Steuer
Eine ganz zentrale Bedeutung haben die Steuern, die Moralelastix in "Asterix und der Kupferkessel" durch Auslagern seines Bargeldbestandes im gallischen Dorf von Asterix und Obelix zu umgehen sucht. Als Steuereinzieher, der die Provinzen durchreist, wurde der ehemalige französische Finanzminister Giscard d'Estaing dargestellt (zum Thema Karikaturen siehe auch der Themenbereich Karikaturen) - XIII/43. Auf einer von Eseln getragenen Sänfte, über der Geldtruhe kauernd, die Aktenmappe in Händen, in der Sprache der Verwaltung Formalitäten abspulend.
Eine Veruntreuung der Steuern im großen Stil begeht Agrippus Virus, der Statthalter von Condate. Von der gerechten Verteilung hat er ganz besondere Ansichten. Von einem ganzen Sack Gold bleiben ganze drei Stück für Rom übrig. Die Bedenken von Gaius Raffcus, dass so wenig Steuern wohl Aufsehen in Rom erzeugen würden, begegnet er, dass er ein Jahr Zeit habe, reich zu werden. Ehe Rom reagiert, wäre er schon weit weg.
In dem Dorf mit dem großen Graben erfahren wir, dass der letzte Einheitshäuptling sich mit den Steuereinnahmen des Dorfes aus dem Staub gemacht hätte. Eines der Resultate sind man an der zwiegespaltenen Dorfgemeinschaft.
Große Pläne mit besteuerten Thermen hat Augenblix, der nach seinem Kampf mit Majestix aus Gallien ein neues Rom machen will - IV/16.
Cäsar verspricht im Film "Asterix und Obelix gegen Cäsar" den Galliern für ihre Hilfe, dass sie auf alle Zeit von Steuern befreit sein und ausserhalb der Zuständigkeit des römischen Rechts leben sollen. Zuvor wollte jedoch der Steuereintreiber Incorruptus mit Hilfe des Zenturios Bonus und seinen Legionären die Steuer im Dorf eintreiben.
Römische Bürger, die in Italien lebten, waren seit 167 v.Chr. von direkten Steuern befreit. Auch das in den einzelnen Provinzen erhobene sogenannte Stipendium war zunächst nur für den Unterhalt dort stationierter Truppen bestimmt. Erst Julius Cäsar änderte diese Bestimmungen und überführte die teilweise sehr hohen Abgaben aus eroberten Ländern fortan seiner Staatskasse.
