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In der Begleitung von Obelix befindet sich Idefix, der einzige als umweltfreundlich bekannte Hund, der vor Verzweiflung aufheult, wenn man einen Baum fällt. Sein erster Auftritt in den Asterix-Bänden nach der französischen Originalreihenfolge ist erst im fünften Album "Tour de France". Auf Seite 13 sitzt er vor einer Metzgerei, begleitet unsere Helden bis zum Dorf der Gallier und macht mit seinem "Wuff! Wuff!" Obelix auf einem der letzten Bilder auf sich aufmerksam. Hiermit wird er zu seinem Maskottchen und weicht ihm nicht von der Seite. In Deutschland kam er durch die deutsche Erscheinungsweise, die vom französischen Original abweicht, schon im zweiten Band,"Asterix und Kleopatra", vor.

Idefix' LogoSein Name ist aus einer Umfrage heraus entstanden, als die französischen Leser nach einem Namen für den kleinen Hund gefragt wurden. Hunderte von Namensvorschlägen liefen in der Redaktion ein, bis die Wahl auf den Namen von Hervé Ambroise, Dominique und Anne Boucard und Rémi Dujat fiel. Der Name verkörpert trefflich den Charakter des kleinen Hundes: er hat fixe Ideen. In den englischsprachigen Ausgaben heißt er übrigens "Dogmatix".

Idefix in Tour de FranceDoch beinahe wäre Idefix nicht das Maskottchen der Gallier geworden, denn schon im ersten Abenteuer "Asterix der Gallier" erscheint ein kleiner Hund beim Schlussbankett. Was wäre passiert, wenn er nicht nur am Knochen genagt, sondern sich "zu Wort" gemeldet hätte? Auch im Album "Die goldene Sichel" beim Besuch von Asterix und Obelix in Lutetia auf Seite 28 schaut ein Hund in Richtung der beiden Gallier, doch auch aus ihm ist kein Idefix geworden. Im ersten Entwurf des Bandes "Tour de France", also der ersten Beschreibung der Comicseiten von René Goscinny, war von Idefix noch gar nichts zu sehen. Daraufhin fragte Albert Uderzo, ob sein Partner etwas dagegen hätte, in die Geschichte einen kleinen Hund als Nebendarsteller einzubauen. Und so begleitete der kleine Hund erst im Storyboard (die genauere Bild-für-Bild-Aufteilung) unsere beiden Helden in das heimische Dorf nach Aremorica.

Im Bild des ersten Idefix kann man erkennen, dass er sehr kurze Pfoten hat. Diese Pfoten werden später auf Verlangen der Trickfilmproduzenten wachsen, da es einfacher ist, längere Pfoten zu animieren. Idefix tauschte also sein Aussehen - dicker Bauch. kurze Pfoten - gegen eine schlankere Figur und längere Beine. Für die Realfilme mit echten Schauspielern sah man sich dann auch gezwungen, Uderzos salomonische Antwort auf die Frage, von welcher Rasse Idefix eigentlich sei, "Ein Hund.", eine echte Form geben zu müssen. Von dieser Seite war also der Phantasie keine Grenzen gesetzt, und man hätte Idefix im Realfilm Film "Mission Kleopatra" durchaus auch mit einem Dobermann besetzen können. Aber wäre damit irgendjemand einverstanden gewesen? Sicher nicht. Für den Regisseur stand außer Frage, dass Idefix ein klitzekleines lebendiges Bündel sein sollte, für das Obelix' starke Arme so etwas wie ein Kuschelkörbchen darstellten. Im Film schlüpfte der Idefix aus dem Comic nun in das Fell eines irrsinnig süßen West-Highlanders. Übrigens ist Idefix in der Asterix-Serie etwa 30 Zentimeter groß, wie im Themenbereich zu Asterix' Größe belegt wurde.

In verschiedenen Publikationen über die Kelten werden Haushunde erwähnt, allerdings steht nicht genau fest, woher diese Informationen stammen. Man kann davon ausgehen, dass bei Ausgrabungen kleine Hundeskelette gefunden wurden oder in der antiken Literatur über die Tiere berichtet wird.

Studio IdefixNicht unerwähnt bleiben sollte, dass der Film "Asterix erobert Rom" von der Produktionsfirma "Studio Idéfix" hergestellt wurde. Mit dem "Studio Idéfix" erfüllten sich Goscinny und Uderzo einen Traum. Zeitweise waren bis zu 60 Mitarbeiter im Studio tätig, unter anderem Pierre Tchernia, dem die beiden Autoren in tiefer Freundschaft verbunden waren. Asterix erobert Rom bleibt der einzige Asterix-Film, der im Studio Idefix produziert wird. Im Jahre 1978 schließt das Studio Idefix seine Pforten.

Idefix SerienEbenso interessant ist die Tatsache, dass Idefix die Hauptrolle in zwei Serien spielte, die als "Spin-off" auf der Asterix-Serie beruhten. 1973/1974 erschienen im Koralle Verlag sieben Hefte als Mal-, Bilder- und Spielebuch, das an die jüngere Kundschaft gerichtet war und im Jahr 1982 wurden von der REMUS Produktions- und Vertriebs GmbH zwei Lesebücher als Einzelbuch herausgegeben. Neben Idefix werden in diesen beiden Ausgaben die Hauptcharaktere vor der Geschichte vorgestellt, wie dies in den regulären Asterix-Alben der Fall ist: Aquila, der Steinadler; Tiberius, Aquila's Sohn; Frau Agathe Käuzchen, die Eule, die viele Geheimnisse kennt; Picknix, der Dorfhahn und Kratzke, der Rabe. Beide Serien wurden inzwischen eingestellt und werden in Sammlerkreisen selten angeboten.




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