukunft des letzten Bildes entspricht sowieso sehr großem Unsinn!
Anlässlich des Jahrestages des unvergesslichen Sieges der Gallier über die Armeen von Julius Cäsar in Gergovia prügeln sich die Gallier und ihre Gäste mit den Legionären des befestigten Römerlagers Babaorum. Mitten im Gefecht erscheint der Korse Osolemirnix gähnend vor dem Zelt - das gemütliche Recken und Strecken des Korsen während um ihn herum die Schlacht tobt wird noch dadurch hervorgehoben, dass sein Arm seitlich aus dem Bild herausragt (Abbildung 3 links). Eine Demonstration seiner unbeteiligten, selbstbestimmenden Art.
Etwas später weist der Finger eines Zenturios dem jungen Legionär Studicus die Richtung, als er erklärt, dass nichts besonderes dabei sei, wenn ein Schiff ankomme, drei Typen ins Wasser hüpfen, das Schiff leer sei und anschließend explodiere, und sich anschließend andere Typen an Land retten. Die lässige Geste, das legere Äussere und die Fliegen, die um seinen Kopf kreisen karikieren eine besondere Art der Unbeschwertheit (Abbildung 4 rechts).
Eine Besonderheit stellt auch der untere Rahmen zweier Panels dar. Die Perspektive der "Kamera" befindet sich so tief auf dem Boden, dass eine Dreidimensionalität mit Legionären die sich im Bildhintergrund befinden noch herausgestrichen wird, dass die Rahmen im dritten und fünften Bild eine unregelmäßige Struktur am unteren Bildrand vorweisen. Diese soll sicherlich den Steinboden widergeben und bringt damit noch mehr Lebendigkeit in die bewegten Szenen (Abbildung 5 links).
In Abbildung 6 rechts sieht man, dass dem Legionär Studicus ein gewaltiger Schreck in die Glieder fährt, als nach kurzem Dialog zwischen ihm und Waggonlix der Korse den Auslösemechanismus seines Springmessers betätigt. Schließlich hat Studicus die Frechheit besessen, dessen Schwester Marmelada anzusprechen und das respektlose Verhalten seiner Schwester gegenüber mag er überhaupt nicht. Diese Überraschung zeigt sich im Helm des Legionärs, der die zurückweichende Bewegung des Kopfes aus dem Rahmen heraus unterstützt.
Auch in diesem Band wird der Boden einer Spelunke in einem verrufenen Viertel von Rom dazu verwendet, den unteren Rahmen gleich zweier Panele zu begrenzen. Das zweite und fünfte Bild auf der ersten Seite wiederholt diese Darstellung, die in "Asterix auf Korsika" das erste Mal verwendet wurde.
Einen großen Schrecken bekommt das Pferd, das den Wagen von Orthopädix in das Dorf der Gallier zieht. Leichtsinnigerweise ist nämlich Obelix gerade dabei Idefix mit Hilfe von Hinkelsteinen das Apportieren beizubringen. Nur knapp verfehlt der von ihm geworfene Menhir den Wagen der baldigen neuen Einwohner. Das Pferd macht dabei einen panischen Satz wobei der Kopf des Pferdes den Rahmen nach oben hin durchstößt (Abbildung 7 links).
Abbildung 8 rechts zeigt zum zweiten Mal in der Asterix-Serie einen von Majestix' Helm überragten Bildrahmen. Dessen Größe auf dem Schild stehend reicht aus, um durch die herausgehobene Stellung eines Häuptlings das Panel aufzubrechen.
Zum fünften Mal bis zum jetzigen Zeitpunkt in der Reihenfolge des Erscheinens der Asterix-Bände ragt ein Hinkelstein von Obelix, den er gerade ausliefert, oben über den Bildrand hinaus (Abbildung 9 rechts).
Eine besondere Darstellung, die bisher in keinem Asterix-Band auf diese Weise dargestellt wurde, ist rechts in Abbildung 10 zu sehen. Der gegenüber Zechine etwas schüchterne Obelix ziert sich etwas auf ihre Aufforderung hin, gemeinsam in den Wald zu gehen und etwas zu pflücken. Dabei ragt Obelix' Hinterteil nicht nur deutlich aus dem Bild heraus, sondern - und das ist neu! - ragt sogar in das daneben liegende Panel hinein.
Durch Obelix' Hand, die aus dem Rahmen herausragt, wird dieses Abenteuer zum Band, in dem bisher die meisten besonderen Panels zu sehen sind. Abbildung 11 links zeigt den erschrockenen Obelix, der nach einem freundschaftlichen Stoß des Ellenbogens mit seiner Kraft Asterix in ein Fass befördert hat. Das eilige Losrennen wird durch seinen ausgestreckten Arm, der den Rahmen des Panels unterbricht bildhaft dargestellt.
Und schließlich kommt als Waffe gegen das gallische Dorf noch eine Ramme zum Einsatz, deren Stoßrichtung jedoch durch den aus dem Lager eilenden Obelix umgekehrt wird. Diese für die Legionäre überraschende Entwicklung führt dazu, dass sich die Ramme nicht nur entgegengesetzt bewegt, sondern damit auch zum ersten Mal den Bildrahmen nach links aufbricht (Abbildung 12 links). Bisher waren nur Unterbrechungen des Panels nach oben und rechts üblich.
 | | Abbildung 14, Die große Überfahrt, Seite 9 |  | | Abbildung 15, Die große Überfahrt, Seite 13 |  | | Abbildung 17, Obelix GmbH & Co. KG, Seite 15 |  | | Abbildung 18, Obelix GmbH & Co. KG, Seite 16 |  | | Abbildung 21, Asterix bei den Belgiern, Seite 25 | Der Beweis, dass die Figuren bei emotionalen Szenen schon gerne einmal über die Strenge beziehungsweise über den Rand eines Panels hinaus schlagen, erbringt Asterix mit seinem Kinn, als er in drei Bildern mit Obelix streitet. In seiner Wut, die auch entsprechend große Sprechblasen produziert, ist in der abgebildeten Szene kaum noch Platz für seinen Kopf, so dass sein Kinn und sein Bart über den unteren Bildrand hinaus zu sehen sind (Abbildung 13 links).
Dieses Abenteuer bietet viele Besonderheiten und man merkt, dass sich die Autoren hier wieder richtig ins Zeug gelegt haben. Zuerst wird mit der üblichen Darstellung der Rahmen einer Szene gesprengt. Als Miraculix die Wichtigkeit von einigermaßen frischem Fisch als Zutat für den Zaubertrank betont, deutet er mit einer Handbewegung und einem herausragenden Finger an, dass es sich um keine Nebensächlichkeit handelt und man sofort handeln müsse (Abbildung 14 rechts).
Neben dieser schon üblichen Bildsprache wird in diesem Album überdurchschnittlich oft mit besonderer Symbolik gearbeitet. Gänzlich weiße und schwarze Szenen, die Nebel oder die undurchdringliche Schwärze der Nacht darstellen, ganze Bilderreihen ohne Text zur Erklärung der Charaktereigenschaften der Gallier von Asterix und Obelix oder die Verwendung von Symbolen aus der amerikanischen Geschichte finden reichhaltig Verwendung.
Dass der Rahmen eines Bildes nicht nur Zierde ist oder dann und wann durch die Darsteller oder Gegenstände leiden muss, sondern auch Teil einer Szene sein kann, beweist zum ersten Mal Asterix, als er mit dem Piratenkapitän über dessen Essenvorräte verhandelt. Ganz cool lehnt der Gallier sich dabei mit dem Ellenbogen über den unteren Rand des Panels (Abbildung 15 rechts).
Als sich die neue Hoffnung Cäsars, Technokratus, auf den Weg nach Gallien macht, gibt er den Pferden seines Wagens ordentlich die Sporen. Mit einer Peitsche treibt er sie an, um möglichst schnell von Rom in das Lager Babaorum zu kommen. Dieser Peitschenknall mit der züngelnden Peitsche wird bildhaft durch das Unterbrechen des Panelrahmens verdeutlicht (Abbildung 16 links).
Nachdem im letzten Abenteuer bereits Asterix' Kinn für einen unterbrochenen Bildrahmen sorgte, ist nun das Kinn von Technokratus für den gleichen Effekt verantwortlich. Da in der Person des Technokratus auf Jacques Chirac angespielt wird, ist diese Darstellung tatsächlich als Karikatur mit überzeichneten Merkmalen zu verstehen (Abbildung 17 rechts).
Rechts in Abbildung 18 ragen die Flügel von Asterix' Helm aus dem Bild heraus. Nach dieser Szene ist es verwunderlich, dass die Flügel, die auch die Gemütslage von Asterix darstellen, sich nicht schon früher so geregt haben, dass sie über das Panel hinaus ragten. Schon ein Bild später auf Seite 17 zeigt der Finger des wachhabenden Legionärs des Lagers Babaorum in die Ferne, wo der Soldat voller Panik "das dicke Monstrum" ausmacht. Obelix, der neuerdings seine Hinkelsteine für viele Sesterzen in das Lager liefert, wird zukünftig noch öfter das Lager aufsuchen, worauf der Legionär deutlich ruhiger wird.
Zu Beginn dieser Geschichte freuen sich einige Legionäre nach einem Einsatz im kriegerischen Belgien auf einige ruhige Tage im befestigten Römerlager Laundanum. Zum Zeitvertreib gehört auch das erzählen von sogenannten Belgierwitzen. In der nebenstehenden Abbildung 19 links erzählt ein Legionär einen Witz und stellt sich dabei so hin, dass sein Zeigefinger nicht nur gegen den Rahmen drückt ("ein Legionär, der eine Fliege gegen die Wand drückt"), sondern sogar darüber hinaus ragt ("Ein Belgier, der einen Nagel in die Wand drückt").
Majestix, der mit forschen Schritt die gallische Ehre in Belgien verteidigen will, wird mit einem Fuß ausserhalb des Panelrahmens dargestellt. Damit wird seine feste und unwiderrufliche Entscheidung bekräftigt, in Belgien dafür zu sorgen, dass Cäsar erfährt, dass die Gallier ebenso tapfer wie die Belgier sein können. Zu Beginn wird er gegen seinen Willen von Asterix und Obelix begleitet, entsprechend weist diese Szene verstärkt daraufhin, dass er auch ohne sie seinen Weg zu gehen bereit ist (Abbildung 20 links).
Obelix' Fuß wird als Standbein beim Werfen eines Felsbrockens zum zentralen Element eines Panels (Abbildung 21 rechts). Dadurch, dass er einen von den Römern abgeschossenen Stein auffängt und wieder in die gleiche Richtung zurückwirft, setzt er unfreiwillig die Piraten in Szene, denn der geworfene Felsbrocken verfehlt deutlich das römische Lager und versenkt das Schiff der Piraten. Ab diesem Zeitpunkt spielen sie eine Nebenrolle als geheimnisvolle unterstützende Flotte in den kriegerischen belgischen Wirren.
Die vorletzte Seite des Abenteuers kommt sogar gänzlich ohne umschließenden Rahmen aus. An dieser Stelle wird das Schlussbankett bei den Belgiern dargestellt, die gemeinsamen mit Majestix, Asterix und Obelix das Ende der Reise nach Belgien begießen. Dieses Bild ist in seiner Gänze eine Anspielung auf das Gemälde "Bauernhochzeit" von Pieter Bruegel, das - bis auf die Figuren - gleich ist (Abbildung 22 unten).
 | Abbildung 23, Der große Graben, Seite 36 |  | Abbildung 25, Die Odyssee, Seite 25 |  | Abbildung 26, Die Odyssee, Seite 48 |  | | Abbildung 28, Der Sohn des Asterix, Seite 17 |  | | Abbildung 29, Der Sohn des Asterix, Seite 20 | Erst im zweiten Teil des Abenteuers wird in einem Panel die Hand eines Zenturios zum Grund den Rahmen der Szene zu unterbrechen. Die Besonderheit dieses Bildes ist, dass erst zum zweiten Mal in der Serie ein Rahmen nach links unterbrochen wird. Speziell mit dem Anführen einer Einheit Legionäre kann dies jedenfalls nicht begründet werden, womöglich haben hier ästhetische Gründe eine Rolle gespielt, die Soldaten nicht nach rechts "aus dem Album heraus" marschieren zu lassen (Abbildung 23 rechts).
Bei der Abrechnung von Asterix gegenüber Nullnullsix und dem Chef des Geheimdienstes Musencus auf der Galeere Cäsars in Tyr überschreitet er mit seinem Fuß den Rahmen des Panels (Abbildung 24 links) und bemächtigt sich anschließend des Schiffes, um mit der Ladung von Epidemais im Schutze der Dunkelheit den Hafen zu verlassen und die Rückreise nach Gallien anzutreten.
Während der Reise auf dem Schiff von Epidemais von Nullnullsix, Asterix und Obelix nach Mesopotamien begegnen sie mehreren römischen Galeeren, die die Ankunft der Gallier am Ziel ihrer Reise verhindern sollen. Während eines klassischen Entermanövers zeigt ein Matrose aus dem Rahmen heraus auf ein Schiff, das sich dem Schiff des phönizischen Händlers nähert (Abbildung 25 rechts). Dabei ragt die Hand über den Panelrahmen hinaus.
Und schließlich ragt noch die Schulter eines Legionärs auf der letzten Seite nach links aus dem Panel heraus, als er mit einem Kameraden einen Geschenkkoffer bei Cäsar abliefert. Der Inhalt des Koffers, Musencus und Nullnullsix, ist offenbar so schwer, dass sich die Legionäre beim Tragen des Koffers bemühen müssen und dabei den Rand des Panels unterbrechen (Abbildung 26 rechts unten).
Beim Brüllen des Angriffsbefehls an seiner Legionäre gegen Asterix und Obelix hebt Primus Cactus seinen Kopf so an, dass seine Nase (!) den Panelrahmen nach oben durchstößt (Abbildung 27 links). Offenbar ist sich der Zenturio nicht bewusst, dass die beiden Gallier aus dem unbeugsamen Dorf über einen Zaubertrank verfügen, der ihnen übermenschliche Kräfte verleiht, denn nicht wirklich überraschend werden sie vernichtend geschlagen.
Aufs äußerste gereizt und offensichtlich in Angst um sein Erbe schwört Brutus, dass er ganz Gallien niederbrennen würde, um das Kind wiederzubekommen. Ausser sich vor Wut füllt die zur Szene gehörende Sprechblase den Rahmen so weit aus, dass der wütende Brutus mit seinen Ellenbogen nicht mehr in den Rahmen passt und diesen damit sprengt (Abbildung 28 rechts).
Überraschenderweise sorgt zum zweiten Mal in diesem Abenteuer eine Nase für das Unterbrechen des Szenenrahmens. Gerade als er und Obelix in seine Hütte zurückkommen, müssen sie feststellen, dass der Sohn mal wieder ausgebüxt ist. Beim Blick in die Hütte ragt Asterix' Nase bildhaft in die Hütte hinein und dieser Augenblick wird sinnbildlich mit der über den Panelrahmen ragenden Riechkolben dargestellt (Abbildung 29 rechts unten).
Ein verzweifelter Asterix lehnt sich an den Rahmen des Bildes, ob der Katastrophe, die er nach dem Reinfallen des Kindes in einen Kessel voller Zaubertrank vermutet. Erinnert ihn diese Szene doch an die Kindheit von Obelix, als dieser selbst in einen Kessel voller Zaubertrank gefallen ist und dieses bis zum heutigen Tage deutliche Auswirkungen hat. Zwar wird in dieser Szene der Panelrahmen nicht unterbrochen, aber doch für einen Gemütszustand zweckentfremdet. Die Besonderheit liegt darin, dass der Rahmen natürlich kein Bestandteil einer normalen Szene sein kann, weil er bildhaft eine Szene begrenzt und für die Charaktere eigentlich "unsichtbar" wie eine Kamera für den Schauspieler sein sollte (Abbildung 30 links).
Auf Seite 28 flüchtet der als Hausierer verkleidete Legionär Wurzelaus vor dem Kind, das ihn dauerhaft als Rassel benutzt und dabei an den Rand der Erschöpfung bringt. Gerade als er vermutet das schlafende Kind mitnehmen zu können, öffnet es die Augen - daraufhin ergreift er die Flucht, wobei eine Hand und ein Fuß von ihm nach links über den Rand des Bildes hinausragen. Weiter trägt der Gallier Middlesix, der als Wache am Dorf der Gallier eingeteilt ist, auf Seite 29 zwei Wildschweine auf dem Arm, die ihm kurz zuvor von Obelix gegeben wurden, damit dieser das Kind suchen kann. Während Asterix und Obelix die Suche beginnen und nach rechts wegrennen, steht der Gallier am Bildrand links. Dabei ragen die beiden Wildschweine über den Rand des Panels heraus.
Abbildung 31 links zeigt Obelix, wie an Asterix' Haus vorbei geht und dabei die Arme auf dem Rücken verschränkt hält. Durch diese Körperhaltung und seiner Darstellung in die Szene hinein bewegend sind seine Arme allerdings noch ausserhalb des Panels.
Und schließlich fliegt bei einem Gegenangriff der Gallier, nachdem Brutus mit brennenden Pfeilen das widerspenstige Dorf angreift, ein Zenturio aus dem Bildrahmen heraus, wobei sein Arm den Rahmen der Szenerie verlässt (Abbildung 32 unten). Auf Seite 43 ist zudem der Ellenbogen von Brutus ein klein wenig zu groß für das Bild, so dass er nach links aus dem Panel herausragt.
Eine besondere Erwähnung sollte der Fuß von Kleopatra erhalten. Nach ihrer Ankunft in Gallien ist sie sichtlich erbost über Cäsars Ziehsohn Brutus, der während seiner Suche nach dem gemeinsamen Kind der Ägypterin und Cäsar nicht gerade zimperlich war. Zwar mutmaßte Cäsar Kleopatra mit dem gemeinsamen Sohn in Rom, jedoch hat die Königin den Sohn zu seiner Sicherheit in das Dorf der Gallier bringen lassen. Als sie nun nach dem Rechten sieht, steigt sie von ihrem fahrenden Thron und mit der ihr zugesagten Eleganz ragt ein Fuß von ihr nicht nur über den Rand des eigenen Panels hinaus, sondern sogar in das darunter liegende Bild hinein (Abbildung 33 rechts).
Die erste Szene, die sich nicht ausschließlich innerhalb des Rahmens eines Panels abspielt, befindet sich bereits auf Seite 6. Dort eilt nämlich der wütende Majestix in strömendem Regen mit einer Axt in der Hand zu Troubadix' Baumhaus um den Baum zu fällen. Auf dem eiligen Weg zur Hütte sieht man seinen Umhang, der über den Rand der Szene hinaus ragt.
Zum Dank an die Götter, dass er das gesuchte Dorf mit den Spinnern und der Stimme die Regen machen kann gefunden hat, kniet auf Seite 7 Erindjah nieder. Dabei befinden sich seine Knie über dem Rand, der sich genau auf Bodenhöhe befindet.
Eine Seite später demonstriert Erindjah seine erstaunlichen Fähigkeiten, als er die beiden streitenden Damen Gutemine und Madame Methusalix auf seinem Teppich gegen ihren Willen einen Probeflug machen lässt. Als der Teppich das Dorf in rasender Fahrt verlässt, symbolisiert der nach rechts herausragende Zipfel des Teppichs die Geschwindigkeit, mit der sich der Teppich in die Luft bewegt (Abbildung 34 links oben).
Etwas später auf Seite 12 passt der Teppich mit seinen Passagieren kaum ins Bild und so ragt eine Ecke des Teppichs mitsamt der Fransen rechts aus dem Panel heraus. Und auch wenige Bilder später auf der gleichen Seite ist die ausserordentlich unruhige Flugbahn des Teppichs dafür verantwortlich, dass er wieder nicht ins Panel passt. Dabei hat Erindjah das Fluggerät gerade noch abfangen können, als sich Obelix schnell zur Seite neigte um Wildschweine sehen zu können.
Nachdem Erindjah mit dieser fliegerischen Glanzleistung die Gallier vor dem Absturz gerettet hat fällt Asterix auf, dass sie dabei den Barden Troubadix verloren haben. Nach kurzer Suche finden sie ihn an einem Baum hängend. Seine Beine baumeln dabei über den Rand des Panels hinaus (Abbildung 35 links).
Noch einmal ist die größe des Teppichs für einen gesprengten Rahmen verantworlich - gut möglich dass diese wiederholte bildhafte Darstellung den Flug über der gezeichneten Landschaft stärker betonen soll, schließlich fliegt der Teppich mit den Passagieren lange Zeit der Geschichte von Gallien ins Morgenland und ist damit ein wichtiger Bestandteil des Abenteuers. Bei der Szene auf Seite 13 ragt der Teppich nicht nur nach unten und nach rechts aus dem Rahmen heraus, sondern zudem noch in das nächste Bild rechts hinein.
Eine besondere Szene folgt eine Seite später, als der Guru Daisayah mit dem Vater von Orandschade über den Sinn und Unsinn der Götterprobe redet. Während der Guru nach oben Richtung (Götter-)Himmel zeigt und sein Finger dabei links das Panel verlässt, überragt der große Turban von Nihamavasah den Rand zur rechten (Abbildung 36 rechts oben).
Zum ersten Mal kommt auch das Piratenschiff mal als Rahmenaufbrecher an die Reihe. Als sie in diesem Band auftauchen und sich dem fliegenden Teppich mit Galliern nähern, wird die schwankende Dynamik des Schiffes mittels zweier aus dem Panel ragender Elemente eingefangen. Zum einen ist es der Mast, der sich nach oben aus dem Bild heraus verlängert und auch eine Spitze des Querbalkens passt nicht mehr in das rechteckige Format (Abbildung 37 links oben).
Der arme Obelix wird auf Seite 24 auf dem Teppich sitzend von einem Pfeil in sein allerwertestes Körperteil getroffen. Dass selbst der beleibte Gallier bei diesem Volltreffer nicht ruhig sitzen bleiben kann scheint klar zu sein. Deshalb ist der Schmerz entsprechend groß, Obelix krümmt sich nach hinten und dabei wird seine Nase größer als es der gezeichnete Rahmen erlaubt.
Der gehässige Guru Daisayah wird in seiner ganzen Gemeinheit auf Seite 43 dargestellt, als sein Kopf den gesamten verfügbaren Platz in einem Fenster ausfüllt. Dabei schauen nur drei Barthaare über den unteren Rand hinaus.
Gleich drei Dinge werden rechts oben in Abbildung 38 über den Rand der Bildbegrenzung hinaus gezeichnet. Während Erindjah Daisayah am Kragen packt und mit seinem Teppich ausser Reichweite schafft, ragt nicht nur der Teppich selbst und die Hand von Erindjah über den rechten Rand hinaus, sondern auch ein Fuß von Daisayah macht die Bewegung in dieser Szene deutlich.
Als sich Maestria schließlich sehr verärgert über die ihrer Meinung nach unangemessene Begrüßung zeigt, will sie von Obelix gerne wissen, ob er von Arithmetik genauso viel wisse wie über Ästhetik. Schließlich lässt sie ihn mit einem autoritären Befehlston wissen, dass sie ihn morgen in ihrem Unterricht sehen wolle. Von Frauen ist Obelix womöglich anderes Auftreten gewohnt und entsprechend überrascht zeigt er sich bei ihrem Anliegen. Das symbolische Zurückweichen von so viel Energie wird durch seinen Ellenbogen versinnbildlicht, der nach rechts aus dem Rahmen herausragt (Abbildung 39 rechts).
Dieses Abenteuer sprüht förmlich vor interessanten Ideen bezüglich der Bildsprache. Viele Elemente werden hier zum ersten Mal verwendet - ein Zeichen dafür, dass Albert Uderzos Einfallsreichtum in den vergangenen Jahrne nicht nachgelassen hat und er offen für neue Ideen ist. Links in Abbildung 40 kann sich Obelix angesichts des Auftretens von Maestria vor Lachen kaum noch im Zaum halten. Während er sich vor Lachen krümmt, lehnt er sich an den Bildrahmen, der sich wegen der Masse des Galliers daraufhin nach aussen ausbeult. Ein wirklich witziger Einfall!
Claudius Nimdenbus soll eine spezielle Truppe nach Gallien bringen und mit ihrer Hilfe des gallische Widerstandsnest der unbesiegbaren Verrückten dem Erdboden gleich machen. Seine besondere Haartracht sorgt bei seinem Gespräch mit Cäsar dafür, dass er dessen Hinweis, dass die Operation streng geheim bleiben muss mit äusserstem Respekt begegnet und die Haare den Rahmen des Panels überragen (Abbildung 41 rechts).
Auf Seite 15 freut sich Obelix nach seiner Unterrichtsstunde schon sehr auf das gebratene Wildschwein, das Asterix zubereitet. Der wunderbare Duft, der aus dabei aus dessen Hütte strömt, lässt Obelix einen Alexandriner zitieren. Dabei zeigt er sich nur im Text, sondern auch in seiner Körpersprache sehr poetisch, so dass dabei eine Hand nicht mehr in den vorgegebenen Rahmen passt.
Als sich Asterix etwas später zur Schule begibt, weil Miraculix und Majestix den Wunsch äussern, wegen des Dorffriedens die neue Bardin aus dem Dorf zu bitten, scheint er in die Szene hineinzulaufen, da sich auf Seite 17 ein Fuß noch ausserhalb des Rahmens befindet.
Eine der zu Beginn dieses Abschnitts erwähnten Ideen wird links oben in Abbildung 42 gezeigt. Dort fliegt nämlich ein kleiner Vogel vom regnerischen Wald in einem Bild in das rechts daneben liegende Panel, wo eine Möwe sich mit einem Fragezeichen in einer Sprechblase über den Ankömmling wundert. Zum ersten Mal interagieren dabei seine Elemente panelübergreifend miteinander.
Als der neue, feministische Wind durch das Dorf weht, werden auch alteingesessene Dorfbewohnerinnen von der Bewegung erfasst. Majestix erfährt dies am eigenen Leibe, als er mit seiner Frau Gutemine aneinander gerät. In zwei Szenen ragt sein Umhang über den Rand hinaus. Einmal als er die Szene betritt und ein Bild später, als er der Lautstärke seiner Frau nichts entgegen zu setzen hat und durch den Druck der Stimme der Umhang noch einmal über das Panel hinaus geweht wird (Abbildung 43 links oben).
Die Dynamik, die Maestria im Dorf der Gallier verbreitet, wird bildhaft mit dem wippenden Pferdeschwanz symbolisiert, der über den Rahmen hinaus ragt. Als Gutemine von den Frauen zur neuen Dorfchefin ernannt wird, sieht sie sich auf der Höhe ihres Schaffens und entsprechend vergrößert wird ihr Charakter dargestellt (Abbildung 44 rechts oben). Ihre Gestik wird auf Seite 24 mit ihrer Hand betont, als diese beim Gespräch zwischen Maestria und Gutemine über die zukünftige Beziehung zu den römischen Einheiten etwas über das Panel hinausragt.
Etwas Dreidimensionalität erhält das Boule-Spiel von Verleihnix, Automatix und Methusalix, als Verleihnix bei seinem Wurf etwas nach links versetzt zum Panel steht (Abbildung 45 rechts).
Wie ein Sonderverkauf mit hochgelobten günstigen Preisen abläuft, muss man wohl keinem Menschen mehr erklären. Umso schwieriger wird es, diese Dynamik in einem statischen Comicheft abzubilden. In Abbildung 46 links oben sieht man, dass es in der gezeichneten Szene sehr gut gelungen ist und um das noch bildhafter darzustellen, überragt in der Bewegung der Helm des weiblichen Zenturios den Panelrahmen in Richtung des Sonderangebots.
Die ganze Listigkeit und Gerissenheit von Asterix' Plan, den er gemeinsam mit Maestria erdacht hat um den Sieg der Legionäre zu verhindern, zeigt sich in der Zeichnung von Asterix, als er lässig seinen Arm über das eigene Panel hinaus in das Bild darunter hängen lässt (Abbildung 47 rechts).
Auch die Lockerkeit von Obelix wird in zwei Szenen auf Seite 42 ausgedrückt, als sein Fuß über den Rahmen ragt. Als würde er auch nach aussen hin demonstrieren wollen, dass der Kampf mit den Legionären keinerlei Anstrengung bedeutet. In diesem Zusammenhang werden auch herumgeschleuderte Legionäre über den Rand hinaus gezeichnet.
Nachdem Miraculix vor einem Kampf gegen die Römer an alle Bewohner bis auf Obelix Zaubertrank ausgegeben hat, fällt Asterix nach dem Kampf auf, dass Obelix gar nicht dabei war. Die Befürchtung von Miraculix, dass sich Obelix trotz aller Bedenken einen kräftigen Schluck aus dem Kessel voller Zaubertrank genehmigt hat, lässt ihn panisch zu seiner Hütte laufen. Diese Hast wird dadurch bildhaft unterstrichen, dass seine Hand in Richtung seiner Laufbewegung den Rahmen des Panels unterbricht (Abbildung 48 links).
Eine Gallionsfigur gehörte bisher nicht zu den Objekten, die dafür gesorgt haben, dass der Bildrahmen unterbrochen wurde. Doch als die Gallier die Galeere von Spartakis zum Schutz vor römischen Angriffen in ihr Dorf tragen, ragt eben eine solche Figur oben aus dem Panel heraus (Abbildung 49 rechts).
Zum zweiten Mal ragt der Mast des Piratenschiffes über den Rand eines Panels heraus. Sie kreuzen unglücklicherweise den Weg der Galeere von Spartakis, mit der sich Asterix auf die Verfolgung des römischen Schiffes begibt, auf dem der kleine Obelix als Geisel gefangen gehalten wird (Abbildung 50). Eine Seite später wird das Piratenschiff von Cäsars gekaperter Galeere gerammt. In diesem Augenblick kippt das Schiff zur Seite, wobei die Dynamik der Bewegung durch den umfallenden Mast dargestellt wird, der dabei den Bildrahmen verlässt.
Als auf Seite 33 der Handel zwischen Asterix und Enternix, dem Piratenkapitän perfekt ist, hissen die Piraten die Piratenflagge an der Galeere Cäsars, die sie mitsamt der Besatzung gegen ein anderes Schiff eingetauscht haben. Die stolze Flagge der Piraten ragt dabei über den Rand des Panels heraus. Eine Seite später ist das Schiff mit der Piratenflagge und dem gleichen Effekt auf den Bildrahmen dann noch einmal auf hoher See zu sehen.
Die Piratenflagge wird schließlich noch einmal über den Rahmen hinaus gezeichnet, als Baba auf der Aussichtsplattform den Hafen von Rom ankündigt. Sozusagen in Großaufnahme steht er direkt neben der Flagge auf dem Schiff Julius Cäsars (Abbildung 51).
Auf Seite 42 wird die Admiralsgaleere mit den Galliern schließlich von einem anderen römischen Schiff aufgebracht und beschossen. Der Befehlshaber des Schiffes befiehlt, dass vor dem Entern sicherheitshalber eine Kugel hinübergeschickt werden solle und so spannen zwei Sklaven eine Wurfmaschine, wobei einer von ihnen bei der Spannbewegung nach hinten über den Rahmen des Bildes hinausragt.
Als Obelix endlich seine alte Größe wieder erlangt, räumt er unter den Legionären, die Asterix über Bord werfen sollen, in alter Manier richtig auf. Beim Kampf mit den Soldaten fliegt ein Helm eines Soldaten fast in das rechts daneben liegende Bild.
Die letzte Unterbrechung des Bildrahmens geschieht durch die Hand von Miraculix, der auf Siete 44 Asterix und Obelix erklärt, dass die Kreuzfahrt nun endlich ein Ende haben müsse und sie wieder Kurs auf das heimatliche Dorf nehmen sollten.
Gleich auf der ersten Seite als Asterix und Obelix vom Wildschweinfang in das Dorf zurückkehren, wird die Bewegung von Asterix in das Bild hinein auf eine inzwischen bewährte Art dargestellt: der Fuß des Galliers befindet sich noch ausserhalb des Bildrahmens (Abbildung 52 rechts).
In Abbildung 53 links sieht man den kleinen Idefix am Rande des Bildes sitzen, als er die Begrüßung der beiden Geburtstagskinder durch die Dorfbewohner beobachtet. Besonders auffallend ist an dieser Szene, dass der Hund, obwohl er am äußersten Rand sitzt, trotzdem eine Sonderstellung einnimmt, weil sein Schwanz über den Rand des Panels hinaus ragt.
Ein schüchterner Obelix, der von einer Gallierin zum Tanz aufgefordert wurde, wendet sich von ihr mit rotem Kopf ab. Seine Bewegung sorgt dabei dafür, dass er sich über den Rand des Panels hinaus bewegt und sein Arm die Szene verlässt (Abbildung 54 rechts).
Ein Objekt, das im Rahmen dieses Themenbereiches bisher noch nicht Erwähnung gefunden hat, sorgt wie links in Abbildung 55 gezeigt für die nächste Unterbrechung des Rahmens. Im Palast von Bonusmalus ist in einer Szene eine Statue zu sehen, die nach rechts aus dem Bild heraus ragt.
Nachdem Keinentschlus dem Präfekt Bonusmalus über den Verbleib von Pompejus' Helm und Schwert aufgeklärt hat, wird er von ihm auf Seite 11 in den Kerker des Palastes geworfen. Der Legionär, der den Trunkenbold abführt, macht dies energisch während im gleichen Panel die Väter von Asterix und Obelix zu sehen sind. Diese beiden Szenen in einem Rahmen werden voneinander getrennt, in dem der Legionär bereits mit einem Bein über den Bildrahmen hinaustritt.
Auf der nächsten Seite argumentiert Asterix Popeline und Praline gegenüber, dass sie kein besonderes Fest zu Ehren ihres Geburtstags organisieren müssten, da das ganze Dorf doch schon zum Festbankett versammelt gewesen sei. Natürlich ist das für die beiden Mütter nur ein Vorwand, um ihre beiden Sprösslinge unter die Haube zu bekommen und so kommuniziert Asterix nicht nur über eine gewöhnliche Sprechblase mit ihnen, sondern sorgt mit der dazu gehörenden Gestik auch noch auf Seite 14 dafür, dass sich seine Hände über den Rand des Bildrahmens bewegen.
Die Bewegung des Wagens, der mit Visacardus und der als Falbala verkleideten Latraviata über den Weg zum gallischen Dorf holpert, wird zeichnerisch mit dem Überschreiten der Rahmenbegrenzung nach oben dargestellt (Abbildung 56 links oben).
Auf Seite 22 zeigt sich Asterix überrascht über die Aussage von Falbala, dass sie auf Tragicomix, der eigentlich ihr Verlobter ist, pfeife. Diese Überraschung wird bildhaft mit dem Übetreten der Bildumrandung durch einen Fuß von Asterix wiedergegeben.
Zum zweiten Mal in diesem Heft und damit überhaupt in der ganzen Asterix-Serie tritt Idefix mit einem Bein über den Rand eines Bildes hinaus. Womöglich wollte Uderzo hier die Lebendigkeit des kleinen Hundes andeuten, der in der abgebildeten Szene um Obelix herum läuft (Abbildung 57 rechts). Auf Seite 27 rennt Idefix fast ganz aus dem Bild, als der ausser Kontrolle geratene Asterix Obelix sehr stark die Hand schüttelt.
Als Asterix nach seinem Anfall auf einem Felsen im Meer zur Ruhe kommt und mitten in der Nacht während eines Gewitters aufwacht, sind gerade die Piraten in der Nähe, die natürlich wieder einmal hoffen, dass kein Gallier ihren Weg kreuzt. Umso panischer sind sie beim Anblick eines Asterix, der mutmaßlich wie ein Gespenst über dem Wasser zu schweben vermag. Die Panik des Piratenkapitäns Enternix wird in der Zeichnung dadurch verdeutlicht, dass sein Helm und sein Zopf nach rechts über den Rand hinaus ragen (Abbildung 58).
Ein Pferdehuf eines römischen Owerneitkuriers auf Seite 33 rutscht förmlich aus dem Rahmen heraus, als die Bewegung des Pferdes mit seinem Reiter am Abhang eines Berges bildhaft sichtbar gemacht werden soll.
Wieder einmal wird die Gestik von Asterix verwendet, um die dazugehörende Bewegung darzustellen. Und wieder werden in diesem Fall auf Seite 35 seine Hände über den Rand hinaus gezeichnet.
Und schließlich wird die Geschwindigkeit von galoppierenden Pferden und deren Dynamik in der Vorwärtsbewegung mit der Unterbrechung des Panelsrahmens durch den Pferdekopf dargestellt (Abbildung 59 links oben). Am Ende des Abenteuers sorgt der Kopf des auf einem Pferd sitzenden Julius Cäsar noch einmal für eine Unterbrechung des Bildrahmens und auf der letzten Seite hat die Plane des Wagens, mit dem Asterix und Obelix zurück ins Dorf reisen den gleichen Effekt..
Als während einer der üblichen Fischschlachten im Dorf auf Seite 14 die baldigen Väter von Asterix und Obelix, Astronomix und Obelodalix, während der Geburt ihrer Söhne aus dem Haus gebeten werden, empfinden sie es als ganz schön nervig, in so einem wichtigen Augenblick Däumchen drehen zu müssen. Da kommt es gerade recht, dass sie von fliegenden Fischen direkt ins Gesicht getroffen werden und sie sich ablenken können. Bei diesem Volltreffer verlieren sie ihre Helme, wobei der Helm von Asterix bis über den Rand des Panels hinaus fliegt.
Bei der Vorstellung der Freizeitaktivitäten von Asterix und Obelix auf Seite 18 wird über den Sinn und Zweck von Hinkelsteinen sinniert und Obelix mit einem Hinkelstein auf dem Rücken dargestellt. Wie in den meisten Abenteuern, in denen der Hinkelstein über den Bildrand hinausragte, sorgt auch hier die schiere Größe des Objekts dafür, dass der Rand des Bildes unterbrochen wird.
Als der Häuptling des Dorfes, Majestix, auf Seite 19 vorgestellt wird, hält er, auf dem Schild stehen, eine Anrede an die Dorfbewohner. Die erhöhte Stellung (die er kurz darauf unfreiwillig verlassen muss) wird bildhaft mit seinem Helm unterstrichen, der über den Rand der Szene hinausragt.
In der Kurzgeschichte zu Kokolorix, dem gallischen Hahn, duelliert er sich mit einem Adler, der hier das römische Imperium symbolisiert. Die unbändige Kraft und eigentlich deutliche Überlegenheit wird auch mit der Größe des Vogels dargestellt und dabei überragen die Flügelspitzen des Adlers auf Seite 21 und 22 insgesamt drei Mal den Rand des Panels (Abbildung 60 links oben).
Eine Seite später dagegen werden die Federn von Kokolorix während seiner Vorbereitungen auf den großen Kampf mit dem Adler so gezeichnet, dass sie ihrerseits nun nicht mehr in den vorgesehenen Rahmen passen (Abbildung 61 links).
Schöne abgerundete Rahmen sind in der Kurzgeschichte "Der gallische Frühling" zu sehen, als der von Asterix und Obelix im Wald gefundene Frühling die Geschichte der Händlerin der vier Jahreszeiten und ihrer Söhne erzählt. Diese prosaische Geschichte mit dem märchenhaften Hintergrund passte wohl nicht zu eckigen und scharf umrissenen Bildrahmen und so wurden hier abgerundete Ecken verwendet (Abbildung 62 links).
Die prosaische und französische Lebensweise wird in der Geschichte "Mini midi maxi" karikiert und mit einem besonders schön geschmückten Bildrahmen aus Blumen eingeleitet (Abbildung 63 rechts). Während in den folgenden Bildern Gutem... eine bezaubernde Gallierin den neuesten Chic aus Lutetia präsentiert und während dieser Modenschau die Frau des Häuptlings unsanft durch Madame Methusalix ersetzt wird, bringt sich die verärgerte Gutemine dem Leser in Erinnerung, als sie sich auf dem "Off" am Rahmen festhaltend noch einmal meldet und im nächsten Bild in Szene gesetzt wird (Abbildung 64 rechts).
Eher nichts besonderes ist der Kopf von Asterix, der auf Seite 39 aus dem Bild herausragt. Als nämlich die Gastgeber die Delegation des Olympischen Rates für die Bewerbung der Olympischen Spiele durch die Stadt führt, halten sich Asterix und Obelix dezent im Hintergrund. Da zu ihren Aufgaben die Gewährleistung der Sicherheit gehört, wird dies durch eben diese Darstellung unterstrichen, da sich Personenschützer in der Regel auch nicht direkt in der Aufmerksamkeit befinden, sondern von außen einen Blick auf die Szene werfen müssen.
Auf der gleichen Seite geraten die Haare des gallischen Gastgebers über den Rand hinaus, weil er, im Vordergrund stehend, den Umhang eines Delegierten reinigt. Schließlich sorgt ein fliegender Hinkelstein auf Seite 45 noch einmal dafür, dass dieser gut sichtbar nach rechts aus dem Panel herausfliegt.
Gleich auf der ersten Seite dieses Albums hebt Obelix ein Wildschwein hoch, das hart wie ein Brett ist. Bei dieser Bewegung gerät der Schwanz des Wildschweins über den Bildrahmen.
Auf Seite 11 benimmt sich Obelix merkwürdig agressiv und verpasst dem Superklon nach dessen Bemerkung über den "dicken Gallier" einen rechten Haken. Dieser Schwung und auch die rechtfertigende Bewegung im nächsten Bild sorgen dafür, dass die Faust und der Ellenbogen von Obelix über den Rand des Panels hinaus gezeichnet wird. Eine typisch bildhafte Darstellung für schnelle Bewegungen.
Miraculix deckt seine Augen mit der Hand ab, als er das wegschwebende Raumschiff von Tuun beobachtet. Offensichtlich hat das kleine Rechteck des Bildes für dessen Ellenbogen nicht mehr ausgereicht und so ragt dieser links über den Rand hinaus. Auf Seite 22 sorgt wieder eine Bewegung dafür, dass der Bildrahmen unterbrochen wird. Dabei kämpft Obelix gegen den Nagma und wirbelt diesen von links nach rechts während er ihn am Bein hält. Diese nach oben über den Kopf führende Schleuderbewegung wird mittels eines über den Rahmen hinaus gezeichneten Armes bildlich dargestellt.
Eine Besonderheit stellt die Rakete der Nagma auf, die bei ihrem Landeversuch über dem Dorf die Hütte von Troubadix auf dem Baumhaus abfackelt. Die Dreidimensionalität der Rakete, die schräg von oben gezeigt wird, während unter ihr das Dorf der Gallier zu sehen ist, wird durch die über den Rand in das nächste Bild hineinragende Rakete verdeutlicht (Abbildung 65 rechts).
Und noch ein Ellenbogen, diesmal der von Asterix, ist auf Seite 28 der Grund, dass der Rahmen des Bildes unterbrochen wird. Asterix hält sich während des Kampfes zwischen dem Superklon und dem Nagma die Ohren zu, was dazu führt, dass er beide Arme nach oben führt.
Während eines Einsatzes der Superklone Schwor-Zi, bei dem sie Asterix und Obelix auf dem Rücken tragen um gegen die Maschinen der Nagma zu kämpfen, wird die Dynamik des Fluges während der Startphase dadurch unterstrichen, dass eine Faust des Superklons über den Rand hinaus ragt (Abbildung 66 links).
Der Schreck steht Obelix sicher ins Gesicht geschrieben, als Asterix Tuun verspricht, dass Obelix sicherlich seine eigene Reserve an Wildschweinen für ein Festmahl vor Tuuns Rückkehr zu Verfügung stelle. Er steht dabei zur Salzsäule erstarrt auf Seite 38 und dabei ragt eine Hand rechts aus dem Panel heraus.
Als nun auf Seite 40 die Legionäre ihre Chance wittern, das durch die Rakete der Nagma mutmaßlich entvölkerte gallische Dorf einzunehmen, marschieren sie zum Dorf, werden jedoch durch die herausstürmenden Gallier so überrascht, dass der Helm des anführenden Zenturios die bildhafte Überraschung darstellt, in dem der Helm über den oberen Rand hinaus geszeichnet wird.
Und schließlich sorgt ein Finger und die Ohren des Ausserirdischen Tuun noch dafür, dass der Panelrahmen unterbrochen werden muss. Damit wird nämlich bildhaft dargestellt, dass er durch eine Reaktion auf den Zaubertrank zu enormer Größe angewachsen ist, der der Bildrahmen wortwörtlich nicht gewachsen ist. In den Abbildungen 67 und 68 auf der rechten Seite sieht man sehr schön, dass mit dem Finger, der sich praktisch dem Leser entgegen streckt wieder eine dritte Dimension dargestellt wird, während die schiere Größe Tuuns so gezeichnet wird, dass man die Dorfbewohner gar nicht mehr sieht und stattdessen sogar seine Ohren nicht mehr ins Bild passen.
Mit diesen letzten Bemerkungen zum Band "Gallien in Gefahr" sind alle bisher erschienen Asterix-Abenteuer und die Darstellung des Bildrahmens beschrieben, die über den normalen Zustand eines rechteckigen Panels hinausgehen. Selbstverständlich wird dieser Abschnitt erweitert, sobald ein neues Abenteuer erscheint.
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