Sklaven

Lateinisch: servus, eigentlich waren Sklaven Kriegsbeute, die aus reinem Eigennutz am Leben gelassen wurden. Im Römischen Reich kam es zwischen 140 und 71 v.Chr. zu mehreren Sklavenaufständen, wovon der von Spartacus als bedeutendster der Antike gilt. Den Ursprung hat die Sklaverei in Kriegsgefangenschaft, Menschenraub und Menschenhandel. Zwischen 250 und 150 v.Chr. führten die Römer 250.000 Gefangene in die Sklaverei, die Eroberung Galliens 58 bis 51 v.Chr. bringt die zweite große Versklavungswelle. Sklaven waren Eigentum ihres Herrn und konnten nicht selbst über sich verfügen. In seltenen Fällen konnte das Verhältnis der Sklaverei durch Loskauf oder Freilassung aufgehoben werden, dann arbeiteten die Freigelassenen zum Beispiel als Bankiers, Ärzte oder Lehrer, da Rom großzügige politische Rechte in Staat und Verwaltung gewährte.
In "Die Trabantenstadt" spielen die Sklaven beim Bau des ersten Gebäudes eine entsprechend große Rolle, in deren weiteren Verlauf sie durch den Anführer Duplikatha immer lauter ihre Forderungen im Stil eines Tarifvertrages verlangen.
In "Asterix und Kleopatra" sind Sklaven Mangelware, deshalb sind es meist freie Arbeiter - II/14. In Rom werden gute Luxussklaven bei Tifus in "Die Lorbeeren des Cäsar" angeboten - XVIII/13. Unter diesen Sklaven posiert einer nacheinander als
- Denker á la Rodin,
- als Diskuswerfer von Myron
- und als Laokoon in der Version des rhodischen Bildhauers Hagesander.

Der Denker zählt zu den Hauptwerken des Bildhauers Auguste Rodin und entstand 1880 bis 1882 (Bild ganz rechts außen). Das Original ist im Besitz des Musée Rodin in Paris, eine Kopie steht am Grab des Künstlers in Meudon. Höhe 72 cm, Bronze, fein patiniert und poliert.
Der bekannte Diskobolos (Diskuswerfer) von Myron (5. Jahrhundert v. Chr.) gehört zur klassischen Epoche der griechischen Bilderhauerkunst (Bild rechts oben). Seine berühmteste Arbeit war eine Bronzekuh, die auf der Akropolis stand.
Die Laokoon-Gruppe stellt die bekannteste Darstellung des Todeskampfs Laokoons und seiner Söhne dar (Bild rechts). Sie stammt von den Bildhauern Hagesandros (Hagesander), Polydoros und Athanadoros aus Rhodos und ist eine Marmorreplik aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. Das Original war vermutlich eine um 200 v. Chr. entstandene Bronzeplastik aus Pergamon, die nicht erhalten ist.